Liebes WM-Tagebuch... (Anreise und 1. Tag)
Hallo liebe Freunde der gepflegten Linkskurve!
Unsere Anreise nach Muncie lief nicht ganz so reibungslos wie wir uns
das gewünscht hätten: Nachdem der Flug von Frankfurt nach
Detroit problemlos verlief, wurde unsere Geduld dort auf eine harte
Probe gestellt. Aufgrund von Computerproblemen bei der Immigration
dauerte es ca. 2 h bis wir durch die Kontrolle waren, unser Anschlußflug
war daher natürlich schon weg. Der nächste Flug ging um 21
Uhr Ortszeit, d.h. wir mussten ca. 6 Stunden überbrücken.
Aufgrund von Tankproblemen(!) hatten wir dann nochmal ca. 1 Stunde
Verzögerung. Gegen 24:00 waren wir dann schließlich in Cincinatti.
Nach dem Einsammeln des Mietwagens und knapp 3 Stunden Autofahrt im
leicht übermüdeten Zustand, sind wir gegen 3 Uhr in Muncie
angekommen. Von Haustür zu Haustür also etwa 28 Stunden.
Nach einer kurzen Nacht machten wir uns dann heute morgen erstmal
auf, um im Supermarkt die zum Pylonfliegen notwendigen Dinge einzukaufen:
Neben Getränken und Essen natürlich Bremsenreiniger und Cilit
Bang.
Anschließend ging es zum Gelände der AMA, wo wir freundlich
begrüßt wurden und unsere Kisten in Empfang nehmen konnten.
Dank sorgfältiger Verpackung waren keinerlei Transportschäden
zu beklagen und so machten wir uns auf zum Wettkampfgelände. Die
gesamte Anlage ist wunderschön und für europäische Verhältnisse
extrem weitläufig. Kleines Beispiel: Parallel zum F3D-Flugbetrieb
wurde auf einem Platz in Sichtweite Q500 trainiert.
Auf dem Platz hatten sich bereits einige Nationen eingefunden: Australien,
Canada, Frankreich, Großbritannien, Japan, Schweden, Mexiko,
Südafrika, Italien. Es war allerdings noch nicht
übermäßig viel Betrieb und so wurde locker geflogen.
Nach dem Laden unserer Akkus und Einstellung der Fernsteuerung auf
die zugewiesene Frequenz (mit der das ganze Team fliegt) bereiteten
wir unsere Modelle vor. Da sich die Temperaturen um die 30°C bewegten,
war gegenüber der Abstimmung auf dem letzten europäischen
Wettbewerb in Melnik nicht allzuviel zu ändern.
Das australische Team zeigte beeindruckende Flüge. Neben Callow
sind vor allem Phelan (mittlerweile auf MB) und der junge Graham zu
nennen, die einen atemberaubenden Speed hatten. Graham wurde mit Radarpistole
mit 356 km/h gemessen (allerdings mit Rückenwind). Der Mexikaner
de la Vega hat sein bestes Modell verloren, welches angeblich für
5,2er Rundenzeiten gut war. Von unseren französischen Nachbarn
ist heute nur Gilles des Desgruelles geflogen. Er hatte das Pech, dass
alle drei Tragflächen beim Transport beschädigt wurden. Am
späten Nachmittag traf dann noch der Rest des Teams ein. Schmitt
hatte auf dem Flug nach Chicago eine akute Blinddarmentzündung
bekommen und wurde in Chicago endoskopisch operiert. Heute war er bereits
wieder auf dem Platz...
Nachstehend noch einige Bilder vom Trainingsauftakt!
Soviel für den Moment,
viele Grüße
Gerald
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