Nachdem ich drei Prototypen gebaut hatte und mit TRI 06 eigentlich
recht zufrieden war, fand ich das RC-Network-FORUM und habe fleißig
gelesen und gefragt.
Mit meinem TRI 06 im Auto ging es im Juli 2006 nach Hamburg zum
ersten Multihull-Treffen. Die Ernüchterung war heftig, mein
Tri hat 4,5 kg, der Tri von Michael nur 2,5 kg. Also musste ein
Neuer her.
Schon im Sommer habe ich mit Skizzen meiner Ideen für einen
neuen Hauptrumpf begonnen.
Nachdem der Sommer vorüber war, konnte ich die Bausaison
eröffnen. Die Hauptmaße waren bekannt, also wurde ein
Urmodell erstellt.
Aus einer 10 mm Pappelsperrholzplatte wurde das Deck ausgeschnitten
und ein Block Roofmate mit Epoxi aufgeklebt.
Die Konturen wurden mit dem heißen Draht geschnitten.
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| Nach dem Schneiden wurden die Spanten mit Filzstift markiert und
mit einem biegsamen Kurvenlineal kontrolliert. Wenn eine Seite fertig
ist, muss die andere Seite spiegelgleich abgeschliffen werden. Eine
große Hilfe ist dabei eine Schleiflatte mit einem Meter Länge. |
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| Auf die Oberseite (jetzt unten) des Decks
sind Abstandsstücke
geleimt, damit man den ganzen Block am Tisch mit Zwingen festspannen
kann. Nach häufigem Kontrollieren und Nachmessen wird eine Lage
163g/m² Glasgewebe auflaminiert. |
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| Nun folgt der fadeste Teil des Projekts:
Kitten und schleifen und kitten und schleifen usw. Da das Urmodell
bis auf das Deck wasserfest ist, kann man mit einem Rutscher nass
schleifen, das macht fast keinen Staub (meine Frau dankt es mir). |
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Nachdem das Urmodell mit 400er fertig geschliffen und mit Trennwachs
behandelt wurde, kann der Rumpf mit zwei Lagen 163er Glasgewebe
und an den Bordwänden mit drei Lagen laminiert werden. Nun
wird wieder gekittet und geschliffen. Nachdem alles zur Zufriedenheit
gelungen ist, kann entformt werden.
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Der erste Weg führt auf die Waage: 322 g ist ein Wert, der
mich hoffnungsvoll weitermachen ließ.
Der Ausbau des Rumpfes beginnt. |
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| Die Decksbalken bestehen aus 7 mm breiten Leisten, die aus 3 mm
Pappelsperrholz geschnitten wurden. Sie werden mit etwas verdicktem
Harz mit dem ordentlich aufgerauten Rumpf verklebt. |
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| Im nächsten Schritt wird der Rumpf mit den Leisten am Deck
plangeschliffen. Das Verkleben des Schwertkastens, das Einkleben
der formgebenden Spanten, das Festlegen der Mastposition, den Platz
für die RC-Komponenten suchen, den Platz für die Beams
festlegen usw. sind all die Kleinigkeiten, die mich nur nerven. |
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| Sehr hilfreich dabei ist meine „Helling“, auf der
das ganze Projekt immer gut festgeschraubt ist.
Zwei 40 x 40 x 4 mm Aluwinkel mit 40 x 10 mm Flachalu zusammengeschraubt, sind
immer im Winkel und stehen von alleine. Der eine Teil ist zum Festschrauben
des Projektes sowie zur Aufnahme des Schwertkastens mit einem M 4-Gewinde versehen. |
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| Mittlerweile sind auch die Beams für die Weiterverarbeitung
fertig. |
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| Die Beams sind aus zwei Lagen 163er Glasgewebe, etwas breiter als
die Hälfte der Beams, links und rechts der Trennebene beginnend,
laminiert, so dass sich in der Mitte beim Styrokern vier Lagen ergeben.
Beide Hälften (Ober und Unterseite) lasse ich mit eingedicktem
Harz nass in nass mit dem Styrokern in der Form aushärten. |
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| Die Schwimmer habe ich in der alten Form bereits mit Deckleisten
und zwei Deckstücken mit Versteifungen für die Beams hergestellt. |
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Die Beams werden mit der Verschraubung an die Schwimmer angepasst.
Die Verschraubung sind M4-Einschlagmuttern, die in 10 mm Pappelsperrholz
im Rumpf einlaminiert wurden. Nur die Verklebung mit den Deckleisten
ist mir zu wenig stabil. |
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Jetzt kommt der kritischste Teil. Der ganze Tri muss sehr genau
ausgerichtet und fixiert werden. Zunächst Parallelität
der drei Rümpfe herstellen, dann haben meine 20 mm Vorspur
bekommen, Verschränkung udgl.
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Wenn alles passt, wird in der Mitte der Beams ein Flicken auflaminiert.
An der Unterseite genügt innen eine 3 x 3 mm Holzleiste zur
Fixierung.
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| Nach dem Aushärten der Heftung können die Beams mit zwei
Lagen 163er Glasgewebe überlaminiert werden. Nach dem Aushärten
verschleifen und trennen. Die Auflagen der Beams mit deren Verschraubung
werden gleich auf den Beams laminiert und in den Hauptrumpf eingesetzt. |
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| Hier sieht man die Holzleisten durchschimmern. |
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Damit hat man eine passgenaue Auflage für die Beams. Verschleifen
und eventuelle Löcher mit eingedicktem Harz ausfüllen.
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| Jetzt nimmt der Tri allmählich Gestalt an. Der erste Probeaufbau. |
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| Nun folgt der Einbau der RC-Anlage, die Beschläge für’s
Rigg usw. |
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| Wenn das alles passt, wird das Rigg auf den Hauptrumpf montiert. |
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| Mit den Schwimmern sieht das Ganze recht passabel aus. |
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| Nun kann man die Decks auf die Schwimmer und den Hauptrumpf kleben. |
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Der Rohbau ist fertig. Was kommt jetzt? Richtig, nass schleifen
und lackieren.
Aber das ist eine andere Geschichte. |
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