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Das Projekt BIG JIM III

Günter Schmid

Wie alles begann...

Eigentlich suchte ich nur ein Zweckmodell, mit dem ich vorwiegend einen großen Fallschirmspringer in die Luft bekomme und natürlich auch mit dem F-Schlepp erste Erfahrungen sammeln kann.
Über Internetrecherchen, das Forum usw. bin ich auf den BIG JIM von Thomas Busch gestoßen, der dieses Modell bereits 2001 vorstellte.

Dieser BIG JIM war bereits die zweite Generation dieses Flugzeuges. Die erste bzw. der „Ur“-BIG JIM war von der Firma Möhle-Modellbau, die es aber anscheinend nicht mehr gibt. Von einem netten Modellbauer bekam ich den Plan in Form von zwei DXF-Dateien für Rumpf und Fläche und wollte eigentlich zunächst den „Thomas Busch“ BIG JIM in dieser Form bauen.
Das Einzige was mir an diesem Flugzeug nicht gefiel: Es hat keinen Pilot! Und da ich meine Modelle immer ein bisschen anders baue als sie auf den Plänen dargestellt sind, überlegte ich mir, wie ich dies ändern kann...
Dies kam dabei heraus:

Daten  
Spannweite: ca. 245 cm
Länge: ca. 200 cm
Gewicht: 10,2 kg
Motor: ZG62 PCI

Rumpflänge, Leitwerks- und Tragflächengeometrie habe ich belassen.
Die Tragflächen werden am Rumpf angesteckt und nicht von oben geschraubt, dadurch habe ich 15 cm mehr Spannweite, der Rumpfrücken ist erhöht und rund, was es mir ermöglichte, eine offene Pilotenkanzel im Stil eines Reno-Racers zu realisieren.
Den Namen habe ich auch übernommen. Er passt irgendwie am besten zum Modell, ich habe nur eine „III“ (3. Generation) ergänzt.

Besonderheiten sind das zum einfacheren Transport komplett abnehmbare Leitwerk und eine Schleppkupplung aus Alu, die nach meiner Zeichnung selbst angefertigt wurde.


 

Das Baumaterial

Als Baumaterial verwendete ich 3 mm Pappelsperrholz, 6 mm Birkensperrholz und für stark belastbare Teile 6 mm Flugzeugsperrholz.
Rippen und Beplankungsteile sind aus Balsaholz, die Holme aus Kiefer.

Fahrwerksteile gibt es bei KHK Kunststofftechnik:

Fahrwerk Nr. 182
Spornfeder SP100 flach
Radhalterung Nr. 491
Spornrad 480-35

Als Steckungsrohr verwende ich ein 40er Alurohr von HM-Modellbau mit GfK-Rohr, Länge 850 mm.

Räder Durchmesser 120 mm
Scharniere Kavan (groß)

Die Vorbereitung

Da ich mich beruflich mit CAD/CAM beschäftige, war es naheliegend, die wesentlichen Konstruktionsteile zu fräsen.

Erst wird gezeichnet...

...dann gefräst.

Nun müssen die Stege der Frästeile mit einem kleinen Sägeblatt durchtrennt und die Fräserradien an den Verbindungsstellen z. T. eckig gefeilt werden.


 

Jetzt geht’s endlich los, zuerst der Rumpf...

Anmerkung:
Ich schreibe vorwiegend von Kleben und nicht von Leimen. Das kommt daher, dass ich zum ersten Mal ein Modell vorwiegend mit Beli-Zell geklebt habe.
Leim habe ich nur bei größeren Beplankungsflächen verwendet. Ich finde, Beli-Zell hat sich bis jetzt sehr gut bewährt, vor allem kann man den Klebstoff sparsam auftragen und spart damit Gewicht!
Aber dies muss jeder für sich entscheiden und verantworten! Holzleim ist günstiger, alt und bewährt, Beli-Zell ist leichter und wenn man den 10-Minuten-Klebstoff verwendet, geht’s auch schneller!

Zunächst alle Teile zusammenstecken und die Passung kontrollieren.

Damit die Last der Schleppkupplung nicht über die Beplankung in den Rumpf geleitet wird, was nicht lange halten würde, habe ich eine Aufnahme konstruiert, damit die Kupplung sicher hält.
Dieses Teil wird vorab verklebt, die Kupplung kann auch schon mal samt Servo probehalber eingebaut werden.

Die Bodenplatte wird mit den unteren Kiefernholmen verklebt.

Dann werden die Spanten rechtwinklig auf die Bodenplatte geklebt. Die genaue Position ist in der Bodenplatte durch Ausfräsungen vorgegeben.

Die hinteren Kiefernholme werden eingesetzt.
Bei den nächsten Frästeilen sind hinten zwei zusätzliche Spanten vorgesehen. Ich musste bei meinem BIG JIM noch zusätzliche Verstrebungen zwischen die Holme kleben. Die Spanten aus Pappelsperrholz halten das Gerippe besser zusammen und wiegen auch nicht mehr!

Jetzt wird die hintere Beplankung aus 3 mm Balsa aufgeklebt. Am besten ist es, vorher die Bowdenzugrohre für die Seilanlenkung des Spornrades einzubauen.

Vor dem Aufleimen der vorderen Beplankung werden die beiden Revisionshauben am Rumpf zusammengeleimt. Dazu wird die Kante des Rumpfes mit Tesa abgeklebt, sonst kann man die Hauben eventuell nach den Verleimen nicht mehr abnehmen!
Die Befestigung ist so konstruiert, dass beide Hauben mit nur einer zentralen Schraube verschraubt werden. Vorne und hinten werden sie von einem Dübel gehalten.

Jetzt kann die vordere Beplankung der Kontur der Hauben angepasst und aufgeleimt werden. So erhält man einen passgenauen Falz, auf dem die Hauben später aufliegen.

Zuletzt wird das Steckungsrohr in den Rumpf eingebaut. Die Aufnahme im Rumpf habe ich bei meinem BIG JIM nachträglich noch verstärkt. Bei den nächsten Frästeilen ist diese Verstärkung vorgesehen!


 

Stand: 06.12.2009