RC-Network.de
RSS Forum RSS 2.0      Startseite Startseite
 
 
FORUM MAGAZIN WIKI BLOGS LOUNGES KALENDER HANGFLUG RCNVV WERBUNG BÖRSE VEREIN  

 

 

Protokoll der Sitzung am 2.2.08

Gerhard Mentges

Gerhard Mentges  
Op´n Klint 27  
22880 Wedel  
   
6.2.2007  
   
mentges(et)rcsegeln.de  

 

Ausschuss Modellsegeln
Protokoll der Sitzung am 2.2.08 in Maschen (11 bis ca. 17 Uhr)

Teilnehmer der Sitzung:
Ausschuss : H. Bohn, K. Schröder, G. Mentges
Erweiterter Ausschuss : N. Winkley, R. Enkelmann, D. Lagemann, K. Lauschmann
Entschuldigt : H. Faas,
Seglerrat : H.-W. Kasch
DSV : B. Himmer
RC Network : K. Kunik
Vertreter aus Modellyachtvereinen:
H.Neubert, E.Wißmann, B.Lagemann, F.Scholten, M.Prothmann, H.Becke, B.Lagemann, B.Graubmann, W.Zinken, R.Wissmann, M.Lehmann

Tagesordnung

  1. Entwicklungen Modellsegeln im DSV im Jahr 2007
  2. Neues Faltblatt RC Segeln
  3. Neue 10 Rater Regel-Übersetzung
  4. WM der IOM Klasse und Schlussfolgerungen für die Entwicklung im DSV
    (Förderung Regelkenntnis, Veränderung AFM bzw. Einführung von Schwerpunktregatten etc.)
  5. Teilnahme des DSV an Ausstellungen
  6. Termine 2008 (DM, RL-Regatten, ggf. Schwerpunktregatten)
  7. Beschwerde von Herrn Schröder (Rostock)
  8. Neue Klasse RG 65 ?
  9. Verschiedenes

Top 1: Entwicklungen Modellsegeln im DSV in 2008

Auch im Jahr 2007 hat sich der Zahl der im DSV gemeldeten Modellyachtsegler wiederum sehr positiv mit einem Zuwachs von fast 7 % entwickelt.

Nach Beratung im Ausschuss für spezielle Segeldisziplinen wurde eine neue Wettsegelordnung Modellsegeln (WOM) verabschiedet, die die seit 1984 bestehende Ordnung ersetzt. Diese WOM bildet den Rahmen für Durchführungsbestimmungen, wie z.B. die Austragungsordnung für Modellyachtregatten, kurz AFM.
Der Obmann des Ausschusses für spezielle Segeldisziplinen und DSV Präsidiumsmitglied Herr Manfred Lenz hat den Obmann des Ausschuss für Modellsegeln erneut für 2 Jahre berufen. Dieser hat seinerseits die Ausschussmitglieder Heinz Bohn und Klaus Schröder bestätigt. Im erweiterten Ausschuss scheidet Kurt Lauschmann aus, der seine Aufgabe als Regattakoordinator an Henning Faas weitergibt. Der Obmann bedankt sich bei Kurt Lauschmann für die jahrelange oft schwierige Arbeit und überreicht als kleine Anerkennung ein Buchpräsent. Weiterhin Mitglied im erweiterten Ausschuss sind Nigel Winkley, Ronald Enkelmann, Henning Faas und Dieter Lagemann.
Im Laufe des vergangenen Jahres wurden einige Modellsegler angesprochen mit der Intention sie für die Arbeit im Ausschuss zu begeistern. Dies ist bisher leider noch ohne Erfolg geblieben. Auch eine Umfrage an die Vereine hat keine personellen Vorschläge gebracht.

Die sehr interessante Internetseite der DSV Modellsegler findet nach wie vor großen Zuspruch. In diesem Jahr wurde sie von Henning Faas um verschiedene Artikel zu Technik und Regattageschehen bereichert.

Die Modell-Yacht-Info (MYI) wird zukünftig im Umfang reduziert, da die Information über das Internet eine immer größere Bedeutung erlangt haben und des weiteren um Geldmittel einzusparen, die für Schulungen der Regattasegler benötigt werden (siehe TOP 4).

In Jahr 2007 waren die DSV Modellsegler auf den Messen in Dortmund, Leipzig und Hamburg vertreten. Anlässlich des Deutschen Seglertages wurde eine kleine Regatta veranstaltet.

TOP 2 : Neues Faltblatt RC Segeln

Stefan Kreiß hat ein ganz ausgezeichnetes Faltblatt zum RC Segeln erstellt. Es wurde in einer Anzahl von 10.000 Exemplaren gedruckt und wird insbesondere auf Messen und an DSV Vereine verteilt werden. Das Faltblatt wir zur Info auch über die DSV Internetseite Modellsegeln aufrufbar sein.

Top 3 : Neue 10 Rater Regel-Übersetzung

Dieter Lagemann hat eine deutsche Übersetzung der 10 Rater Klassenbestimmungen erstellt. Sie wird zusammen mit 2 Ergänzungen über die DSV Internetseite Modellsegeln abrufbar sein, sobald unser Webmaster beruflich wieder etwas entlastet ist.

Bezüglich der Vermessung der Wasserlinienlänge wird folgendes zusätzlich zur Vermessung im Wassertank angeboten:

Eine vom Designer oder vom Obmann auf Basis eines Spantenrisses erstellte Kurve, die die Wasserlinienlänge der Yacht in Abhängigkeit von der Verdrängung zeigt, wird als Basis für die Erstellung eines Messbriefes durch den DSV anerkannt nach Vorlage und Bestätigung.
Das heißt auch, dass jeder Designer eines 10 Raters seinen Entwurf zur Erstellung einer solchen Kurve an den Obmann schicken kann und er ein solches Kurvenblatt zurückerhält. Diese Kurven werden vom Obmann bestätigt und müssen dem Zertifikat beigelegt werden. Gegenüber der Tankvermessung hat diese Verfahrensweise den Vorteil, dass man die Probleme mit der Ausschaltung der Oberflächenspannung auch noch umgeht. Blei und Kielflossenverdrängung werden natürlich auch mit berücksichtigt, soweit angegeben.

Weitere Fragen hierzu ggf. per mail an mentges(et)rcsegeln.de

Top 4 : WM der IOM Klasse und Schlussfolgerungen für die Entwicklung im DSV ( Förderung Regelkenntnis, Veränderung AFM bzw. Einführung von Schwerpunktregatten etc.)

Das Abschneiden der deutschen Segler anlässlich der WM der IOM Klasse war Anlass darüber nachzudenken, ob auf Seiten der vorgegebenen Randbedingungen für das Regattasegeln durch den DSV Verbesserungen notwendig sein könnten. Möglicherweise ist in den letzten Jahren die Förderung der Leistung etwas vernachlässigt worden. So ist z.B. die Einführung des MSS sicher gut gewesen als Ergänzung zum HMS oder Flottensystem, aber war nie gedacht als nahezu ausschließlich genutztes System.
Die Modellsegler, insbesondere die Teilnehmer der WM, waren aufgefordert, Vorschläge zu Verbesserungen zu machen. Diese wurden vom Obmann zusammengestellt und ausführlich diskutiert.

Zielsetzungen waren:

  • Förderung des Zusammentreffens von guten Seglern durch Punkteanreiz
  • Förderung Trainingseffekt durch Vorgabe eines entsprechenden Regattasystems
  • Anstreben von größerer Teilnehmerzahl und mehr Läufen je Regatta
  • Möglichst Regatten über 2 Tage
  • Einführung von Schwerpunktregatten
  • Keine Benachteiligung von Veranstaltern
  • Keine Benachteiligung von schwächeren Seglern, Jeder darf immer teilnehmen, egal welcher Regattatyp, kein Ligensystem

Nachfolgende Beschlüsse zur Umsetzung der erwähnten Zielsetzungen wurden sämtlich einstimmig durch den erweiterten Ausschuss gefasst und fanden auch die Zustimmung der anwesenden Vereinsvertreter:

  • Es werden Schwerpunktregatten eingeführt, die immer über 2 Tage laufen.
  • Es gibt maximal 4 Schwerpunktregatten pro Klasse plus Deutsche Meisterschaft.
  • Schwerpunktregatten sind immer nach dem HMS zu segeln.
  • Die Auswahl der Schwerpunktregatten erfolgt durch den Ausschuss Modellsegeln.
  • Wenn mehrere geeignete Gewässer und Veranstalter zur Verfügung stehen erfolgt die Vergabe von Jahr zu Jahr reihum.
  • Die Anzahl normaler Ranglistenregatten wird nicht eingeschränkt.
  • Die Erstellung der Rangliste auf Basis eines 24 Monate Zeitraums bleibt unverändert.
  • Die Punktevergabe für Ranglistenregatten erfolgt entsprechend folgender Festlegung :
    • Wenn ein Verein an einem Wochenende 2 getrennte Ein-Tages-Regatten in einer Klasse veranstaltet, wird jede Regatta mit 800 Punkten (Platz 1) bewertet. Diese Regelung gilt jedoch erst ab dem 1.1.2009.
    • Wenn ein Verein an einem Wochenende nur 1 Ein-Tages-Regatta einer Klasse veranstaltet wird die Regatta mit 1000 Punkten bewertet.
    • 2 und mehr Tage RL-Regatten werden mit 1000 Punkte bewertet.
    • Schwerpunkteregatten werden mit 1300 Punkten bewertet.
    • Deutsche Meisterschaften werden mit 1500 Punkten bewertet.

Eine finanzielle Förderung durch den DSV ist nicht möglich. Ob eine Kaderförderung durch einen Landessportbund möglich ist wird noch geprüft (Hinweis von Herrn Kasch).

Möglich ist jedoch eine Förderung von Schulungen zu Wettfahrtregeln. Es wurden im Vorfeld der Ausschusssitzung verschiedene Landesseglerverbände angefragt, ob sie geeignete Trainer zur Verfügung stellen könnten, darüber hinaus wurde auch Ulli Finckh angefragt, der seine Bereitschaft zu einer Regelschulung erklärt hat. Wir werden dieses Angebot annehmen und möglicherweise anlässlich der DM der M Klasse in Mannheim eine abendliche Schulung durchführen. Henning Faas ist dazu bereit. Die endgültige Abstimmung mit Ulli Finckh muss noch erfolgen. Möglicherweise werden wir eine solche Veranstaltung in Burhave bei der IOM DM wiederholen.

Der Vorschlag RL-Regatten, die mehr als 12 Monate zurückliegen abzuwerten fand keine Zustimmung.

Top 5 : Teilnahme des DSV an Ausstellungen

Im Jahr 2008 wird sich der DSV an den Ausstellungen in Dortmund und Hamburg beteiligen. Ggf. wird es Anfang 2009 auch eine Beteiligung auf der BOOT in Düsseldorf geben. Sollte es zu einem Stand RC-Regattasegeln  auf der Messe in Sinsheim kommen, wird der DSV Material zur Verfügung stellen.

Top 6 : Termine 2008 (DM, RL-Regatten, ggf. Schwerpunktregatten)

Es ist davon auszugehen, dass sich die Anzahl der Regatten in der DSV Terminliste noch weiter erhöhen wird, da verschiedene Vereine noch in Abstimmungsprozessen sind.


Bezüglich Schwerpunktregatten gibt es folgende Festlegungen:

IOM 5. und 6. April München
  12. und 13. April Burhave
  N.N. NRW  (*)
  18. und 19. Oktober Unterschneidheim
  3. bis 5. Oktober Burhave (DM)
     
10 Rater 26. und 27. Juli  Lübeck
  13. und 14. September  Krefeld (DM)
     
M 31. Mai und 1. Juni Sörup
  6. und 7. September Seeburg
  25. und 26. Oktober München
  23. bis 25. Mai Mannheim (DM)

(*) Die Bemühungen des MBR ein neues Revier in Nordrhein Westfalen zu finden scheinen Erfolg zu haben. Der Düsseldorfer Yacht Club wird dem MB Rodenkirchen wohl ein neues Revier nördlich von Kaarst  zur Verfügung stellen. Näheres demnächst.

Top 7 : Beschwerde von Herrn Schröder (Rostock)

Herr Frank Schröder hat sich an den Ausschuss Modellsegeln gewandt mit einer Berufung zu Entscheidungen der Wettfahrtleitung und die Wertung der Regatta am Cospudener See am 25.3.07.
Eine Berufung ist in dieser Art und Weise nicht möglich und kann deshalb nicht stattgegeben werden. Siehe hierzu Anhang F der Wettfahrtregeln Segeln 2005-2008.

Trotzdem hat der Obmann die Wettfahrtleitung zu den Vorwürfen befragt und festgestellt, dass hier eine ganz andere Sicht der Vorkommnisse besteht. Der Obmann wird Herr Schröder brieflich eine Stellungnahme zukommen lassen.

Es ist für unbeteiligte Dritte grundsätzlich schwierig Vorkommnisse zu bewerten, die anlässlich einer manchmal hektischen Regattaatmosphäre entstehen. Seitens des Ausschusses kann nur der Rat gegeben werden, Unstimmigkeiten nach Möglichkeit vor Ort mit der Wettfahrtleitung und ggf. unter Einschaltung der Jury zu klären.

Top 8: Neue Klasse RG 65 ?

Jede „Klasse“ hat grundsätzlich die Möglichkeit sich an den Ausschuss Modellsegeln zu wenden und um nationale Anerkennung als DSV Klasse zu fragen. Bezüglich nicht Hersteller gebundener Klassen bestehen dabei auch alle Möglichkeiten zu Anerkennung, wenn gewisse formale Randbedingungen erfüllt werden. Man Vergleiche dazu die Klassenbestimmungen bereits anerkannter Klassen. Jeder Antrag wird vom Ausschuss geprüft.

Bezüglich Hersteller gebundener Klassen (Graupner, Kyosho,etc) gibt es allerdings wenig Bereitschaft dies zuzulassen, da Wettbewerbsvorteile durch Anerkennung als DSV Klasse vom Ausschuss nicht gewünscht sind. Derzeit gibt es im übrigen auch keinen solchen Antrag, da die „Mini-Cupper“ ein solches Ansinnen zurückgezogen haben.

Top 9 : Verschiedenes

Leihbootregelung:

Diese Thema wird seit vielen Jahren bewegt und soll jetzt wie nachfolgend dargestellt gelöst werden. Dabei gibt es sehr widerstreitende Interessen. Für den DSV ist es wichtig ein Gleichgewicht zu halten zwischen dem Wunsch Nicht-DSV-Segler auch über die Teilnahme an Regatten an das Modellsegeln heranzuführen und andererseits klar zu machen, dass nur die Mitgliedschaft in einem Verein langfristig die Interessen der Modellsegler sichert.

Mit der nachfolgenden Regelung (siehe Zertifikat am Ende des Protokolls) soll darüber hinaus auch ermöglicht werden, dass DSV Mitglieder mit einem Leihboot an Ranglistenregatten der Modellsegler teilnehmen können. Dies könnten z.B. „Groß“ - Segler sein, die mal eine Modellyachtregatta segeln wollen oder auch Modellsegler, die mal ein anderes Schiff segeln wollen. Beide Varianten sollen jedoch nur einmal pro Jahr möglich sein. Dieser Überlegungen liegt zu Grunde, dass der Modellsegelsport davon ausgeht, dass der Besitzer einer Yacht auch der Skipper ist. Diese Prinzip soll im Modellsegeln auch weiterhin gelten.

Die Leihbootregelung wurde einstimmig verabschiedet und soll nach einem Jahr evaluiert werden.

14 Uhr 30 Regel bei mehrtägigen Regatten:

Die bei Mehrtagesregatten relevante 14 Uhr 30 Regelung wurde ausführlich diskutiert und folgende neue Regelung (siehe AFM „Ausschreibung“) wurde einstimmig verabschiedet:

Bei Mehrtagesregatten ist vorgeschrieben, dass der Start des letzten Durchgangs am letzten Tag nicht später als bis 14.30 Uhr zu erfolgen hat, es sei denn die Teilnehmer haben zu Beginn des Segelns am letzten Tag einstimmig einem späteren Zeitpunkt zugestimmt.

Internationale Deutsche Meisterschaften:

Deutsche Meisterschaften können immer auch als internationale Deutsche Meisterschaften ausgetragen werden.

Info Teilnahme International:

Diejenigen Modellsegler, die international an Regatten teilnehmen, haben zukünftig die Möglichkeit, dies auf der Website des DSV Bereich Modellsegeln zu veröffentlichen, damit sich entsprechende Teilnahmegemeinschaften leichter bilden können. Unser Webmaster wird dies entsprechend einrichten.

Ende der Sitzung gegen 17 Uhr.

Gerd Mentges
DEUTSCHER SEGLER VERBAND
Obmann Ausschuss Modellsegeln

 

Nachfolgendes Zertifikat als PDF zum Download



Deutscher Segler Verband
Ausschuss Modellsegeln

 

Leihboot Zertifizierung

Zusatzformular zum Zertifikat der Yacht

 

Diese Dokument ist nur gültig im Bereich des DSV und
in Verbindung mit dem Zertifikat der Yacht.

Die Segel des verliehenen Bootes müssen bei Benutzung als Leihboot durch ein „ L „ vor der Segelnummer gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung erfolgt im  
Vorsegel.

Das Leihboot Zertifikat wird durch den jeweiligen Veranstalter ausgestellt.

Für Nicht - DSV Mitglieder ist die einmalig Teilnahme pro Jahr an einer Nicht - Ranglisten-Regatta mit diesem Leihboot Zertifikat erlaubt.

DSV Segler können mit diesem Leihboot Zertifikat auch einmalig pro Jahr an einer Ranglistenregatten teilnehmen und erhalten entsprechend RL-Punkte.

 

 

Boots-Registriernummer :     ...............................................................................

Freigabe zur Regatta am   ……………………….. in (Ort) ………………………….

Name des Leihboot-Seglers :   ……………………………………………………….. 

Segelnummer des Leihbootseglers (falls vorhanden) : …………..………………….

Eigentümer :                          ………..……….........................................................

Unterschrift Eigentümer :       ……….………………  Datum..……………………….

Veranstalter :

Unterschrift ............................................................ Datum: ………….…………….

 

Formblatt Leihboot, Ausschuss Modellsegeln, 7.2.2008

 

Stand: 11.02.2008