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Flying Circus
Internationales Modellfliegerfestival 2009

Jörg Kukla

Österreich lebt nicht zuletzt auch vom Tourismus!
Daher wollen wir den einheimischen Wetterfröschen mal lieber patriotische Gefühle statt Unfähigkeit unterstellen:
„Ab morgen wird´s besser“
war jedenfalls der meist gehörte Satz des vierzehnten Festivals in Fiss.

Und ein Festival war es wirklich, die Reise hat sich gelohnt.

Angefangen bei der herzlichen Freundlichkeit der „Eingeborenen“ über die guten, preisgünstigen Hotels und Pensionen bis zur familienfreundlichen Urlaubsatmosphäre stimmte, außer dem Wetter, wirklich alles. Das erfahrene Team um Organisator Gerd Holzner konnte insgesamt dreizehn Programmpunkte präsentieren. Da war wirklich für jeden etwas dabei.
Das freie Fliegen auf dem Schönjöchel, Europas höchst gelegenem Modellfluggelände, 2500 m NN!, ist natürlich Pflicht.

Nicht nur die zahlreich angereisten Hersteller und Händler, sondern wirklich jeder Modellflieger kommt hier zum Fliegen. Zum Glück, kann man sagen, denn so waren auch bei mäßigen Bedingungen nicht nur die hochglänzenden Besenstiele mit Elektrothermik der Hersteller unterwegs, sondern auch der eine oder andere kampferprobte Hangsegler sorgte für Abwechslung. Großes aufgefahren hatte die Firma TUN aus der Schweiz: Über 10 m Spannweite hatte ihr „Nimbus“ ... wer bietet mehr? Natürlich war das Modell auch in der Luft, „Chefpilot“ Uelli Nyffenegger legte einen traumhaften Flug hin. Aber auch der nagelneue „Antares“ mit 6,66 m Spannweite wurde über die Kante geworfen, ohne Netz, doppelten Boden oder elektrische Hilfsmittel. Chapeau!

Der „Antares“ stammt aus der Werkstatt von Jiri Baudis, die Begeisterung bei TUN über dieses Modell rechtfertigt ein paar Details. Hier eine Erläuterung des Konstrukteurs:

Here is some offer information about this model.
We developed this model with utilization of flying and building experience
with top F3B models. Our firm produce F3B model Ceres. All moulds are made
by our CNC-machine so all dimensions, especially the wing airfoil was exact
keeped.
After get up the rules of GPS-triangle category and introduce with tactic of
flying I decided use similar aerodynamic of wing as on F3B models. It
brought several of technical problems; the middle thickness of airfoil is 9%
and is very difficult make the wing enough stiff. We had to use carbon to
all part of model to obtain flying weight 12 kg and enough stiffness. Instead
of colour, the 99% of wing’s weight is carbon composite 1% is sandwich foam.
Also for produce wing spar we use CNC technology.
I won with this model my first triangle competition in Krnov. In Müswangen I
finished on second place with very tight result. Petr Nemec won last
competition in Arbon with Antares.
We make this model in two versions: double carbon and HM (high modular)
double carbon. Both is be enough stiff for GPS-triangle competitions. HM
version is being stiffer in torsion. I flown Krnov and Muswangen competition
with classic double carbon version without problem and made speed over
200 km/h. Of course it is still scale model and not plane for dynamic
soaring. Used air foil makes similar dynamic of flight, as with F3B models,
but 6,6 m wingspan not give possibility produce model for no limit speed.
Maybe with new nanotechnology in future :-)

The price includes: all designs made inside mould (imatriculation etc.),
to fuselage too. Assembly of RDS in wings. Not include servos.
Complete finished model - retract wheel, holders of ballast, set of ballast,
complete servo frames, cables, cover bags and etc.. Cockpit finished as
is standard in this category. Price for Antares double carbon is 3700 euro,
HM double carbon 4400 euro.

Actual delivery time is during 8-10 weeks.

Best regards Jiri Baudis

Auch sehr interessant war das neue GPS-Modul V 3.1 mit 433 MHz Übertragung inklusive, dem sogenannten Model-Saver. Wenn man z. B. in eine Wolke einfliegt oder das Modell durch Blendung aus den Augen verliert, kann man dank künstlichem Horizont das Modell stabilisieren und wieder zu sich zurückfliegen. Ein künstlicher Horizont also!

Ebenso neu ist die Seglerpalette der Firma Robbe, dort als „Modulkonzept“ angepriesen. Wenn auch nicht mit dem Anspruch „scale“ entworfen, die schön gemachten Modelle waren immer dicht umlagert.
Dabei handelt es sich um vier Semiscalerümpfe und einen Zweckrumpf in Kombination mit einer Voll-GFK-Fläche. Stephan zu Hohenlohe hat sich intensiv mit den Robbemodellen beschäftigt.

Die Flugeigenschaften konnten sich die Interessenten am Sonntag in aller Ruhe ansehen, einem gepflegten „Absaufer“ des Robbepiloten sei Dank! Eine kleine Ewigkeit später wurde dann aber die glückliche Landung und die sportliche Leistung mit Szeneapplaus gewürdigt!

Stephan zu Hohenlohe und ich waren mit der Videokamera unterwegs, die Beilage-DVD der „Modell“ wird einen ausführlichen Bericht enthalten.

Die ASH 26 bei ihrer alpinen Premiere.

Stephan zu Hohenlohe „nah dran“!

Der Blick auf das Modell: Absaufen!

Glatte Landung nach dem „Krimi“.

Ebenfalls Showtalent zeigte mal wieder Stefan Höllein: Er flog seine neueste Kreation, den Prototyp des "THERMAL INSTINCT" mit ca. 2850 mm Spannweite, dreiteiliger Rohrholm-Fläche und einer Flächenbelastung von ca. 30 g/dm². Als sich plötzlich mehrere Elefanten auf die Tragfläche setzten, ging es natürlich unaufhaltsam bergab, ohne Chance auf Rückkehr. Die Außenlandung fast jenseits der Sichtgrenze verlief dann wenigstens glücklich, das Modell hatte keinen Kratzer abbekommen.

Wenn´s mal wieder länger dauert: Bei den Himmlischen!

Man ahnt es schon...

... Glühwein ist das Getränk der Wahl!

Aufgrund der Witterung konnten die Modelle nur einen Teil ihres wahren Potenzials zeigen, dennoch ist Modellfliegen im hochalpinen Gelände etwas Besonderes.
Für die späten Stunden gab es am Freitag die Nachtflugshow auf der Mösernalm, am Samstag die Wasserflugshow in Ladis. Hierzu noch einmal der Hinweis auf das Video als Beilage in der Zeitschrift „Modell“!

Die Kulisse für das abendliche Wasserfliegen!

Die neuen Seabees als Staffel am Start

Die Abendveranstaltungen waren gut besucht, besonders das Rettungsteam in Ladis hatte einige Einsätze zu absolvieren... Publikum und Piloten hatten jede Menge Spaß.
Der vierzehnte Flying Circus war eine gute Werbung für den Modellflug und stellt eine Bereicherung für die Urlaubsregion Serfaus, Fiss und Ladis dar!

14 x Flying Circus, da startet man doch schon blind!

Alpiner Segelflug 2009


 

Links zum Thema:


http://www.hohenlohe-webundvideo.de/

http://www.flying-circus.de/

http://www.tun.ch/

http://www.baudismodel.com/ceres.php

 

Stand: 08.08.2009