Teil 2: Konstruktion
Nach dem kleinen Vorspiel geht es jetzt ans Eingemachte. Wir werden einen Motorsegler
konstruieren. Es ist uns bewusst, dass es viele Wege gibt, die zum Modell führen.
Wir versuchen es auf möglichst einfache Art und Weise. Jeder ist herzlich
dazu eingeladen, unseren Vorschlag zu verbessern und seine Erfahrungen mit
uns zu teilen. Im RC-Network Forum findet Ihr den entsprechenden Eintrag. Wer
will, kann das Konstruieren auch auslassen und direkt das Modell bauen. Den
Bauplan, die Bauanleitung, die Bauvideos, die Fräsdateien und die CAD-Dateien
(im Solid-Edge-Academic Format) gibt es als Donationware unter apollon13@mbg-pizsol.ch. Das
bedeutet, es kostet nichts. Aber wer kann, darf uns gerne etwas für unsere
Vereinskasse spenden.

Prototyp 1 nach erfolgreichem Testflug
Flügel
Den Flügel bauen wir so, dass er sowohl als Zweiachs-Segler mit
Doppel-V als auch als Dreiachs-Segler mit Querruder und Einfach-V gebaut
werden kann.

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Vorbereitung
- Raster auf 60 mm (durchgezogene Linien) und 1 mm (gestrichelt)
Raster erweitern,
- auf Layer „Hilfslinien“ eine Linie 1000 mm legen
(Farbe orange),
- Hilfslayer „Flügelform“ erstellen,
- Hilfslayer „Holme“,
- Hilfslayer „Rippen“
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zB:


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Flügelform
- Zuerst zeichnen wir die V-Form.
- Linie 480 mm lang und 4° setzten,
- auf Höhe der letzten Mittelrippe eine senkrechte Linie
setzen,
- in diesem Schnittpunkt eine Linie 370 mm und 5° setzten,
- erneut eine Senkrechte bei der letzten Rippe setzten,
- für Flügelende eine Linie im neuen Schnittpunkt
38 mm, 25° setzten,
- überflüssige Linien mit Funktion „Trimm“ entfernen.
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Flügelgeometrie
- Zuerst setzen wir Hilfslinien für die Flügelform,
- jetzt zeichnen wir die Flügelform,
- für jede Rippe eine Hilfslinie zeichnen.
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Profil
- Als Profil verwenden wir MH32. Im Internet gibt es viele
Seiten und Programme, die helfen, ein Profil zu erstellen.
Als Beispiel soll hier „Profili“ dienen. Bitte
beachte die Lizenzbedingungen. Für den Privatbereich ist
dieses Tool kostenfrei. Eine Kurzanleitung findest Du auf www.mbg-pizsol.ch
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Rippen einfügen
- Die erstellte Rippe mit SolideEdge öffnen,
- auf unser Blatt kopieren,
- Skalieren auf ein ungefähres Maß,
- um 90° drehen,
- die Rippe ist noch eine Polylinie, diese auflösen,
- Strichstärke auf 0,5 mm setzen,
- wenn nötig, Profilnase glätten.
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Layer bereinigen
- Beim Kopieren wurde ein neuer Layer (7) erstellt, diesen
löschen,
- Inhalt des Layers auf Layer „Rippen“ verschieben
- Rippe kopieren.
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Rippe skalieren
- Rippenlänge vermessen (z. B.:419 mm), mit Sollmass (z.
B.:190) Skalierungsfaktor berechnen(0,45) und skalieren.
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Nasenleiste zeichnen
- In unserem Fall ist die Nasenliste ein 4 mm Buchenrundholz,
- 4 mm Kreis zeichnen und an Position schieben (auf Linie setzen),
- Linien am Schnittpunkt setzen,
- Rest wegtrimmen und löschen.
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Rippen erleichtern
- Das Modell soll ja möglichst leicht werden, also müssen
Aussparungen (soweit sinnvoll) angebracht werden. In unserem
Fall vorne eine Ellipse für das Servokabel und hinten
ein kreisförmiges Loch für den Druckausgleich beim
Bespannen.
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Flügelenden erleichtern
Zuerst erstellen wir mit der Funktion „Offset“ eine Kopie
des Randbogens, Abstand 8 mm,
- mit Mittellinie und Trimm erleichtern wir je nach Wunsch
die Flügelenden
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Alle Rippen erstellen
- Rippen positionieren,
- für jede Grösse der Rippe muss eine neue Rippe
erstellt werden.
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Holmen
- Als Nächstes setzen wir die Holme, 5 mm,
- die Holme lassen wir links und rechts etwas überstehen
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Aussparungen für Holme
- Die 3 mm tiefen Ausschnitte setzen wir auf der Höhe
der Hilfslinie der Rippe.
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Holmverbinder Aussenflügel
- Die Aussenflügel (Ohren) werden stumpf angeklebt. Zusätzlich
legen wir noch eine Sperrholzverstärkung zwischen die
Holme.
Wir erstellen dazu 2 * 2 mm Rechtecke als Unterlagen, die auf
der Flügelinnenseite auf den unteren Holm geklebt werden.
Danach kommen 2 * 2 mm starke Verbinder darauf. Der gesamte Holm
wird dann mit Kleber gefüllt.
- Rechteck mit 4 mm Abstand zum Ausschnitt zeichnen,
- mit „Trimm“ beschneiden, so dass nur noch ein Rechteck
bleibt.
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Flügelverbinder
- Die Flügel sollen teilbar sein. Die Flügel werden
mit Federstahldraht verbunden, der in einem Alurohr gelagert
wird. Das Alurohr wird zwischen die Holme geklebt.
- Zuerst kopieren wir die Rippenhilfslinien und verdoppeln
diese mit der Funktion „Spiegeln“ auf die andere
Flügelseite,
- jetzt den unteren und oberen Holm zeichnen,
- der Durchmesser des Alurohrs beträgt 4 mm. Wir erstellen
ein Rechteck und verschieben dieses in die Position des Alurohres,
- danach können wir den Abstand für die Bohrungen
ausmessen und ein entsprechendes Loch in die Rippen zeichnen.
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Verstärkungen
- Ein paar Rippen müssen noch verstärkt werden. Dies
geschieht mit kleinen, 4 mm dicken Dreiecken.
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Hilfseinrichtung für
die Flügel
- Die Rippen müssen zum Teil unter einem bestimmten Winkel
eingeklebt werden, dazu fertigen wir uns Winkelschablonen.
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Flügelendleiste
- Die Flügelendleiste kaufen wir ein und erstellen für
die Rippenaufnahme 3 mm breite Ausschnitte.
- Um die Höhe zu bestimmen, erstellen wir eine Hilfszeichnung
der Endleiste 25 x 5 mm.
- Jetzt übertragen wir die Maße auf die Rippen.
Ziel ist es, einen sauberen Übergang zwischen Rippen und
Endleiste zu erhalten.
- Die erhaltene Linie verbreitern und die Rippen kürzen.
- Zum Schluss im Abstand der Endleiste (25 mm) die Endleiste
verkürzen, dadurch wird der Flügel etwas schmaler.
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Endleiste mit Aussparungen
für Rippen
- Ein „U“ konstruieren; 3 * 2 mm,
- kopieren, platzieren,
- mit „Verbinden“ an die Endleiste kleben und mit „Trimm“ abschliessen.
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Randbogen anpassen
- Funktionen „verschieben“, „verbinden“ und „Trimm“
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Randbogen erleichtern
- Zuerst erstellen wir mit der Funktion „Offset“ eine
Kopie des Randbogens, Abstand 8 mm,
- mit Linien und Ausrunden erstellen wir den vorderen Ausschnitt,
- mit „Mittellinie“, „Kreis“, „Linie“ und „Trimm“ erleichtern
wir den Rest.
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