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16. Flugtag der Modellfliegergruppe Ober-Ramstadt

Thomas Kurze

Seite 2

Auf einmal tauchte etwas kleines, knubbeliges, schnelles am Himmel auf. Der Flugleiter „groundete“ vorübergehend die Flugmodelle, die Christen Eagle war da. Pilot Uwe Schmuck zeigte mal schnell, was die kleine Stechmücke so drauf hat.

Im Anschluss gab’s schon wieder ein Schmankerl: Synchronkunstflug mit zwei Turboprops, denke mal ihr wißt schon, wer da pilotiert.

Und wenn die Luft knapp über’m Boden voller Rauch hängt, dann kann das oft nur an einem liegen.
Ralf Niebergall, genannt Mr. Marchetti, hat es mit seiner SF-260 krachen lassen.
Nach meiner Meinung ist in seiner Marchetti eine der effektivsten Smokeanlagen eingebaut.

Gekonnt und professionell spult er sein Kunstflugprogramm ab, das immer wieder schön anzuschauen ist, doch...da fehlt noch was...

…es wäre nicht Mr. Marchetti, wenn er für die Zuschauer nicht noch ein Extragoodie in der Tasche hätte.
Schaut euch jetzt die Bilderfolge an.

Tiefer, verdeckter Anflug, dann knapp über den Wald gehuscht, im Direktanflug auf die Landebahn der Modellflugzeuge, Fahrwerk und Klappen draußen,...auf der Zuschauerseite ist alles still,... der will doch wohl nicht... landen ?

knapp über dem Boden, Einflug mit Smoke on und dann die Flightline entlang, parallel zu denZuschauern.

...dann, wie der Meenzer sagen würde: „..und Ausmarsch“.

Durch den Crosswind kam auch das Publikum kurzzeitig in den Genuss einer Nebelwand. Gottseidank ist das Zeug ungefährlicher als jede Zigarette.

Übrigens, so dramatisch wie diese Aktion auf den Bildern aussieht, war es nicht. Der Fotograf hat einfach an der richtigen Stelle mit dem richtigen Objektiv gestanden.

Während Ralf mit seiner Marchetti zurück nach Reinheim fliegt, um auf dem dortigen Flugplatz zu landen, machen sich zwei Jets zum Synchronflug bereit.
Der Erste startet, hebt eventuell etwas zu früh ab, der Crosswind hebt die linke Fläche, gegensteuern bringt nichts, da noch zuwenig Ruderdruck. Was folgt ist der Einschlag auf der Startbahn, ....ohoh, das wird teuer.

Dieser Bruch war zum Glück der einzige des Tages, von Kleinigkeiten abgesehen.

Eine dieser Kleinigkeiten war die AT-6 mit Sternmotor, sehr schön und realitätsnah vorgeflogen, die auf einmal seltsame Geräusche produzierte. Dann schlabberte die Motorhaube im Fahrtwind und der Motor stellte ab.
Sein Pilot war aber in der Lage das Teil, ausgestattet mit einem Gleitwinkel von „jetzt x plumps“, sicher zu landen und weitere Schäden zu vermeiden.

Während sich zwei Motorschirmflieger bereit machen, um ein bisschen über den Platz zu „cruisen“, fliegt noch ein Gyrocopter ein, um mal nach dem Rechten zu sehen.

Es folgten noch einige Darbietungen im Modellflug bis sich der nächste Programmpunkt am Himmel zeigte.
Die Harvard AT-6, geflogen von Georg Raab. Die klassischen Flugfiguren stehen diesem Trainer am besten, vor allem dann, wenn sie von dem bekannten Geknatter begleitet werden, das entsteht, wenn sich die Propellerspitzen im Überschallbereich bewegen.

In der Zwischenzeit hat die Verlosung des Gastfluges mit der Marchetti begonnen.
Ralf Niebergall zog ein Los. Marc rief die Nummer 202 aus und mir fiel fast die Paprikawurst aus dem Gesicht, die übrigens absolut empfehlenswert ist, nur „schussfest“ sollte man sein.
Die 202 war meine Teilnehmernummer, damit hatte ich den Mitflug in einem meiner „Lieblingsflugzeuge“ gewonnen. Ralf und ich verabredeten uns dann für eine Stunde später zum Rundflug.
In der Zwischenzeit gab’s wieder Modellflug und wir flogen eine Runde Aircombat, gleichzeitig mit 7 Modellen.

Die eine Stunde war bald vergangen und nun wurde es ernst für mich.
Der Shuttleservice des SFC brachte uns zum Flugplatz Reinheim, wo Ralf die Marchetti geparkt hatte. Ebenfalls mit im Shuttlebus war Frank Versteegh, der gleich anschließend sein Display mit der Extra 300 fliegen wollte.
Während wir also unterwegs waren, ging das Programm folgendermaßen weiter.
Das kann ich jetzt nicht kommentieren, sondern nur Bilder zeigen.

Die verkleinerten Nachbauten von Originalflugzeugen wurden von der BF 109 repräsentiert, das Versuchsmuster 7 im Maßstab 1:1,25, geflogen von Harald Wiegand und der Focke Wulf 190, im Maßstab 1:2, vorgeführt von Ralf Borger.

 

Stand: 21.10.2009