3 gleiche Servos HS225BB nacheinander ausgefallen, Gnumpf mit MVVS 6,5ccm, warum ?

MIt dem etwas elastischen Motorträger und den D-Locks hat man dann zwei unterschiedlich schwingende Systeme....

Meinrad
 
Hallo an alle..

Ah das ist ja bitter.. Leider Lernen wir alle meist erst auf die harte Tour dazu 🤔
Ich hab meinen Gnumpfi auch erst wieder Repariert, allerdings hatte Vati meinen Geerdet ;-)

Thomas mich würd brennend interessieren was für Gabelköpfe das waren? Gibt ja einige qualli Stufen..

Andreas kannst du zu den gefrästen Gabelköpfen mal ein Fabrikat als Beispiel Nennen?
Gruss Milan
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo Milan

Gibt es von MP -Jet
gefräste Aluköpfe.jpg

Gibt es hier https://www.topmodelcz.cz/index.php?&desktop=eshop&set_menu_eshop_id=972
ich bestelle da mittlerweile viel da die Preise moderat sind.
Auch kein Problem mit der Lieferung einzige Voraussetzung man muß etwas englisch können.
Wichtig erst bestellen und Pay Pal wählen nicht sofort bezahlen man bekommt erst ein Abrechnung
da erst die Portokosten berechnet werden.

Thomas für dich nochmal der Rat 👆 das du bei den Metallgetriebeservos (KST)die Schraube im
Hebel mit etwas Kleber sicherst. Ich nehme dazu U-Hart oder Pattex/Uhu Por.
Also die Schraube im Ruderhebel sichern mit einem Klecks. Mir hat es auch schon die
Schrauben losgedreht bei den MG Servos auch wenn da die Zahnscheibe drunter liegt.
Schraubensicherung ans Gewinde würde ich nicht machen könnte bei rausdrehen mal abreißen.

Auch die Punktgeschweißten Laschen an den Einzelakkus sind gerne mal abgerissen bei starken schwingungen
also die Gefahr lauert überall.:D

Bernd
 

tvoelger

User
Tach die Herren,

erst mal vielen Dank für die vielen Beileidsbekundungen.
Es ist wie es ist, manchmal hilft nur "lernen durch Schmerz"

so, erst mal zu Dir Andreas
Oh je,
mein Beileid! Dass Bernds Warnung sooo schnell eintritt, hätte wohl keiner erwartet.
4 Punkte fallen auf:
1. Probier mal, wie Basti geschrieben hat, besser 2 Schaumstützen an den Schubstangen.
ok, werde ich dann mal ausprobieren
2. hast du den Gabelkopf heiß in den Servoarm eingedrückt? Oder woher kommt der runde Scheibenabdruck? Vibrationen?
Nein, nicht heiß eingedrückt, ist mir aber auch direkt aufgefallen und ich denke das es die Vibs waren.
3. Du musst nicht unbedingt einen Kugelkopf verwenden, Gabelkopf geht auch - dann aber ein gefräster.
OK, ein guter Tipp
4. wie die richtig montierten D-Locks vermute ich bei dir auch einen gut gewuchteten Propeller. Es müssen nicht nur die beiden Blätter gleich wiegen, sondern auch 90° dazu die kurze Ausdehnung gleich schwer sein. Wenn der querliegende Prop in einer Lage pendelt und in der umgekehrten Lage nach rechts wie links umschlagen will, stimmt die kurze Auswuchtung nicht.
Erst mal hast Du das top erklärt!
Was das Auswuchten angeht so hätte es bestimmt noch Luft nach oben gegeben.
In der Tat habe ich bis vor kurzem schon dann mit dem Wuchten aufgehört wenn der Prop in der Waage war und hatte die Unwucht des Zentrums nach oben und unten etwas Steifmütterlich behandelt = Klarer Fehler, habe verstanden das beim Speed fliegen kein Platz für Schlamperei ist. Jedenfalls rächt sich das halt sehr schnell


Auf jeden Fall ist hier die Wuchtqualität nicht wichtig! Der Spinner macht alle Anstrengung zunichte!
OK, verstanden.

Diese Spinner gehen in Metall bis 12000, in Kunststoff bei kleinen Motoren bis 13000.
Dreht dein Motor schneller, brauchst du unbedingt einen Spinner mit Rückplatte. Nur die laufen wirklich rund!
Weiterkämpfen
Andreas
@ Milan,
ich kann nicht genau sagen wer der Hersteller der Gabelköpfe ist. Könnte sein das ich die beim Derkum im Laden bezogen habe, da ich dort öfter mal was kaufe wenn es schnell gehen soll.
Anbei nochmal eine Nahaufnahme, steht nur "M3" drauf sonst nichts. Man sieht aber wie sich das Gewinde der Schubstange in die Gabelkopfflanke eingearbeitet hat. Auch der Pin selber hat an der Spitze, dort wo sich eigentlich ein kleiner Ansatz befindet, gravierende Verschleißspuren. - Nicht gut !
Lange Rede kurzer Sinn, es scheint sich hierbei definitiv nicht um einen High End Produkt gehandelt zu haben. Und Schwingungen waren offensichtlich auch ordentliche vorhanden.
20210513_121858 klein.jpg
20210513_130418 klein.jpg


Jetzt zu Dir Bernd, ich verspreche Dir ich werde ab jetzt besser auf Dich hören. :o
Wenn es geht schick mir doch bitte mal 2 Bilder.
Eins von Deiner HR Anlenkung und eins von Deinem Spinner.
Vielleicht auch eine Empfehlung wo man am besten die Spinner beziehen sollte.
Vielen Dank für den Link zu den Gabelköpfen, da Du aber auch von Kugelköpfen gesprochen hast würde ich mir gerne ein Bild anschauen, sagt mehr als 1000 Worte.

Motorträger ist so lang gewählt wegen Schwerpunkt, einzige gute andere alternative wäre ein neuer längere Rumpf.
mhhh, also nicht nur die Fläche neue bauen sondern auch den Rumpf...dabei ist gerade dieser ganz geblieben.:cry:

Dann noch eine Frage zu meinem selbstgebauten "Prop-Auswucht-Gerät".
Die Welle wird von 2 Magneten (links und rechts in den Holzschenkeln verklebt) in der Schwebe gehalten.
Seht Ihr das als brauchbar an oder würdet Ihr mir zu etwas anderem raten?
Wenn etwas anderes dann nennt mir bitte Roß und Reiter.
20210513_132029 klein.jpg

Und nochmal herzlichen Dank an Alle ich weiß Eure Hilfe SEHR zu schätzen.
Das Internetz ist schon eine großartige Erfindung um sich gebietsübergreifend auszutauschen.

Thomas
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo Thomas
Nicht nur meine Tips sind gut auch die von den anderen Andreas hat auch genügen Stecklandungen hinter sich :D
Nun zu den Spinner als erstes das orginal von MVVS
MVVS.jpg
Die runde Scheibe ist innen konisch und sitz direkt auf dem Konus
statt des Mitnehmers. Die Luftschraube wird mit einer spezi Mutter befestigt.
Die Mutter hat vorne Gewinde drinne und hält die Schraube die den eigentlichen Spinner hält.
Der Spinner selber hat hinten einen Rand der in die hintere Scheibe passt.
Damit ist alles fest und geführt und kann sich nicht verbiegen.

Nun meine Eigenkonstruktion
Spinner gekauft.jpg
Du siehst ein orginal Zukaufspinner aus Alu (für Verbrenner
auch hier hinten der Falz um den eigentlichen Spinner zu zentrieren.
in der Mitte siehst du eine org MVVS propmitnehmer der abgdreht ist
Die Spinnergrundplatte ist passend ausgedreht und wird auf den Mitnehmer geklebt.
Der Spinner wird wieder mit der Mutter und der Gewindeschraube befestigt.
Warum das ganze ich brauchte vorne Platz für die dicke Nabe der Pylonprops.
Wenn du den Mitnehmer plus Aluspinner verwendest hast du zwei Problem
Kein Kraftschluss zum Spinner da liegt Metall auf Metall und dir fehlt Bautiefe/ Gewinde
um den Prop zu befestigen.
Problem bei der Herstellung die Platte vernüftig in die Drehmaschine zu spannen das sie auch rund läuft.
Diese Art Spinner gab es früher für Verbrenner komplett zu kaufen leider wie so manches vom Markt verschwunden.

Bernd
 
Zuletzt bearbeitet:
Wow, was für ein Schadensbild! 2/3 vom Pin wegvibriert.
Der Gabelkopf gehört ins Museum. So extrem habe ich das noch nicht gesehen. Ein Teil der Ursache war sicherlich die Spannung auf dem Grund der Gabel, weil die beiden Zinken seitlich etwas verdrückt waren. Kenn ich, passiert öfters. Danke für das Warnbild, ich werde da mal ein Auge drauf haben.
Da du "nur" Probleme mit der HR-Steuerung hast, würde ich die Fehler-/Vibrationsquelle eher dort vermuten. Du kannst ja schrittweise vorgehen und die "Problemzonen" austauschen. Natürlich wäre ein kürzerer Motorträger besser, aber rund laufender Spinner und Propeller sind erstmal wichtiger.

Deine Wuchtbeschreibung finde ich übrigens besser, weil kürzer.

Dein Auswuchtbock sieht gut aus. Wenn beide Magnete gleich hoch sind und die Achse nicht geklemmt wird ist das top.

Die Spinner von Bernd mit Konus direkt auf der Welle sind natürlich Spitze. Falls du keine Drehbank hast, würde ein Spinner mit Grundplatte schon Verbesserung bringen. Die Passung muss natürlich spielfrei sitzen, Klappern ist ein NoGo. Wenn der Spinner auf der Mitnehmerseite eine Verzahnung/Aufrauhung hat, sollte auch die Kraftübertragung klappen.

Beste Grüße
Andreas
 
Hallo !
Einen Vorschlag hab ich noch:
Die Kohlestange wird auch zu steif sein. Die hat so zwar eine schöne Knicksteifigkeit, aber Dämpft durch den großen Durchmesser und das hohe E Modul viel weniger Schwingungen als ein dünner Stahldraht. Du könntest ganz oldschool eine Holzschubstange verwenden, die hat dann mehr die Fähigkeit, die Schwingungen zu dämpfen. Entweder ein Buchenrundholz zentrisch gebohrt (ca. 6mm) mit Gewindestange (Enden umwickeln !) oder dicker Balsavierkant (schön leicht) Ich würde zum Buchenholz neigen, da man das auch glatt bekommt und auch noch den Schwamm zum Dämpfen verwenden kann, beim Balsa klemmt der bestimmt zu stark. (Da kann man evtl auch Ringe aus Alurohr an den Enden verwenden, von der Festigkeit reicht da 4mm Buche auch aus)

VG,
Sebastian

P.S.: in dem anderen Thread hast du geschrieben, dass du Spritprobleme in den engen Wenden hast. Das kommt auch daher, dass dein Motor ziemlich weit oben sitzt. Bei positiven G-Belastungen wird der Sprit so wieder in den Tank gedrückt. Wenn der Tank oberhalb des Motors wäre, würde er in den Wenden extra Sprit bekommen.
Das geht in der Praxis natürlich nicht wegen des Heckauslasses, aber um mit dem Tank so weit wie Möglich nach oben und mit dem Motor weiter nach unten zu kommen, würde das auch für eine andere Bugpartie sprechen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachtrag zum Ruderflattern:
Zeig doch mal deine Endleistenhinterkante und am besten gleich noch die Scharnierkante.
Es gibt da einige Abhandlungen im Netz, auch hier, wie man das Ruderflattern verhindern kann:
scharfkantige Hinterkante von 2mm, Turbulatorzackenband vor der Scharnierkante, usw.
Gruß Andreas
 

tvoelger

User
Hallo Gemeinde,
ich nochmal.
Natürlich gilt mein Dank Allen und Alle haben sehr gute Tipps gegeben:
Andreas, Milan, Sebastian, Meinrad, Merlin und Bernd. (Hoffe ich habe keinen vergessen)

Drehbank:
Leider habe ich keine Drehbank. Habe zwar von 85-88 eine Lehre zum Werkzeugmacher erfolgreich abgeschlossen und könnte Sie
bestens bedienen nur leider habe ich keine in meinem Besitz. ;-(
Ist mir schon lange ein Dorn im Auge keine zu haben, aber das wäre dann aber wieder ein neues Projekt.

Was wäre denn alternativ von einem Sog Stummelspinner zu halten? So ein kleines Dingen bei dem man halt den Startergummi auf Links drehen muß, um mit der kleinen Gummiöffnung den Spinner noch mitnehmen zu können? Wäre doch wohl besser als das was ich zur Zeit benutze und ich denke da die Masse da ziemlich im Zentrum liegt wäre die Unwucht von Hause aus relativ gering, oder?

Andreas:
Endleiste der QR oder des HRs?
QR:
Was meine Querruder Endleisten angeht so habe ich da schon einiges probiert.
Wobei ich da eher die Endleistenbefestigung meine. Die Ruder selber sind schnöde Dreiecksleisten aus recht festem Balsa.

1. Am Anfang hatte ich CA Scharniere ,sind mir nach einer gewissen Zeit gebrochen.
2. Dann hatte ich "Normale Scharniere", war ok aber nie vernünftig zu säubern und zu warten, da fest verbaut
3. Bei der zerstörten Fläche hatte ich zum ersten Mal "Normale Scharniere" bei denn ich die Scharnierwelle gezogen hatte und durch alle Scharniere einen 1mm Federstahldraht geschoben hatte. Diesen am Randbogen 90 Grad abgewinkelt und mit Gewebeband am Randbogen gesichert.
Das gab mit die Möglichkeit die Querruder ohne Probleme an und ab zu bauen. Ich hatte zum Zeitpunkt des Crashs experimental Ruder drauf.
Riesenlange Ruderhörner damit ich den kompletten Servoweg auf die +/- 5mm Ausschlag nutzen konnte.

Siehe Bild: in rot die Experimentalruder in weiß/rot die "Normalen" Ruder mit Multiplex Anlenkung.
klein_20210513_191828.jpg


Auf die Frage was ich mir von dem Experiment versprochen habe?
Nunja, nach meiner Theorie müsste man feinfühliger steuern können da einem auf den +/- 5mm Ausschlag die +/-100% Servoweg und somit deren Auflösung zur Verfügung stehen. Ob das wirklich so ist kann ich nur subjektiv bejahen und wie Ihr ja wisst haben mich andere Probleme eingeholt...quasi überholt.

HR:
Das HR Ruder ist nach Anleitung von : A-Silikon-Ruderscharniere.pdf (swiss-composite.ch)
Als Silikonschanier ausgeführt. Einzige Modifikation meinerseits: Ich habe zur Erstellung des Scharniers von oben einen Streifen spezielles Scharnierband aufgeklebt anstelle von "normalem" Klebeband. Dieses habe ich dann "gegen die Angst" drauf gelassen.
Das Ruder läßt sich prima leicht bewegen und ist spaltfrei.
Anlenkung mit normalem Ruderhorn. Das schwarze ist Abrieb vom Gabelkopf.

klein_20210513_192109.jpg
klein_220210513_192135.jpg


Sebastian and all Others,
was wäre denn davon zu halten anstelle der Schubstange auf Bodenzugrohr mit Glasfaserseele umzubauen. ?
Habe ich bei einem Aircombatflieger realisiert. Da ist nur die Frage wie bekommt man die Löthölse fest auf die Seele?
Beim Aircombatflieger habe ich diese mit Stabelit Xpress eingeklebt > halt ! Bis jetzt....
Würde das auch beim Gnumpfilein halten?
Klein_0210513_201422.jpg

Was meint Ihr, gute Idee oder eher nicht? Meine Überlegung ist die, das damit nichts mehr zum Schwingen da wäre...und somit funzen könnt.

Merlin,
was meinst Du mit "Servos Heidelberg"?
Quer einbauen geht aber bringt mir die Schwingungen nicht weg. So wie es ja aussieht kommen diese ja von der Schubstange.
In Kombi mit langem M-Träger und Unwucht durch Spinner.....

So long...

PS: Bernd, wenn es Deine Zeit erlaubt bitte mal ne kurze Beschreibung, Foto Deiner HR Anlenkung. Gerne auch von allen anderen.
Ich möchte mal was über den Tellerrand schauen, keine Angst ich mops Euch nicht die Wurst vom Teller...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo !
Hab mal geschaut, bei meinem sind am HLW auch Gabelköpfe drin.. Wie schon gesagt, 25er Enya ist auch nicht wirklich ein Rennmotor. Wollte da aber sowieso einen stärkeren Antrieb einbauen, da kommen die Gabelköpfe dann gleich mit raus.
Ob das mit der Glasfaserseele klappt müsste man testen. Ich hatte mal so einen Bowdenzug als Fertigprodukt, da war die Löthülse aufgecrimpt. Aber ob die Verbindung die Vibrationen dauerhaft aushält kann ich nicht mit bestimmtheit sagen. Bei Modulor gibt es harten Aludraht, auf den kann man mit Locktite "fügen Welle Nabe" die Löthülsen aufkleben. Das klappt zumindest bei einigen Fesselfliegern mit hochdrehenden Motoren von mir ganz gut. Das geht als Schubstange, kann man aber sicher auch in ein Rohr verlegen, wenn es nicht zu eng sitzt. Es gibt auch sehr oft Eloxierten Aludraht, der ist aber für Blumenbindereien und zu weich als Schubstange (vielleicht reicht der als Bowdenzug, da muss man aber das Eloxal abschleifrn, damit Loctite hält)
Ich würde sagen, versuch mal erst den Spinner und die Gabelköpfe loszuwerden. Bei der Anlenkung an sich brauchst du nicht so viel experimentieren. Ich würde evtl. eher überlegen, ob du wirklich an beiden Seiten die Einstellmöglichkeit brauchst, oder ob auf einer Seite eine saubere Kröpfung ausreicht. Dann wäre eine Option, das Servo weiter nach hinten zu bauen, damit das Gestänge kürzer wird. Da muss man natürlich aufpassen, ob der SWP noch hinkommt, mit dem 6,5er bist du aber vermutlich vorn eh etwas schwer.

VG,
Sebastian
 
Zuletzt bearbeitet:

Merlin

User
"Servos heidelberg": habe ich im nachfolgenden Beitrag korrigiert.

Bzgl. Schubstange: Du muss die Schubstange am Anfang, am Ende und in der Mitte lagern! Gut geht das mit passenden Kohleröhrchen, aber selbst passend gebohrte Sperrholzspanten würden funktionieren. Das mit dem Schaum ist Mist. Steif muss das System sein!

D-Locks: Früher haben wir nur die Schalldämpfer auf Gummies gelagert. Die Motoren waren imm fest am Spant verschraubt. Ich denke, daß durch die Gummies die Schwingungseigenschaften des gesamt Systems unkalkulierbar werden.
 

tvoelger

User
Männer von Flake,
um wieder sage ich danke...

So, erst mal bei der "Flugwerft" eine Bestellanfrage zu einem neuen Gnumpf + neu Fläche in die Bearbeitung gegeben. Dann 20 Gabelköpfe bei voelkner bestellt. Scheint mir ebenfalls ein sehr fairer Preis zu sein. Jetzt muss ich nur noch auf den Postboten warten...
Famotec Aluminium Gabelkopf mit Innengewinde M3 1St., A016 | voelkner - direkt günstiger
Ich frage mich zwar gerade warum ich direkt 20 bestellen musste, habe aber Mann hat ja eben gerne etwas Vorrat im Bastelkeller....

Langsam kommt etwas mehr Licht in den Tunnel.
Habe gestern ein tolles YT Video gefunden auf welchem ich doch noch einiges an zusätzlichen Infos ziehen konnte.

Und zwar zeigt da ein USA Modellbauer (Tim LAMPE) in einem Zeitraffer Beitrag wie er einen Q40 Pylonracer zusammenbaut.
(19) Advanced Pylon Products Sweet 1: 5-minute build - YouTube
Insbesondere ab 1:08 sieht man wie er die Schubstange ausführt.
Total geiler Bericht, ich hoffe ich darf da hier so einfach reinkopieren ohne Ärger mit Urheberrecht zu bekommen.

"Tim LAMPE"" just in case you are reading this post,
it is a huge honor for me to watch your YT build log and hopefully you have no concerns that I'm posting some Snapshots out of your log.


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1621062678795.png
1621063011036.png


Ich weiß zwar nicht was der Begriff "Korsen "Flag"" bedeutet (Korsische Flagge) , vielleicht ist das bei den US Boys ein stehender Begriff für diese Art der Anlenkung..

Er benutzt auf jeden Fall keine D-Lock, würde ich jetzt beim Neubau auch weglassen.
Er klebt und schraubt den Träger fest.

1621064043007.png



Servoempfehlungen werden mit den Bildern direkt mitgeliefert.

So, jetzt mache ich mich erst mal auf den Weg aufs Feld, um mit meinen Aircombat Modellen etwas Entspannung zu finden...
Hoffe Ihr findet die YT Beitrag genauso interessant wie ich....

Bis die Tage ...
 

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Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo
Ein Frage zu dieser Antwort
Bzgl. Schubstange: Du muss die Schubstange am Anfang, am Ende und in der Mitte lagern! Gut geht das mit passenden Kohleröhrchen, aber selbst passend gebohrte Sperrholzspanten würden funktionieren. Das mit dem Schaum ist Mist. Steif muss das System sein!
wie wird das gemacht das die Kohleschubstange saugend geführt wird sobald da Spiel ist schwingt das doch wieder
und die Schubstange bewegt sich auch nicht linear.

Gruß Bernd
 

Merlin

User
Es geht darum, daß die Eigenfrequenz der Schubstange niemals zu den Schwingungsfreuquenzen des Antriebs "passen" darf. Das kann man durch größere Schubstangendurchmesser erreichen, aber vor allem durch eine Verkürzung der Distanzen zwischen zwei Lagerpunkten. Saugend passende Kohleröhrchen werden nicht gehen, da die Bewegung der Stange nicht genau axial erfolgt - daher ist ein bischen radiales Spiel notwendig.
Ich bin mir sicher, daß wenn man das Servo fixiert hat und dann auf das HR drückt, die Schubstange nachgibt - sie wird ausbeulen. Genau das ist zu verhindern.
 
Hallo Thomas,
sehr nettes Video. Da weiß einer ganz genau, was er macht und das sicherlich nicht zum ersten Mal.
Es wird aber nicht reichen nur 1-2 Tricks zu übernehmen, um deine Probleme zu lösen 10-20 sollten es schon sein.
Es gibt im groben 2 Methoden die Motorvibrationen zu beherrschen:
1. alles extrem steif bauen, den Motor richtig festzurren und ihm eine möglichst große Masse entgegensetzen. Hier im Video das ganze Modell.
2. den Erreger entkoppeln und gar keine Schwingungen in das Modell eindringen lassen: z.B. D-Locks am Motorträger. Wenn du darauf verzichtest, musst du exakt seine Art der Motorspant- und Flügelbefestigung kopieren.

Eigentlich glaube ich aber gar nicht, dass deine Probleme vom Motor kommen. So, wie das alles aussieht(nur HR Gabelkopf abvibriert), flattert dein Höhenruder. Dazu gerät die Schubstange in Resonanz.
Gegen das Flattern sollte die Endleiste möglichst scharfkantig ca. 2mm dick sein. Die Scharniere sehen eigentlich ganz o.k. aus. Ich würde auch noch Zackenband aufkleben, weil das so einfach geht. HR-Dämpfungsfläche zuerst oben und unten 1-2 cm vor die Scharnierlinie. Sollte das Probleme beim Steuern geben, dann 1-2cm hinter die Vorderkante. Was auch noch helfen kann, ist die Masse der Steuerfläche erhöhen: einfach in der Mitte beim Ruderhorn ein 1cm breites U aus 2mm Bleiblech von hinten auf das Ruder klemmen, kleben und schrauben.
Zusätzlich kannst du am HR-Randbogen die beiden HR-Flächen mit einem U aus sehr elastischem Klebeband verbinden. Das dämpft gut.
Die Resonanz solltest du aber auch eliminieren. Bowdenzug ist eine Lösung.
Dämpfung durch weichen Schaum von außen kann auch helfen. Zusätzlich würde ich z.B. noch Gewichte als Schwingungsstörung einsetzen. Du kannst z.B. 2 dieser ganz kleinen Schlauchschellen aufschrauben: 1x genau in der Mitte und 1x bei 33% von einem Gabelkopf entfernt. Das sollte die Eigenfrequenz ausreichend stören.
Die Schubstange in dem Video hat übrigens keinerlei Resonanzdämpfung eingebaut, sie sieht nur schön und sauber aus.
Gegen das Ruderflattern hat er andere Tricks:
gepfeiltes HR, 2 einzelne Ruderflächen, maximalbreite Ruderscharniere aus der oberen GFK-Haut, quasi vollbreite Folienscharniere.
Der wirksamste Trick ist aber die kalkulierte Verspannung bei Ausschlag durch die fest verschraubte Anlenkung trotz zweier Knickachsen in einem Winkel zueinander.
Bei einem Kunstflieger würde ich das Konstruktionsfehler nennen - hier ist es geniale Dämpfung.

Halte uns weiter auf dem Laufenden
Gruß Andreas
 

tvoelger

User
Mach ich!
Euch auf dem Laufenden halten.

Habe übrigens den Großteil der Gabelköpfe wieder zurückgeschickt, waren doch sehr klobig. Zwei hatte ich schon ausgepackt die anderen 18 wieder retour. (war auch Quatsch sich direkt 20 zu bestellen.)
Bin in einem Nachbartread auf welche vom "MP Jet" aufmerksam gemacht worden mit M3 Innengewinde aber mit nur 2 mm Pin.
Denke das paßt eher. Ein 3 mm Loch im Servohebel sieht irgendwie nicht richtig aus.

Andreas,
habe Deine Ausführungen aufmerksam gelesen.
Muss jetzt erst mal neue Fläche bauen, Frästeilsatz ist unterwegs, wird also noch etwas dauern.

Du denkst ich hätte ruderflattern obwohl ich ein spaltfreies HR habe ("ansilikoniert")?
Hätte jetzt gedacht das wäre der "Hit in Tüten" und würde nicht zum flattern neigen. 🧐

Habe ein kleine FIRELY CAM, spiele mit dem Gedanken die ganze Situation mal einfach zu filmen.
Alles andere ist ja "fischen im Trüben".
Würde mir LED Licht in den Rumpf legen und die Kamera rein und dann mal schauen ob man die Schubstange in Bewegung sieht.
Das ganze über das gesamte Drehzahlband.
Bei einem weiteren Flug dann von außen das HR im Flug filmen.
Das wäre dann erst mal mein Status Quo den ich dann zum Vergleich heranziehen kann.
Danach mit den Maßnahmen beginnen.

Könnte mir wirklich vorstellen das eine große Fehlerquelle tatsächlich der Gusspinner war.
Würde die ersten Flüge wohl dann auch erst mal ganz ohne Spinner tätigen.

Aber jetzt muß ich mich erst mal in Geduld üben bis meine Fläche fertig ist.

So long....
Thomas
 
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