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F3D-Weltmeisterschaft 2007 in Muncie, USA

Gerald Coors

Liebes WM-Tagebuch... (2. Tag)

Go fast, turn left, Tag 2!

Heute war ein weiterer ruhiger Trainingstag auf dem WM-Gelände. Da noch nicht alle Teams anwesend waren, hielt sich die Länge der Warteschlange in Grenzen, so dass die Zeit gut für Abstimmungstests genutzt werden konnte. Das Wetter war weiterhin angenehm und motorenfreundlich, Temperaturen um die 30°C bei sehr niedriger Luftfeuchtigkeit.

Die Modellkisten des russischen und tschechischen Teams hängen weiterhin in im Zoll. Die letzten Gerüchte besagen, dass ab morgen das Training aufgenommen werden kann. Unsere Erleichterung, dass der Transport unserer Modelle reibungs- und beschädigungfrei über die Bühne gegangen ist, wird mit jeder dieser Nachrichten größer...

Das australische Team war auch heute durchgehend extrem schnell unterwegs, ein deutlicher Geschwindigkeitsvorsprung vor dem anwesenden ‚Rest der Welt’ war sichtbar. Erstaunlich war auch, dass heute trotz Flugbetrieb von 9:00 bis nach 19:00 kein Modell zu Bruch gegangen ist, und auch die Anzahl der ‚hörbaren’ Motorschäden sehr überschaubar blieb.

Am Nachmittag ereignete sich noch ein Vorfall, der für Erheiterung sorgte: Dietmar hatte vom amerikanischen Team Manager Lyle Larson das Tool zum Polieren des Kolbens gekauft und bekam noch eine Demonstration, wie man den Zylinderkopf fachmännisch wieder auf Hochglanz bringt, nachdem eine Kerze im Motor ihr Leben gelassen hatte. Zu diesem Zweck wurde der Zylinderkopf von Lyle mitgenommen. Da Lyle diesen Service auch dem amtierenden Weltmeister, Christopher Callow, angeboten hatte, kam es zu kurzfrister Verwirrung, als Dietmar fälschlicherweise den Zylinderkopf von Chris zurückbekam und umgekehrt. Dietmar wunderte sich bei der Überprüfung des Kopfvolumens, warum der Wert plötzlich jenseits von Gut und Böse war und Chris kratzte sich am Kopf, da sein Motor nicht mehr richtig lief. Wir meinten darauf hin: ”Lyle, you were supposed to bring the complete engine!”

Ansonsten lief es für's deutsche Team recht zufriedenstellend. Wir haben weiter an unseren Setups gearbeitet und würfeln allmählich aus, welche Modelle und Motoren wir im Wettbewerb einsetzen werden. Zwischendurch kam recht starker und böiger Wind auf, wovon wir uns allerdings nicht beirren ließen. Es erfordert viel Detailarbeit, drei Modelle exakt gleich einzustellen und die Motoren ähnlich abzustimmen.

Angenehmer Abschluss des Tages für das deutsche Team war eine Einladung zu einer ‚Drinks Reception’ bei der amerikanischen Pylonlegende Darrol Cady. Darrol reist den größeren Teil des Jahres zusammen mit seiner Frau Rhonda in einem riesigen Wohnmobil von Pylonwettbewerb zu Pylonwettbewerb. Bei der WM ist er in der Organisation engagiert und fliegt im Anschluss die US Nationals in den Klassen Q500 und Q40. Nebenbei vertreibt Darrol über seine Website (und aus der unteren Etage seines Motorhomes) Pylonzubehör, z.B. den ausgezeichneten Fromeco TNC Drehzahlmesser und den Radio South Pylon Glowdriver. Wir haben dort bei Gin-Tonic und Snacks zusammen mit dem französichen Team einen sehr schönen Abend verbracht. Vielen Dank Darrol!

Auf der Website unserer schwedischen Freunde sind mittlerweile auch einige Bilder vom Training zu sehen.
http://www.vaxjorc.com/Files/Memberfolders/borjeragnarsson1182/Startsida.htm
(Rapporter/Dagar före)

Stay tuned!

Viele Grüße von Euer Nationalmannschaft

 

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Stand: 08.08.2007