5 kg Gewichtslimit noch zeitgemäß?

Detlef

User
Nach div. Gesprächen mit anderen Piloten stellt sich die
Frage ob die 5 kg heute noch Zeitgemäß ist oder ob es nicht ein paar
Kilo mehr sein dürfen.

Wir sind ja nun vor einiger Zeit vom Spielzeug zum Flugmodell
im Luftrecht geworden müssen uns aber immer noch an nicht zugelassenen
Hängen mit leichten Modellen zufrieden geben.

Wie ist es nun möglich diese Gewichtsgrenze nach oben zu verschieben?
Sind da unsere Verbände gefragt oder soll nun jeder für sich los rennen
und einen Antrag stellen?

Wie ist es im benachbarten Ausland, darf dort auch nur bis max. 5 kg gestartet werden?


Detlef
 

gexx

User
Ganz ehrlich? Ich halte die 5kg nicht mehr für zeitgemäß. Diese Gewichtsgrenze ist viel zu hoch.
Warum? Nun durch das ARF- Zeitalter kann sich jeder in kürzester Zeit und mit verhältnismäßig geringen finanziellen Aufwand einen größeren Flieger zulegen.
Da aber alles weitestgehend vorgefertigt ist, ist die Gefahr groß, dass die ausreichende Beschäftigung mit der Materie Modellflug auf der Strecke bleibt.
Ich sehe da selbst bei 5kg ein mögliches Sicherheitsproblem.

Die 5kg Grenze ist dazu gedacht, einfach eine bessere Kontrolle die in dieser Gewichtsklasse schon gefährlichen "Spielzeuge" zu ermöglichen. Bei Modellflugplätzen wird in der Regel darauf geachtet, dass im Fall der Fälle kein Unbeteiligter verletzt werden kann.
Bei wilden Flugflächen besteht keine Kontrolle, ob sich nicht doch ein z.B. viel benutzter Wanderweg in unmittelbarer Nähe befindet.

Grüße
Robert
 
Hallo,
das kann man so oder so sehen, der Hangflug leidet unter den derzeitigen 5 kg gewaltig, bzw auch unter der begleitenden Tatsache, das in den meisten Bundesländern keine Ortsunabhängigen personenbezogenen AEs ausgestellt werden. Diese wären dazu nötig um beim derzeitigen Luftrecht den Hangflug mit zB. 20 kg Seglern zu ermöglichen.

Also gehts hier um die gesetzgeberische Gestaltungsfreiheit des Bundes. Und der hat sich nunmal für die 5 kg bei der Abgrenzung erlaubnisfrei und erlaubnispflichtig entschieden.

Wer das geändert haben will, kann sich jederzeit an das BMVBS in Bonn wenden.

Allerdings gibt es derzeit Tendenzen dass da Änderungen ins Haus stehen.
Es ist zu befürchten, dass der erlaubnisfreie Modellflug eher eingeschränkt werden wird.
Der Grund ist, die Micro- UAV / Flugkörperthematik die nach aktuellem Recht über den erlaubnisfreien Modellflug
die Vorstellungen des BMVBS nach Aufstiegserlaubnissen für Micro-UAVs aushebelt.

Die Verbände, könnten sich dann in der Tat in der einen oder anderen Richtung für Änderungen einsetzen.

Aber, es weis leider niemand, welche Vorstellungen diese letztlich dazu haben. Solche Planerischen Zukunftssichernden Entscheidungen werden auf den Hauptversammlungen ja leider nicht bekantgegeben.

Einmal wünschen sich unsere Verbände deutlich mehr zahlende Mitglieder, dementsprechend ist da schon mal eine möglicherweise einseitige Interessenlage da.
Dazu kommt, dass der erlaubnisfreie Modellflug nur gar zu gerne als Gefahr für den möglicherweise genau daneben liegenden genehmigten Fluggelände/Flugplatzbetrieb gesehen wird. Immerhin haben damit unsere DAeC Manntragenden Luftsportler ihre Probs, die generell immer mit Begegnungen im unteren Luftraum mit Flugmodellen rechnen müssen, und die Modellflieger kämpfen um Störungsfreies Fliegen auf den Modellfluggeländen.

Alles in allem, sind die Zeichen der Zeit für den erlaubnisfreien Modellflug eher schlecht geartet.

Was daraus dann politisch gemacht werden könnte, zeigt der Versuch vor 3 Jahren, im § 15 LuftVO Verbotene Luftraumnutzung den Modellflug mit aufzunehmen.
Damit wäre dann grundsätzlich alles Erlaubnispflichtig geworden.
Das konnte zum Glück verhindert werden. Im ersten Gesetzentwurf stand das aber im § 16 so drin

Alles in allem, ist das derzeit ein heikles Thema.

Wobei ich persönlich der Überzeugung bin, bei unserer bereits vorhandenen Überbürokratisierung und Regelungswut, sollte der erlaubnisfreie Modellflug mindestens erhalten bleiben bzw die Gewichtsgrenze eher erhöht werden.

Einmal werden die technischen Voraussetzungen durch die 2.4 Anlagen besser.
Dann werden die Modelle besser, insbesondere durch ARF denn speziell Anfänger ohne entsprechendes Wissen, machen beim Bauen so ihre Fehler. Es wird also durch ARF nicht schlechter sondern besser.
Zudem werden Flieger und die verwendeten Komponenten im laufe der Zeit immer besser.
Früher gabs zu schlechteren Steuerungen und Servos auch massig schlecht durchkonstruierte bzw gebaute Flieger, schon das hat sich über die Jahrzehnte sehr zum positiven verändert.

Auch ist der Informationsfluss auch zum Anfänger durch Internet und Co so gut geworden, dass sich auch der Anfänger und Wiesenflieger besser informiert und kundig macht bevor er startet.

Hat der sich vor 20 Jahren ohne jede Anleitung auf die Wiese begeben, und den Flieger schon nach 15 Sekunden geerdet, ist die Wahrscheinlichkeit um Welten gestiegen, dass ers heute mit Anleitung in Begleitung und mit den richtigen Sicherheitsabständen macht.

Und wer glaubt, durch die Forderung nach Genehmigungen und Beschneidung von Freiräumen würde die Sicherheit steigen, der irrt, selbst wenn man den erlaubnisfreien Modellflug komplett auf die genehmigten Fluggelände verbannen würde, würde sich das Gefahrenpunkt maximal verlagern, aber die Faszination die der Modellflug hat, würde sich damit nicht einschränken, die Zahl derer, dies Hobby ausüben und damit das Gefahrenpotential bliebe insgesamt ziemlich gleich.
Lediglich die Bürokratie würde zunehmen.

Immerhin stellt sich kein Luftamtsbeamter neben die Wiesenflieger/Anfänger und leitet diese praktisch und rechtlich an, ergo wird durch das Ausufern von Bürokratie auch nix bessr.

Gruß
Eberhard
 

gexx

User
Eberhard Mauk schrieb:
Und wer glaubt, durch die Forderung nach Genehmigungen und Beschneidung von Freiräumen würde die Sicherheit steigen, der irrt, selbst wenn man den erlaubnisfreien Modellflug komplett auf die genehmigten Fluggelände verbannen würde, würde sich das Gefahrenpunkt maximal verlagern, aber die Faszination die der Modellflug hat, würde sich damit nicht einschränken, die Zahl derer, dies Hobby ausüben und damit das Gefahrenpotential bliebe insgesamt ziemlich gleich.
Lediglich die Bürokratie würde zunehmen.
Die Gefahr bezieht sich immer auf die Gefährdung Unbeteiligter. Wenn mit großen und schweren Kisten in der Nähe von hochfrequenten Fahrrad -und Wanderwegen geflogen wird, ist die Gefährdung dieser Personen höher.

Wenn das ganze nun auf ein zugelassenes Modellfluggelände verlagert wird, dann ist zwar die Absturzwahrscheinlichkeit gleich geblieben, aber die Gefährdung völliger Unbeteiligter ausgeschlossen. Das setzt natürlich voraus, dass ein Modellfluggelände nicht gerade in Nähe von stark belaufenen Wegen zugelassen wird.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Ich habe nichts gegen die "Wildfliegerei". Mit schweren Kisten steigt aber auch das Verletzungsrisiko und wenn da mal wirklich etwas passiert, dann kann man die Wildfliegerei wahrscheinlich komplett vergessen.

Grüße
Robert
 

Gast_9757

User gesperrt
Schön dass es immer wieder welche gibt, die neue Verordnungen und Beschränkungen für den Modellflug geradezu herbeisehnen.
 
gexx schrieb:
Wenn das ganze nun auf ein zugelassenes Modellfluggelände verlagert wird, dann ist zwar die Absturzwahrscheinlichkeit gleich geblieben, aber die Gefährdung völliger Unbeteiligter ausgeschlossen. Das setzt natürlich voraus, dass ein Modellfluggelände nicht gerade in Nähe von stark belaufenen Wegen zugelassen wird.

Grüße
Robert
- liegen Modellfluggelände auf dem Mond ?
- fliegen manntragende auch auf abgesperrten Geländen ?
- fährt dein Auto auch auf abgesperrten Strecken ?

ich zweifle dass du jemals Sonntags bei schönem Wetter auf einem Modellfluggelände warst:confused:

öffentliche Veranstaltungen auf Modellfluggelände: gestern Flugtag Dettingen ca. 5000 Zuschauer:rolleyes:
 
Hallo,

...darüber habe ich mir (obwohl nicht betroffen) schon öfter Gedanken gemacht. Ich spreche jetzt mal nur vom Segelflug am Hang oder in den Bergen:
Bürokratie und gesetzliche Regeln (leider meistens Verbote oder Einschränkungen) bringen m.M. nach kaum eine Verbesserung der Sicherheit. Und ich denke wer große Modelle fliegt sorgt in der Regel selber für einen möglichst sicheren Betrieb.

Allerdings setze ich auch voraus, dass man so weitsichtig ist und Großmodelle nur dort einsetzt wo einerseits möglichst keine Unbeteiligten gefährdet werden und andererseits keine Flurschäden angerichtet werden, D.h. also bereit ist, da und dort auf den Start eines Großmodelles zu verzichten um Ärger zu vermeiden. Beispiele:

Ein Hang/Berg der nahe einer Kontrollzone/Anflugweg eines Flughafens liegt. Ein "near miss" wird umso wahrscheinlicher je größer das Modell ist - und so ein Vorfall führt sofort zu einer Meldung des betroffenen Piloten an die Behörde mit den entsprechenden möglichen Konsequenzen (von Höhenbeschränkungen bis zu Flugverboten).

Ein Hang mit einem großen Parkplatz und/oder Häusern am Hangfuß. Je größer das Modell umso größer ist der Aktionsradius und damit die Gefahr im Fall eines technischen Problems einen Schaden zu verursachen - also (Selbst-)beschränkung auf kleinere Modelle...

Etwas was ich immer wieder beobachte - einer muß immer zeigen was er draufhat - größer und schneller und v.a. so nah wie möglich dass ja jeder mitbekommt wie toll....1.000mal is nix passiert....

Ein schöner, hochgelegener Hang und ein Bauer der wenn gemäht ist keine Einwände hatte. Der Betrieb hat zugenommen, die Modelle wurden größer und was jetzt gemäht ist oder nicht war nach Meinung einiger "Agrarexperten" Ansichtssache. Ergebnis nach einigen unschönen Vorfällen - Flugverbot statt der Suche nach Konsens (der vielleicht mit einer Selbstbeschränkung möglich gewesen wäre).

Fazit: man kann sich auch "zu Tode regeln" - ich plädiere für einen möglichst freien Modellflug. Gleichzeitig aber auch für intensiven Einsatz aller Beteiligten für einen verantwortungsvollen Umgang bzw. Meinungsbildung in Fragen der Sicherheit. Wenn einer am Hang/Berg sich aufführt und sich um nichts schert dann ist das Thema schnell gegessen wenn die 5 anderen klar Position beziehen...

Grüße
Walter
 

gexx

User
hänschen schrieb:
ich zweifle dass du jemals Sonntags bei schönem Wetter auf einem Modellfluggelände warst:confused:

öffentliche Veranstaltungen auf Modellfluggelände: gestern Flugtag Dettingen ca. 5000 Zuschauer:rolleyes:
Ach Hans, Lesen hilft! Ich habe von Unbeteiligten geschrieben. Wer als Zuschauer auf ein Modellflugfest geht, ist kein Unbeteiligter mehr. Unbeteiligt sind die, die ihren normalen Sonntags- Spaziergang machen und vom Modellflieger eigentlich nichts wissen wollen.

Und bei uns sind Sonntags max. 8 Mann auf dem Flugplatz.

Grüße
Robert
 
gexx schrieb:
Ach Hans, Lesen hilft! Ich habe von Unbeteiligten geschrieben. Wer als Zuschauer auf ein Modellflugfest geht, ist kein Unbeteiligter mehr. Unbeteiligt sind die, die ihren normalen Sonntags- Spaziergang machen und vom Modellflieger eigentlich nichts wissen wollen.

Und bei uns sind Sonntags max. 8 Mann auf dem Flugplatz.

Grüße
Robert
Soso, Zuschauer dürfen also Kisten auf den Kopf fallen?
Sind dann wohl gewissermassen selbst Schuld?
Spaziergänger gibts im Umkreis von Modellfluggeländen nicht?

Wo ist der Unterschied ob ich im Umkreis eines Modellfluggeländes eine Kiste aufs Dach kriege, oder sonstwo?

Nicht mal zuhause im Bett ist man vor Todesfällen sicher, die Wahrscheinlichkeit da zu sterben ist wohl ungleich grösser als irgendwo durch ein Flugmodell verletzt zu werden:rolleyes:
 
Hallo Robert,
Ich habe von Unbeteiligten geschrieben. Wer als Zuschauer auf ein Modellflugfest geht, ist kein Unbeteiligter mehr. Unbeteiligt sind die, die ihren normalen Sonntags- Spaziergang machen und vom Modellflieger eigentlich nichts wissen wollen.
Also zumindest für mich und für die mir bekannten Luftämter, gillt jedes Menschenleben als Schützenswert. Nicht nur das von "Unbeteiligten" Dritten.....:D ;) :cry:

In einer Statistik wird auch zu Recht nicht unterschieden.

Und um da vorgefasste Meinungen etwas zu korrigieren, das Unfallrisiko steigt in der Tat auch mit der am Platz versammelten Menschenmenge. Schon durch Unübersichtlichkeit und Ablenkung.

Wo viel geflogen wird, sind erfahrungsgemäß auch mehr Gaffer. Der Schutzzaun der lt Ämtern nur Start und Landeunfälle verhindern soll, hat dann auch wenig Einfluss. denn die Hauptgefahr kommt von oben... Und Absturzorte sind nicht vorhersehbar.

Welche Logig jedoch bei der fortschreitenden Bürokratisierung tatsächlich verfolgt wird, sieht man am besten daran, dass der Modellflug 2006 von den § 6 Flugplätzen von heut auf morgen verbannt wurde.
Genau da konnte und wusste jeder dass mit Gefahren durch Flugbetrieb jeder Art zu rechnen ist und hat sich dementsprechend umsichtig unter Aufsicht der ordnenden Flugleitung verhalten.

Die direkte Folge ist jetzt, der Modellflug der da auf immerhin 3500 §6 Flugplätzen sehr geordnet betrieben wurde, findet jetzt Flächendeckend Immisionsbelastend auf der grünen Wiese und Modellfluggeländen statt, Die Gefahren werden weit flächiger verteilt, keiner rechnet damit beim Überlandflug kein Flugleiter ordnet mehr auf großzügigen Geländen, in Karten ist auch nix verzeichnet und in Ballungsräumen mit überlaufenen Modellfluggeländen müssen neue Gelände beantragt werden.

Die Sicherheit hat es jedenfalls in keiner Beziehung verbessert. Zumal die Unfallstatistik keine Unfälle zwischen Manntragenden und Flugmodellen auf den Heimatplätzen ausweist. Ein Einzelfall, den es gab, fand über einem Modellfluggelände statt.

Aus dem Blick aus dem Sinn, führt dann bei unseren Manntragenden Kollegen auch dazu, diese Art Flugbetrieb und Luftfahrzeug mittelfristig regelrecht zu vergessen.
Die Folgen muss ich dann keinem beschreiben.

Gleichzeitig findet durch die neuen Richtlinien seit 06 erstmals auch noch eine Beschränkung der gleichzeitig fliegen dürfenden Verbrennerflugmodelle aus Immisionschutzgründen statt.

Nur auf wenigen günstig gelegenen Geländen ist heute noch der gleichzeitige Betrieb mehrerer Flugmodelle möglich.

Da damit die Kapazitäten der Modellfluggelände deutlich reduziert werden, muss ebenfalls auf neu genehmigte Plätze ausgewichen werden.

Insgesamt ergeben sich damit weiter gestreute flächigere Immisionen und Gefahren.

Aber was solls, hoch lebe die Bürokratie und der vordergründige Gefahrenabbau.

Und gelingt es mit den Mätzchen tatsächlich ungeliebte Luftsportarten zurückzudrängen bzw Leute von der Ausübung dieses Hobbys abzuhalten darf mann getrost davon ausgehen, dass wieder mehr Leute auf der Straße oder bei anderweitig gesellschaftlich belastenden Hobbys wie zB Handtaschenraub, Saufen etz landen.
Die Ursachen liegen dabei schließlich in der zunehmend
fehlenden Entfaltungsmöglichkeit, der perspektivlosigkeit und allgemein breiter werdendem Frust der Einzelindividuen.
Dagegen steht wer sich mit Freude und ohne Frust vernünftig entfalten kann,. dürfte eine hohe Motivation mitbringen sich das dafür nötige Geld auch langfristig orientiert erarbeiten zu wollen.

xxxx

Schaun wir mal, wann sich die Modellflieger endlich wirksam zusammenrotten und sich solchem erwehren.
Und damit meine ich so, dass es auch Wirkung zeigt, nicht nur hier mit Palavern und über Verbände die sich um solche Dinge gar nicht kümmern. Oder schlimmer noch ihr eigenes Süppchen kochen.

Gruß
Eberhard
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

gexx

User
Gut, ich rede jetzt nicht mehr von Unbeteiligten...

Es ist schon ein Unterschied, ob ein Modellflugzeug in einem vorgegebenen Sektor geflogen wird und die Zuschauer sich in einem für das Modellflugzeug "gesperrten" Bereich aufhalten oder wenn das Modellflugzeug irgendwo und überall geflogen wird, ohne auf mögliche Gefährdungsstellen (stark befahrene Straßen, Wege, Radwege usw.) Rücksicht zu nehmen.

Natürlich gibt es auch Spaziergänger in der Nähe von Modellflugplätzen. Aber der eigentlich Flugsektor wird sich nicht gerade über diesen Wegen oder Straßen befinden.

Ehrlich gesagt ist es mir aber egal, von mir aus könnt ihr fliegen wo ihr wollt und wie schwer ihr wollt. Ich würde mich nicht gegen eine Gewichtserhöhung aussprechen. Meine innere Meinung, die nur in diesem Thread ausgesprochen wird, sagt mir aber, dass die 5kg Grenze schon gerechtfertigt ist.
Das Gefährdungspotential ist mit höheren Gewicht auch höher und wenn dann mal etwas passiert, kann die "Wildfliegerei" ganz vergessen werden. Dann ist selbst für eine 80cm Schaumwaffel der Betrieb nur noch auf Modellflugplätzen erlaubt. Dem Gesetzgeber ist das dann egal, Hauptsache es passiert in dieser Form nichts mehr.
 

Yeti

User
hänschen schrieb:
Soso, Zuschauer dürfen also Kisten auf den Kopf fallen?
Sind dann wohl gewissermassen selbst Schuld?
Spaziergänger gibts im Umkreis von Modellfluggeländen nicht?

Wo ist der Unterschied ob ich im Umkreis eines Modellfluggeländes eine Kiste aufs Dach kriege, oder sonstwo?

Nicht mal zuhause im Bett ist man vor Todesfällen sicher, die Wahrscheinlichkeit da zu sterben ist wohl ungleich grösser als irgendwo durch ein Flugmodell verletzt zu werden:rolleyes:
Du weißt sicherlich selbst, dass das unsachlich war, oder?

An Modellfluggeländen werden besondere Vorkehrungen getroffen, andere Personen zu schützen, egal, ob es andere Modellpiloten oder Passanten sind (Fangzaun, Flugsektoren, Frequenzkontrolle, Zäune, Hinweisschilder, etc.). Und die Einhaltung der dafür getroffenen Maßnahmen kann auch überwacht werden. Das ist beim Modellflug in freier Wildbahn nicht gegeben und kann auch nicht überwacht werden. Also ist es logisch, dem zulassungsfreien Modellflug Beschränkungen aufzuerlegen.

Und eine Gefährdung geht nicht nur durch abstürzende Modelle aus, sondern für Passanten vor allem durch startende und landende Modelle.
 
----->Aber der eigentlich Flugsektor wird sich nicht gerade über diesen Wegen oder Straßen befinden.

Ehrlich gesagt ist es mir aber egal, von mir aus könnt ihr fliegen wo ihr wollt und wie schwer ihr wollt. Ich würde mich nicht gegen eine Gewichtserhöhung aussprechen.<-----

du bist wohl Bööötchenfahrer:confused:
 
ich fliege oft zuhause mit kleinen seglern oder funjet oder ein k 10 mit motor.
auf dem platz ist das sicherer mit fangzaun extra fläche für zuschauer und parkplatz.
aber kann es die 100 % sicherheit geben mit sind auch schon flieger mit technischen mängeln abgestürzt,gott sei dank keine von meinen 3m kisten mit ihren ca 17 kilo.man kann zwar alles überprüfen und kontrollieren aber die volle sicherheit gibt es wohl nicht ,
was hat natürlich ein bisschen das thema der 5 kilo beschränkung verfehlt,kenne aber plätze die nur 5 kilo dürfen und dort werden 3m maschinen geflogen,dort bin ich auch ausgetreten denn wenn da mal was passiert wer zahlt dann????
lg dirk
 
Hallo Gexx,
logischerweise, es darf nix passieren, egal wo und mit was.

Aber früher hatten wir alle 1-2 Jahre auf Modellfluggeländen schwere Unfälle. Zwischenzeitlich ist in der BRD schon seit längerem nix schweres mehr passiert.
Auf Holz Klopf. Nun man kann einerseits sagen es kann Zufallsverteilung sein, das wäre denkbar...

Aber selbst in 40 Jahren Modellflug, sind mir auf der Wiese keine schweren Unfälle durch Modellflug bekannt geworden. Schon diese Statistik, spricht Bände.
Und spricht eindeutig für den Modellflug auf der grünen Wiese. Und für das Verantwortungsbewusstsein der Piloten die sich auch da so verhalten, dass eben nichts passiert.
Was nicht ausschließt, dass es morgen nicht doch passiert.

Gleichzeitig hat sich der Modellflug in den Jahrzehnten vor allem in den letzten 15 Jahren explosionsartig immer stärker zu höher schneller weiter, viel mehr und schwerer hin zu einer Massensportart entwickelt. Dennoch ist die Statistik trotz vordergründig höherem Gefahrenpotential wesentlich besser als jemals früher oder zB beim Minigolf. wer da rückwärts auf die Rabattensteine fällt hat mindestens genau so schlechte Karten.....

Denn ausgeglichen wird das ganze durch wesentlich bessere Technik, mehr sensibilisiertes Verantwortungsbewusstsein und zB. durch die Möglichkeit auf der grünen Wiese fernab auch von Zuschauern zu fliegen. Genau das braucht aber der Anfänger der sich nicht sicher ist.
Erst der der sich sicherer fühlt, wird neben Wegen mit Publikumsverkehr fliegen, der der sich nicht sicher ist sucht die Einsamkeit. Aber die findet er auf Fluggeländen eher nicht. Da findet er zwar Hilfestellung, aber keine höhere Sicherheit.

Der Betriebsluftraum, stellt ganz und gar nicht sicher, dass sich da drin nix bewegt. Der Betriebsluftraum, dient hauptsächlich dem Immisionsschutz des Umfeldes.
Nicht mal in der Rechtsprechung nach Unfällen wird der als Sicherheitszelle gesehen.
Es sei denn, er überfliegt vorsätzlich den Vorbereitungs Park und Aufenthaltsbereich....

Wer sich dann mit Flughgeländen beschäftigt, wird auch finden, dass diese oft einen Kompromis darstellen, da gibts dann oft Wege an zB der Landebahnschwelle, die zum Starten und landen in geringer Höhe überflogen werden müssen. In unserer dicht besiedelten und kleinparzelligen Landschaftsgestaltung ist das leider so, dass man oftmals nur solche für die Landwirte weniger brauchbare "Ecken" gepachtet bekommt.

Insofern hats der Wiesenflieger oft wesentlich besser, der sucht sich ein möglichst großes Gelände, auf dem diese Probs erst gar nicht da sind. Schließlich muss der das Gelände auch nicht pachten. Auch wenn das oft ohne Zustimmung des Grundstückseigners geschieht, er hats da leichter. Was insofern letztlich der Sicherheit zugute kommt. Siehe Statistik.

Dass dann durch einen einzelnen auch tragischen Unfall, Gesetze geändert werden, halte ich eher für unwahrscheinlich. Dafür muss schon die Gesamtstatistik entsprechend schlecht sein und öfters was passieren und die Statistik zu viel risikobehafteteren Sport oder Freizeitaktivitäten im entsprechenden Verhältnis stehen.

Da fürchte ich eher tragische Unfälle auf Modellfluggeländen mit größeren Fliegern, die gleichzeitig viele Personenschäden in Personengruppen verursachen können. Diese haben dann eine entsprechende politisch gesellschaftliche Tragweite, aber nicht der Einzelunfall auf der Wiese.

Gruß
Eberhard
 
gexx schrieb:
Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Ich habe nichts gegen die "Wildfliegerei". Mit schweren Kisten steigt aber auch das Verletzungsrisiko und wenn da mal wirklich etwas passiert, dann kann man die Wildfliegerei wahrscheinlich komplett vergessen.

Grüße
Robert
Das sehe ich anders: Meiner Meinung nach ist die Verletzungsgefahr sogar geringer geworden!

Erstens wagen sich Anfänger aus Kostengründen nicht an Brummer ran. Wenn man da erdet wird es nunmal deutlich teurer als bei den kleinen Styro-Modellen zumal die großen Holzkisten auch kaum vom Anfänger reparabel sind.
Daher kann man davon ausgehen, daß kein echter Anfänger auch nur nahe der 5kg-Marke fliegt (außer er ist reich) und das Risiko auf Personenschaden viel geringer ist.

Heutzutage sind die Einsteigerflieger deutlich billiger geworden und man kann mit recht wenig Geld einen vernünftigen Einstieg haben. Styro- Elapor- oder Depronmodelle richten auch nicht so viel Schaden an. Somit kann man sich deutlich besser vorbereitet an größere Modelle rantasten.

Außerdem ist heute dank der Computertechnik alles zuverlässiger geworden. Die Fertigung der Flugzeuge ist auch genauer. Wenn ich an meine ersten Versuche mit den störanfälligen und unzuverlässigen Fernsteuerungen und sonstigen elektronischen Komponenten denke... Damals habe ich das teure Hobby bereits nach 2 Wochen wieder aufgegeben.

Außer Acht darf man aber auch die heutigen PCs nicht lassen! Welcher Anfänger übt nach seinem ersten Crash mit seiner elektrischen Schaum-Sumsel nicht am Simulator bevor er sich wieder raustraut? Damit spart man richtig Geld!!! Selbst heute noch...

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:

gexx

User
hänschen schrieb:
----->Aber der eigentlich Flugsektor wird sich nicht gerade über diesen Wegen oder Straßen befinden.

Ehrlich gesagt ist es mir aber egal, von mir aus könnt ihr fliegen wo ihr wollt und wie schwer ihr wollt. Ich würde mich nicht gegen eine Gewichtserhöhung aussprechen.<-----

du bist wohl Bööötchenfahrer:confused:
Nöö, bin ich nicht...ich bin schon Flächenflieger.(aber kein Hangflieger) Find es gerade nur ziemlich blöd, wenn man sich gegenseitig so auf den Keks gehen muss. Wir haben ja alle das gleiche Hobby:D
Man darf aber nicht vergessen, dass eine Aufhebung der 5kg Grenze nicht nur für die Hangflieger gedacht wäre, sondern auch überall Gültigkeit hätte. Da kann dann auch die 15kg Kunstflugmaschine vom nächsten (asphaltierten) Feldweg gestartet werden.

Grüße
Robert
 
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