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F3S Speedcup: Home of Speed 2007

Hartmut Siegmann

Anreisetag Freitag, den 08. Juni 2007

Das erste prominente Opfer am Freitag: Markus Wanner und sein zerknüllter LiPo-Akku. Alle Beobachter waren sich einig: Das Modell war vorher verdammt schnell!!! (Foto: hs)

Die Anfahrt nach Neumagen-Dhron kann man mit Worten genausowenig beschreiben, wie man die wunderschöne Landschaft in Fotos festhalten kann. Man muss es gesehen haben. Die Anfahrt nach Neumagen-Dhron stellt sich ohne Navi etwas kompliziert dar, da immer der Ort ausgeschildert ist, auf den man nie kommen würde. Wohl dem, der ein Navi sein eigen nennt. Nach einiger Tingelei durch unglaublich dichte Urwaldbestände und über noch engere Landstraßen, gibt der Wald den Blick von oben auf das Moseltal frei. Wow! Falsche Jahreszeit, aber dagegen wurde der Weinkeller erfunden. Aber wir sind nicht nur wegen der Weinberge hier. Es geht um etwas anderes.

Am Flugplatz angekommen, heizten schon die ersten Speedflieger durch die Luft. Wo Speedflieger sind, sind Trümmerwolken nicht fern. Das erste prominente Opfer am Freitag war Markus Wanner, dessen Modell in einer etwas eigentümlichen Linksrolle, deren Ursache nicht geklärt werden konnte, stumpf einschlug. Kein Rekord für Wanner.

Aber er sollte nicht der einzige bleiben, den dieses Schicksal ereilte. Vor dem finalen Einschlag sind alle Modelle und Komponenten gleich - und danach auch. Die undefinierbare Masse riecht nach Erdbeeren oder Himbeeren. Es liegen eigenartige Gerüche in der Luft, verbunden mit der Duftnote frisch umgewühlter, roter Erde. Wir sind doch richtig im Weinanbaugebiet. Der Rotwein am Abend hätte ein Bouquet von frisch geerdetem LiPo Akku, so die allgemeine Meinung, hätte aber einen leichterem Abgang. Ein Lipo Akku kostet eben doch mehr als eine Weinflasche.

Speedcup 2007

Morgens lag eine Spannung in der Luft. Keiner wusste, wie schnell es heute gehen könnte. Würde die 400er Marke endlich fallen? Und wenn ja, wem würde dieses Kunststück gelingen? Beim morgendlichen Pilotenbriefing sah man hoffnungsvolle Gesichter ringsum. Es ging um 6 Deutsche Meisterschaften in den Klassen F3S-A bis F (Hubraum A=3,5ccm, B=6,6ccm, C=10,0ccm, D=15,0ccm, E=Elektroantrieb 7 Zellen, F= Elektroantrieb 42 Volt) und zehn Weltrekordkandidaten für die FAI Weltrekorde No. 145 (Speed, F3 Open, Verbrennungsmotor) und No. 175 (Speed, F5 Open, Elektromotor). Der FAI Weltrekord für Verbrennungsmotore steht seit 1971 bei 343,92 km/h und der für Elektroflugmodelle bei 282,60 km/h, aufgestellt 1992. Am entschlossenen Gesicht der Teilnehmer war abzulesen, dass beide Rekorde fallen sollten und das möglichst noch über der magischen 400km/h Grenze. Besser ist das.

Mario Roos beim Messen der Fluggeschwindigkeit. Ohne seinen Einsatz und sein Engagement bei der Entwicklung der Messanlage wären die Weltrekordversuche undenkbar gewesen. Ein dickes Dankeschön Mario! (Foto: hs)

Sound of Speed

Einige Teilnehmer hatten erhebliche Probleme, die Motoren sauber ans Laufen zu bekommen. Das kann nur am verlockenden Ethanol in den Weinkellern unten im Tal liegen, Methanol ist dann einfach kein akzeptabler Treibstoff. Das Einstellen des richtigen Arbeitspunktes für den Flug - weder zu fett, noch zu mager - ist neben der Auswahl der richtigen Kerze eine echte Kunst. Die zum Teil nicht ganz passende Abstimmung des Reso-Rohrs brachte hin und wieder interessante akustische Effekte mit sich, die man auf CD herausbringen sollte. So könnte es klingen, wenn man in den Vorhof zur Hölle kommt.

Auch immer wieder vorgeführt wurde das Verkutzen des Motors im Anstechen auf die Strecke, wenn der Motor sich mitten in der Speedstrecke verabschiedet, leise röchelnd ausdreht und die Luftschraube den Chor dazu singt: "wutschwutschwutsch". Das ganze untermalt vom unterdrückten Fluch des Helfers "Sch...dreck!", zeigt die ganze Spannung eines Fluges. Manch ein Motor berappelte sich jedoch auch im Lauf des Fluges und wurde schneller und schneller. Zweitakter im Grenzbereich zwischen Kolbenfresser, Lagerschaden und Speedrekord. Die Nerven lagen blank. Bei 33.000 Umdrehungen klingelt es schon leicht in den Ohren, wenn die Luftschraube vorne die Luft zerfetzt. Dazwischen mischte sich das schrille hohe Kreischen der Elektromotore, die sich an der 50.000er Drehzahlmarke versuchten, ein ganz eigenes Konzert, mit vielen unterschiedlichen Stimmen.

Achim Schallers "Flash06" beim Start.
Durch den Baum gesiebt . (Foto: Christian Hanke, stonebock.ch)

Es waren viele hervorragende Leistungen zu beobachten, genauso wie natürlich auch einige Modellverluste. Ob nun Christian Hanke, dem ein knapp 5m hoher Springbaum in die Quere kam, oder Christian Rößler, dessen "Speedlet" vom rechten Weg abkam und mit Fail Safe auf eine sehenswerte Reise Richtung Tal ging.

Neben technischen Ausfällen und pilotenseitigen Fehlern gab es auch reihenweise Glanzleistungen zu beobachten. Es gab viele Trümmer, aber eben auch hervorragende Ergebnisse. Allen voran Joachim Weirich, dessen Motor leider beim ersten Lauf mit Lagerschaden kaputt ging. Die 394,1km/h standen jedoch trotz Motorschaden bereits im ersten Durchgang wie in Stein gemeißelt. Deswegen blieb für ihn die magische 400km/h Grenze unerreichbar, aber er war verdammt nah dran!

Am Abend hatte Antti Saikkonen den besten Weltrekordversuch No. 175 hingelegt, mit nur 0,04km/h vor David Dzida. Die beiden gaben sich ein sehenswertes Duell in Durchgang eins und zwei, wobei sie jeweils den aktuellen Weltrekord überboten haben. Der Sonntag würde die Entscheidung bringen. In F3S-C würde nur noch ein Wunder den Rekord bringen können, zu deutlich waren die Abstände der Teilnehmer zum aktuellen Weltrekord. Das Wetter war wohl etwas zu schwül und feucht für die Verbrennungsmotoren.

Zweites Pilotenbriefing - F3S Reglement 2008

Zum ersten Mal trafen wir uns beim „Speedcup 2007“ unter dem offiziellen DAeC Reglement F3S, das die Durchführungsbestimmungen für den Wettbewerb beschreibt. Das abendliche Pilotenbriefing, das wegen der Wetterunterbrechung auf 20:00 Uhr verschoben wurde, ergab folgende Änderungswünsche für F3S ab dem 01.01.2008:

  1. Maximale Flächenbelastung F3S-A bis F3S-D 150g/dm².
  2. Mindestanzahl von Piloten zur Austragung einer DM sind sechs (6), maßgeblich ist die Anzahl der Meldungen bei Meldeschluss. Diese Änderung wird in der nächsten Ausschreibung zu finden sein.
  3. Die Messstrecke kann auf bis zu 100m verkürzt werden (25m Einflugkorridor), um Veranstaltungen auch auf kleineren Modellflugplätzen zu ermöglichen.
  4. Der Wertungsmodus wird geändert. Wer nur eine Messung in einer Flugrichtung erhält, bekommt eine Geschwindigkeitswertung, die mit einem Abzug versehen ist. Die Ergebnisse vom Speedcup 2007 und das Windlimit werden herangezogen, um einen Wertungsmodus zu entwickeln.
  5. Die 7-Zellenklasse F3S-E wird nicht weitergeführt
  6. Die offene Elektroklasse F3S-F bleibt unverändert bestehen, das 42V Limit in F3S-F wurde ebenso bestätigt wie die maximale Flächenbelastung von 75g/dm².

Die Klasse F3S-D bleibt vorerst zwar weiter bestehen, steht aber unter Beobachtung, weil die Teilnehmerzahlen niedrig sind und mit F3S-C eine starke Klasse besteht, die aufgrund der größeren Beliebtheit die Entwicklung der 10ccm Motoren vorantreibt. Bei F3S-A steht der Aspekt der Jugendförderung im Vordergrund, weil 3,5ccm Motoren relativ preisgünstig zu beziehen sind. Aus diesem Grund wird diese Klasse trotz mäßiger Beteiligung weitergeführt. Darüber hinaus wurden ausführlich die Durchführungsbestimmungen des Wettbewerbs diskutiert (Rahmenzeit, Start- und Meldemodus), aber es konnte keine Einigkeit erzielt werden, so dass die aktuellen Regeln bestehen bleiben. Das knappste Abstimmungsergebnis war die Frage, ob man nur noch einen Start in einer Klasse pro Pilot zulässt, aber hier wurde zugunsten der derzeitigen Regelung entschieden.

Alles in allem waren die zum Teil etwas hitzigen Diskussionen vom letzten Jahr einer sehr konstruktiven Diskussionsatmosphäre gewichen, so dass die verschiedenen Punkte zwar intensiv diskutiert, aber zugleich zügig abgehandelt werden konnten. Nach einem langen und harten Wettbewerbstag war das wirklich keine Selbstverständlichkeit, umso erfreulicher die rege und konstruktive Diskussion. Das Pilotenbriefing am Samstagabend endete erst nach 21:00 Uhr.

 

Der Weltrekord-Sonntag

Der Weltrekord in F5 Open vom Samstag war eine messerscharfe Angelegenheit: Antti Saikkonen hatte den besten Rekordversuch vor David Dzida mit nur einer Handbreit Vorsprung. Der Flug von Antti zurück nach Finnland ging jedoch bereits am Mittag ab Hahn los, so dass ihm nur noch ein einziger Versuch blieb, seine schärfsten Konkurrenten deutlicher zu distanzieren. Antti durfte deswegen als erster ran, aber verpasste seine eigene Rekordmarke vom Vortag. Trotz der tiefhängenden Wolken musste Antti seinen niedrigen Flugstil mit fast horizontalem Flugpfad kaum ändern. Er zeigte deutlich, dass man eben nicht aus der Stratosphäre anstechen muss, um schnell zu sein. Leichte Modelle kann man auch locker mal im horizontalen Sprint an die Messstrecke heranhuschen lassen und ist trotzdem schnell. Das Ergebnis brachte keine Verbesserung und Antti verabschiedete sich mit dem finnischen Rekordantrag in der Tasche Richtung Heimat.

Bernhard am Mikrophon war wieder eine Klasse für sich. Das Mikro hat überlebt. (Foto: hs)

Bei den vielen tiefhängenden Wolken am Himmel wollte danach keiner mehr so recht ran. Achim Schaller traute sich und verschwand beim Aufstieg in den Abschwung in den Wolken. Petrus wollte diesen Stinker nicht und warf ihn aus der Wolke wieder raus. Nach ein paar wilden Haken war das Modell wieder fest in Achims Hand und er landete sicher. Szenenapplaus und natürlich Reflight (Wiederholungsflug) für Achim. Dieser Flug um 10 Uhr führte zu einer halbstündigen Pause, um dem Wetter Gelegenheit zu geben, sich in ein Gewand zu kleiden, das einer Deutschen Meisterschaft und einem Weltrekordversuchswochenende würdig ist.

Exakt nach der halben Stunde wäre es mit dem Wettbewerb weiter gegangen, aber die Herren Piloten hatten wohl zu gut gefrühstückt. Träge schlafwandelten sie zum Start, als bestünde der Wettbewerb darin, diese Zeit maximal auszudehnen. Bernhard hätte fast im Zorn das Mikrophon erwürgt, als irgendwann um 10:45 der erste Pilot am Start erschien. Die Piloten zogen es vor, die Nähe des Startstellenleiters zu meiden, es wäre ihnen auch nicht gut bekommen.

Markus Wanner startet David Dzidas Modell zum Weltrekordversuch. (Foto: Jürgen Schrader)

Weiter ging es. Christian Rößler hatte zwar mit über 360km/h in einer Durchflugrichtung am Samstag gezeigt, welches Potential da schlummert, aber sein Flugstil war etwas zu Höhen-Cut-lastig, also zu aggressiv von oben angeflogen. Dadurch verpasste er wiederholt den Einflugkorridor. Auch der erste Flug am Sonntag brachte keine Verbesserung. Irgendwo zwischen seinem und Anttis Flugstil liegt wohl das Optimum. David Dzida hat das sehr genau beobachtet und wählte eine ausgesprochen unspektakuläre Flugbahn, die weder extrem hoch, noch extrem niedrig angelegt war.

David 'Understatement' Dzida flog in aller Gemütsruhe eine aus Sicht aller Piloten völlig ungeeignete Flugbahn: "Viel zu hoch!" "Nein, viel zu tief! Würde er höher gehen, wäre er viel schneller!" "So kann das doch nichts werden.". Ein Glück, dass wir auf einem Wettbewerb sind und nicht in der Kneipe ums Eck. David konnte Taten sprechen lassen und er tat genau das. Unspektakulärer, ja fast langweiliger Einflug von links und der saß: 362,4km/h! Was von links geht, geht auch von rechts: 362,0km/h! Er produzierte solide Maßarbeit, 4 Durchflüge und jeder einzelne war eine Wertung. Als er um 11:06 Uhr zur Landung ansetzte, verkündete Bernhard über die Lautsprecheranlage, dass die Zuschauer soeben Zeugen des neuen Weltrekords im Elektroflug geworden sind: 361,01km/h.

Hinweis: Beim FAI Weltrekord muss die Zeit abzüglich der Toleranz angegeben werden. Die Messung von David Dzida war 362,17km/h (v1+v2)/2, was auf eine Nachkommastelle gerundet die Wertung für die Deutsche Meisterschaft ergibt (362,2km/h). Von diesem Wert wird nun die Messtoleranz abgezogen. Davids Modell kann beim Weltrekordversuch nicht langsamer als 361,01km/h gewesen sein.

Verlauf von Temperatur (rot) und Luftfeuchtigkeit (blau) am Sonntag, den 10. Juni 2007. Quelle: www.wetter.com

Achim Schaller hatte nun seinen Wiederholungsflug und zum wiederholten Male ging ihm der Motor beim zweiten Durchflug aus. Er verkutzte sich schon im Anflug und dann hörte man beim Einflug in die Messstrecke nur das sattsame "wutschwutsch" eines ausdrehenden Propellers. In dieser schwülheißen Luft hatten viele Motoren arge Probleme. Auch Pietschmanns Motor im Nurflügel klang wie eine Kettensäge mit Verdauungsstörungen. Für die Verbrennerfraktion herrschten durch die Luftfeuchtigkeit von 98-100% sehr schwierige Bedingungen, was neben sonstigen Ausfällen die vielen Nullwertungen erklärt. Die Luft war zum Schneiden. Daher war im ersten Rekordblock von den Verbrennungsmotoren nicht viel zu erwarten und so kam es auch. Alle setzten daher die Hoffnung auf ein Abtrocknen der schwülen Luft zum Mittag. Immerhin lag der Luftdruck den ganzen Tag über bei rund 1015 hPa. Genug Druck, um die Saugmotoren zu ordentlichen Leistungen zu treiben.

Nach nur 39 Jahren...

Im zweiten Rekordblock von 14:00-14:45 herrschten dann mit 70-60% Luftfeuchtigkeit bei 24°C ganz gute Bedingungen und das hörte man den Verbrennungsmotoren auch an. Achim Schaller nutzte diese Gelegenheit und flog in seinem letzten Flug 329,92 km/h. Damit hat er endlich als erster den 39 Jahre alten Deutschen Rekord von Werner Käseberg mit 320,0km/h von 1968 gebrochen. Auch wenn Joachim Weirich mit seinen 394,1km/h eine wirklich sensationelle Wertung gelang, war sein Modell leider nicht FAI regelkonform gebaut und damit kein Rekordanwärter. Achims Modell überstand das Processing (Modellabnahme) ohne irgendeine Beanstandung und damit sollte der offiziellen Anerkennung als Deutschem Rekord nichts im Wege stehen.

Technik am Rande beobachtet: Luftraumgestaltung

Der Speedcup wurde von der Luftschraube entschieden. Wenn man sich anschaut, was da vorne zum Teil montiert wurde, konnte man sich nur wundern. Grundprinzip: Hinten hui, vorne pfui. Da würden weder 100 PS an der Welle helfen, noch 100ccm mehr Hubraum, geschweige denn 100% Nitromethan. Mit solchen Luftschrauben fliegt man 280-320 km/h weil man 10ccm drin hat und die Luft gar nicht anders kann, als möglichst schnell diesen Alptraum hinter sich zu lassen. Ein schöner Beitrag zum Thema Treibhauseffekt. Wenn die Jungs das Thema Luftschraube etwas ernster nehmen würden, hätten wir sofort reihenweise Kandidaten im 340-350er Geschwindigkeitsbereich. Hier nun aber zu den positiven Beiträgen in Sachen Luftraumgestaltung.

Luftschraube und Motor des "Speeder" von Joachim Weirich. Foto: Dieter Wiegandt

Die schnellsten Modelle waren ausnahmslos mit hervorragend gearbeiteten Luftschrauben ausgestattet, die zum Teil noch einen speziellen Spitzenschliff bekommen haben, um der schallnahen Strömung ein Schnippchen zu schlagen. Joachim Weirichs "Speeder" glänzte nicht nur mit einer optimierten Rumpfoberfläche, sondern eben vor allem auch mit dem dünnen und sehr sauber gestalteten Propeller.

Die Luftschraube von Christian Rößlers "Speedleth" (modifizierter Bathleth, neuer Rumpf). Foto: hs

Christian Rößler hatte an seinem Modell ebenfalls einen hochinteressanten Propeller, der über die Rückpfeilung der Propellerspitzen den Widerstand bei hohen Mach-Zahlen an der Blattspitze reduziert. Die Widerstandsprobleme bei schallnaher Strömung werden damit gemildert und der Speed mit über 360km/h konnte absolut überzeugen. Jedoch gelangen ihm aufgrund seines etwas zu aggressiven Flugstils nur wenige erfolgreiche Wertungsflüge, da er sich zu viele Höhencuts holte. Der Speed stimmte, aber die Zuverlässigkeit von Material und Pilot noch nicht. Der eingeschlagene Weg ist der richtige. Weitermachen!

Die Luftschraube von David Dzidas Weltrekordmodell. Foto: hs

David Dzida flog einen "ariane P6" Flügel mit dem Rumpf vom "Thor", seinem aktuellen F5D Modell. Einfach reinrassiges F5D Equipment, kombiniert mit Lipo-Akku und etwas stärkerem Motor und das war's. Aber der Propeller hatte es in sich, denn der ist eine Koproduktion von Christian Hanke, Carsten Garth, Markus Wanner und Jens Buchert. Diesen Propeller könnte man problemlos in einer Kunstausstellung präsentieren, ein kleines Meisterwerk der Handwerkskunst.

Ist die Luftschraube gut auf den Antrieb abgestimmt, dann ist das Modell hinten dran fast nur noch optische Kosmetik. Egal ob Nurflügel oder Leitwerkler, die Luftschraube vorne singt das Lied, solange die Modelloberfläche spiegelglatt ist.

 

Siegerehrung

Nun galt es die Deutschen Meister in den Klassen F3S-A bis F3S-F zu kühren. Da ich selbst die Siegerehrung natürlich nicht fotografieren konnte, werden die Fotos später noch vervollständigt.

Siegerehrung Deutsche Meisterschaft Klasse F3S-C. Von links: Hartmut Siegmann, Hr. Licht (Landtagsabgeordneter RP), Dietmar, Klaus Wilken, Achim Schaller, Joachim Weirich und Thomas Müller. Unten: ?. Foto: Dieter Reiss
Siegerehrung Deutsche Meisterschaft Klasse F3S-E. Von links: Hartmut Siegmann, Hr. Licht, Hannes Klucker , Christian Rößler (GER), Markus Wanner und Christian Hanke (SUI). Foto: Dieter Reiss

Den von RC-Network gestifteten Speedcup Wanderpokal für den schnellsten Teilnehmer eines Speedcups erhielt Joachim Weirich. Herzlichen Glückwunsch!

Joachim Weirich erhält als erster Pilot den von RC-Network gestifteten Wanderpokal mit einer Geschwindigkeit von 394,1km/h. (Foto: Jürgen Schrader)

 

Fazit

Der Speedcup 2007 war ein tolles Erlebnis. Es hat Spaß gemacht, diesen Wettbewerb durchzuführen und die vielen herausragenden Leistungen zu sehen. Ein ganz großes Dankeschön gilt den Mitgliedern des LSV Neumagen-Dhron e.V., die nicht nur am Wochenende den Flugbetrieb auf ihrem Segelflugplatz einstellten, um uns den Speedcup zu ermöglichen, sondern auch hervorragend für die Verpflegung gesorgt haben. Die Gastfreundschaft kam von Herzen. Ebenso ist der Mannschaft des FMV Lieserfalken e.V. zu danken, die als Wertungsrichter, im Senderzelt und bei vielen Kleinigkeiten rundum immer bereit standen.

Darüber hinaus gebührt ein besonderer Dank der Firma Gottl. Kern & Sohn GmbH, die eine hochpräzise DKD kalibrierte Waage (ITS) zur Verfügung gestellt hat und der Firma Riefler Industry GmbH & Co. KG, die das Planimeter (Planix 7P) für dieTragflügel- und Höhenleitwerksflächenvermessung bereitstellten. Last but not least ist natürlich auch den Mitgliedern des RC-Network Modellsport e.V., also unseres Vereins zu danken, die im Vorfeld Vieles organisierten und die Geschwindigkeitsmessanlage bereitstellten. Die Zusammenarbeit der drei Vereine bei dieser Veranstaltung war vorbildlich und es hat allen so viel Freude bereitet, dass wir die Einladung bekommen haben, wieder mit dem Speedcup nach Neumagen-Dhron kommen zu dürfen. Besser geht's nicht!
Hartmut Siegmann

 

Links

Stand: 15.06.2007