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Flugmodell - selbst gefräst

Remo Kalberer

Noch Teil 2: Konstruktion

Leitwerke

Ab jetzt haben wir die Zeichnerei im Griff. Wir benötigen zur Konstruktion nur die Befehle, die wir bereits kennengelernt haben.


Seitenleitwerk mit Flosse

  • Auch hier helfen uns die Befehle „Linie“, „Kreis“, „Offset“, „Ausrunden“ und „Trimm“



Optimierungen zur Montage

  • Mit diesen kleinen Kreisen machen wir unsere Bauteile zu „Legosteinen“. Genaueres sehen wir beim Erstellen der Fräsdatei


Höhenleitwerk mit Flosse

  • Hier gibt es nicht mehr viel zu erzählen. Einfach das Gelernte anwenden


Keiner Exkurs zur Stabilität

  • Wir können die Leitwerke nur so großzügig erleichtern, wenn wir auch wieder etwas Stabilität ins System bringen. In unserem Fall soll dies mit den 3 mm Einlagen und den Aussenteilen geschehen. Der Trick liegt dabei in der Faserrichtung.

 

Rumpf

Der Rumpf wird ein Kastenrumpf mit 4 mm-Vierkantleisten alsVerstärkungen in den Ecken. Beginnen wir mit den Spanten. Diese bestimmen den Platz, der für die Elektronik zur Verfügung steht. Die Spanten werden mit entsprechenden Aussparungen zwischen den Seitenteilen positioniert.
Der Spinner wird 39 mm im Durchmesser haben. Als Servos verwenden wir Miniservos mit 12 mm Breite
Die Flügel werden wir mit Gummis befestigen. Dies sieht zwar etwas veraltet aus und ist von der Aerodynamik nicht ideal, hat aber enorme Vorteile, speziell bei etwas rauen Landungen.



Flügelwurzel                    Flügelendleiste

Spanten

  • Rechteck 50 x 60mm erstellen,
  • 4 mm Ecken erstellen und Trimmen,
  • 2 x 10mm Aussparungen erstellen und Trimmen,
  • Mittelaussparungen erstellen,
  • genauso verfahren wir mit dem Holm am Flügelende......



         Motorraum hinten      Motorträger

  • ... Motorraum hinten
  • und dem Motorträger.


Rumpfseitenteil links

  • Neben dem Schwerpunkt muss nur noch die EWD (Einstellwinkeldifferenz) stimmen. Die EWD beschreibt den Winkel zwischen Höhenleitwerk und Profilsehne.
  • Um diese zu bestimmen, legen wir eine Hilfslinie in die Flugzeugmitte.
  • Jetzt setzen wir die Holme vor und hinter dem Flügel.
  • Wir zeichnen eine Hilfslinie mit 1.5°.
  • Das Höhenleitwerk wird 3 mm dick und hat 0° gegenüber der Flugzeugmitte.





Profilsehne bestimmen

  • Endrippe kopieren und die Profilsehne eintragen,
  • Funktion „Block-Gruppe“ wählen,
  • Profilsehne und Profil markieren,
  • Namen bestimmen und mit  abschliessen.




Profil positionieren

  • Profil hinten positionieren,
  • Funktion „Drehen“ wählen,
  • Profil wählen.


  • Drehpunkt auf Profilsehne am Ende setzen und entlang der Profilsehne verlängern.




    Jetzt lässt sich das Profil mit der Maus frei auf die orange Hilfslinie drehen.




Rumpfheck

  • Zur Auflockerung zeichnen wir den hinteren Rumpfteil.
  • Für die Erleichterungen verwenden wir wieder die Funktion „Offset“.


Exkurs: Wie fein dürfen wir konstruieren?

  • Bis jetzt haben wir uns noch keinerlei Gedanken gemacht, wie wir das Holz bearbeiten werden.
  • Balsaholz werden wir mit einem 0,8 mm-Fräser bearbeiten. Das heißt, dass der kleinstmögliche Radius 0,8 mm beträgt. Etwas grösser schadet nichts.
  • Sperrholz fräsen wir mit einem Fräserdurchmesser von 1,7 mm.




Rumpfvorderteil

  • Damit der Motor bei Vollgas das Modell nicht zu stark nach oben zieht, werden wir den Motorspant mit 3° nach unten (Sturz) einbauen. Je stärker der Motor ist, um so größer muss der Sturz sein.
  • Es folgen die Seitenteile.
  • Wir sehen jetzt, dass die Rumpfform eine Anpassung der Spanten nötig macht. Wir müssen die Spanten um 0,5 mm vergrössern.
  • Jetzt setzen wir die Erweiterungen für die Halterung


Rumpfkopf

  • Für den Rumpfkopf braucht es etwas Vorstellungskraft: Er besteht aus acht Teilfächen, jeweils 45° zueinander. Diese fertigen wir aus 3 mm Balsaholz und schleifen das Überstehende weg. So entsteht auf einfache Weise eine schöne Rundung.


Aussparung für die Flügelaufnahme

  • Mit den Funktionen „Offset“, „Linie“, „Trim“ und „Ausrunden“ erstellen wir etwas Luft für die Flügelaufnahme.

   


Alles weg

  • Jetzt löschen und trimmen wir alle nicht benötigten Linien.      


Flügelhalterung

  • Die Flügel werden mit Gummis befestigt, dazu benötigen wir Löcher für die 4 mm Buchendübel.


Verstärkungen im Rumpfbereich
  • Der Rumpf wird aus 2 mm Balsa bestehen. Damit der Rumpf grifffest wird, werden wir ihn verstärken. Im Bereich der Buchendübel mit 3 mm Sperrholz, sonst mit 3 mm Balsa.
  • Zuerst den ganzen Bereich zeichnen, danach den Sperrholzbereich zeichnen.



Servobrett

  • Zur Aufnahme des Servobretts erstellen wir einen Ausschnitt für ein 3 mm Sperrholzbrett, dessen Abstand vom Rumpfboden ist abhängig von der Servohöhe. Für die geplanten HITEC HS81MG sind es 24 mm.


Rumpfteile trennen

  • Wir werden den Rumpf aus 600 mm langen Balsabrettern fräsen. Dies bedeutet, dass wir den Rumpf trennen müssen.
  • Je länger die Klebestellen sind, um so besser. Ideal währe ein Sägezahn.


Rumpfboden

  • Hilfslinien ziehen,
  • die Rumpfform zeichnen,
  • 1,5 mm Übermaß mit Offset setzen,
  • Unterteilungen setzten



Rumpfdeckel

  • Hier verfahren wir genauso wie beim Rumpfboden.
  • Zusätzlich wollen wir noch Ellipsen in den Rumpfdeckel fräsen.
  • Zuerst erstellen wir eine Hilfslinie, ungefähr parallel zur Aussenlinie mit 10 mm Abstand.
  • Horizontale und vertikale Mittellinie zeichnen.
  • Jetzt können wir mit „Ellipse“ über drei Punkte bequem eine passende Ellipse zeichnen.



Leitwerksauflage

  • Für das Höhenleitwerk werden wir aus 3 mm Balsaholz zwei Auflagen fräsen, die zusammengeklebt werden.
  • Teil des Hecks kopieren,
  • Einschnitte erweitern bzw. ausnehmen,
  • Ausschnitt für Seitenruderbefestigung ausnehmen.



Rumpfseitenteil rechts

  • Rumpfseitenteil links spiegeln (Hilfslinie als Spiegelachse setzen.


Motorseitenzug

  • Das Drehmoment des Motors lässt das Modellflugzeug bei Vollgas nach rechts ausbrechen, dies korrigieren wir mit Seitenzug.
  • Wir verkürzen die linke Rumpfseite um 1 mm.


Motorverkleidungen

  • Ein paar kleine Trapeze verkleiden die offenen Stellen vom Motorraum.

 

So, nachdem wir das Modell gezeichnet haben, geht es im nächsten Teil zur Fräse.

 

Stand: 01.12.2007