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AkkumatikHeinrich Wolfering |
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Seite 2Inhaltsübersicht
Endkontrolle und Funktionskontrolle
Optische KontrolleDie Platine sieht sauber aus, ich habe keine abgezwackten Anschlussdrähte gefunden, alle nötigen Bauteile, bis auf die ICs und die empfindlichen BS170-Transistoren, sind untergebracht. Da ich mit dem Lötzinn sparsam umgegangen bin, sind keine Reste zu finden. Kontrollmessungen ohne eingesetzte ICKontrollmessungen werden zwischen zwei Punkten auf der Platine vorgenommen, einmal gemäß Bauanleitung am bezeichneten Punkt und der zweite Punkt ist wo? Nach Frage im RC-Network-Forum war auch der zweite Punkt klar: Immer der Minuspol der Spannungsversorgung - auch Masse genannt. Also Spannung mittels Netzteil angelegt (Strombegrenzung auf 3 A und zusätzlich ein 12 V-Autobirnchen als Sicherung eingeschleift) und mit dem Multimeter wird an den angegebenen Punkten gemessen. Die gemessenen Spannungen an den Punkten liegen alle deutlich unterhalb der angegebenen Werte. Warum? Nach Symptombeschreibung via E-Mail an S. Estner kam die Ferndiagnose schnell: „Prüfen, ob die beiden Transistoren Q21 und Q22 vertauscht sind.” Und - sie sind vertauscht! Also .... siehe AUSLÖTEN. Nach dem korrekten Einlöten der beiden Transistoren stimmen alle Spannungen an den angegebenen Messpunkten. Freude! Nun müssen die sieben BS170-Transistoren eingelötet und die ICs polrichtig eingesetzt werden. Beim Einlöten der Transistoren habe ich ein klein wenig darauf geachtet, dass ich nicht statisch aufgeladen bin, ich habe einfach hin- und wieder in die Ste....ose gegriffen. Nein, die geliehene Lötstation hat einen Anschluss für den Potentialausgleich. Den habe ich benutzt. Bei den ICs heißt polrichtig, dass die Kerbe des IC-Gehäuses und die Position der Einbuchtung an der IC-Fassung übereinstimmen müssen. Die IC-Symbole auf der Platine zeigen diese Einbuchtung auch, deshalb gibt’s hier kein Vertun.
Kontrollmessungen mit eingesetzten ICSo, jetzt: Kontrollmessungen mit eingesetzten IC" - und was soll ich sagen, - alles passt!
- Noch größere Freude - Funktionstest der BedienelementeNun geht’s an den Funktionstest der Bedienelemente. Dazu müssen die Deckelelemente (Tastatur, Display und Lüfter) an die Hauptplatine angeschlossen werden.
„Eintrimmen des Modells”Der Hersteller des Bausatzes spricht an dieser Stelle nicht von Trimmen sondern von Kalibrieren, man könnte auch analogisierend von „Einstellen der Ruderausschläge” oder „Schwerpunkt einstellen” sprechen. Natürlich habe ich hier die Trimmung - äh – Kalibrierung verpatzt. Ich habe den Deckel auf das Gerät aufgesetzt und die erste Schaltung zur Kalibrierung des Ladestroms am Ausgang 1 aufgebaut. Aber kaputt ist an dieser Stelle kaputt. Also wieder die Symptome per E-Mail an S. Estner gesandt. Diesmal kamen erst einige Nachfragen und dann stand die Diagnose fest: Transistoren Q21 und Q22, Q3, R26 und IC2 wechseln. Jetzt bin ich froh, dass ich dem Rat der Bauanleitung gefolgt bin und das Gerät noch nicht zusammengebaut habe. Die Erfahrungen mit dem Auslöten sind nun doppelt nützlich. Also auslöten und Ersatzteile einlöten. Vor dem erneuten Anlegen der Versorgungsspannung habe ich den Deckel und die Platine durch eine dicke Lage Schaumstoff elektrisch voneinander isoliert und dann erst eingeschaltet.
Die Kalibrierung der Lade- und Entladeströme an den Ausgängen 1 und 2 des Akkumatik ist bei Befolgung der Bauanleitung völlig problemlos. Die zweistelligen Messergebnisse bei Strömen größer als 2 A an meinem Multimeter sind für die Stromkalibrierung ausreichend genau und haben keinen Einfluss auf das Lade- und Entladeverhalten. Bei Strömen größer als 2 A musste ich lediglich die Eingänge am Multimeter auf dessen ungesicherten Stromeingang umstöpseln, ansonsten wäre mir die Sicherung im Multimeter durchgebrannt. Die Spannungskalibrierungen (A1_Spann und A2_Spann) sollten allerdings für das Laden und Entladen von LiXX-Akkus möglichst genau sein. Wobei Genauigkeit nicht durch die Anzahl der Nachkommastellen definiert ist. Nach Rücksprache mit S. Estner ist eine Anzeige im 10 mV-Bereich ausreichend, wenn sie denn genau ist. EndmontageDie Endmontage des Akkumatik stellt keine wirkliche Herausforderung dar. Abweichend von der Bauanleitung habe ich zwei Änderungen vorgenommen:
„Erstflug“Nicht „Erstflug” sondern zum ersten mal Laden. Einen Erstflug kann man mit Photos oder per Video dokumentieren, das erste mal Laden habe ich mit Hilfe von LogView aufgezeichnet. Die Verbindung zwischen dem Akkumatik und der Software auf meinem Notebook habe ich mittels eines „USB RS-232 Seriell”-Adapters hergestellt. Das Mitschreiben (neudeutsch: loggen) der Ladeparameter klappt wunderbar, allerdings musste ich beim Aufzeichnen der Daten für einige Zeit auf meinen Laptop verzichten. Deshalb hab ich mir kurzerhand zwei Speicherchips für's Offline-Logging (oder altdeutsch: Datenmitschnitt ohne Rechner) bestellt. Bei eingesteckten Speicherbausteinen kann ich nun die Lade-/Entladedaten jedes Ausgangs protokollieren und später über die RS232-Schnittstelle auslesen. Das geht um den Faktor 20 schneller als das direkte Aufnehmen der Parameter, also je Stunde Laden/Entladen drei Minuten Daten baggern. FazitEs hat mir sehr viel Spaß gemacht, dieses „Modell” zusammenzubauen. Zwischenzeitlich habe ich einige „Flüge“ (Lade- und Entladevorgänge) an meinen Akkus durchgeführt und kann ihnen nun mittels LogView in die Seele sehen. Erfahrungen mit dem Laden von LiXX-Akkus habe ich noch keine, noch fliegt mein Piperle mit KANs. Positiv
AnregungenIch bin elektronisch völlig unbedarft, deshalb hier einige Punkte ..........................
NachtragNach wenigen Wochen Akkumanagement gibt’s schon eine neue Programmaktualisierung (Denglish: Software-Update). Also schnell die Aktualisierung heruntergeladen und schon geht’s ans Übertragen (für Denglioten: flashen):
Die erfolgreiche Programmaufwertung dokumentiert LogView dann so:
und beim Hochfahren des Akkumatik erscheint kurzzeitig der Hinweis auf die aktualisierte Version in der unteren Zeile. So problemlos hab ich selten eine Programmaktualisierung externer Geräte erlebt, Gratulation.
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Stand: 26.07.2008 |