Das Projekt „Mia“ entstand,
weil wir ein Versuchsprojekt für den Formen- und Fliegerbau suchten,
bei dem die Maße und Kosten überschaubar bleiben sollten und
bei dem wir ausprobieren wollten, ob die von uns geplanten Techniken
für spätere, größere Projekte anwendbar sind.
Unsere Konstruktionsideen waren dabei:
- kleiner, leichter Hangflieger mit etwa 1 m Spannweite,
- große Flächentiefe für gute Flugeigenschaften bei wenig
Aufwind,
-> entsprechendes Profil: AG04,
- kofferaumfreundlich,
- optional auch mit Motor zu betreiben.
Oder anders ausgedrückt: Ein Modell, das Spaß am Hang macht,
weil es wendig ist und dennoch unproblematische Flugeigenschaften hat,
sowie ohne Schwierigkeiten zu transportieren ist. Dazu passend wurde der
Name "Mia" ausgewählt 
Und so entstanden erste Auslegungen der Auftriebsverteilung in „Ranis“:

Dazu kam ein kreisrunder Rumpf (maximal 4 cm Durchmesser), mit einer
Aufstecknase, unter der sich ein Anlagenschwert befindet. Wir haben ein
V-Leitwerk vorgesehen, wobei wir hier vorerst auf das Hangtokoloschi-Leitwerk
zurückgreifen konnten, das vor einiger Zeit als Lernprojekt von
Eike Timm zur Verfügung gestellt wurde und nun mit seiner Erlaubnis
wieder verwendet werden darf. Später ist ein steckbares Leitwerk
geplant.



Optik mit Leitwerk

3-Seiten-Ansicht

Dann wurden die Fräsdaten erstellt und Carstens Fräse konnte
loslegen.

Wir haben uns für MDF als Urmodellmaterial entschieden, da es
günstig ist und bei entsprechender Behandlung eine gute Oberfläche
ergibt.
Inspiriert wurden wir von den ASW22
Urmodellen und möchten uns an dieser Stelle für die Hilfe
bei Detailfragen bedanken.
Zuerst ging’s ans Schruppen der MDF-Rohteile



Anschließend erfolgt ein Auftrag von dünnflüssigem Harz,
damit dies in die Poren eindringen kann und so die Oberfläche schön
fest wird

Um Handarbeit zu sparen wurde dies dann nochmals geschlichtet

Die fertigen Frästeile sehen dann so aus:



Wir haben uns entschieden, eine umlaufende Rille (6 mm Kugelfräser)
einzufräsen, damit später beim Lackieren keine runde Nasenleiste
entsteht. Die Endleiste ist "offen", dort gibt es also keine
Trennebene mehr. Die Fräszeit für alle Teile betrug etwa 35-40h.
Das sind die fertig gefrästen Urmodelle





Wir haben uns für eine horizontale Teilung des Rumpfs entschieden,
da wir so den Bereich der Flächenauflage nicht durch die Naht schwächen.
Da die beim Fräsen entstandenen Rillen nicht nur optischer Natur
waren, habe ich zunächst alles grob mit 220er Schleifpapier überschliffen.
Nun ging es an die Herstellung von passablen Oberflächen, d.h.
Lackieren (2K Autolack) und viel Schleifen.
Zuerst eine Schicht weißer Lack, dann blau (um einen Schleifkontrast zu
ermöglichen)




Jetzt folgte das elende Schleifen... echte Fronarbeit 


Nach und nach entstehen spiegelnde Oberflächen. Geschliffen wurde
abgestuft bis auf Korn 2000 und anschließend aufpoliert mit RotWeiss
Polierpaste.




Die Urmodelle wurden mit Larit W70 eingetrennt und abgeformt.

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