2,4 gHz und Ferritringe

Reno65

User
Hallo Zusammen,

ich bin gerade am Umbau eines, mit einer 35 mhz Anlage, bestückten Seglers - aufgrund langer Kabellängen (Kabel vermutlich nicht verdrillt sondern Flachbandkabel) wurden damals die Servoanschlußkabel um bzw. durch die Ferritringe gewickelt bzw. geführt!

Der Segler wird nun "modernisiert" - Elektroantrieb und Umrüstung auf 2,4 gHz!

Nun meine Frage - werden die Ferritringe zu Zeiten von 2,4 gHz überhaupt noch benötigt?

Danke schon mal für eure Antworten

gruss
Norbert
 
Hallo Norbert,

Ferritringe sind bei 2.4 GHz wirkungslos. Falls du z.B. ein ESC mit SBEC als Stromversorgung des Empfänger verwendest, dann kann ein Ferritring in der Leitung vom ESC zum Empfänger nicht schaden.

Gruss Micha
 
Darf ich fragen WARUM ?
Nicht zynisch gemeint !
Die Hochfrequenzseite (also das Trägersignal) ist relativ immun für das Spektrum, das da einstreuen kann. Das gleiche muss für die digitale (oder auch analoge) Signalverarbeitung im Empfänger aber nicht gelten. Und die Stromversorgung wirkt halt an allen Orten relativ direkt (im Gegensatz zur peripheren Leitung der Servos.)
 
Der Begriff BEC stammt auch aus dem Englischen und bedeutet Battery Eliminator Circuit. Ein BEC kommt im RC-Modellbau zur Spannungsversorgung der Empfangsanlage zum Einsatz und macht einen zusätzlich notwendigen Empfängerakku überflüssig. Um auf die ursprüngliche Bedeutung zurück zu kommen – Ein BEC „eliminiert“ einen zweiten Akku. Der Antriebsakku versorgt also über den BEC-Schaltkreis im Fahrtregler den Empfänger/Servos mit Strom.

Ein S-BEC besitzt eine intelligente Schaltung zur Spannungstransformation, das S verdeutlicht, dass es sich um ein „Schalt“-BEC handelt. Die Eingansspannung wird beim SBEC getaktet und geglättet um die gewünschte Spannung für die Empfangsanlage zu erhalten. Dieses Vorgehen verursacht deutlich weniger Verluste, weniger Wärmeentwicklung und ermöglicht höhere Eingangsspannungen.
 
Hallo,

ein SBEC (step-down oder buck-converter) kann zu leitungsgebundenen Störungen im Empfänger führen. Die
Spannung aus dem SBEC ist keine reine Gleichspannung, sondern sie ist von einem Ripple überlagert.
Der Ripple hat die Schaltfrequenz vom Step Down Wandler. Bei größeren getakteten Wandlern verwendet man oft
CLC-Filter (Pi-Filter) am Ausgang zur Abhilfe. Analoge Schaltungen mit hoher Verstärkung (OPV-Schaltungen) können durch die
hochfrequenten Ripple ins Schwingen geraten. Das kann auch bei linearen Spannungsreglern passieren.

Gruss Micha
 
OK, danke Euch! Heisst das denn, wenn ich bislang keine Probleme mit so nem Teil habe, dass ich dann auch weiterhin keinen Ferritkern brauche??
 
Lass die Ferritkerne weg, wenn Du sie nicht als Gewicht für den Schwerpunkt brauchst.

Grüße

Jennifer

PS: ich hatte einmal Ferritkerne, die gut bis 100MHz wirkten, aber die waren sehr selten. Das was man zu kaufen bekommt, liegt deutlich drunter. Wenn du mit dem Kabel dann zwei mal um den Kern wickelst, baust Du eher einen Koppel-Kondensator, statt eine Spule.
 
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