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Taifun

Heinz Stoffels

Nachbau Taifun von Gustav Sämann - Deutscher Meister 1951

Ich habe das Gummimotorflugmodell „Taifun“ (F1B) von Gustav Sämann mit viel Freude gebaut. Es ist mein erstes Modell in dieser Bauweise. Zwar habe ich am Anfang (1956) Modelle in Sperrholz-Kiefer gebaut (Winkler Junior, ETB 15 usw.), aber dieses Modell ist doch etwas anderes.

Man muss sich zuerst einmal in den Bauplan und die Baubeschreibung vertiefen. Auch die Holzqualität spielt eine große Rolle. So habe ich z. B. keinen Balsablock zum Fertigen der Luftschraube bekommen.

Aus drei mal 15 mm Balsa habe ich mir ein entsprechenden Block verleimt und daraus die Luftschraube herausgearbeitet (dabei kamen mir die vielen Tilkalatten, die ich schon geschnitzt habe, zugute).

Gustav Sämann hat in seiner Baubeschreibung die Gewichte der einzelnen Bauteile vorgegeben, die ich ohne Probleme einhalten konnte.

Rumpf
45 g
Tragfläche
28 g
Leitwerk
13 g
Rumpfauf
4 g
Fahrwerk
3 g
Luftschraube mit Kopf
30 g
Gummimotor
110 g
Gesamt:
233 g

Der Nachbau mit Snoopy-Timer ohne Gummimotor bringt 130 g auf die Waage. Die damalige Formel besagte, dass man so leicht bauen konnte, wie es eben möglich war. Dann wurde zum Erreichen des Mindestgewichtes von 230 g mit Gummi aufgefüllt. So kamen Gummimotore um die 100 g zustande (ich habe mir das so zusammengereimt. Wenn es nicht stimmen sollte, bitte ich die „alten Hasen“ unter den Lesern, mich zu berichtigen).

Viele Bauteile sind genial einfach, so z. B. der Freilauf der Luftschraube: Ein Messingröhrchen und ein 1 mm Stahldraht nach Plan gebogen, zünftig mit Zwirnwicklung angebracht, fertig. Oder das „Fahrwerk“ aus Tonkin und 0,5 mm Stahldraht mit Wicklungen aus Papierstreifen mit Leimzugabe, extrem leicht aber trotzdem sehr robust (hier kamen mir die Erfahrungen aus dem Saalflug zugute). Es könnten noch viele Einzelheiten aufgeführt werden. Die Bilder geben bestimmt Auskunft über einige Details. Abschließend möchte ich jeden dazu ermutigen, einmal ein Modell aus dieser Zeit zu bauen. Es ist nicht so schwierig, wie man es sich am Anfang vorstellt. Vor allen Dingen weiß man dann, welch gute Vorarbeit damals geleistet worden ist, auf der wir heute alle aufbauen.

 

 

Stand: 02.07.2008