450er: Keine Angst vor Wind!

Hägar

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Moin Gemeinde,

am vergangenen WE hatte ich ein Schlüsselerlebnis zum Thema Wind, was ich hier zur Diskussion stellen möchte.

Zu den kleinen 450er Helis wie T-Rex etc. liest man immer wieder: Schön und gut, aber sehr sehr windempfindlich; Eigentlich nur bei Windstille zu gebrauchen.

Am WE war ich zu Gast bei meinem Neffen, der einen 600er Nitro-Rex fliegt. Ich hatte meinen 450er Rex im Kofferraum. Sonntags früh sind wir gemeinsam zu seinem Platz rausgefahren. Bei der Abfahrt: Windstille, alles prima, große Vorfreude.

Am Platz angekommen gab's großes Staunen: Der Wind hatte mächtig aufgedreht. Geschätzte 4 Bft., Windsurfwetter. Nach anfänglicher Enttäuschung hab ich mir gedacht: Solche Einladungen und Gelegenheiten sind selten. Also Sch... der Hund drauf. In einem Anfall von Frust und Wahn hab ich meinen kleinen Akkuschrauber entgegen der landläufigen Meinung zum Thema Wind aufgebaut und bin einfach losgeflogen. Ergebnis: Alle Aufregung umsonst. Okay, das Ding hat's in der Luft ziemlich hin und her geworfen. Aber es war nichts dabei, was ich nicht locker hätte aussteuern können. Auch die Landung war nicht wirklich schweißtreibend. An besagtem Vormittag habe ich meine komplette Akkusammlung ohne Zwischenfälle leer geflogen, und die Freude war groß.

Ich frage mich mitlerweile, woher das Gerücht der übergroßen Windempfindlichkeit eigentlich herkommt...

Folgender Erklärungsversuch: Flächenmodelle, die ich auch fliege, müssen zum Landen langsam gemacht werden. Dadurch lässt naturgemäß die Ruderwirkung nach. Es wird im Landeanflug schwierig, Böen auszusteuern. Anders beim Heli: Dessen Rotordrehzahl ist, wie sie ist. Sie gibt die Steuerwirksamkeit vor und ist während des gesamten Fluges einschließlich der Landung vorhanden. Man hat also immer genug Wirksamkeit, um Böen auszusteuern. Ich fliege Heli erst seit Anfang des Jahres, und gehöre nicht zu den Kunstflugprofis. Mein Können beschränkt sich auf Schweben sowie Rundflüge mit hier und da eingestreuten Eier-Loops. Das gesamte Programm habe ich problemlos auch bei den genannten Windverhältnissen abspulen können.

Fazit: Wenn man echter Anfänger ist und das Schweben lernt, ist Windstille unverzichtbar. Das gilt für 600er genauso wie für 450er. Aber wenn man das Schweben sicher beherrscht, ist Wind selbst für die kleinen 450er nicht wirklich ein Thema mehr. Die diesbezüglichen gegenteiligen und häufig kursierenden Aussagen kann ich nicht bestätigen.

Was meint Ihr dazu?
 
man sagt ;)

ein 450er Heli sei solange zu fliegen, wie er nicht vor dem Start wegweht. Wie Du schon selber bemerkt hast, ist er nur deutlich schwerer auszusteuern. Erleichternd sollte eine hohe Drehzahl wirken. Was bei den kleinen in der Vergangenheit nicht immer gegeben war;)

Versuche doch mal eine drehzahlgesteuerten Klein- oder Koaxial-heli bei Wind zu fliegen.. :p
 
Ich fliege meine 450er auch noch wenn die Brettchenflieger erst gar nicht auspacken. Wobei der MT 325 etwas ruhiger ist als der Rex SE. Aber nur minimal. Und geschult wird auch bei Wind. Wenn ich bei Wind fliegen kann, kann ich immer fliegen


Torsten
 
ich bin meinen Mini Titan letztes Jahr an der Nordsee bei 35 km/h Wind geflogen, das sind 5 Windstärken. Den Kleinen hat es zwar wie bei Dir hin- und hergeworfen, ging aber gut.

Video davon : http://www.partyfotos.de/heli/Mini_Titan_Juist_2008.wmv

Nase möglichst in den Wind stellen. Konstante Drehzahl ist Voraussetzung (Keine 0-Gaskurve).

Vorsicht jedoch bei Flugfiguren wie Turn oder Looping. An der höchsten Stelle bläst es den Heli ganz schön weit weg.

Inzwischen fliege ich Logo 500 mit V-Stabi, das regelt eh jeden Wind weg. Ausser bei den erwähnten Turns.

Grüße Bernd
 
Ich fliege meine Helis (besonders den Blade 400)gerade bei Wind, wenn es sich nicht lohnt, den Flächenflieger auszupacken.

Ist aber eine ältere Weisheit, dass Helis wesentlich unempfindlicher gegenüber Wind sind.
 
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