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Konstruktion: M. Pick / Hersteller: Christian Wolf
Geliefert wird die Dago Innovation als Voll-GfK-Bausatz. Im Lieferumfang
enthalten ist der Rumpf mit der Abdeckhaube für Motor und Resonanzrohr,
dem einteiligen Tragflügel mit fertig ausgeschnittenen Querrudern
und dem Höhenleitwerk, an dem das Höhenruder ebenfalls bereits
ausgeschnitten und gangbar gemacht worden ist. Fast vergessen hätte
ich noch den Kleinteilesatz, der aus zwei gefrästen Ruderhörnern
zur Anlenkung der Querruder besteht.

Wie man auf dem Foto gut erkennen kann, ist das Seitenruder am Rumpf
angeformt und einseitig freigeschnitten. Im Lieferzustand kann das Ruder
nur nach rechts ausschlagen, was eigentlich auch in Ordnung ist, da ja
zum Start nur Seitenruder rechts gebraucht wird. Als Motor habe ich den
neuen Nelson F.I.R.E-Typ vorgesehen. Im Allgemeinen wird in den Rumpf
zur Motorbefestigung eine Aluminiumgussschale eingeklebt. Da es aber
sehr leichte, spezielle Motorträger von Nelson gibt, ziehe ich diese
der Schale vor. Normalerweise liefert Christian die Modelle gegen einen
geringen Aufpreis mehrfarbig in der Form lackiert. Die Ausführung
der Lackierarbeiten sind dabei von einer hervorragenden Qualität,
die den Aufpreis auf jeden Fall rechtfertigen. Da dieses Modell aber
ein Gelegenheitskauf war, habe ich es in schlichtem Weiß erworben,
muss also nach dem Bau noch zum Pinsel greifen.

Angefangen habe ich damit, die Ausschnitte für das Einziehfahrwerk
in den Flügel zu schneiden. Wie man auf dem Foto sehen kann, ist
ein ca. 3 mm breiter Rand stehen geblieben, auf dem später die Fahrwerksklappe
im geschlossenen Zustand aufliegt. Auch kann man die Befestigungshölzer,
auf denen das Fahrwerk verschraubt werden soll, erkennen. Da auf dem
Fahrwerk nur gestartet und nicht gelandet werden wird, sind die Hölzer
auch ausreichend dimensioniert. Da es mir nicht gefällt, die Fahrwerksmechanik
mit Holzschrauben zu befestigen, habe ich 4 mm dicke Aluminiumplatten
unter das Holz geschraubt und verklebt, in die ich M3-Gewinde geschnitten
habe. So kann die Mechanik mit M3 Senkkopfschrauben an den Flügel
geschraubt werden.

Oben ist die Fahrwerksmechanik des russischen Herstellers IR zu sehen.
Diese ist für meine Zwecke robust genug. Beide Endlagen können
mittels Inbusschrauben spielfrei eingestellt werden. Als Fahrwerksbein
wird eine Platte aus GfK oder Aluminium verwendet.

Auf dem Bild oben ist die fertig montierte Fahrwerksmechanik
im Flügel zu sehen. Die Zylinderkopfschrauben werden natürlich
später gegen Senkkopfschrauben ausgetauscht. Wer genau hinschaut,
kann erkennen, dass zwischen der Flügelkontur und der Oberkante
der Fahrwerksmechanik eine kleine Kante besteht. Hier wird die Fahrwerkshalterung
noch aufgefüttert, damit das Fahrwerk bündig mit der Flügeloberfläche
abschließt.

Nachdem die Sperrholzträger für die Fahrwerkbefestigung entsprechend
mit GfK-Material aufgefüttert wurden und die Oberfläche der
Fahrwerksbefestigung bündig mit der Tragfläche abschließt,
kann dieser Arbeitsschritt als fertig abgehakt werden. Das Fahrwerksservo
wird auf dem Kopf stehend von oben in die Tragfläche eingesetzt.
Dafür habe ich einen Rahmen aus mehrfach verleimtem Birkensperrholz
in den Flügel geklebt, in den das Servo eingeschraubt wird.

Die Fahrwerksmechaniken haben zur Anlenkung ein Ruderhorn bekommen,
das 90° abgewinkelt ist. Durch die Abwinkelung kann das Betätigungsgestänge
geradlinig und sehr tief im Fahrwerksschacht verlaufen. Das ist nötig,
weil der Flügel recht dünn ist und es keine Kollision zwischen
Rad und Gestänge geben soll.
Auf dem Bild unten kann man auch die Bohrung erkennen, durch die die
Ruderscheibe auf das Servo gedrückt und mit einer Schraube befestigt
wird. Das Loch wird später im Betrieb mit einem Klebeband verschlossen,
damit dort keine Treibstoffreste eindringen können.

Hier sind nun die Teile der Fahrwerksträger und die Räder
zu sehen. Die Räder habe ich aus faserverstärktem Nylon auf
einer Drehmaschine selbst gefertigt. Das war eine unglaubliche Sauerei,
die feinen Späne sind eigentlich eher wie Schleifstaub und fliegen
im ganzen Keller herum. Nach Fertigstellung der Räder war erstmal
Großreinemachen
im Hobbykeller angesagt. Nachdem ich die Räder hatte, konnte ich
auch die Radträger ausmessen und herstellen. Dazu habe ich 2 mm
GfK-Plattenmaterial verwendet, das noch aufgedoppelt wird. Was noch fehlt,
sind die Radachsen, die ich mir selbst drehen werde. Danach kann alles
montiert und die Schachtabdeckungen aufgeklebt werden.

Nachdem die Achsen fertig waren und ich sie in die Räder eingepasst
hatte, konnte ich die Schachtabdeckungen zuschneiden und mit angedicktem
Epoxidharz an den Radträgern befestigen.

Hier während des Einfahrens.

Und hier im geschlossen und verriegeltem Zustand. Die Schlitze zwischen
den Abdeckungen und dem Tragflügel sind mir allerdings noch zu groß.
Da werden noch Passtücke eingesetzt, um sie auf ein Minimum zu reduzieren.
Ansonsten bin ich mit der Ausführung zufrieden. Die Mechaniken sind
sehr spielarm und laufen dabei doch leichtgängig, so dass das Fahrwerksservo
leichtes Spiel mit der Betätigung hat.

Wie auf dem Bild zu sehen ist, habe ich die Abdeckungen im Bereich des
Fahrwerks verbessert. Kleiner wollte ich die Schlitze jedoch nicht mehr
machen, da manchmal auch auf ganz normalen Rasenpisten gestartet wird
und dann ist es doch wichtig, dass die Klappen immer richtig schließen.
Mehr um mein Gewissen zu beruhigen, habe ich auch noch die offenen Stellen
in der Mechanik verschlossen. Ob es von großem Nutzen ist, glaube
ich nicht, aber es sieht besser aus und es kann nicht soviel Schmutz
eindringen. Vor den hinteren Tragflügelbefestigungsschrauben kann
man die Befestigungsmöglichkeit für das Resonanzrohr erkennen.
Da ich auf der Oberseite ein Loch für die Servokabel in den Flügel
schneiden musste, habe ich durch dieses Loch gleich die Gegenplatte der
Resonanzrohrbefestigung eingebaut. Später, wenn die Servokabel im
Flügel sind, ist es etwas schwieriger an die Stelle heranzukommen.

Nachdem ich die Löcher in den Rippen durch vorsichtiges Tasten
mit einer Bowdenzughülle gefunden hatte, konnte ich den roten Zugdraht
in den Flügel ziehen. Das Servo, ein Hitec HS125 MG, habe ich auf
einen Sperrholzrahmen mit einer dünnen Schicht schwingungsdämpfendem
Gummis geschraubt. Das Ganze wird, wenn das Servokabel eingezogen ist,
in den Flügel geklebt.

Das Servo sitzt jetzt an seinem Platz, das Querruderhorn ist in das
Ruderblatt eingeklebt, das Rudergestänge ist fertig und verbindet
den Servohebel mit dem Ruderhorn. Direkter und ausfallsicherer kann man
das, glaube ich, nicht bauen.

Als vorerst letzten Arbeitsschritt am Tragflügel habe ich noch
zwei stromlinienförmige Abdeckungen im Positivverfahren angefertigt.
Diese sollen in erster Linie die Anlenkungsteile vor mechanischer Belastung
schützen, weil das Modell ja mit eingezogenem Fahrwerk gelandet
wird und der Flügel dabei relativ nah am Boden ist. In zweiter Linie
werden durch die Abdeckungen Verwirbelungen reduziert, die durch eine
offen liegende Anlenkung entstehen würden.

Die Tragfläche ist nun fertig zum Lackieren und kann Dank dieser
sehr sauber passenden Schutzhüllen gefahrlos im Regal deponiert
werden. Weiter geht es mit dem Rumpfbau.
Infos zu Pylon (Verbrenner)

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