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Erfahrungsbericht Variometer "SkyAssistant"Udo Fiebig |
Ein Variometer und DatenloggerAuf der Suche nach einem Variometer nicht nur mit Sprachausgabe, sondern das darüber hinaus auch Logger-Funktionen bietet und außerdem in Modellen mit Platzproblemen (z. B. F3J) eingesetzt werden kann, fand ich im Internet auf der Seite www.pp-rc.de ein Gerät des polnischen Herstellers Pitlab mit dem schönen Namen 'SkyAssistant'. Die Beschreibungen des Varios auf der Homepage waren sehr vielversprechend, da es alle die von mir gewünschten Funktionen zu beinhalten schien. Den Varioton, den man sich unter http://www.pp-rc.de/SHOP/FOTO/VARIO/wario_ton.wav anhören kann, empfand ich als recht deutlich und angenehm für meine Ohren. Mit ausschlaggebend war letzten Endes auch, dass sowohl die Firmware des Variometers als auch die PC-Software vom Hersteller/Vertreiber laufend aktualisiert wird. Diese Aktualisierungen können vom Benutzer von der Homepage des Vertreibers herunter geladen und installiert werden. Anhand des Forums dort war auch erkennbar, dass Anregungen und Wünsche der Benutzer Gehör finden und gegebenenfalls relativ schnell zu Korrekturen führen. Also kein langwieriges Rückfragen per Post. So muss das heutzutage laufen! Nachdem auch Fliegerkollege Memo nur Gutes über dieses Gerät berichten konnte, war ein Anruf bei Piotr Piechowski von pp-rc in Schleswig-Holstein fällig.
Sauber verpackt sind Variometer, Temperaturmodul und USB-Steckverbindungen. Die Software wird auf einem 2GB-USB-Stick geliefert. Besonders gefiel mir: Auf dem Stick sind noch 1,78 GB freier Speicherplatz vorhanden, den kann man als sparsamer Import-Schwabe immer gebrauchen. Die Installation der PC-Software war dank der Kurzanleitung in wenigen Minuten erledigt. Ein prüfender Blick auf die Homepage zeigte: Ich konnte tatsächlich gleich eine neue Firm- und Software herunter laden. So konnte ich diesen Service mit dem erstmalige Update gleich erfolgreich testen und ausführen. Eine kleine Überraschung gab es nach Prüfung der verfügbaren Hilfedateien zum PC-Programm. Außer Englisch und Polnisch gibt es die sogar auf Finnisch und Griechisch, aber weshalb bitte nicht auf Deutsch? So klein dürfte dieser Markt ja nicht sein, und ein Übersetzer für Englisch-Deutsch sollte sich doch finden lassen. Da ich eigentlich keine Motormodelle fliege, blieb der Temperaturfühler erst einmal in der Schachtel. Dabei habe ich mich gefragt, wozu dieser Fühler eigentlich gut sein soll. Angeboten (so steht's auch auf der Schachtel) wird das Variometer 'SkyAssistant' ausdrücklich als "Variometer-logger for R/C sailplanes". Der SkyAssistant wurde vor dem ersten Einsatz mit Klettband beklebt. In den meisten Modellen kann im Rumpf auch das Gegen-Klettband angebracht werden. So kann das Gerätchen im Handumdrehen von einem ins andere Modell umgesetzt werden und ist stets sicher fixiert. Dabei sollte das Variometer und besonders die Antenne möglichst weit von den Komponenten der RC-Anlage entfernt sein. Die ersten Starts wurden mit den Werkseinstellungen durchgeführt. Da ich als ausgesprochener 'Thermikschnüffler' gerne auch das geringste Steigen mitnehmen möchte, war daheim bald eine Änderung der Einstellung für vorwiegendes Thermikfliegen mit Hilfe des Programms 'Vario.exe' angesagt.
Sehr angenehm ist es, den durch die Modifikationen geänderten Varioton sofort über die Funktion 'Varioton testen' überprüfen zu können. Mir sagte der Ton zu, also wurde mit 'OK' abgeschlossen und gleichzeitig auf dem Variometer gespeichert. Danach waren noch weitere Modifikationen der Werkseinstellungen an der Reihe. Hier für die Höhenansage:
Und dann für die Spannungsansage:
Die Variofunktion wird beim Sender zweckmäßigerweise auf einen 3-stufigen Schalter gelegt. In Mittelstellung gibt's die reine Variofunktion mit automatischen Ansagen, in einer Endstellung die Höhenabfrage, in der anderen die Spannungsansage. Sowohl bei Graupner- als auch bei MPX-Sendern sollte hierbei der Servo-(Geber-)weg auf 75 % eingestellt werden; bei 100 % kam der SkyAssistent ab und zu ins Schleudern. Hier die Definition der Schalterfunktion:
Diese persönliche Konfiguration sollte sicherheitshalber auf dem PC gespeichert werden. Dabei ging der Programmierer dieser Software von folgender Sichtweise aus:
Damit nach einem schönen Flugtag die Flüge daheim am PC noch einmal in Ruhe nachvollzogen werden können, ist die Aktivierung der Logger-Funktion unbedingt zu empfehlen.
Momentan habe ich die Zeit auf 100 ms eingestellt, um Flitschenstarts mit dem Hangflugmodell Spider (206 cm) genauer beurteilen zu können. Die Darstellung lässt sich mit der Lupenfunktionen bis auf das 64-fache dehnen. Damit lässt sich genau überprüfen, ob die Thermik sauber zentriert oder eher 'schlampig' genutzt wurde. Der nachstehend gezeigte Aufstieg mit dem kleinen Spider in einem doch recht guten (Hammer-) Bart von unter 40 m bis auf 227 m innerhalb von ca. 3 Minuten wäre vermutlich ohne den SkyAssistent nicht so gelaufen. Nun gut, etwas sauberer hätte das Kreisen sicherlich sein können, mit einem 4-m-Modell sieht das meistens besser aus. Im gezeigten Snapshot wurde die Darstellung um den Faktor 8 gedehnt und ist so eigentlich schon recht aufschlussreich.
Beim ersten Einsatz in einem Modell mit Voll-CfK-Rumpf war nach dem Start in ca. 150 m Entfernung zunächst ein leichtes, dann sich stetig steigerndes Rauschen festzustellen. Mit weiter wachsender Entfernung kamen zunehmend Aussetzer dazu. Das war wohl nicht anders zu erwarten, denn auch auf 433 MHz schirmt Kohle eben recht ordentlich ab. Bei meinem großen Thermik-XXXL in Voll-Carbon habe ich, wie auf dem Foto zu sehen ist, eine simple aber effektive Außenführung der Antenne angebracht. Seither habe ich auch bei Entfernungen von sicher mehr als 1000 m zwischen Modell und Pilot keinerlei Unterbrechungen der Funkstrecke mehr feststellen können.
Resultat nach fast einem Jahr SkyAssistant in verschiedensten Modellen:
Hersteller: Bezug direkt von:
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Stand: 10.05.2009 |