Feinspindel

Andreas Markovic (Spunki)

...oder wie man eine Feineinstellung bekommt.

An alle Maschinenbauer, aber auch an alle Modellbauer - eventuell könnt Ihr so etwas ja mal in verkleinerter Form gebrauchen ...

Und zwar eine simpel herzustellende Gewindespindel, die hohe Kräfte aufnehmen kann und trotzdem eine sehr feinfühlige Längenänderung durchführt, ohne viel Kraft dafür aufwenden zu müssen - ideal z. B. für Feinjustierungen!

Auf dem Bild zu sehen ist links eine ganz normale metrische rechte M10 Gewindestange aus dem Baumarkt - rechts genauso eine metrische rechte Gewindestange, allerdings M8.

In der Mitte eine gekordelte Alu-Mutter, jeweils bis zur Mitte eine Sackbohrung mit passendem Innengewinde.

Die beiden Gewindestangen sind nun jeweils ca. bis zu 2/3Tiefe des Innengewindes eingeschraubt und an den Enden verdrehsicher montiert.

Verdreht man nun die Mutter auf dieser Spindel um genau eine volle Umdrehung, so beträgt die gesamte Längenänderung der Spindel exakt 0.25mm - diese ergibt sich aus der Differenz der beiden Gewindesteigungen - 0.25mm bei einem M10 bzw. M8 Gewinde - da kommt kein Feingewinde mit - und bei den Kräften, die diese Spindel aufnehmen kann, schon gar nicht ...

Bei kleinen Gewinden (M3, M4, usw.) sind natürlich noch feinere Längenänderungen möglich ...

Die Sackbohrungen in der Alu-Mutter um eine Nuance kleiner bohren als normal, und dann erst das Gewinde reinschneiden - das weiche Alu fließt dabei etwas und die Gewindepassung wird saugend und somit nahezu spielfrei ...

Stand: 18.02.2003