Anfertigen einer leichten CfK-Kabinenhaube

Gerhard Hanssmann

Es geht auch einfacher...

Diese Kabinenhaube (Länge ca. 38cm, Breite ca. 16 cm, Höhe ca. 15 cm) von Jamara mit einer Masse von 68 g dient als Form für die Herstellung der CfK-Kabinenhaube.

Anfertigen von Papier- und Stoffschablonen für die Glas - und Kohlematten. Diese Arbeit ist besonders wichtig, damit die Matten ohne Faltenwurf in die Form eingelegt werden können.

Probieren, ob die Form und Größe der Schablonen passt.

Ausschneiden der Glas- (49 g) und Kohlematten (93g) mit einer Spezialschere.

Auftragen von Folientrennmittel auf die Innenseite der Originalkabinenhaube.

Verkleben der Außenseite der Originalkabinenhaube. Diese wird für eine andere Sukhoi benötigt und darf daher keine Gebrauchsspuren aufweisen.

Mischen des Epoxydharzes (Harz L,Härter L) mit Hilfe einer Waage.

Schichtaufbau

Mit Folientrennmittel PVA die Innenseite der Form lückenlos streichen. Das Folientrennmittel ist mit Wasser abwaschbar.

In die Form Glasfilamentgewebe 49 g/m^2 legen. Diese durchsichtige Glasgewebeschicht ergibt zusammen mit dem Harz die hochglänzende Oberfläche des fertigen CfK-Teils.

Mit 24 Stunden Epoxydharz (Harz L,Härter L) das Glasgewebe fast nässend einstreichen.

Kohlegewebe 93 g/m^2 einlegen und nicht nässend mit Harz einstreichen.

Die fertig laminierte Haube hat eine Masse von ca. 40 g.

Das Aushärten des Epoxidharzes geschieht über Nacht unter geringer Wärmezufuhr auf einem Heizkörper. Am nächsten Morgen wird sich zeigen, ob das Harz ausgehärtet ist, überall Trennmittel aufgetragen worden ist, die Oberfläche glatt ist und die Originalhaube unbeschädigt ist.

Happy ent(d)forming. Die Originalhaube ist völlig unversehrt. Sie hat eine Masse von 38 g und ist damit 30 g leichter als die Originalhaube. Die Anfertigung der CfK-Haube hätte nicht besser ablaufen können.
Danke an die Helfenden: Michael Baer, Peter Westphal und Jörg Wolter


Stand: 05.01.2003