434 MHz

Hallo Modellflieger,
was ist eigentlich aus dem 434MHz Band geworden?
Als ich in den 80er Jahren mit dem Modellbau angefangen habe gab es eine tolle Fernsteuerung von Multiplex mit Kurzantenne an Sender und Empfänger. Gibt es noch Empfänger vor allem auch im Miniformat oder kann man vorhandene Empfänger umbauen?
Gruß Dietmar
 

Roland Schmitt

Vereinsmitglied
Vielleicht lag es auch daran (daß es das System nicht mehr gibt):

Multiplex 1982 (!)
Empfänger "Professional 434": Listpreis 375.-DM
(selbstverständlich Doppelsuper, Kanalraster 50kHz)
Empfänger "Normal": Listpreis 150.- bis 190.-DM
(kein Doppelsuper verfügbar, Kanalraster 20kHz)
EIN Quarz 434Mhz: Listpreis 38,95.-DM
ZWEI Quarze 35Mhz: Listpreis 42,90.-DM
-> Also fast der doppelte Preis.

33 verfügbare Kanäle (bei 35Mhz damals 20), davon 10 Vorzugskanäle, was immer das auch heißt.

Anscheinend ging das System den Weg aller guten Dinge, es verschwand vom Markt weil zu gut und mehr kostend. Ich kenne zumindest einen Modellflieger aus der Zeit der damals schon Großmodelle flog (was man damals damit bezeichnete) der zwei Sender hatte un die Sender heute noch benutzen würde wenn sie nicht mechanisch verschließen wären und durch ein Wunder ein Microprozessor im Inneren aufgetaucht wäre der Programmieren erlaubt hätte.

Gab oder gibt es 434Mhz nicht noch bei Becker?

Gruß
Roland
 
Hallo,

den Service für die Multiplexanlagen hat Herr Becker übernommen. Er baut auch noch selbst 434 MHz Anlagen Ich selbst habe vor kurzen den kleinen Handsender (1 Knüppel) mit 433 Mhz von ihm gekauft. Er hat auch eine relativ kleinen Empfänger (35 g) im Angebot.
Ich selber fliege noch mit der Becker, Multiplex, Microprop (meine liebste Anlage) und Robbe Promars Rex auf 433 ohne Probleme. Es wird zwar immer wieder beauptet das durch die vermehrte Nutzung des Bandes Störungen auftreten würden, habe ich aber noch nicht erlebt.
Verschwunden sind die Anlagen wegen des hohen Preises. Multiplex hatte auch Probleme mit Vibrationen, also in einem Motormodell würde ich den Multiplexempfänger nicht unbedingt einsetzen. Da fliege ich mit Microprop mit eingelöteten Quarz.
Ich habe auch eine Multiplex 2000 die vom Werk auf 434 MHz umgebaut worden ist. Am sichersten st mir aber die Becker Computeranlage mit PCM (der Empfänger ist allerdings riesig), auch wenn die Software auf dem Stand von 1990 ist.

Gruß,

Günter
 
hallo Ditmar,

so viel ich weiß, hat Ing. Horst Becker keine Homepage im Internet. Ich habe aber seine komplette Adresse, weil ich mir kürzlich von ihm eine Kurzantenne für meine MC24 bestellt hatte. Hier ist sie:

Ing. Horst Becker
Fernwirk- u. Meßtechnik
Im Markwäldchen 1
64839 Münster 2 (das liegt im Odenwald)
Telefon: 06071 - 35565
Fax: 06071 - 62540

Übrigens, mit Herrn Becker kann man sehr nett und kompetent reden - er gibt geduldig umfassende Auskünfte am Telefon.

Viele Grüße

Dieter <ursus>
 

Roland Schmitt

Vereinsmitglied
Zitat aus der DMFV Information:
"In der Vergangenheit durften 433-MHz-Fernsteuersender eine Ausgangsleistung von 500 mW haben. Das ist gigantisch viel bei dieser Frequenz"

Mit scheint das war die richtige Anlage zur falschen Zeit. Damals waren die "Großmodelle" noch relativ leicht, preiswert und in der Regel langsam. Kein Vergleich mit Heute.

Gruß
Roland
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo !
Da ja fast alles gesagt wurde möchte ich auch noch etwas dazubeitragen. Der Bereich für Fernsteuerungen geht von 433.100-434.750 MHZ.
Dieser Bereich ist für Funkamateure als Primär
Nutzer zugeteilt (430-440 MHZ).Diese dürfen hier erheblich größere Sendeleistungen betreiben. Auch wird dieser Bereich (ISM) von Garagentoröffner/Funkkopfhörer/Autofernbedienungen usw genutzt.Als Funkamateur habe ich damit auch ein Problem in Bezug auf Störungen die vereinzelt vorkommen.
Um aber das Thema abzuschließen ich würde in diesem Bereich nicht investieren.

MFG Bernd
 
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