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Projekt: „Mia“

Carsten Müller - Martin Schwiegershausen

Das Projekt „Mia“ entstand, weil wir ein Versuchsprojekt für den Formen- und Fliegerbau suchten, bei dem die Maße und Kosten überschaubar bleiben sollten und bei dem wir ausprobieren wollten, ob die von uns geplanten Techniken für spätere, größere Projekte anwendbar sind.

Unsere Konstruktionsideen waren dabei:
- kleiner, leichter Hangflieger mit etwa 1 m Spannweite,
- große Flächentiefe für gute Flugeigenschaften bei wenig Aufwind,
-> entsprechendes Profil: AG04,
- kofferaumfreundlich,
- optional auch mit Motor zu betreiben.
Oder anders ausgedrückt: Ein Modell, das Spaß am Hang macht, weil es wendig ist und dennoch unproblematische Flugeigenschaften hat, sowie ohne Schwierigkeiten zu transportieren ist. Dazu passend wurde der Name "Mia" ausgewählt

Und so entstanden erste Auslegungen der Auftriebsverteilung in „Ranis“:

Dazu kam ein kreisrunder Rumpf (maximal 4 cm Durchmesser), mit einer Aufstecknase, unter der sich ein Anlagenschwert befindet. Wir haben ein V-Leitwerk vorgesehen, wobei wir hier vorerst auf das Hangtokoloschi-Leitwerk zurückgreifen konnten, das vor einiger Zeit als Lernprojekt von Eike Timm zur Verfügung gestellt wurde und nun mit seiner Erlaubnis wieder verwendet werden darf. Später ist ein steckbares Leitwerk geplant.

Optik mit Leitwerk

3-Seiten-Ansicht

Dann wurden die Fräsdaten erstellt und Carstens Fräse konnte loslegen.

Wir haben uns für MDF als Urmodellmaterial entschieden, da es günstig ist und bei entsprechender Behandlung eine gute Oberfläche ergibt.
Inspiriert wurden wir von den ASW22 Urmodellen und möchten uns an dieser Stelle für die Hilfe bei Detailfragen bedanken.

Zuerst ging’s ans Schruppen der MDF-Rohteile

Anschließend erfolgt ein Auftrag von dünnflüssigem Harz, damit dies in die Poren eindringen kann und so die Oberfläche schön fest wird

Um Handarbeit zu sparen wurde dies dann nochmals geschlichtet

Die fertigen Frästeile sehen dann so aus:

Wir haben uns entschieden, eine umlaufende Rille (6 mm Kugelfräser) einzufräsen, damit später beim Lackieren keine runde Nasenleiste entsteht. Die Endleiste ist "offen", dort gibt es also keine Trennebene mehr. Die Fräszeit für alle Teile betrug etwa 35-40h.

Das sind die fertig gefrästen Urmodelle

Wir haben uns für eine horizontale Teilung des Rumpfs entschieden, da wir so den Bereich der Flächenauflage nicht durch die Naht schwächen.

Da die beim Fräsen entstandenen Rillen nicht nur optischer Natur waren, habe ich zunächst alles grob mit 220er Schleifpapier überschliffen.

Nun ging es an die Herstellung von passablen Oberflächen, d.h. Lackieren (2K Autolack) und viel Schleifen.
Zuerst eine Schicht weißer Lack, dann blau (um einen Schleifkontrast zu ermöglichen)

Jetzt folgte das elende Schleifen... echte Fronarbeit

Nach und nach entstehen spiegelnde Oberflächen. Geschliffen wurde abgestuft bis auf Korn 2000 und anschließend aufpoliert mit RotWeiss Polierpaste.

Die Urmodelle wurden mit Larit W70 eingetrennt und abgeformt.

Stand: 13.10.2007