Ölgedämpfte Fahrwerksbeine

nsx

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Hallo !

Ich bin auf der Suche nach einem gedämpften Bugfahrwerksbein für meine L 39. Momentan habe ich ein 145er Behotec Nachläuferbein verbaut. Da wir aber bei bestimmten Windverhältnissen ziemlich steil über Bäume rienlanden müssen werden manche Landungen etwas schneller. In diesem Fall neigt die ganze Fuhre dann dazu sich aufzuschaukeln,bzw. zu springen. Deshalb bin ich auf der Suche nach einem ölgedämpften Ersatz für das Behotec das nach dem einfedern nur zeitverzögert wieder ausfedert. Die Länge des Beins müsste im Idealfall von der Aufnahme bis zur Radachse 14,5cm lang sein,bissel länger oder kürzer ginge auch,Aufnahme für Verbindungsbolzen 6mm, Werkzeugmacher zum umändern vorhanden;o)
Scale muss es nicht aussehen,sollte nur die Landestöße nicht in einen Springbock verwandeln.
Ich würde mich freuen wenn mir der ein oder andere einen guten Tipp geben könnte wo ich was in dieser Richtung herbekommen könnte.
Ich bedanke mich schon mal im Voraus und wünsche allen einen guten Flug;o)

Gruß
Andreas
 
andreas, der erwin tratz macht ölgedämpfte beine mit externem öldämpfer.
haben manche auch schon selbst konstruiert mit externen öldämpfern aus dem rc-car-bereich.
gruß thomas.
 
Ich wiederhole mich da gerne. Gasdruck "Federn" sind keine Federn. Sie sind dazu da ein definiertes Gewicht mittels Gasdruck zu überwinden und eignen sich nicht progressiv auftretende Kräfte zu kompensieren.

Wenn ich eine Gasdruck"feder" mit 100N Haltekraft habe und eine Kraft von 110 N drauf wirkt, dann knallt die einfach durch und wird, wenn dies mehrfach vorkommt, Ihre Eigenschaft verlieren weil das überkomprimierte Gas dann schlicht entweicht.

Ich hatte ein Fahrwerk in dieser Konstruktion Jahrelang in meiner Bücker Jungmeister 1:2,8 mit 250er Moki drin. alle zwei JAhre waren die "Dämpfer" hin weil sie halt des öfteren durchgeknallt waren.

Ein Gasdruckdämpfer ist somit nichts anderes wie ein Kraftspeicher und nichts zum dämpfen. Nimm Öldruckdämpfer aus dem Modellauto Bereich. Denke dran das DU das Gewicht des Flieger dann mit einer Spiralfeder halten und so abstimmen mußt das die Maschine in betanktem Zustand leicht in die Feder einsinkt. Wenn Du das falsch abstimmst, hast Du eine zu hohe Haltekraft und dann springt der Bock so oder so wieder. Das Federn wird dann mit dem Öldämpfer, wie der Name sagt" gedämpft also im Prinzip eine Reibkraft/Widerstand der federnden Kraft entgegengesetzt was den Vorgang verlangsamt. Denk auch dran das Du in einem guten Fahrwerk neben einer Druckfeder auch eine Zugfeder benötigst um dem Ausfedern entgegenzuwirken. Diese verhindert das durchschlagen des gesamten Systems in negativer Richtung.

Das Fahrwerk meiner FW190 1:4 haben wir so konstruiert und die springt auch ohne Öldruckdämpfer nicht bei 25kg Abflugmasse.
 
Hallo Wolfgang,

leider falsch.
Eine Zug und Druckstufe verhindert ein aufschwingen des Gesamtsystems. Der Öldämpfende Anteil lediglich die Geschwindigkeit des Vorgangs.

Zug- und Druckstufe

Ein direkt angelenkter hydraulischer Stoßdämpfer wird beim Ausfedern auf Zug und beim Einfedern auf Druck beansprucht. Deshalb wird die Dämpfung beim Ausfedern als Zugstufe, beim Einfedern als Druckstufe bezeichnet.

Um das „Anfedern“ beim Auffahren auf rampenförmige Einzelhindernisse zu verbessern, wird die Zugstufe meist härter als die Druckstufe ausgeführt.[1] Ein weiterer Grund für diese Auslegung ist ein harmonischer Aufbau des Wankwinkels bei schnellen Ausweichmanövern.

Man muß sie aber in der Tat nicht unbedingt im Flugzeug haben... wir haben es so gelöst wie im Bild unten....

FW190.png
 
Nachläufer: gaaaanz einfach :-)

Nachläufer: gaaaanz einfach :-)

Du hattest nach Nachläufern gefragt. In einem uralten Restaurationsbericht von mir aus dem Jahre 2012 ("Besuch der alten Dame") findest du einen einfachen und äußerst effektiven Lösungsansatz, der inzwischen von einigen Herstellern nachgeahmt wurde, weil es einfach super gut funktioniert und sehr einfach umzusetzen ist :) zur Not mit "Küchengeräten" (will sagen einfachstem Werkzeug: Säge, Feile, Bohrmaschine, sonßnixx :D)
Springen ist damit passé, ein für allemal! :cool: Sowas sollte sich bei einem FW in deiner Größe ohne Herausforderung realisieren lassen! ;)

Ich habe ein ähnlich einfaches Prinzip für teleskopische Federbeine entwickelt, das auch an sehr kleinen Teleskopbeinen zur Anwendung kommen kann. An meim kleinen Micro-Diamond (von AF-Model mit Kolibri T35) war das nötig geworden, da die original Federkraftauslegung und -Weg ... fehldimensioniert waren - wie so oft bei der Kaufware.... und natürlich keine Dämpfung. Nun hat es den doppelten Federweg und zusätzlich verfügt es über einen sehr wirksamen Dämpfer - auf Druck UND Zug natürlich! Dämpfungswirkung durch verschiedene Ölviskositäten nach Bedarf einstellbar. Ja, neue Federn und Drehmaschine erforderlich!

;) o.d.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du bist leider auf dem Holzweg. Kein einziger Stossdämpfer im Auto hat eine Zugfeder. Es ist richtig das der Stossdämpfer eine Zug und eine Druckstufe hat und die Zugstufe in der Regel höher ist als die druckstufe weil sie die Feder abbremsen muss.

Das Problem bei Einzelhindernissen die rampenförmig sind wir oft ein Mechanisch-Huydraulischer Zuganschluss verwendet aber auch dabei hadelt es sich um eine druckfester.

Es gibt im Automobilbau keinen mir bekannten Fall in dem eine Zugfeder im Fahrwerk verbaut ist. Zumindest nicht bei Serienautos.

Hallo Wolfgang,

leider falsch.
Eine Zug und Druckstufe verhindert ein aufschwingen des Gesamtsystems. Der Öldämpfende Anteil lediglich die Geschwindigkeit des Vorgangs.

Zug- und Druckstufe

Ein direkt angelenkter hydraulischer Stoßdämpfer wird beim Ausfedern auf Zug und beim Einfedern auf Druck beansprucht. Deshalb wird die Dämpfung beim Ausfedern als Zugstufe, beim Einfedern als Druckstufe bezeichnet.

Um das „Anfedern“ beim Auffahren auf rampenförmige Einzelhindernisse zu verbessern, wird die Zugstufe meist härter als die Druckstufe ausgeführt.[1] Ein weiterer Grund für diese Auslegung ist ein harmonischer Aufbau des Wankwinkels bei schnellen Ausweichmanövern.

Man muß sie aber in der Tat nicht unbedingt im Flugzeug haben... wir haben es so gelöst wie im Bild unten....

Anhang anzeigen 1998638
 
Sagen wir mal so, wir haben beide Recht.

In den heutigen Dämpfern wird die Zugstufe mit Gas oder einem Fluid realisiert und nicht mit einer Spiralfeder.

Quelle Bilstein:

Zusammenspiel zwischen Feder und Dämpfer

Beim Überfahren von Hindernissen ist zunächst die Feder gefordert. Sie darf dabei nicht von einer hohen Dämpfleistung des Stoßdämpfers behindert werden. Beim Überfahren beispielsweise einer Bodenwelle wird das Rad durch das Hindernis in den Radkasten gedrückt. Hierbei wird die Feder zusammengepresst. Der Stoßdämpfer arbeitet in der Druckstufe. Nachdem die Feder das Hindernis ausgeglichen hat, muss der Stoßdämpfer die sich mit großer Kraft entspannende Feder in der Bewegung abbremsen. Der Stoßdämpfer arbeitet in der Zugstufe. Druckstufe (Zusammendrücken der Feder und des Dämpfers z.B. beim Überfahren einer Bodenwelle) meist ca. 25% der Dämpfkraft. Zugstufe (Auseinanderziehen des Dämpfers durch die Feder) meist ca. 75% der Dämpfkraft.



Das lässt sich im Modellbau aber nicht realisieren. Deswegen meine Zeichnung wie es simpel gelöst werden kann.
 
Hallöchen

und vielen Dank erst mal für die Tipps.
Ich wollte hier keine wissenschaftliche Abhandlung über die fuktionsweise von Stoßdämpfern starten. Ich suche lediglich nach einer Möglichkeit das Springen einzudämmen . Wenn ich ein Stück ranzige Butter in dem Dämpfer schmieren müsste um das Gehüpfe weg zu bekommen wäre es mir auch recht...
Das was Okke da gepostet hat sieht super aus und scheint zur vollsten Zufriedenheit zu funktionieren.
Nach einiger Suche bin ich jetzt im Netz auf ein passendes, gedämpftes Bugfahrwerk gestoßen und habe es bestellt. Schaun wir mal ob es schon Abhilfe schafft. Wollte ja eigentlich nur das hochspringen der Nase bei schnellen Landungen unterdrücken. Schaun wir mal wenn es da ist.
In diesem Sinne, allen weiterhin viele schöne Flüge!

Gruß
Andreas
 
Nein Andreas haben wir nicht. Glaub mir das ist mein täglich Brot. Ich bin in der Entwicklung eines großen Stoßdämpfer Hersteller.
Du hast die Wirkungsweise eines Stoßdämpfers und seine Funktion nicht wirklich verstanden.
 
Bin ja auch froh das ich mit meinem kompletten Fehlverständnis und ohne die Wirkweise zu kapieren überhaupt ein Fahrwerk bauen konnte das ne 25 kg Maschine tragen kann. Und das noch mit eigen entwickeltem Spindelantrieb und eigener Elektronik die auch funktioniert. Wahnsinn. Wenn das doch im Lotto mal so klappen würde mit den Zufällen :D:D

Scherzle Wolfgang. Ich mag Dich ja wie Du weißt und Deine modellbauerische Leistung ist sicherlich besonders.
 
Das hab ich ja auch nicht gesagt das das wie du es gemacht hast nicht funktioniert.

Wenn das Ergebnis passt ist doch alles gut 😊
 
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