4-Takter: Null Kompression. Steckendes Ventil?

Hi zusammen!

Ich habe einen Viertakter, Hersteller "P.H.", Modell FS 120AR-4T hängend in meiner 2,10m Cessna eingebaut.

Beim zweiten flug des letzten Tages gebe ich zum Start Gas, der Flieger geht nach vorne, der Motor hat (gefühlt) in der Mitte des Drehzahlbereiches, also bei 3000-4000m einen Durchsacker, geht dann aber auf Vollgas.

Ich denke "Zeit zum Nachtanken", tanke voll, teste im Stand ein paar Mal, geht.
Gebe Gas, Flieger steigt normal auf. Aber kurz nach dem Start Motor aus, frisch gepflüger Acker, Tragödie :cry:

NAch der Bergung drehe ich eher unbewusst am Propeller - dreht sich durch mit absolut Null Kompression (Ganz sicher in die richtige Richtung gedreht).
Zu Hause zerlegt, Kolben und Kolbenhemd sowie hinteres Lager OK und absolut streifenfrei.

Mein Kollege baut den Motor wieder zusammen, hat wieder volle Kompression.

Kennt man das Phänomen? Kann es durch ein "steckengebliebenes" Ventil kommen?

Danke für jeden Hinweis!

Kurt
 
Ventil hängt

Ventil hängt

Hallo Kurt

Das kann vorkommen das mal ein Ventil hängt. Welches Öl benutzt du ?.
Gerade bei Rizinushaltigen bildet sich Ölkohle am Ventilschaft was zu
diesem Problem führt. Ebenso kann es sein das ein Stößel durch Ölreste im
Stößelschutzrohr schwergängig ist und das Ventil nicht richtig schließt.

Ich vermute mal das die Garnitur einen Kolbenring hat der kann auch mal klemmen oder festsitzen dann gibt es daselbe Schadensbild keine Kompression.

Eventuell kann ja auch beim Absturz ein Stößelschutzrohr verschoben sein.
Die sitzen nur in O-Ringen und damit klemmte ein Stößel.
Also du siehst es gibt mehre Ansätze was das Problem sein könnte.
Wenn es jetzt wieder funktioniert freu dich und fliege weiter.

Gruß Bernd
 
Hi Kurt,

das mit dem hängen gebliebenem Ventil wäre eine Interessante Theorie,was durchaus zutreffen sein kann,schade das ihr beim zerlegen nicht darauf geachtet habt,

Gruss Andre
 
Servus

Also wenn du als Kraftstoff so etwas wie Coolpower oder Graupner MetaSynth 115-8 verwendest, kann man den ganzen Kram mit Ölkohle und deswegen Hängenbleiben eines Ventils vergessen. Eventuell ist vielleicht nur die Kerze locker gewesen, was ich bei einem erfahrenem Modellbauer der mit 20ccm Motoren fliegt einfach mal ausschließe. Was mir selbst auch einmal passiert ist, dass ich die kleine Kontermutter an der Luftschraube vergessen habe. Der Prop hat sich gelockert und der Motor ging schlagartig aus.
Dabei hätte er aber noch Kompression. Wenn keine Ventilfeder gebrochen und keine Stößelstange verbogen und kein Nocken abgebrochen ist würde ich den Motor überdenken. Er hat dich immerhin schon ein Modell gekostet.

Schöne Grüße
 
Ich verwende High Power 7%.

Kerze habe ich überprüft, war fest.

Der Vater meines Modellbaukollegen hatte beruflich mit (größeren) Motoren zu tun und hat sich den jetzt mal angesehen.
Seine Erkenntnis:
"Im oberem Bereich am Schaft des Ansaugventils waren Spuren erkennbar, welche rückschliessen lassen, dass in diesem Bereich nicht wie vorgesehen ein leichter Gleitsitz, sondern bedingt durch unterschiedliche thermische Ausdehnungskoeffizienten ein leichter Presssitz entstand, welcher das komplette schließen des Ansaugventiles nicht mehr möglich machte, zumal für die Ventilfeder dies nicht mehr möglich gewesen wäre!"

Er gibt auch zu bedenken, ob das Einlaufen lassen des Motors bei Null Grad Außentemperatur und das Fliegen dann bei 30 Grad hmmmm .... naja .... nicht ganz so sinnvoll war.
Dem kann ich mich anschließen :)

Er meint auch, dass Überhitzung als Ursache durchaus möglich wäre.

Jedenfalls hat er beide Ventilschäfte poliert.

Kurt
 
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