Auf die Wetterfrösche
im Internet ist auch kein Verlass mehr - hatten sie doch für das
erste Septemberwochenende dunkle Wolken mit dicken Tropfen vorhergesagt.
Recht sollten sie – Gott sei Dank! – nicht behalten, denn
am Samstag gab’s nur ein paar Wolken, keinen Regen, ca. 20°C,
am Sonntag dann strahlendes Sommerwetter mit über 20°C und an
beiden Tagen: Windstille.
Ideale Bedingungen also für die aus ganz Europa angereisten Inter-Ex’ler,
um auf dem wunderschön gelegenen, topfebenen und weitläufigen
Modellflugplatz des veranstaltenden MFC-Ostrachtal in Oberschwaben ihre
Modelle aufsteigen zu lassen.
Wir hatten uns am frühen Samstagmorgen von Solingen aus auf den
560 km langen Weg gemacht und trudelten gegen 12:00 Uhr mittags ein.
Als Newcomer der Experimentalszene wurden wir angenehm wohltuend und
völlig unkompliziert begrüßt, bekamen für den Sender
eine nummerierte Senderkarte und begannen direkt mit dem Aufbau des ‚Hangars’.
In unseren Pkw hatten wir alles reingepackt, was reinging: 10 große
und kleine Slowflyer, darunter vier ruderlose, mit 3D/4D-Zugvektorsteuerung
versehene Experimentalflieger, die in den vorangegangenen Monaten entwickelt
worden waren und erstmalig auf einem Wettbewerb gezeigt werden sollten.

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Mit der Kamera in der Hand machte ich mich zu einer Platzrunde auf, um
mir einen Überblick über die versammelte Vielfalt zu verschaffen,
während bereits fleißig geflogen wurde. Umwerfend, was es alles
zu sehen gab:
So zeigte Christian Huber, ebenfalls Newcomer auf der Inter-Ex, neben verschiedenen
kleinen und sehr agilen Flugobjekten wie dem bezaubernden roten ‚Stingray’ den
größten Shocky der Welt, mit 2,40 m Spannweite ganz aus DEPRON gebaut.
Das 2300 g schwere Modell verfügte über einen Flyware T-Rex mit 1 KW
Leistung, gespeist von einem 5S-3700 LiPo. Mit beeindruckenden Aerobatics
wurde vorgeführt, wozu Pilot und Flugzeug fähig sind. Hierfür
erhielt Christian den Pokal ‚Jugendlicher Erfindergeist’.

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Peter Haas hatte sich auch diesmal etwas ganz Besonderes ausgedacht und
mitgebracht: Einen ‚Glücksdrachen’ mit über 4,50 m
Spannweite, angetrieben von 2 leistungsstarken AXI-BL-Außenläufern,
die keine Mühe hatten, das annähernd 23 kg schwere Modell in die
Luft zu befördern. Absolut einmalig, mit welchen phantasievollen Details
hier Reminiszenzen an alte Märchen und an die große chinesische
Oper geweckt wurden. Kein Wunder, dass dieser gigantische Flieger auf dem
Flugfeld und in der Luft zum Favoriten der großen und kleinen Zuschauer
avancierte. Von der Jury erhielt Peter dafür den Pokal ‚Publikumsliebling’.
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Um den ‚Spaß an der Freud’ ging es Peter Haas mit Sicherheit
auch bei seinem zweiten Beitrag, dem fliegenden Ufo–Hut ‚Ascot’,
den er eigens für das Pferderennen in Ascot/GB aus einer RC-Untertasse
gebaut hat: Peter hatte hierfür eine 70 cm große ‚RC-Flying
Saucer’ mit sechs Flügeln und ursprünglich zwei Motoren auf
vier Antriebe umgebaut, indem er an zwei weiteren Flügeln Motor 3 und
4 anbrachte, wodurch die Steigleistung des immerhin 1000 g schweren Rotationsflugkörpers
sichtlich erhöht wurde.
Von viel Beifall begleitet hob das Gerät von Peters Hut als Startplattform
ab - und flog zügig davon. Da es nur über eine Einachssteuerung
(rauf-runter) verfügte, war eine feuchte Außenlandung im nahegelegenen
Flüsschen Ostrach nicht zu verhindern. Hierfür gab’s dann
die ‚Goldene Schaufel’, die Auszeichnung für den schönsten
Absturz. Peter teilte zu dem Modell augenzwinkernd mit: „Es handelt
sich hier um besondere Hutmode zum Pferderennen in Ascot/England. Prinz Charles
hatte mich eingeladen. Er vergaß aber, mir das Flugticket zu schicken.“
Für viele Inter-Ex’ler geht nach wie vor eine besondere Faszination
von den Werken bekannter und weniger bekannter Pioniere der Luftfahrt aus,
deren Ideen zum Bau von bemannten Fluggeräten die Phantasie nachhaltig
beeinflussten. Nicht alle waren so berühmt wie Otto Lilienthal oder
die Gebrüder Wright, was nicht ausschließt, dass ihrem Werk ein
vergleichbarer Stellenwert zukommt. Gustav Weißkopf aus Leutershausen
war solch ein Flugpionier, der von sich behauptete: ‚Ich flog vor den
Wrights’.
Manfred Weßbecher zeigte einen vorbildgetreuen Nachbau der motorisierten
Weißkopf-Flugmaschine Nr. 21 mit 140 cm Spannweite, angetrieben von
zwei Speed 400 Getriebemotoren, und überzeugte mit einer Flugvorführung,
die den Eindruck vermittelte, als wäre die Zeit stehen geblieben. Hierfür
erhielt Manfred den Pokal ‚Bestes Modell’.

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Neben der Flugmaschine Nr. 21 wurden auf der diesjährigen Inter-Ex
wieder eine ganze Reihe von Scale-Modellen präsentiert, deren
Vorbilder als Schlüsselentwicklungen in die Geschichte des Flugzeugbaus
eingegangen sind und deren konzeptionelles Potenzial bis in unsere Tage nachwirkt.
So zeigte Lutz Näkel sein wunderschönes ‚Monocoupé 70’,
dessen Original bereits im Jahre 1928 vorgestellt wurde. Im Maßstab 1:4
mit 248 cm Spannweite war das Modell ganz aus DEPRON gebaut und wog flugfertig
nur 4 kg. Ein DUALSKY BL-Außenläufer mit 1100 W diente als Antrieb,
gespeist von einem LiPo 4S 5000. Überzeugend im Finish und mit einem absolut
vorbildgetreuen Flugbild bekam Lutz den Pokal ‚Bester Bau’.

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Sehenswert war auch die Horten 229 von Ralf Bendel, eine turbinengetriebene
Nurflügelentwicklung aus dem Jahre 1945, die bis Kriegsende nur halb
fertig wurde und später nach Amerika verschifft wurde. Das von Ralf
in GFK/Holzbauweise gebaute Modell mit 336 cm Spannweite und 15 kg Fluggewicht
verfügt über einen zweistrahligen Elektro-Impellerantrieb von Schübeler.
Mit seinem imposanten Flugbild im Über- und Vorbeiflug – von Ralf
sowohl mit laufendem als auch mit abgestelltem Antrieb vorgeführt – konnte
das Modell überzeugen. Ralf wurde dafür mit dem Pokal ‚Bester
Flug’ ausgezeichnet.
Ebenfalls vorbildgetreu aufgebaut war die Hughes 500 von Martin Orth. Für
einen Modellhubschrauber mit Elektroantrieb wies die Hughes mit ihrem stattlichen
Erscheinungsbild imposante Maße auf: Rotordurchmesser 190 cm, Abfluggewicht
15 kg.
Um den Heli in die Luft zu bringen, bedurfte es eines 2,5 kW starken Motors
und eines LiFePo-Akkus mit 36 Zellen. Ein weiterer Motor war zusätzlich
nur zur Kühlung eingebaut.
Das Modell und Martins eindrucksvolle Flugvorführung beeindruckten
Jury und Publikum gleichermaßen, wofür ihm der Pokal ‚Extreme
Leistung’ überreicht
wurde.
Auf vielen Flugtagen zeigen Modellbauer und Piloten publikumswirksame Extreme – auf
Großmodellflugtagen sind Modelle unter 3 m Spannweite nur noch selten
anzutreffen, bei Jet-Meetings werden Geschwindigkeiten von über 300
km/h erzielt und im Luftzirkus zeigen Kunstflugpiloten, dass die unmöglichsten
Flugfiguren, die sonst nur am Simulator gelingen, längst Realität
geworden sind. Es wird gezeigt, was man hat und was man kann und das ist
zum Teil ganz großer Sport.
Bei der Inter-Ex sind die Prioritäten aus Tradition anders gesetzt,
hier zählen in erster Linie die gute Idee, der innovative Gedanke, die
unerschrockene Umsetzung und der Spaß an der Vorführung. In der
Kategorie ‚Beste Idee’ präsentierte das französische
Quartett Jean-Claude Boeuf, Eric Langlois, Jean-Pierre Guezennec und Jean-Louis
Augros das Projekt ‚Polyclub International’, eine Kombination
von vier Hochdeckern mit je 80 cm Spannweite und je 300g Fluggewicht, jeder
in der Farbe eines anderen europäischen Landes gehalten und durch eine
Carbonrohr-Halterung senkrecht miteinander verbunden. Der Clou dieser 4-Decker-Kombination
zeigte sich nach dem Start im Flug: Nach und nach löste sich ein Schulterdecker
nach dem anderen aus der Halterung und wurde von seinem jeweiligen Piloten
autonom weitergeflogen. Die Startphase setzte absolut koordiniertes Steuern
aller vier Piloten voraus, ebenso die Trennung der einzelnen ‚Trabanten’ vom ‚Mutterschiff’ während
des Rundfluges. Für diese ebenso unterhaltsame wie auch schwierige Darbietung
gab es von der Jury den Pokal für die ‚Beste Idee’. Gut
möglich, dass im nächsten Jahr ein weiterer Hochdecker dazukommt,
vielleicht in den Farben der Schweiz.
Im Wechsel mit dieser Präsentation zeigten unsere französischen
Freunde auch ihre ‚Patrouille de France’, ein Flugzeug mit 148
cm Spannweite und 2060 g Fluggewicht, bestehend aus vier kleinen Jets in
den Farben der bekannten französischen Jet-Kunstflugstaffel, verbunden
durch dünnes, himmelfarben lackiertes Carbonrohr. Das vordere Flugzeug
verfügt über einen MEGA-ACN-BL-Propellerantrieb, gespeist von einem
LiPo 3S2P 3200. Die Steuerung erfolgt über die Querruder der beiden äußeren
und das Seiten- und Höhenruder des hinteren Jets. Ein Überflug
mit gezündeter Rauchpatrone machte die Staffelflugillusion der ‚Patrouille’ komplett.
Der Rundgang über die Inter-Ex 2007 verdeutlichte einmal mehr die Vielfalt
der Themen, denen sich die teilnehmenden Modellbauer und Piloten widmen.
So beschäftigt sich Kurt Saupe seit Jahren mit dem Schwingenflug der
Ornithocopter, wobei sein Modell ‚Eskalibri’ mit 124 cm Spannweite
und 430 g Fluggewicht mit vogelähnlichem Design und entsprechenden
Flugeigenschaften zu überzeugen wusste. Bei diesen Modellen liegt der
Ideen- und Entwicklungsschwerpunkt neben der Tragwerksauslegung im Antrieb,
müssen doch für die Flügelschlagmechanik möglichst gewichtssparende
und standfeste Teile aus modernen Leichtbauwerkstoffen angefertigt werden,
um annehmbare Flugleistungen zu erreichen. Für die Umsetzung seiner
Ideen erhielt Kurt den Pokal ‚Besondere Antriebe’.

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Auf einen langen Weg zur Inter-Ex 2007 hatte sich Alistair Foot aus Salisbury
mit seiner Gyrocopterflotte gemacht. Er zeigte seine außergewöhnlichen
Modellentwicklungen in allen erdenklichen Variationen mit 1, 2, 3 und 4 Rotoren
und in unterschiedlichen Größen, mit Fluggewichten zwischen 12
g (Microtwirl) und 205 g (Quadratwirl). Und Al ließ sie alle fliegen,
seine Gyrocopter überzeugten durch ihr außergewöhnlich ruhiges
Flugbild, wobei er mit einigen Objekten sogar Kunstflug demonstrierte. Auf
besonderes Interesse stieß als kleinstes Flächenflugzeug seine Micro-Mustang
mit nur 24 cm Spannweite und 15 g Fluggewicht, 2-Achs-Steuerung durch 0,4
g leichte Aktuatoren, von einem 7 mm Orange-Pager angetrieben und durch einen
1S 130 LiPo mit Strom versorgt.
Als Anerkennung für die gezeigte Modellvielfalt
und für die weiteste Anreise erhielt Al Foot den Sonderpreisder Jury,
der dieses Jahr zum ersten Mal vergeben und von den französischen Sportsfreunden
gestiftet wurde.
Jupp Wimmer, Initiator der Inter-Ex, hat vor 13 Jahren den ‚Inter-Ex
Querdenker-Pokal’ gestiftet, der seitdem jährlich an den am meisten ‚querdenkenden’ Konstrukteur,
Modellbauer und Piloten durch die Inter-Ex Pilotenjury für ein Jahr
verliehen wird. Als Wanderpokal ist dieser Pokal Anerkennung und Verpflichtung
zugleich: Wer ihn für ein weiteres Jahr behalten will, muss ihn als ‚Querdenker’ im
folgenden Jahr verteidigen. In diesem Jahr hatte ich das Vergnügen und
erhielt den Querdenker-Pokal für den ‚Vorwärts-Rückwärtsflieger’,
eine ruderlose Nurflügelkonstruktion mit 3D-Zugvektorsteuerung.
Mit seiner symmetrischen Flächen- und Schwerpunktauslegung verfügt
das Flugzeug für beide Flugrichtungen über gleiche stabile aerodynamische
Eigenschaften. In der Flugvorführung konnte gezeigt werden, wie das
Flugzeug seine Flugrichtung im Fluge beliebig wechseln kann. Ermöglicht
wird dies, indem alle schwerpunktbestimmenden Massen (Motor, Servos,
Akku, Elektronik) um 180° geschwenkt werden, wodurch im Vorwärts-
und Rückwärtsflug gleiche Steuerbedingungen gegeben sind.
Dass es für die Jury nicht leicht war, die Preisträger bei der
diesjährigen Inter-Ex auszuwählen, soll eine kleine Auswahl ansprechender
Arbeiten der anderen Teilnehmer verdeutlichen:
So zum Beispiel die ‚fliegende
Zipfelmütze’ von Rainer Lange, deren verblüffend einfaches
Konzept Rainer anhand eines DIN-A4-Blattes demonstrierte:

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Blatt
diagonal falten.... |
... und
an der Faltlinie ... |
..2x
8mm breit umschlagen.. |

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...
zusammenstecken... – und fliegen lassen.
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Das
Ganze gebaut aus Depron mit 40 cm Durchmesser ... |
...carbonverstärkt,
ohne Steuerruder, nur mit Zugvektorsteuerung ......fliegt! |
Oder ‚Mobil’ air 82’, eine fliegende Skulptur mit symmetrischer
Flächenanordnung, geschaffen von Gérard Jumelin und in verschiedenen
Größen- und Antriebsvarianten von ihm und seinen Freunden gebaut.
Die gestalterischen Anklänge an das künstlerische Schaffen von
Alexander Calder sind unverkennbar und absolut gewollt. Im Fluge vermitteln
die kleinen Kunstwerke die Leichtigkeit und Beschwingtheit von Calder-Mobiles
im Wind. Phantastisch!
Die meisten elektrobetriebenen Flugobjekte der diesjährigen
Inter-Ex sind mit Brushlessantrieben ausgerüstet, wobei nicht
wenige der Teilnehmer ihre Motoren selbst bauen. So auch Dieter Gerblinger,
ein Motorenbauer aus Passion, der eine Auswahl seiner Eigenbau-Schätze
vom Powercroco bis zum Mini-Kisskatz präsentierte. Bestechend
die handwerklich saubere und feinmechanisch gekonnte Verarbeitung.
http://gerblinger.homepage.t-online.de |

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Die Lust am Experimentieren mit unkonventionellen Antrieben verdeutlicht
Achim Hubers ‚Space-Bottle One’
Das Flugzeug startet als Wasserraketengleiter, dessen Rumpf aus einer PET-Flasche
besteht und mit Wasser und Druckluft befüllt wird. Der spektakuläre
Startvorgang mit beachtlicher Beschleunigung ermöglicht Starthöhen
von über 100 m. Hat der Raketengleiter seine Gipfelhöhe erreicht,
kann zur Fortsetzung des Fluges auf Impellerantrieb umgeschaltet werden.
Als eine der jüngeren Entwicklungen im Modellbaubereich erfreut sich
die Schwebeplattform zunehmender Popularität. Zwei bekannte Know-How
Entwickler dieser Gattung sind Stefan Dolch und Hartmut Kaak. Stefan hat
seine bekannte Rotorplattform zum ‚Quadrocopter Fold-Up’ weiterentwickelt,
wobei sich die vier Arme des Rotorkreuzes fächerartig zusammenfalten
lassen und das Flugobjekt platzsparend in einem kleinen Transportkoffer verschwindet.
Hartmut Kaak zeigte eine ganze Flotte kleiner und kleinster Schwebeplattformen.
Sein ‚Tablett’ mit vier Rotoren diente bei einer Flugvorführung
als Startplattform des Koax-Helis seines Sohnes. Die Plattform hob den Heli
auf ca. 3 m Höhe, worauf dieser dann - von Hartmuts Sohn gesteuert -
mit Erfolg und zur großen Überraschung der Zuschauer von der Plattform
abhob.
Dass Unerschrockenheit und Nervenstärke eine wünschenswerte Voraussetzung
für die Teilnahme an der Inter-Ex ist, stellte Arno Moonen mit seinem ‚Inflatable
Wing’ unter Beweis: Selbst mit 150 m Anlauf und Vollgas wollte das
Fluggerät nicht abheben und wurde von einem Graben am Ende der Startbahn
gestoppt. Dennoch: Nach einem Handstart konnte Arno zeigen, dass sein Fluggerät
fliegt. Abenteuerlich anzusehen, welche Formveränderungen der Hauptflügel
im Fluge annimmt.
Teilnehmer und Preisträger der vergangenen Jahre waren mit ihren bereits
in der Vergangenheit prämierten Modellen am Start und trugen zu einer
rundum gelungenen Veranstaltung bei. So auch – stellvertretend für
alle anderen - Paul Vissers, der seine Crossover-Konstruktion aus Eurofighter
und Starship (‚Euroship’) vorflog, und Stephan Brehm, dessen ‚Pegasus’ mit
Rogalloflügel ebenfalls ein unverwechselbares Bild in den Himmel zauberte.
In diesem Jahr war die ‚Bildausbeute’ ebenso wie die Modellvielfalt
so umfangreich, dass der Platz an dieser Stelle nicht ausreicht, um alles
zu zeigen und zu kommentieren. Deshalb sei auf die unter www.inter-ex.com eingestellten
Bilder und Videos der Inter-Ex 2007 verwiesen, die dort angeschaut werden
können.
Was wird uns die Inter-Ex 2008 bringen?
Wird es vielleicht den ersten in allen Ebenen steuerbaren Rotationsflugkörper
geben? Oder einen Multi-Drehflügel-Gyrocopter, der auch rückwärts
fliegt? Oder vielleicht sogar einen Flieger, der als Flächenflugzeug
startet und – einmal in der Luft - als Drehflügler weiterfliegen
kann...um wieder als Flächenflieger zu landen ?
Wer nicht glauben mag, dass das Unmögliche möglich ist, der muss
am 6. und 7. September 2008 als Zuschauer nach Boissy/Frankreich fahren,
denn dort wird bei der 23. Inter-Ex alles zu sehen sein, was ideenreiche,
vergnügliche und ein bisschen verrückte Modellbauer übers
Jahr erdacht und gebaut haben.
Wer allerdings daran glaubt, dass das Unmögliche möglich ist – der
sollte teilnehmen.
Bis dahin, wir sehen uns wieder in Boissy!
Bildquellen: Gerald Lehr, Stephan Brehm, Christian Huber, Ulrich Clormann,
Peter Löhnert
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