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Kleine Tiger Moth von Toni Clark - elektrisch

Rolf Marinelli

Auf mich haben Doppeldecker aus früheren Zeiten schon immer eine große Faszination ausgeübt. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis ich zu einem Modell von Toni Clark greifen würde. Vor einiger Zeit konnte ich dann einen angefangenen Bausatz der kleine Motte (1,86 m Spannweite) günstig ersteigern. Der Rumpf war im Rohbau fast fertig.
Zu diesem Fliegerchen gibt's im Netz zwar schon ein paar Zeilen, aber ich dachte mir, ein kleiner Bericht dazu ist vielleicht gar nicht so verkehrt, vor allem, wenn man einen Elektroantrieb verwenden möchte. Dies lässt sich mittlerweile mit einem modernen Brushless-Außenläufer und Lipotechnik relativ leicht und effizient realisieren.
Mein vorrangiges Ziel lag darin, ein Gesamtgewicht von 5 kg nicht wesentlich zu überschreiten.
Dann ging's los.
 

Der Rumpf

Zunächst der Zustand, in dem ich den Bausatz erhalten habe.

An einigen Stellen ein bisschen unsauber gearbeitet, speziell die Sperrholzbeplankung war etwas schief. Aber das ließ sich richten.

Ein Blick auf die Unterseite der Frontpartie.

Immerhin passte der Baldachin bezüglich EWD.

Als Erstes ging es mit der Fertigstellung des Rumpfs los.
Auf den folgenden Fotos sieht man den Frontbereich mit dem Akkuzugang.

Ein Blick auf die veränderte Unterseite.

Platz ist für bis zu 7S Lipos vorgesehen. Standardmäßig sollte der Motor aber mit 6S 5000 mAh an einer 18er Latte betrieben werden.

Da kommt noch ein Scharnier hin, dann kann ich die Motorhaube, ohne irgendetwas abzubauen, aufklappen.

In diesem Baustadium habe ich gleich mal einen Antriebstest durchgeführt. Schließlich sollten Konstruktion und die verwendeten Komponenten den gesetzten Anforderungen standhalten. Folgende Ergebnisse erhielt ich mit 6S 5000 mAh und einer 18x8er Holzlatte:
-46 A Standstrom,
-6100 U/min,
-3900 g Schub.
Eine andere Latte (z. B. APC-E 18x8) wäre bestimmt effizienter, aber für's Erste sollte es reichen.

Ganz zufrieden war ich mit der Motorhalterung noch nicht. Die war einfach etwas zu "weich". Beim Gasgeben verdrehte sich diese ein wenig gegen die Motordrehrichtung. Außerdem vibrierte das Ganze im unteren Drehzahlbereich. Vielleicht lief der Propeller auch nicht ganz "rund".
Abhilfe schaffte ich, indem ich über die 4 mm Gewindestangen korrekt abgelängte 6er Alu-Röhrchen stülpte. Danach war die Motorbefestigung ausreichend steif.
 

Die Leitwerke und die Tragflächen

Zum Bau der Tragflächen gibt’s eigentlich nichts Besonderes zu erzählen. Diese werden einfach eben auf dem Bauplan einzeln erstellt.

Die einzige Schwierigkeit lag darin, die Steckung richtig anzupassen. Bei der unteren Fläche musste ich mir auch ein paar Gedanken machen, denn nach Plan sollte diese in einem Stück ausgeführt werden (wegen dem zentralen Querruderservo). Diese sollte aber ebenfalls teilbar sein. Die Steckung erfolgte hier mit 8 mm Alu- und 6 mm CfK-Röhrchen.

Für die Querruder habe ich Servos der 20 g-Klasse genommen, mit Metallgetriebe und 3,2 kg Stellkraft. Diese reichen vollkommen aus und sparen zudem Gewicht.

Die Befestigung für die Verspannung an den Flächenstreben wurden nach Plan aus Messing hergestellt. Man musste nur aufpassen, je 4 in unterschiedliche Richtung zu biegen. Dies ging aus der Anleitung nicht ganz so deutlich hervor.

Die Leitwerke wurden nach Plan gebaut. Die runden Aussparungen habe ich mit einem größeren Holzbohrer hergestellt.

Nun wurden die Tragflächen und die Leitwerke mit Oratex-Folie bespannt.
Das Gewicht lag in diesem Baustadium bei ca. 4500 g einschließlich Motor und Antriebsakku.
Nun fehlen da noch ein paar Kleinteile, die vier Servos, die Empfängerstromversorgung (2S Lipo) und Bespannfolie Oratext für den Rumpf. Das Endgewicht von 5 kg wurde immer realistischer, eher weniger.


 

Stand: 18.12.2009