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Modellbau auf Augenhöhe

Gisela Goblirsch

Warum Modellflug für den Luftsport so wichtig ist. Ein Gespräch mit Hilmar Damm, der sich als stellvertretender Bundesjugendleiter der Luftsportjugend des DAeC für Modellflug und Jugendarbeit einsetzt.

„Ohne Modellbau gäbe es wohl keine Fliegerei“, sagt Hilmar Damm, stellvertretender Bundesjugendleiter. Seit Jahren schon setzt sich der Hofgeismarer Modellflieger für die Jugendarbeit ein. Zunächst im eigenen Verein, dann auf Landes- und schließlich auf Bundesebene.

„Der Modellbau, speziell der Modellflug, hat etwas ermöglicht, was bis heute die Menschen fasziniert – nämlich die Chance, sich aus dem ureigensten Element der Menschen, der Erde, weg zu entwickeln und in neue Dimensionen vorzustoßen.“
Zunächst waren es Modelle, die in die Luft stiegen. Anhand der Kleinflieger konnte man austesten, wie Luft zum tragenden Element wird.
Schon der Urvater der Flugmodellle, Leonardo da Vinci, hat durch Berechnungen und mittels Modellen ausprobiert, wie es möglich wäre, als Mensch die Erde unter sich zu lassen. Seither wurden Millionen von Modellen in die Luft gesandt. Und seltsamerweise ist das heute noch für so viele Kinder und Jugendliche eine prägende Erfahrung.

„Inzwischen gehört das Fliegen fast schon zum Alltag. Man fliegt in den Urlaub, man nutzt den Flieger für Geschäftsreisen. Doch diese Massentransporte scheinen nicht im Mindesten die Faszination des Modellbaus zu berühren“, meint Hilmar Damm, der als Modellflugreferent der Luftsportjugend immer mehr Kinder und Jugendliche zu Modellflugferien begrüßt. Hundertausende von Freizeitpiloten turnen um die Wolken. In Geräten, die manchmal nur als Tütenflieger zu klassifizieren sind. (Was keine Abwertung darstellt, sondern eher eine schelmisch gemeinte, liebevoll-staunende Bezeichnung sein soll.)

Hat diese Entwicklung dem Modellbau geschadet? Im Gegenteil. Die Möglichkeit, die Luft mittels Modell zu erobern, nimmt eher noch zu.

„Deshalb sehe ich den Modellflug nicht in Konkurrenz zum restlichen Luftsport“, so der stellvertretende Bundesjugendleiter. „Ich möchte die Luftsportarten weiter verschränken. Ich möchte erreichen, dass Modellflieger und Segelflieger, Paraglider und Drachenflieger das Element Luft gemeinsam nutzen und sich gegenseitig den Respekt entgegenbringen, den man unter Gleichgesinnten erwartet.“ Das ist nicht an allen Flugplätzen der Fall. Und daran sollte man etwas ändern, meint Hilmar Damm.

„Wir haben im Haus der Luftsportjugend in Laucha dieses Jahr nicht nur den UHU-Cup der Modellflieger ausgetragen, sondern gleichzeitig Segelflieger-Ausbildung und Parargliderfreizeiten auf dem Platz gehabt. Das erforderte strenge Disziplin, aber es hat die Luftsportarten ein Stückchen näher zusammengebracht.“

Der Modellflugreferent will dieses friedliche und gleichzeitig disziplinierte Miteinander stärker ausbauen. Seine Modellflugferien im Haus der Luftsportjugend bringen deshalb junge Modellflieger ganz gezielt mit anderen Luftsportarten in Berührung. Segelflug, Ballonfahrt und die weiteren Luftsportarten, die in Laucha nebeneinander stattfinden, sind dafür bestens geeignet.

„Ich freue mich über sehr viele Jugendliche bei den Modellflugferien, aber ich würde mich noch viel mehr freuen, wenn sich die Modellfluglehrer aus den Vereinen mit dieser Thematik beschäftigen würden. Wir bieten seitens der Luftsportjugend dafür Weiterbildung an. Je mehr „alte Hasen“ die Faszination Luftsport als ganzes begreifen und weitergeben, desto mehr Jugendliche werden sich für die Luft, die Wolken und auch dem Modellflug begeistern können. Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass der Himmel offenbleibt, damit Träume fliegen lernen können.“

Folgende Maßnahmen führt Hilmar Damm durch. Näheres unter: www.hdlsj.de

Modellflugferien 1 26.07.-01.08.
99,-€
Modellflugferien 2 02.07.-08.08.
99,-€
Modellflugjugendtreffen Outdoor 08.10.-10.10.
40,-€
Fortbildung Multiplikatoren im Modellflug 11.10.-16.10.
119,-€

Stand: 17.07.2010