Teil 4 – Einfliegen – auf der
Wiese
Nachdem Du das Flugzeug und Deinen Sender entsprechend den ersten drei
Teilen dieser Artikelserie (Servo-Grundeinstellungen, Einfliegen-im-Keller,
Richtigen Propeller auswählen) konfiguriert hast, kannst
Du getrost zum Jungfernflug antreten. Beim Einfliegen werden die Flugeigenschaften
des neuen Modells getestet und so gut es geht, auf ein neutrales Verhalten
getrimmt. Manche Eigenschaften, wie z.B. Pitch- und Rollkopplungen im
Messerflugzustand werden mittels Sendermixer „neutralisiert“.
Von Fliegerkollegen höre ich hier immer wieder „das steuere
ich schon aus“, aber glaubt mir, auch Euer Hirn-„Prozessor“ ist
begrenzt und es reicht schon, wenn der mit den Kunstflugprogrammen und
den Windkorrekturen kämpfen muss und nicht noch die Unzulänglichkeiten
des Flugmodells korrigieren soll. Also, so gut es geht, die eingebauten
Fehler wegtrimmen – egal, ob man F3A- oder 3D-Kunstflug macht.
Es ist wichtig, den ausgewählten „Kunstflug-Propeller“ einzusetzen – alle
Justagen müssen sonst bei einem Wechsel des Propellertyps (insbesondere,
wenn sich die Blattzahl ändert) neu erflogen werden!
Wie schon in den Kapiteln vorher, soll diese Information dem Anfänger
in unserem Hobby den Einstieg erleichtern und meine bereits gemachten Erfahrungen
im Verbrenner-Kunstflug mit Flächenmodellen weitergeben.
1. Erste Flüge
Im Sender stellt man den Alarmtimer so ein, dass der Tank noch nicht
ganz leer ist. Dann geht’s los. Das Flugmodell wird nach
dem Start auf eine vernünftige Höhe (ca. 50 m) gebracht und
mit den Sendertrimmungen auf Geradeausflug (keine Links-/Rechtsabweichungen,
kein Sinken/ Steigen) einjustiert. Der Gasknüppel ist dabei auf „Marschgeschwindigkeit“,
also so zwischen Halbgas und ¾-Gas. Während man seine großräumigen
Runden dreht, bekommt man ein Gefühl für die Steuerungseigenschaften
(sind sie zu abrupt? zu weich? brauche ich viel Knüppelweg oder
nur ganz wenig?). Nach der Landung werden dann die ersten Korrekturen
vorgenommen: z.B. Ruderausschläge mittels Dual Rate anpassen, feinfühligere
Steuerung um den Knüppel-Nullpunkt mittels Expo, etc. Die Knüppeltrimmungen
werden abgespeichert und die Trimmungen wieder auf Null gestellt.
Beim nächsten Flug wird die Seitenruder-Trimmung vorgenommen. Fliege
dazu in „Normalfluglage“ (= 50-70% Gas,
gleiche Höhe, gerade Flugbahn, Flügel
waagrecht) genau
gegen den Wind über deinen Kopf an und direkt weg von dir. Ziehe
dann die Modellnase hoch in einen senkrechten Steigflug und beobachte
dein Modell - vor allem betreffend Veränderung der Flugbahn (nach
links oder rechts) und ob das Modell im Steigen wegrollt. Teste dies
mehrmals und merke dir, was das Modell macht. Korrigiere erstmal ein
Links-/Rechtsabweichen im Steigflug mit der SR-Trimmung. Wenn der Steigflug
nun senkrecht verläuft, dann halte im nächsten Test das Höhenruder
(HR) gezogen und fliege einen Looping. Teste dies wiederum mehrmals (immer
schön genau gegen den Wind!) und merke dir, was passiert. Dann ist
sicherlich der Alarmtimer abgelaufen und es ist Zeit zu landen.
Nachdem man mehrere Flüge hinter sich gebracht hat und sich auch
etwas an die Flugeigenschaften des neuen Modells gewöhnt hat, sollten
die erflogenen Sendertrimmungen in mechanische Justagen umgesetzt werden
(möglichst so lange, bis eine Sendertrimmung =0 nötig ist) – dies
kann mehrere Trimmflüge benötigen:
-
Messungen der getrimmten Ruderausschläge
mit dem Ruderausschlagsmesser und Notieren der Abweichungen von Null-Null
in mm.
-
Mechanische Korrektur des Seitenruders:
⇒ Änderung des Motorseitenzugs?
-
Mechanische Korrektur des Höhenruders:
⇒ Änderung der Einstellwinkeldifferenz
(EWD)?
⇒ Änderung der Schwerpunktlage?
⇒ Änderung des Motorsturzes? (abweichende Propellergröße,
-Steigung, -Drehzahl)?
-
Mechanische Korrektur der Querruder:
⇒ Balance-Veränderung über die Flugzeug-Längsachse?
⇒ Gewichtsunterschiede in den Flächenhälften?
⇒ Änderung der Einstellwinkel von Steckflügeln, bis die
Querruder auf Null getrimmt werden können.
Nach diesen Justagen sind wiederholte Testflüge
nach obigem Verfahren angesagt, um die eingestellten Veränderungen
(z.B. Motorseitenzug) zu verifizieren. Da sich manche Veränderungen
gegenseitig beeinflussen, ist es wichtig, immer nur ein Fehlersymptom
zu bearbeiten und dann wieder zu testen! Bei den nächsten Flügen
ist nur Beobachten angesagt. Am besten macht man diese mit einem Kumpel,
der sich dann auch die verschiedenen Fehler notiert:
-
Fliege senkrecht aufwärts und beobachte,
ob die Flugbahn von der Senkrechten abweicht
(⇒ Motorsturz und –Seitenzug)
-
Fliege senkrecht abwärts und beobachte, ob die Flugbahn von
der Senkrechten abweicht – zur Kanzel oder zum Fahrwerk hin?
(⇒ HLW-Einstellwinkel, EWD, Schwerpunkt)
-
Nimm im horizontalen Geradeausflug schlagartig
das Gas raus (⇒ Schwerpunkt,
Motorsturz, EWD)
Die größten Probleme werden dann zuerst korrigiert. Dazu
dienen die folgenden Punkte als Hilfestellung, die nicht unbedingt in
dieser Reihenfolge abgearbeitet werden müssen. Beachtet aber bitte, dass
sich Justagen gegenseitig beeinflussen – daher ist es ist sinnvoll,
die Checks in der hier gelisteten Reihenfolge durchzuführen und
Korrekturen abzuarbeiten:
- Balance-Setup (Schwerpunkt)
- Dynamische Balance
- Motorsturz und Motorzug
- Querruder-Differenzierung
- Mischer setzen (Senkrecht abwärts, Gas-/SR-Kopplung und Gas-/QR-Kopplung)
2. Balance-Setup
Obwohl der Schwerpunkt nach Bauunterlagen eingestellt wurde, ist es
trotzdem eine richtige Frage „Ist dies auch der korrekte Schwerpunkt
für mein Modell?“ Den Schwerpunkt muß man beim Fliegen
erfühlen. Nachstehend dazu einige Tipps:
Du fliegst wieder in „Normalfluglage“ (siehe oben)
gegen den Wind. Rolle das Flugzeug in den Rückenflug und schaue,
wie es sich verhält und wie es sich anfühlt. Ging die Flugzeugschnauze
während der halben Rolle stark nach unten? Muss viel Tiefenruder
gegeben werden, um den waagrechten Geradeausflug zu halten? Versuche,
aus der Höhe zu Trudeln – wie war der Trudelbeginn? War ein
richtiger Strömungsabriß sichtbar? In den drei hier genannten
Fällen sollte der Schwerpunkt weiter zurückgelegt werden.
Hier noch einige Anzeichen, wenn der Schwerpunkt zu weit rückwärts
gewählt wurde – vielleicht ist dies einfacher zu beobachten:
- Das Flugzeug „pumpt“, d.h. Flugzeugnase nach oben,
dann nach unten, usw. zeigt;
- Man das Gefühl hat, man müsste mit Tiefenruder das Flugzeug
auf Spur halten, wenn man die Fluggeschwindigkeit verringert;
- Bei der Snap-Rolle fliegt das Flugzeug eine „Tonnenrolle“;
- Das Modell ist auf HR sehr sensitiv und zeigt beim Überziehen
ein nicht vorhersehbares Verhalten;
- Modell steigt bei einer 45-Grad Flugbahn im Rückenflug.
Verändere den Schwerpunkt in kleinen Schritten und teste nach jeder Änderung.
Gehe erst dann zum nächsten Punkt des Einfliegens weiter, wenn du
mit den Ergebnissen im Normalflug und im Rückenflug zufrieden bist.
Später wird noch einmal bei den Punkten „Querruder-Differenzierung“ und „Messerflug-Tracking“ die
Schwerpunktlage überprüft.
Nun geht es weiter mit der dynamischen Balance. Dies ist eine Kontrolle,
ob einer der Flügel im Flug schwerer ist und das Flugzeug nach einer
Seite wegdrehen lässt. Im Flug sieht es so aus, als würde man
ständig leicht Querruder (QR) geben.
⇒ Horizontaler Rückenflug bei „Normalfluglage“.
QR und SR absolut neutral.
Längsachsenbalance |
Beobachtung |
Ursache / Abhilfe / Einstellung |

|
Modell dreht
sich aus der Rückenfluglage und hebt linken
Flügel |
⇒ Gewicht am Randbogen des linken Flügels anbringen
|
Modell dreht sich aus der Rückenfluglage
und hebt rechten Flügel |
⇒ Gewicht am Randbogen des rechten Flügels anbringen |
Anmerkungen:
-
In diesem Test werden die dynamischen Kräfte um die Längsachse
ausbalanciert (z. B. drückt die Propeller-Wirbelschleppe auf
das Seitenleitwerk und das Motor-Drehmoment macht sich bemerkbar).
-
Feinabstimmung: Fliege aus Normalfluglage
einen gezogenen Looping mit ca. 50m Durchmesser. Dabei das Gas
auch in der Abwärtspassage
stehen lassen, damit beim Abfangen eine ordentliche g-Belastung auftritt.
Lässt das Modell nach dem Looping den rechten Flügel hängen ⇒ Ausschlag
HR-Blatt rechts größer als links? Gewicht am Randbogen
des linken Flügels anbringen.
Nun kommt der dynamische Balance-Test bei höheren
g-Lasten. Fliege aus größerer Höhe mehr als 3 sec im
Leerlauf senkrecht abwärts und ziehe mit einer engen Kurve in die
Horizontale (Achtung: Vorher müssen die Flächen wirklich gerade
ausgerichtet sein!). Beobachte, ob die Fläche nach dem Abfangmanöver
immer noch waagrecht ausgerichtet ist, oder ob eine Fläche hängt.
Teste auch einen engen Looping aus der Rückenfluglage. Wenn sich
nun die Flugbahn in die entgegengesetzte Richtung wie in den Tests vorher
verändert (z. B. jetzt nach links, während sich vorher die
Flugbahn nach rechts veränderte), dann ist definitiv eine Flügelhälfte
schwerer. (⇒ Korrektur mit Blei im Flügel oder beim HR-Ausschlag
eines Blattes).
3. Motorzugachse
Man hört und liest sehr verschiedene Ideen, wie
sich die Fehlersymptome äußern und wie man sie beheben kann – aber
einfach dargestellt, hängt das Modell im senkrechten Steigflug nur
am Propeller und die Kraftzugachse des Motors (⇒ Motorseitenzug
und Motorsturz) kontrolliert den senkrechten Flug. Fliegt das Modell
nach rechts oder links oder Richtung Kabinenhaube oder Fahrwerk?
⇒ Anflug seitlich aus 20m Höhe in „Normalfluglage“;
Flügel waagrecht – ziehe in den senkrechten Steigflug. ¼-Rolle
nach links, Modell ausrichten und zum weiteren Steigflug soviel Gas
wie nötig nachschieben.
Motorseitenzug |
Beobachtung |
Ursache / Abhilfe / Einstellung |

|
(A) – Flugbahn aufwärts nach rechts
|
⇒ Motorseitenzug reduzieren
|
(B) – Flugbahn aufwärts
nach links |
⇒ Motorseitenzug vergrößern |
Anmerkungen:
-
Den Seitenzug so lange mechanisch korrigieren, bis das Modell
bei Vollgas senkrecht steigt.
-
Diese Abstimmungen sind zu wiederholen, wenn
man die Propellergröße
(Durchmesser und Steigung) ändert. Eine Veränderung von
2-Blatt zu 3-Blatt Prop verlangt auch größeren Motorseitenzug.
-
Sollte das Modell bereits im Übergangsbogen aus der ursprünglichen
Richtung drehen, dann prüfe auf unterschiedliche
HR-Ausschläge oder nicht-synchrone Bewegung der 2 HR-Servos/Asymmetrie/Gewichtsunterschiede
der Flächenhälften/unterschiedliche Trägheitsmomente
der Flächenhälften (⇒ einseitig Blei zugeben)/Gestänge-Elastizität.
- Hier eine Hilfe des australischen F3A-Meisters Paul Goldsmith: Wenn
das Modell erst nach 200m senkrechtem Steigflug eine Flugbahnabweichung
zeigt, benutze erstmal SR-Trimmung. Messe diesen SR-Trimmausschlag in Winkelgrade,
teile den Wert durch 2 und stelle entsprechend soviel Motorseitenzug am
Motorträger ein. Beispiel: Eine SR-Trimmung von 2 Grad benötigt
eine Motorseitenzugkorrektur von 1 Grad.
⇒ Anflug wie bei Test „Motorseitenzug“, aber ohne ¼ Rolle.
Motorsturz |
Beobachtung |
Ursache / Abhilfe / Einstellung |

|
(A) – Flugbahn zum Cockpit hin |
⇒ Motorsturz vergrößern
|
(B) – Flugbahn zu den Rädern
hin |
⇒ Motorsturz reduzieren |
Anmerkungen:
-
Den Motorsturz so lange mechanisch korrigieren, bis das Flugzeug
senkrecht steigt - erst dann die Tests beenden.
-
Weiterer Check: Im Horizontalflug schlagartig
das Gas rausnehmen – Modell
sollte die Flugbahn beibehalten und nur leicht sinken.
Höre mit den Justagen erst dann auf, wenn das Flugmodell 300m ohne
Flugbahnabweichung senkrecht nach oben steigt.
4. Einstellwinkeldifferenz (EWD)
Sobald das Modell einen senkrechten Steigflug ohne Abweichungen von
der Ideallinie fliegt, ist es an der Zeit, den senkrechten Sturzflug
einzustellen. Aus einer Höhe von 300 bis 500m fliegen wir senkrecht
nach unten und beobachten, ob sich die Flugbahn zum Cockpit oder zum
Fahrwerk hin ändert. Da hier der Motor im Leerlauf betrieben wird,
wirken sich im Wesentlichen nur die Schwerpunktlage und die EWD aus.
Test mehrfach fliegen, auch aus verschiedenen Flugrichtungen.
⇒ Anflug in „Normalfluglage“ aus 300-500m Höhe;
Flügel
waagrecht; Motor-Leerlauf – drücke in senkrechten Sturzflug.
EWD-Trim |
Beobachtung |
Ursache / Abhilfe / Einstellung |

|
(A) - Flugbahn zum Cockpit hin |
⇒ Reduziere Flügel-Einstellwinkel,
⇒ oder vergrössere HLW-Einstellwinkel,
⇒ oder CG weiter vorverlagern,
⇒ oder HR-Tiefe einmischen (ein paar % sind normal). |
(B) – Flugbahn zu den Rädern
hin |
⇒ Vergrössere Flügel-Einstellwinkel,
⇒ oder reduziere HLW-Einstellwinkel,
⇒ oder
CG weiter zurückverlagern oder HR-Ziehen einmischen. |
Anmerkungen:
-
Vor den Tests kann man einen Sendermixer „Motorleerlauf > HR-Tiefe
(1%)“ bei Offset 66% (= ¼ Gas) vorbereiten und dann
in den Tests die %-Zahl verändern.
-
In diesem Manöver wird die Flugbahn nur
durch die EWD beeinflusst (nicht durch Motorzugachse, da Motor
im Leerlauf - und auch nicht durch ein Moment bzgl. Schwerpunkt
und Auftriebsangriffspunkt).
-
Mit dem justierten Sendertrim wird das Modell
im Geradeausflug leicht steigen oder sinken – jetzt nicht
beachten!
5. Querruder-Differenzierung
Jedes mal, wenn das Flugzeug rollt, erzeugt das nach unten ausschlagende
QR mehr Widerstand als das nach oben ausschlagende QR. Bei modernen Kunstflugmaschinen
mit symmetrischen Flügelprofilen ergibt sich dabei nur eine sehr
kleine Kräfteungleichheit. Der größere Widerstand am
nach unten ausschlagenden QR bewirkt, dass sich das Flugzeug um die Hochachse
bewegt. So passiert es, dass das Flugzeug nach links giert, während
man nach rechts rollt. Dies ergibt eine „eiernde“ Rolle – Ziel
aber ist es, eine Rolle, „wie an der Schnur gezogen“ zu fliegenfliegen – und
das nicht nur waagrecht, sondern auch senkrecht aufwärts oder abwärts.
⇒ Anflug in Normalfluglage „über den
Kopf“ in 20m
Höhe – ziehe dann in einen 45°-Steigflug mit direkter
Blickrichtung auf das Leitwerk. Mache dann eine ½ Linksrolle mit
vollem QR-Ausschlag und beobachte die Flugbahn.
| QR-Differenzierung |
Beobachtung |
Ursache / Abhilfe / Einstellung |

|
(A1) Flugbahnab-
weichung in Richtung
des Rollkommandos (also nach links) |
⇒ QR-Ausschlag nach unten zurücknehmen
und/oder nach oben vergrößern (= Differenzierung vergrößern) |
(A2) Modell macht „Schulterwurf“ auf
die Kabine. |
⇒ QR-Ausschläge einseitig verändern:
nach unten (rechter Flügel) zurücknehmen und nach oben
(linker Flügel)
vergrößern. |
(B) Flugbahnab-
weichung entgegen-
gesetzt der
Richtung des Rollkommandos (also nach rechts) |
⇒ QR-Ausschlag nach oben zurücknehmen
und/oder nach unten vergrößern (= Differenzierung
verringern) – dies kann vor allem bei oben angeschlagenen
QR passieren. |
Anmerkungen:
-
Teste die QR-Differenzierung auch mittels Rollen im Geradeausflug:
Fliege in Normalfluglage in ca. 50m Höhe bei 50-75% Gas horizontal
von rechts nach links an. Fliege hintereinander drei Rechtsrollen,
die zusammen ca. 6 bis 9s dauern. Hebt es den Flieger beim Rollen in
Richtung des Ausschlags aus, so braucht er Differenzierung in diese
Richtung, weil das nach unten ausschlagende Querruder zu viel Auftrieb
bringt. Taucht er gegen den Ausschlag ab, bringt das nach oben laufende
Querruder zu viel Abtrieb und muss ausschlagsmäßig reduziert
werden.
-
Teste die QR-Differenzierung auch im senkrechten Steig- und Sturzflug:
Wird das Modell nach links versetzt, dann links mehr Querruderausschlag
nach oben geben; wird das Modell nach rechts versetzt, dann rechts mehr
Querruderausschlag nach unten geben.
Nach einer Änderung der QR-Differenzierung ist die HR-Trimmung
neu zu erfliegen, da die EWD und der Motorsturz auch darauf Einfluss
haben!
Kopple dieses Flugmanöver (45°-Steigflug, ½ Rolle) gleich
mit einer Überprüfung der Schwerpunktlage für
nicht 3-D Modelle. Fliege hierzu nach der halben Rolle im Rückenflug
den 45°-Steigflug weiter und beobachte, wie viel Tiefenruder gebraucht
wird. Bei nur „etwas Tiefenruder“ zur Aufrechterhaltung des
45°-Fluges ist die CG-Lage in Ordnung. Falls „mehr Tiefenruder“ benötigt
wird, sollte der Schwerpunkt weiter zurückverlegt werden (Achtung:
immer nur mit kleinen Schritten arbeiten, z.B. 5mm, und dann erst wieder
testen!).
6. Messerflug-Kopplungen
Fast alle Kunstflugmaschinen zeigen ein gewisses Koppeln von Gieren
um die Hochachse, Nicken (engl. Pitch) um die Querachse und Rollen um
die Längsachse. Flugzeuge, wie z. B. die CAP 232 oder die Extra
300S, zeigen bei SR-Einsatz eine Flugbahnveränderung Richtung Fahrwerk,
während einige Mitteldecker, wie beispielsweise die Extra 260 oder
die Edge 540, eine Flugbahnveränderung Richtung Kanzel zeigen. Es
kann (aber muss nicht) gleichzeitig auch zu Rollkopplungen kommen.
Wir werden versuchen, diese Kopplungen über Sendermischer bestmöglich
zu eliminieren – und tun dies für unsere „normale Marschgeschwindkeit“,
also ca. 50-70% Vollgas. Unbedingte Voraussetzung
ist, daß die
Schwerpunktlage schon richtig erflogen und justiert wurde.
Für die Testflüge wird das Modell in den Messerflug gerollt
und mit dem Seitenruder die Flughöhe gehalten. Versuche dabei, die
Flugbahn mit dem Höhenruder gerade (hier links/rechts) zu halten.
Merke Dir ungefähr, wie viel Seitenruder und Höhenruder-Knüppelausschlag
gebraucht werden. Programmiere dann einen Mixer SR ⇒ HR für
die eine Seite des SR-Ausschlags. Starte mit 10% Mixanteil asymmetrisch
und teste, ob das zu wenig oder zu viel war. Wenn zuviel, dann halbieren
auf 5% - wenn zu wenig, dann vergrößern auf 15%, und so weiter.
Wenn der richtige Wert erflogen ist, teste und programmiere die andere
Seite des SR-Ausschlags. Der Offset des Mixers liegt dabei in der SR-Knüppelmittelstellung.
Da die Mixanteile nicht linear sind, benutze ich bei der mc-24 einen
Kurven-Mixer und setze zuerst die Endpunkte für SR-Knüppel
links bzw. rechts. Danach werden aus diesen drei Punkten auf jeweils
halbem Weg (also ½ SR-Ausschlag
links bzw. rechts) noch Mixpunkte gesetzt und erflogen, so dass wir jetzt
eine 5-Punkt Kurve erhalten.
Nachdem das geschafft ist, wird ein ähnlicher Mixer SR ⇒ QR
(in diesem Fall kann es ruhig ein Linear-Mixer sein) programmiert, um
das Rollen im Seitenrudereinsatz zu kompensieren. Starte hier mit 5%
Mixanteil und halbiere gegebenenfalls bzw. vergrößere auf
8%, und so weiter.
⇒ Fliege in ca. 50m Höhe bei 50-75% Gas aus der horizontalen
Normalfluglage in die Messerfluglage (QR links – SR rechts) und
halte die Höhe
mit dem Seitenruder. Bei Problemen sofort mit einer ¼ Rolle
zurück in die Normalfluglage!
Messerflug-Tracking |
Beobachtung |
Ursache / Abhilfe / Einstellung |
|
(C) Modell pitched zu den Rädern (geht auf
Tief) |
⇒ Modell ist noch etwas schwanzlastig, d.h. CG weiter
nach vorn verlagern.
⇒ Mixer 2...10% „SR re ⇒ HR-Höhe“; falls
Mixeranteil > 15% nötig, dann Flächenanstellwinkel
verkleinern. |
(D) Modell pitched zur Kanzel |
⇒ Modell ist noch etwas kopflastig, d.h. CG weiter
zurück versetzen.
⇒ Mixer 2...10% „SR re ⇒ HR-Tiefe“; falls Mixeranteil > 15%
nötig, dann Flächenanstellwinkel vergrößern
oder HLW tiefer legen (⇒ Anhedral wie Curare). |
Anmerkungen:
-
Fliege den Test auch auf der anderen Seite
(QR rechts – SR
links halten) und setzte die Mixer entsprechend auf der anderen Seite
der SR 0-0 Linie.
-
Wenn Modell auf „tief“ geht (zu den Rädern
hin) könnte auch das HLW zu hoch in Bezug auf die Flächenlinie
sein!
-
Wenn es in beiden Tests nach (C) pitched, dann beide QR 0-0 Position
um zwei Umdrehungen nach oben stellen (Up-trim).Wenn es in beiden
Tests nach (D) pitched, dann beide QR 0-0 Position um zwei Umdrehungen
nach unten stellen.
Messerflug-Rolltendenz
Und V-Form Tragfläche |
Beobachtung |
Ursache / Abhilfe / Einstellung |
|
Zurückdrehen in Normalfluglage
(d.h. bei QR links – Rolltendenz nach rechts) |
⇒ V-Form reduzieren.
⇒ Linearmixer 1...5%
„SR rechts ⇒ QR links“. |
Weiterdrehen in die gegebene Rollrichtung
(d.h. bei QR links – Rolltendenz nach links) |
⇒ V-Form vergrößern.
⇒ Linearmixer 1...5%
„SR rechts ⇒ QR
rechts“. |
Anmerkungen:
-
Fliege den Test auch auf der anderen Seite
(QR rechts – SR
links halten) und setzte die Mixer entsprechend auf der anderen Seite
der SR 0-0 Linie.
-
2. Test für Überprüfung der V-Form: Geradeausflug
mit Vollgas gegen den Wind, dann SR-Ausschlag – wenn Rolltendenz
in SR-Ausschlagsrichtung, dann ist die V-Form zu groß.
7. Motor-Leerlauf
Ja, da liest Du richtig. Die Motor-Gaseinstellung ist für einen
ruhigen Flug genauso wichtig, wie die anderen Justagen. Ich benutze an
meiner mc-24 die Kanal-1 Kurve (oder Gaskurve), um die Motorreaktion
auf meine Knüppelveränderungen so linear wie möglich zu
machen. Mit jedem Klick des Gasknüppels Richtung Vollgas möchte
ich eine Drehzahländerung hören. Die meisten Verbrennungsmotoren
haben eine nichtlineare Vergaserkennlinie – und dazu kommt noch,
dass sich Methanoler anders verhalten als Benziner und 2-Takter anders
als 4-Takter. Einige Typen scheinen die größte Leistung in
den ersten 50% der Vergaserstellung (also zwischen Leerlauf und Halbgas)
zu entwickeln – dieses erfordert als Kanal-1 Kurve anstatt einer
45°-Linearität (0=Leerlauf; ½ Knüppel = Halbe Vollgasdrehzahl)
eine flache Kurve zwischen Leerlauf und 1/3 Gas, die dann später
steiler ansteigt. Der OS FS120 SP Super Charger z.B. verlangt aber ein
steiles Ansteigen der Kurve im unteren Drehzahlbereich. Zu Anpassung
der entsprechenden Werte benötigt es etwas Einstellarbeit mit laufendem
Motor.
Als Startwerte für die Einstellungen möchte ich hier Werte
der mc-24 angeben (Leerlauf ist bei Knüppelstellung -100% mit einem
Output von –100% bis hin zu Vollgas mit Knüppelstellung +100%
und einem Output von +100%).
- Methanoler 2-Takter wie OS 91 Fx oder OS 140 Rx
- Kurvenpunkt bei Input –25% (zwischen ¼ und ½ Gas):
Output = -16%
- Kurvenpunkt bei Input +25% (zwischen ½ und ¾ Gas):
Output = +32%
- Methanoler 4-Takter wie OS FS120 SP
- Kurvenpunkt bei Input –50% (= ¼ Gas): Output = 0
Wer keinen eigenen Gasmixer im Sender hat, kann entweder eine negative
Expo auf den Gaskanal konfigurieren oder einen Kurvenmixer Gas ⇒ Gas
setzen.
8. Gaskopplungen auf QR und/oder SR
Einige Modelle zeigen Kopplungen von Gas auf Querruder (QR) und/oder
Seitenruder (SR), da meistens die betroffenen Flugzeugachsen „Längsachse“ (=
Rollen) und „Hochachse“ (= Gieren) für die Marschgeschwindigkeit
(siehe 1. Erste Flüge) eingetrimmt sind. Beide betroffenen Modellachsen
haben einen sehr starken Einfluß auf Flugbahnabweichungen über
die Höhe der virtuellen Flugraumbox – bereits ein Gierfehler
von 3 Grad macht über die Flugboxhöhe von ca. 250 m bereits
eine Drift von 13 m aus!
Teste zuerst die Längsachse - teste beide Versionen:
- Steige in große Höhe, so daß Du ca. 500 m nach unten
hast. Gehe dann genau gegen den Wind in einen senkrechten Abwärtsflug
bei Motorleerlauf so daß Du das Flugmodell von der Seite siehst
und beobachte sehr genau, ob Dein Modell dabei etwas rollt - viele
Kunstflugmodelle rollen dabei etwas nach rechts. Setze zur Kompensation
einen Kurvenmischer von GAS ⇒ QR (links) mit einem Offsetpunkt
bei Marschgeschwindigkeit (ca. 70% Gas). Jetzt hast Du eine Gerade
zwischen Offsetpunkt und Endpunkt (Leerlauf). Teste später noch
ein oder zwei Zwischenpunkte des Kurvenmischers.
- Die zweite Version ist, beim waagrechten Überflug gegen den
Wind schlagartig auf Leerlauf zu drosseln und zu beobachten, ob das
Modell etwas rollt.
Teste anschließend die Hochachse. Führe die gleichen beiden
Tests von oben aus (diesmal so, dass Du genau auf die Flügeloberseite
siehst) und beobachte dabei die Gierachse - viele Kunstflugmodelle gieren
bei Leerlauf etwas nach links. Du kannst auch mit der „Figur 9“ oder
einer „stehenden 8“ testen. Setze zur Kompensation einen Linearmischer
von GASÞSR (rechts) mit einem Offsetpunkt bei Marschgeschwindigkeit
(ca. 70% Gas).
9. Ruderausschläge und Trimm-Reduzierungen
Falls nicht schon während des bisherigen Einfliegens die Ruderausschläge
angepasst wurden, ist es nun nötig, dies vor Abschluss des Einfliegens
durchzuführen. Rollen, Loopings, Turns und Snaps fliegen, beobachten
und justieren.
Steuerausschläge |
Beobachtung |
Ursache / Abhilfe / Einstellung |
|
Querruder |
Normal:
3 Rollen in 3-4 sec (bei vollem Knüppelausschlag).
Snap: Mechanisch max. möglicher Ruderausschlag.
Landung: QR 9 Grad hoch stellen (entspr. 50-60%)
und leicht HR-Tiefe (ca. 10%) beimischen. |
Höhenruder |
Übergangsbogen vom Horizontal- in den Steigflug
mit ca. 25m Radius bei 70-80% Knüppelausschlag. Spins sollen
gut abreißen. |
Seitenruder |
Normal:
Horizontaler Messerflug bei etwa 75% Knüppelausschlag.
Ruderausschlag rechts > als links (ca. 5mm) !
Turns:
Mechanisch max. möglicher Ruderausschlag. |
Nach dem Einfliegen und Eintrimmen des Modellflugzeuges ist es sinnvoll,
die Trimmwege für HR und QR auf z. B. 50% zu reduzieren (mc-24 Code31).
Dadurch wird ein „Übertrimmen“ vermieden und das Modell
reagiert wesentlich weicher auf eine Verstellung der Trimmhebel.
10. Andere Tipps und Tricks (zum Ausprobieren)
Die hier beschriebenen Kniffe sind leichte Modifikationen der oben beschriebenen
Einstellungen, die ich als „persönliche Präferenz“ benutze:
- Tiefenruder Dual Rate (D/R) und Expo
Ich habe ein besseres Gefühl, wenn ich für Außenloopings
den Senderknüppel nicht so weit drücken muss wie beim Ziehen
von Innenloopings. Dafür stelle ich 5% mehr Tiefenruderausschlag
als Höhenruderausschlag ein. Für Tiefenruder nehme ich
auch 5% weniger Expo.
- Querruder-Einstellungen für Rollen
Für Snap-Rollen werden die mechanischen Maximalausschläge
der Querruder benutzt. Für die meisten anderen Kunstflugmanöver
benutze ich mittels Dual Rate reduzierte Ausschläge. Für Trudeln,
Rollen und Rollenkreise werden in der entsprechenden Flugphase z. B.
30-40% der QR-Maximalausschläge gesetzt. Ja, ich gebe hier Servogenauigkeit
auf, erreiche aber dadurch mehr Knüppelweg, um die Rollrate leichter
kontrollieren oder stoppen zu können.
- Justierbares Höhenleitwerk (HLW)
Hat man ein abnehmbares und einstellbares Höhenleitwerk, kann man
zur Korrektur der EWD auch den HR-Einstellwinkel verändern. Ein
Faustwert ist: „Benötigte man für den Geradeausflug an
den HR-Blättern z. B. 1,5mm Tiefenruder-Trim, so kann man den HLW-Einstellwinkel
so verändern, dass die HR-Endkante 1,5mm tiefer liegt und die Sendertrimmung
auf 0 gesetzt wird“.
- Standgas und Leerlaufeinstellung
Häufig ist es so, dass der heiße Motor nach Ende eines
Flugprogrammes eine höhere Leerlaufdrehzahl hat, als beim Start
eingestellt war. Ziel ist es jedoch, zur Landung eine niedrige, aber
dennoch sichere Leerlaufdrehzahl zu haben. Deshalb wird diese direkt
nach der Landung eingestellt (Code 23 ASY-Servoweg) – der Trimmhebel
wird dabei aber nicht benutzt, sondern bleibt in Mittelstellung stehen.
Zum Abstellen des Motors wird dann der Trimmhebel ganz nach unten
gezogen oder ein Gas⇒ Gas-Mischer
für Motor-Aus gesetzt.
Für das Flugprogramm ist aber der „Leerlauf bei Landung“ zu
niedrig. Ich behelfe mich hier mit dem Mischen eines Drehpotis (oder
Schiebereglers) auf den Gaskanal. Bei Knüppelstellung „Leerlauf“ ist
das Drehpoti z. B. auf Linksanschlag und der Mixanteil 0% (so kann
das Drehpoti die Leerlauf-Trimmung nicht weiter reduzieren). Wird das
Drehpoti auf Rechtsanschlag gedreht, wird ein Mixanteil von 10% eingestellt.
Nun kann ich für den Start und das Flugprogramm mittels Drehpoti
eine etwas höhere und damit sichere Leerlaufdrehzahl einstellen.
Für die Landung ist dieser „Standgas-Mixer“ über
die Flugphasenumschaltung außer Betrieb.
Einige Kollegen richten sich einen speziellen Mixer für den Turn
ein. Dieser bewirkt ein um ca. 3 bis 4 Trimm-Zacken höheres Standgas,
damit das Seitenruder noch gut angeblasen wird. Hierzu mischt man z.
B. Gas ⇒ Gas und der Mischanteil
bestimmt dann die Standgaserhöhung. Mit einigem Probieren erreicht
man dann den richtigen Wert für den Testflug (Kontrolle über
Code 92 Servoanzeige).
-
Motor Aus
Am Ende eines Kunstflugprogramms muss die Landung auf Anhieb passen.
Dazu ist es manchmal sinnvoll, beim Einschweben über der Landebahn
den Motor abstellen zu können. Ich habe mir hierzu einen Mischer
Gas ⇒ Gas konfiguriert, den ich mit einem nicht-rastenden Momentschalter
aktiviere. Achtung: Prüfen,
ob es der Vergaser mechanisch zulässt, das Drosselküken soweit
zu drehen, dass die Luftzufuhr ganz geschlossen ist.
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Landung
Zur Reduzierung der Landegeschwindigkeit eines Kunstflugmodells kann
man, falls je Querruder ein eigenes Servo eingebaut wurde, beide QR um
ca. 9° hochstellen (= Spoilerons mit 50-60% des QR-Wegs). Damit
das Modell aber bei ausgefahrenen QR nicht steigt, ist noch Tiefenruder
(bei mir ca. 10%) beizumischen. Manche Kollegen kombinieren diese „Landungs-Mixer“ noch
mit dem Gasknüppel, d. h. je weiter der Gasknüppel von der
Stellung „Halbgas“ in Richtung „Leerlauf“ gebracht
wird, um so mehr schlagen die QR nach oben aus (das Tiefenruder entsprechend).
Das kann man weiter optimieren, in dem man die „Landungs-Mischerei“ schon
bei ca. ¼ Gas fertig hat und im unteren Bereich mit Schleppgas
landen kann, ohne dass sich die QR und HR ständig verändern.
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Flugphasen
Unterschiedliche Flugmanöver verlangen unterschiedliche Mischer
und Servowege/Expos. Wenn man jeden Mixer auf einen eigenen Schalter
legt, dann weiß man während des Flugprogramms überhaupt
nicht mehr, welcher Mixer gerade aktiv ist und welche Schalter jetzt
wie zu bedienen sind. Die Definition von Flugphasen (z. B. Start, Akro,
Landung) dienen dazu, dieser Verwirrung vorzubeugen. Eine Flugphase umfasst
also eine Reihe von Einstellungen (z. B. Gebereinstellungen, Dual Rate/Expo,
welche Mixer aktiviert sind), die gleich sind.
Abschließend möchte ich daran erinnern, dass „Einfliegen“ fast
ein kontinuierlicher Prozess ist. Es dauert schon mal 50 bis 70 Flüge,
bis alle Abstimmungen zur Zufriedenheit erfolgt sind. Überprüfe
dabei auch, ob die Servostellmomente ausreichen und nicht überfordert
sind und die Ruderblätter im Flug garnicht auf die gewünschte
Position bringen. Nimm Dir die Zeit, um alle Einstellungen
sauber und gewissenhaft vorzunehmen und Du wirst dafür mit besseren
Flugeigenschaften belohnt werden.
Wenn man nach dem Einfliegen Änderungen vornimmt (z.B. von einem
2-Blatt auf einen 3- oder 4-Blatt Prop umsteigt), dann bitte die Checks
von Beginn an überprüfen und ggf. neu justieren.
Im nächsten und letzten Teil dieser Artikelserie
werde ich über
die Sendermischer informieren, die wir zum Einfliegen brauchen.
Literaturhinweise:
Ich bedanke mich bei den Autoren folgender Quellen:
- RC-Luftakrobatik, Motorkunstflug F3A und F3A-X (Peter Wessels), ISBN
3-7883-1627-6, nv Neckar-Verlag, Villingen-Schwenningen,
- F3A (UK)-Forum,
- NSRCA Trim Chart,
Michael Chipchase, Australien 1991,
www.flightstick.co.za/Files/fs9-trimchart.pdf;
übersetzt
von Walter Holzwarth, http://www.holzwarth-cad.de/htm-modell/index2.htm
- Radio
Control Scale Aerobatics, posted courtesy of Peter Goldsmith & Model
Aviation
- Trimming
for Aerobatics, Loys Nachtmann
- Artikel zum Einfliegen von
Ralph Müller und Lothar Beyer,
- mc-22/24 Programmierung und
mc-22/24 Flugphasenprogrammierung, Arno
Wetzel.
Es ist ganz schön viel geworden, aber das wär’s jetzt
erst einmal für das Einfliegen auf der Wiese. Jetzt ist also (fast)
Schluss mit dem Lesen und nun kommt fliegen, fliegen und nochmals fliegen – und
daran denken, waagrecht zu fliegen und nicht mit dem Innenflügel
zu Dir hin geneigt!
Happy Landings wünscht Euch Klaus!
Euer Feedback an klaus_bernhardt@gmx.de ist herzlich willkommen.
Teil
1 - Servo-Grundeinstellungen
Teil 2 - Einfliegen - im Keller
Teil 3 - Richtigen Propeller auswählen
Teil 4 - Einfliegen – auf der Wiese
Teil 5 - Mischereinstellungen für
Kunstflug
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