14. Mitteldeutsches Impellertreffen in Nordhausen

Drei Tage Impellerfieber im Südharz

von Christian Abeln.​

Es war wieder so weit. Das erste Maiwochenende war gekommen, und die Mannschaft vom Südharzer Modellflugverein rief zum Impellertreffen.
Die Vorfreude war seit der Ankündigung wie immer groß, und die Vorbereitungen wurden getroffen.
Welche Modelle? Welches Equipment? Was brauchst du alles?
Und vor allem für mich diesmal: Welches Auto?
Die Feuerwehr ist nämlich wieder so weit einsatzbereit, sodass ich meinen Schlafplatz mobil und stilvoll dabeihabe.


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Abgesehen davon wurde natürlich auch eine Modellauswahl getroffen: Alles, was ein EDF-Jet ist, fliegt und reinpasst. Dadurch, dass noch zwei Werkstattkollegen mit eigenem Auto angereist sind, hatten wir auch viel Platz für viele Modelle. Also schlugen wir mit neun flugfähigen Modellen auf, die uns das Wochenende über viel Freude bereitet haben.

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Ich bin schon am Mittwoch angereist und traf (natürlich) auf den harten Kern der Reisegruppe EDF-Treffen. Die Wiedersehensfreude war tatsächlich groß, ist das doch das erste große Treffen im Jahr, auf dem wir uns alle so ziemlich das erste Mal treffen.

Nachdem die Feuerwehr auf ihren Stellplatz fürs Wochenende manövriert war, ging es schon los mit: Begrüßen, Akkus laden, die ersten Flüge machen, gucken, was die anderen so mitgebracht haben, staunen, lachen und Spaß haben.

Erfreulich für mich persönlich war, dass diesmal auch recht viele Modelle dabei waren, die in Handarbeit entstanden sind und alle auf einem sehr hohen Niveau gebaut und vorgeflogen wurden.
Die holländischen Kollegen hatten zum Beispiel das eine oder andere Modell dabei, das aus RBC-Bausätzen entstanden war. Eine wunderschöne F-84 von Mark Caris zum Beispiel oder eine Fouga Magister, die beide einen extrem hohen Bau- und Finishgrad aufwiesen. Wirklich schön anzuschauende Modelle, die natürlich auch entsprechend vorgeflogen wurden.

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Auch die Concorde von Hans war ein echtes Highlight. Entstanden aus einem Bausatz von HM, spiegelte das Modell die wunderschönen Linien des Originals wider, und der Landeanflug mit abgesenkter Nase entsprach optisch genau dem, was ich live in Hahn erleben durfte, als die Concorde im Original auf einem der letzten Flugtage zu sehen war. Ein Anblick, den ich nie vergessen werde und der durch Hans' Modell wieder ein bisschen mehr Wirklichkeit wurde.

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Sascha brachte seine CARF MiG-15 an den Start, die er beim Vorfliegen exzellent in Szene setzte. Das Gewicht sieht man dem Modell tatsächlich nicht wirklich an, die Lackierung ist ein echter Hingucker, und die Flugeigenschaften sind laut Saschas Aussage sehr gutmütig.

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Rubens Airbus A380, komplett aus dem 3D-Drucker, war ein echtes Highlight. Dieser Apparat wurde von ihm in der Abenddämmerung wirklich schön vorgeflogen und war in der Luft optisch vom Original nicht zu unterscheiden. Es ist wirklich irre, was alles möglich ist, wenn man sich mit CAD und 3D-Druck auskennt. Der Baubericht ließ ja schon einiges vermuten, aber ehrlich gesagt hat das Flugzeug meine Erwartungen tatsächlich übertroffen. Und das, obwohl ich eigentlich kein Fan von komplett gedruckten Modellen bin. Sehr gut gemacht, der Herr!

Ein farblich nicht zu übersehendes Modell war die Cougar von Hans aus dem Hause Top RC. Hierbei handelt es sich wohl um einen Prototyp der Version 2, an dem einiges geändert wurde, um das Modell komfortabler zugänglich und wartbar zu machen. (Getrennter Rumpfdeckel, abnehmbare Nase, wenn ich das noch richtig erinnere.)

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Kurz danach stieg eine, in meinen Augen, weitere Schönheit in den Himmel: Die Avro Vulcan, ganz in Weiß, pilotiert von Sascha Trinks, ist ein echter Blickfang. Allein die Größe dieses Deltas zieht die Blicke auf sich, und wenn man dann noch sieht, wie gut der Apparat funktioniert, kann man sich lebhaft in die Flugtage der 80er-Jahre zurückversetzt fühlen, auf denen man diesen V-Bomber noch live bewundern konnte. Wer das mal gesehen hat, vergisst es wirklich nie. Ich sage nur: Vulcan Howl.

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Martin und Frank zeigten mit ihren beiden russischen Schönheiten, dass große Modelle nicht unbedingt allein fliegen müssen, und zauberten eindrucksvoll tiefe Vorbeiflüge und fast endloses Steigen an den Himmel beziehungsweise in Bodennähe.
Auch die Flugzeiten dieser großen Modelle konnten sich sehen lassen. Nichts mehr mit nach drei Minuten landen, weil der Akku nichts mehr her gibt.

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Am Samstag ging es tatsächlich Schlag auf Schlag, die Warteschlange war gut gefüllt und der Zuschauer bekam immer etwas geboten.
Gute Gespräche, gute Laune und viel Freude rundeten das Erlebnis Nordhausen wie immer ab.
Bevor ich mich jetzt in weiteren Superlativen verliere, die das Treffen wirklich verdient hätte, höre ich an dieser Stelle lieber auf weiterzuschreiben, was noch alles toll war, weil der Text sonst nie ein Ende nimmt.
Kameradschaft wurde großgeschrieben. Man half sich, wo man konnte, und die Stimmung war wie immer sagenhaft gut.

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Für das leibliche Wohl wurde natürlich wieder in Form von superleckeren Thüringern und Steaks gesorgt, und Samstagabend wurde die Gulaschkanone angeworfen. Die Suppe hat wirklich schon Kultstatus und ist wahnsinnig gut. Nachschlag gab es auch.
Der gemütliche Teil des Abends wurde von Sören gestaltet, der für Samstagabend wieder ein Feuerwerk vorbereitet hatte, das mit Musikuntermalung wirklich zu beeindrucken wusste. Und das Ganze nur, weil er Spaß daran hat. Ehrensache, dass dafür ein bisschen Unterstützung in die Spendendose geflossen ist.
Danach war dann ... ähm ... Also: Was in Nordhausen passiert, bleibt in Nordhausen.
Selbst kommen und erleben ist hier angesagt.

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Sonntag war dann schon wieder die Abreise angesagt, und das fröhliche (oder weniger fröhliche) Packen begann. Hatten wir wirklich so viel Zeug dabei? Ja, hatten wir. Aber Spaß hat es gemacht. Wir kommen nächstes Jahr auf jeden Fall wieder!

Abschließend sei gesagt: Nordhäuser, ihr seid eine geile Truppe mit viel Freude und Herzblut, und ihr macht das großartig!

Ich lasse zum Schluss, in loser Reihenfolgenoch, ein paar Bilder da.

Viel Spaß beim Anschauen und: Kommt selbst mal hin. Es lohnt sich!

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