RC-Network.de
RSS Forum RSS 2.0      Startseite Startseite
 
 
FORUM MAGAZIN WIKI BLOGS LOUNGES KALENDER HANGFLUG RCNVV WERBUNG BÖRSE VEREIN  

Die schönsten Hangflugbilder 2009

RC-Network / Redaktion "Modell"

Vorwort

Die Hangflugsaison war bereits in vollem Gange. Von daher war es nicht verwunderlich, dass fast täglich Bilder im Thread des RC-Network-Forums "Schöne Hangflugbilder 2009" gepostet wurden. Neben "normalen" Bildern befanden sich auch eindrucksvolle, stimmungsvolle, spannungsreiche und nur einfach schöne Fotos darunter. Angesichts dieser unerwartet positiven Resonanz stellte sich uns bald die Frage: Warum bewerten wir nicht am Ende der Saison die schönsten Bilder? Es wäre doch mehr als schade, wenn diese kleinen Kunstwerke in wenigen Wochen in der Masse der anderen Postings untergehen. Letztendlich sind immerhin beachtliche 874 Bilder von unseren Usern eingestellt worden. Schnell war uns klar: Bei dieser Menge kann nicht jedes Foto von jedem User begutachtet werden. Eine Vorauswahl ist erforderlich! Diese Aufgabe sollte eine Jury übernehmen. Da RC-Network nun in der glücklichen Lage ist, mit dem Neckar-Verlag einen kompetenten Partner an seiner Seite zu wissen, lag es nahe, für dieses Vorhaben erstmals eine Zusammenarbeit anzustreben. Erfreulicherweise bedurfte es nicht viel Überzeugungsarbeit. Schnell war die Redaktion von "Modell" für dieses Projekt zu begeistern. Folglich bildeten nicht nur Moderatoren und Hangflieger von RC-Network.de, sondern auch Fotografen und Redakteure der Fachzeitschrift "Modell" diese Jury. Sie haben inzwischen alle Bilder angesehen und bewertet. Schließlich sind zwanzig Bilder für die Endausscheidung vorausgewählt worden. Vereinbart wurde, dass je Teilnehmer nur ein Bild zur Abstimmung durch die User zuzulassen sei.

Die registrierten User von RC-Network können sich ab sofort an der Wahl des "Schönsten Hangflugbildes 2009" beteiligen. Die Wahl endet am 20.03.2010. Das Ergebnis wird in der Zeitschrift "Modell" 5/10 und bei RC-Network zeitgleich veröffentlicht werden.

Die Bilder sind in der Reihenfolge gelistet, wie sie im Thread "Schöne Hangflugbilder 2009" eingestellt wurden. Bei der Abstimmung kann jeder User einmalig zwischen 0 und 20 Bildern je eine Stimme geben, die dann summiert über die Platzierung entscheiden.

Teilnehmer: Das Fluggebiet ist der Kiona Butte im Südosten des US-Bundesstaates Washington. Die Aufnahme wurde gegen 11:00 Uhr morgens gemacht. Meine Frau bediente die Kamera und meine zehnjährige Tochter war beim Blumenpflücken und Heuschrecken fangen. Ich hab ihr gesagt, sie solle sich neben mich stellen, damit ich sie bei den Vorbeiflügen besser im Auge habe.
Weil es schon fast 30° C waren, sind wir anschließend ins Hotel. Abends (als es kühler wurde) sind wir nochmals an den Hang. Diesmal zum Eagle Butte, wo der Wind bis 70 km/h auffrischte. Wie so oft, waren wir dort die ganze Zeit alleine am Hang.
Das Modell ist ein F3B Victor in leichter D-Box-Ausführung, das ich am Vortag von einem lokalen Flugkollegen gekauft hatte. Die Kamera ist eine Panasonic Lumix DMC LX2 und war auf Sportmode eingestellt.

Jury: Ein Bild, das seine Geschichte selbst erzählt: Mann und Mädchen stehen am Hang und schauen einem vorbeifliegenden Flugmodell über die Schulter hinterher. Die Senderantenne verrät dem Eingeweihten, dass der Mann höchstwahrscheinlich dieses Modell steuert. Mann und Mädchen sind vermutlich Vater und Tochter und assoziieren Modellflug als Familienerlebnis. Bekleidung und Vegetation im Tal lassen auf wärmere Gefilde schließen.
Die Besonderheit liegt in der nach außen an den Bildrand gerichteten Körperhaltung, wobei der Kopf der Personen eindeutig in die Mitte des Bildes gerichtet ist, um das Flugmodell zu verfolgen. Das Modell liegt ziemlich genau in der Diagonalen des Bildes und zieht damit die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. Der Hintergrund wird eher zur Nebensache.

Teilnehmer: Das Bild wurde am 01.03.2009 aufgenommen. Es war einer der ersten wirklich schönen Hangflugtage im Jahr 2009. Aufgenommen wurde es mit einer Canon EOS 400D mit 18-55 Standard KIT Objektiv, im Sportmodus. Der Hang heißt Nussbacher, liegt in der Weststeiermark in Österreich und wird vom MBV-Airpower genutzt.
Das Modell, eine B4 mit 4 m Flügelspannweite in Voll-GfK-Bauweise, ist eine Konstruktion des Piloten Kurt Winkelbauer, dem Obmann des MBV-Airpower. Der Werfer ist ein guter Fliegerkollege. Abgesehen vom herrlichen Wetter ging auch in der Luft einiges ab. Die Bedingungen waren einfach traumhaft. Bedingt durch die noch etwas winterlichen Temperaturen waren wir mit dicken Jacken bekleidet. Durch die wärmende Kraft der Sonne konnten wir unsere Winterkleidung allerdings relativ bald ausziehen.

Jury: Mit einem kräftigen Schubs wird ein unverwechselbares Modell aus der Dunkelheit des Winters in das Licht des Frühjahrs geworfen. Trotz gelungener Gegenlichtaufnahme sind im Hintergrund die letzten Schneefetzen des ausklingenden Winters zu erkennen. Modell und Werfer sind in der Mitte des Bildes platziert. Die dunkle Baumreihe auf der rechten Seite bildet einen natürlichen Rand, während die Wurfrichtung und die linke Bildseite mit ihren hellen Farben Licht und Freiheit symbolisieren.

Teilnehmer: Anfang Februar 2009, Jorge Puello startet eine Ninja an einem Hang bei San Felix in den kolumbianischen Anden. Die Startstelle liegt etwa 2500 m über dem Meer. Unten fließt der Fluss Medellín durch das Aburra-Tal an der Ortschaft Bello vorbei. Rund um das Aburra-Tal gibt es eine handvoll ausgezeichneter Hänge und sicherlich einige, die erst noch entdeckt werden müssen. Obwohl das ganze Jahr lang geflogen werden kann, herrschen in diesen tropischen Breiten die besten Hangflugbedingungen zwischen Januar und April.

Jury: Drei Männer am Abgrund. Einer wirft ein Flugmodell ins Nichts. Ein paar Schritte weiter und der Werfer folgt dem Modell in den Abgrund. Zaunpfähle bilden die Begrenzung, zeigen an: Bis hier hin und nicht weiter.
Mit einer geschwungenen Linie endet die hellgrüne Wiese vor dem Blaugrau des Hintergrundes. Damit wird dem Bild die notwendige Tiefe verliehen und unterstreicht die erhabene Position der Piloten. Die kleinen roten Dächer im Tal lassen erahnen, wie hoch der Hang über der Ortschaft liegen muss.

Teilnehmer: Mit Freude erinnere ich mich an den Januartag vor einem Jahr, an dem das Foto entstanden ist.

Jury: Hangfliegen ist zu jeder Jahreszeit möglich. Manchmal ist das nur eine Frage der Geduld. Stimmungsvoll zeigt dieses Bild, wie sich im Tal die Wolkendecke schließt. Die Sonne wirft ein eigentümliches Licht auf die Szene. Das Modell im Vordergrund fügt sich farblich in die Umgebung ein. Neutral weiß, fast unschuldig wie die Wolken und der Schnee, liegt es vor den Füßen des Fotografen. Der Bildschnitt, von schräg rechts unten in die Mitte links, verleiht dem Bild räumliche Tiefe.

Teilnehmer: F-84 Thunderjet mit ca. 80cm Spannweite, geflogen wurde an der Ostsee.

Jury: Eine widersprüchliche und daher spannungsreiche Szene. Man spürt es förmlich, jeden Moment könnte der Modellpilot den Boden unter den Füßen verlieren, dennoch schiebt er mit Gelassenheit sein Flugmodell in die Luft. So, als wäre dies die normalste Sache der Welt. Das Bild wirkt durch das Hochformat, die gelungene Aufteilung und den Hintergrund. Die leuchtenden Farben unterstützen den angenehmen und doch spannungsgeladenen Eindruck.

Teilnehmer: Nach dem langen Winter 2009 konnten wir endlich die Frühjahrssonne genießen und mit zwei Freunden an den Hang in Gresten/Niederösterreich fahren. Auf dem Bild sind Thomas Kronsteiner und ich zu sehen. Das Modell ist ein Skorpion DSL mit Flitsche 2x7,5 m EMC-Vega. Fotografiert von Erwin Kronsteiner.

Jury: Wie ein Scherenschnitt wirkt diese Gegenlichtaufnahme. Trotzdem sind Details wie z. B. die Flitsche gut erkennbar. Der fehlende Horizont deutet auf eine Aufnahme an einem Flughang hin. Der gesenkte Kopf des Piloten zeigt die Konzentrationsphase vor dem Start. Das Bild lebt trotz weniger Farben durch die eingefangene Bewegung und die Körperhaltung der beiden Personen.

Teilnehmer: Das Foto ist Ende Mai an einem Nordhang des Wiehengebirges bei Minden entstanden. Der Hang trägt bei NNO-Wind trotz seiner eher flachen Neigung ganz gut. Das Gelände ist eine private Wiese, auf der wir wild fliegen. Es wird sich kurzfristig verabredet. Da das Landefeld eher unaufgeräumt ist, mal ein Zaun, mal hohe Pflanzen, ist der Hang leider nichts für dicke Pötte. Oft geht es auch thermisch sehr gut. Mit von der Partie war dieses Mal Pilot Jan Wichmann, der seinen Highlander V2 ein wenig bewegen wollte. Und weil ich meine Kamera Casio Exilim Z-750 mit hatte und das Wetter so schön war, habe ich ihn überredet doch mal von rechts den Flieger kommen zu lassen. Dabei ist das Bild entstanden.

Jury: Im Vordergrund eine bunte Blumenwiese, mitten darin ein Mann und genau über ihm ein vorbeifliegendes Modell. Die Geschwindigkeit, mit der das Flugmodell durch das Bild fliegt, wird durch die Unschärfe erst erkennbar. Die unschuldige Szenerie der Blumenwiese im Vordergrund bildet einen fast surrealen Kontrast. Beim Betrachten meint man, das Summen der Insekten und das Pfeifen des Flugmodells hören zu können.

Teilnehmer: Das Bild entstand am Hangfluggebiet Karawankenblick in Kärnten. Kurz vor der abendlichen Dämmerung machte ich einen Klapptriebwerksstart mit meinem Duo Discus (1:2,5) mit 8 m Spannweite. Ich erwartete eigentlich nur einen kurzen Flug in leichter Abendthermik, wurde dann aber von starker Thermik überrascht. Schon nach kurzer Zeit hatte ich 600 m Höhe erreicht, als mir auffiel, wie klar der Mond zu sehen war.
Ein Freund machte das Foto mit meiner Kamera, einer Canon ESO 5D mit einem Teleobjektiv EF 300/4. Die Aufnahme erfolgte mit 800 ASA.

Jury: Ein schönes Bild, welches für sich spricht. Auch wenn dabei Attribute fehlen, die auf Hangflug hinweisen, werden diese im Kontext erläutert. Die Bildaufteilung und die Flugrichtung des Modells passen besonders gut zusammen.

Teilnehmer: Das Foto entstand am 11.6.2009 schon recht früh, um 9:43 (Sommerzeit), auf der Erbalp bei Davos. Dort kann man an dem von der Sonne aufgeheizten Südosthang schon vor Einsetzen der Thermik im Hangwind floaten. Im Frühsommer 2009 war das Wetter jedoch wochenlang sehr labil, teilweise gab es bereits am späten Vormittag Gewitter, was auch enorm starke thermische Aufwinde bedeutete. Es war ein Vergnügen, die Segler vom 2000 m hoch gelegenen Startplatz aus direkt in die "Bärte" zu werfen. Angst vor Absaufern ist an solchen Tagen unbegründet. Das Modell, ein "Super-Fips" (von CHK), sieht zerbrechlicher aus als es ist: Mit nur 800 g Gewicht und 2 m Spannweite ist es ein ideales Modell für Wanderungen und für unbekannte oder kleine Hänge. Mit Butterfly lässt es sich problemlos auf kleinstem Raum landen.

Jury: Ein spektakuläres Wolkenbild. Mächtige, dunkle Wolken, durch sich auflösende Wolkenfetzen am Rand ausgefranst, darunter das filigran wirkende Modell, ergeben eine geradezu dramatische Stimmung. Die Bildaufteilung lässt beim Betrachten einen räumlichen Effekt entstehen. Ein Bild, das erst bei längerem Anschauen seine ganze Schönheit offenbart.

Teilnehmer: Das Bild wurde auf dem Coli di San Fermo aufgenommen. Zu sehen ist eine ASW 28 mit 3,20 m von S2G, umgebaut auf Elektroantrieb. Geflogen habe ich sie selber. Ich fliege seit 20 Jahren und sitze seit 1992 nach einem Mopedunfall im Rollstuhl. Ich betreibe das Hobby seitdem weiterhin mit sehr großer Freude. Dank der Hilfe von Kollegen ist es mir immer wieder möglich, auch an Hängen zu fliegen, wo ich alleine nicht klar kommen würde. Solche Momente schätze ich sehr und genieße das Hangfliegen unter Kollegen, so wie hier am Coli.

Jury: Ein Panoramabild, das im ersten Eindruck durch seine Farben überzeugt. Bei genauer Betrachtung wandert der Blick von der rechten Seite mit Gegenlicht auf den linken Bildteil. Dort fixiert der Blick einen Rollstuhlfahrer, der ein Segelflugzeug nahe am Hang betrachtet. Erst im Kontext wird klar, dass es sich um ein Modell handelt und der Rollstuhlfahrer dieses Modell steuert. Dem unbedarften Betrachter wird sich das Geheimnis dieses Bildes nicht erschließen und er wird weiterhin glauben, dass es sich um ein bemanntes Flugzeug handelt.

Teilnehmer: Aufgenommen wurde das Bild im Juni 2009 auf der großen Scheidegg mit Blick auf den Eiger. Es zeigt den von Steffen Eisele geflogenen Discus 2b. Als Kamera wurde eine Canon EOS 400d und Canon 70-300 IS USM Objektiv verwendet.

Jury: Ein Bild, das durch den imposanten Hintergrund die Aufmerksamkeit des Betrachters weckt. Die steilen, mit Schnee und Eis bedeckten Flanken des Berges und das Modellflugzeug mit seinen geschwungenen Formen, welches sich von rechts nähert, zeigen zusammen mit dem wolkenlosen Himmel alles, was ein Hangfliegerherz begehrt: Fliegen im hochalpinen Bereich.
Die roten Streifen auf dem Modellflugzeug ziehen den Blick des Betrachters magisch weg von der dramatischen Bergkulisse.

Teilnehmer: Ein Spontanausflug auf die Wasserkuppe zum "Besuchen" der Vereinskollegen, die hier eine Woche auf Urlaub waren. Dort angekommen, musste ich die Kollegen erst mal anrufen, da ich sie in der Menge der (für mich in dem Moment) unerwartet vielen Piloten nicht ausmachen konnte. Wind und Thermik waren an diesem Tag nicht sehr stark, es gab einige Absaufer. Erst gegen Abend stellte sich ein wunderschönes, gleichmäßiges Aufwindfeld ein.
Kamera: Canon EOS-1D Mark II N, Brennweite: 17 mm, Belichtungszeit: (1/250), Blende: f/13.0, ISO: 200

Jury: Hangfliegen bedeutet auch Warten auf optimale Bedingungen, Geselligkeit, andere Menschen kennenlernen, Erfahrungsaustausch, Flugmodelle ansehen. Das Alles wird mit diesem Bild gezeigt. Es beschreibt in bunten Farben die Geschichte, welche untrennbar mit dem Hangflug verbunden ist: Miteinander in Freundschaft ein schönes Hobby erleben zu dürfen. Dieses Bild lädt zu einer Entdeckungsreise seiner Geschichten ein.

Teilnehmer: Das Bild wurde in Visp, Gebidem-Pass in der Schweiz, am 16.6.2009 aufgenommen. Oliver Kluth startet den Tangent-Mistral von Claas Kielhorn. Wir verbrachten eine Woche zu viert dort oben (Oliver Kluth, Claas Kielhorn, Rainer Dathe und ich) und waren begeistert.

Jury: Werfer und Modell in einer perfekten Linie. Formatfüllend aufgenommen und von ungeheuerer Dynamik. Die Haltung der Finger der rechten Hand erinnern an ein Bild Michelangelos. Sie weisen dem Modell die einzig wahre Richtung: Vorwärts in die Luft!
Bei genauer Betrachtung erkennt man einen sich drehenden Propeller. Als Starthilfe am Hang manchmal unerlässlich.

Teilnehmer:Das Bild wurde auf dem Gebidempass am 12.06.2009 aufgenommen. Mein Sohn Florian wirft die Voll-GFK-Salto H-101 (Valenta mit 4,5m Spw.) von Christian Jacobi. Alle Beteiligten sind Mitglieder der Modellfluggruppe Langenthal (www.mg-la.ch) in der Schweiz.

Jury: Die Sonne spiegelt sich auf den Tragflächen, ein kräftiger Wurf mit vollem Körpereinsatz befördert das Modell den Berg hinab. Neben der Bildaufteilung hat diese Aufnahme einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Allein schon durch den "abgehobenen Werfer". Der aufmerksame Beobachter entdeckt, dass im Schatten auf der Wiese Modell und Werfer vereint sind.

Teilnehmer: Perfekte Bedingungen am Roten Kliff auf Sylt: Ein schöner, warmer Sommertag mit 4 Bft Nord-West. Das Modell war ein kleiner Swift von Mibo. Diese Aufnahme entstand mit einer Sanyo Xacti CG-65 (einfache, digitale Kompakt-Kamera). Deshalb ist die Schärfe auch nicht so toll. Vom Licht her vermittelt es eine tolle Stimmung.

Jury: Ein sehr stimmungsvolles Bild. Der Pilot in der Mitte des Bildes, die Aktion am linken Bildrand und die Stimmung über dem Meer am rechten Bildrand, begrenzt durch den Busch, verleihen diesem Bild eine besondere Note. Dem Betrachter vermittelt das Bild im ersten Moment etwas Entspannendes. Erst auf den zweiten Blick sieht man, dass sich das Flugmodell im Rückenflug befindet.

Teilnehmer: Das war der erste Segelflug meines White Shark PWi auf dem Tête de Balme mit Aiguille Verte (l.) und Mont Blanc (r.) im Hintergrund. Meine Tochter Laurane hat dieses Bild mit ihrer ersten eigenen Kamera aufgenommen. Der White Shark von Eugen Obrecht mit Flügeln nach einem Entwurf von Peter Wick. Spannweite 3m, Masse 3500g. Umso überaschender für mich wie gut sich der Flieger, mit beinahe 50g-Flächenbelastung, in dem nicht zu starken Hangwind hielt.
Der Berg Tête de Balme liegt 2321m über Meer genau auf der Grenze der Schweiz mit Frankreich. Der Wind pfeift hier beinahe immer über den Col de Balme. Zu erreichen ist das Gebiet im Juli/August per Sessellift von Le Tour (Chamonix) oder etwas weniger weit hinauf per Gondelbähnchen ab Vallorcine. Da bleiben dann aber schon noch eine gute Stunde Aufstieg. Als Vater zweier Töchter schaute ich mich immer nach Seilbahnen um, die haben doch eine sehr motivierende Wirkung für den Start einer Bergwanderung. Die Bahn in Vallorcine ist noch relativ neu und versucht wohl deshalb auch in den Sommermonaten etwas Geld einzuspielen.

Jury: Vor einer imposanten, hochalpinen Kulisse ein außergewöhnliches Flugmodell mit eindeutiger Kennzeichnung - ein Bild, das sofort auffällt. Weitläufige Almen in Geröllhalden übergehend, diese reichen hoch bis zu den Gletschern und gipfeln in schroffen, majestätischen Felsformationen. Aber der gigantische Hintergrund lenkt nicht von der eigentlichen Botschaft des Hangfliegens ab; denn das rote, mit weißen Kreuzen versehene Nurflügel-Modell dominiert mit seinem farblichen Kontrast das Bild. Der Pilot ist eine wichtige Abrundung auf der linken Bildseite.

Teilnehmer: Das Bild wurde Anfang September auf den Gerlitzen aufgenommen. Das Modell wird von einem Fliegerkollegen perfekt gestartet und ist eine DG 800S von Christian Schauberger (Hersteller). Es hat eine Spannweite von 6 m und ein Fluggewicht von etwa 12,7 kg.

Jury: Eine labile Wetterlage, dunkle Wolken, ein dick angezogener Werfer beim Anlauf mit einem großen Modell in den Händen. Dieses Bild zeigt Modellsport. Der Kraftaufwand wird spürbar. Der Werfer ist links im Bild platziert. Der lange Weg, der vor ihm liegt, um das Modell auf die Startgeschwindigkeit zu bringen, führt bis zum rechten Bildrand. Obwohl die Sonne scheint, hat das Bild eine etwas düstere Stimmung. Diese unterstreicht die Dramatik der Startszene.

Teilnehmer: Mörslingen am nördlichen Rand des Donautales (Südwest-Hang, +48°38'24.23'' / 10°31'20.82''), im Oktober, letzter wirklich warmer Tag im Jahr 2009 mit 25°C, segeln in leichter Abend-Thermik bis zum Sonnenuntergang, Kamera: Nikon D5000.
Die Lunak von Reichard, Spw. 4m, Gew. 8kg wird von mir am häufigsten geflogen. Nach drei Jahren steht der Modellspeicher auf knapp 250h, was ungefähr 220h reine Flugzeit entsprechen dürfte. Bei einer angenommenen Durchschnittsgeschwindigkeit von 75km/h sind das immerhin 16500km. vmax gemessen sind 170km/h.

Jury: Ein stimmungsvolles Bild mit angenehmen farblichen Akzenten. Die Silhouette des Flugmodells deutet auf einen Oldtimer hin, der in den Sonnenuntergang fliegt. Das tiefe Blau des Himmels wird durchzogen von sich auflösenden Kondensstreifen. Man könnte meinen, diese Streifen würden das schöne Segelflugmodell wie eine unsichtbare Kraft in Richtung Sonne und damit zum letzten Flug ziehen.

Teilnehmer: Pilot: Anthony Haroutinian; Ort: Mont Lachat, Frankreich

Jury: Hochformat, Pilot in der Mitte, Modell in Messerfluglage und ebenfalls in der Mitte - fotografisch ein sehr gelungenes Bild. Eine zehntel Sekunde zu früh oder zu spät und das Modell wäre außerhalb der Mitte gewesen. Der alpine Hintergrund und der exponierte Standort des Piloten unterstreichen die Einzigartigkeit der Situation.

Teilnehmer: Ort: Gerlitzen; Modell: Duo-Discus, M 1:3, Spannweite: 6,70 m, Gewicht: 19,5 kg; Pilot und "Eigner": Frank Neumann; Foto: Chr. Buschert

Jury: Mit einem kräftigen Wurf wird ein sehr großes Modell einen Hang hinunter geworfen. Die Dynamik des Wurfs kennzeichnet das Bild. Eingeweihte erkennen am rechten Bildrand das unverwechselbare rote Walmdach des Pacheiners auf der Gerlitzen. Blauer Himmel mit Wolken, eine steil abfallende Hangkante, ein schönes Modell und ein engagierter Werfer ergeben in der Gesamtkomposition ein stimmiges Bild.

Stand: 20.02.2010