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Die Laternen-Dampfmaschine No. 6

Kurt Santin

Mit freundlicher Genehmigung der Fachzeitschrift

Nach nur ca. 1 Woche stressfreier Bastelarbeit steht nun mein neues Modell, die „No 6“ vor mir.

Manche Modelle entstehen spontan, ohne langwierige Planung oder Recherche. Auslöser für mein neues Modell war der Abverkauf von Weihnachtsware im Baumarkt. Zum Stückpreis von € 1,99 erstand ich vier Laternen mit Teelichtern. Was macht man nun mit vier Laternen? Sollen sie nur stimmungsvolle Deko sein oder doch durch Dampf oder Heißluft bewegte Modelle? Zu Hause wurde zuerst die Materialkiste nach Brauchbarem durchsucht. Kupferrohre Ø 35 mm und Ø 18 mm passen für Kessel und Kamin. Somit war die Entscheidung schon zu Gunsten einer Dampfmaschine gefallen. Messingrohr Ø 6 mm eignet sich für Zylinder, Einfüllstutzen, Kurbelwellenlager und Sicherheitsventil. Messingrohr Ø 2 mm müsste für die Dampfleitung reichen. Aus Flachmessing 10 x 2 können die Teile der Maschine gebaut werden. Aus einer rostfreien Schraube M8 entsteht der Kolben. Jeweils ein Fahrradventil für Öler und Einfüllstutzen sowie mehrere Messingteile und Bleche vervollständigen das Bild der fertigen Maschine. Für eine 1-Zylinder oszillierende Dampfmaschine mache ich mir keine genaue Zeichnung, dafür genügt eine grobe Skizze mit den wichtigsten Maßen.

Bei einer Laterne wurden nun alle nicht mehr benötigten Teile entfernt. Anschließend wurden die neuen Löcher gebohrt. Der Kessel wurde hartgelötet, danach habe ich sämtliche Teile der Maschine gefertigt. Das Schwungrad besteht aus 20 Einzelteilen und wurde weich gelötet. Um das antike Aussehen der Laterne zu verstärken, wurde sie laubgrün (matt) lackiert, und die Farbe teilweise wieder weggewischt.

Bei einer Laterne wurden nun alle nicht mehr benötigten Teile entfernt, und anschließend die neuen Löcher gebohrt.
Zum Stückpreis von € 1,99 erstand
ich vier Laternen mit Teelichtern.
Aus Kupferrohr Ø 35 und Ø 18 wurden Kessel und Kamin gefertigt.

Nach der Montage der Maschine stand einem Probelauf nichts mehr im Wege. Ich wollte eigentlich ein originales Teelicht verwenden, aber damit war die Beheizung zu gering. Auch ein zweiter Docht brachte nicht den gewünschten Erfolg. Außerdem bildete sich schnell eine dicke Rußschicht am Kessel. Aus Messingblech habe ich daher einen Spiritusbrenner mit Baumwolldocht gebaut. Da er große Ähnlichkeit mit einem Teelicht hat, passt er gut in die Laterne. Damit war der zweite Probelauf doch noch von Erfolg gekrönt. Um die Standfestigkeit und Laufruhe zu erhöhen, schraubte ich noch eine 12 mm starke Eisenplatte in das Fundament.


 
 
Aus einem Fahrradventil wurden Öler und Einfüllstutzen gefertigt. Das Sicherheitsventil ist
federbelastet.
Das Schwungrad besteht aus 20 Einzelteilen und wurde weichgelötet.
 

 

Der Spiritusbrenner hat eine große Ähnlichkeit mit einem Teelicht. Der
Dochtträger ist nur lose eingesteckt.

Nach nur ca. 1 Woche stressfreier Bastelarbeit steht nun mein neues Modell, die „No 6“ vor mir. Ich glaube, dass sich das Ergebnis trotz des geringen Aufwandes sehen lassen kann.

Stand: 20.05.2010