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75 Jahre Fliegerschießen auf der Axalp (2017), Ebenfluh Teil 1 von 3

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75 Jahre Fliegerschießen Axalp

Axalp 2017
Teil 1/3

Andreas Maier


Den meisten Jetfans dürfte bekannt sein, dass jedes Jahr im Oktober in den Schweizer Bergen das Schießtraining der Luftwaffe auf der Shooting-Range Axalp-Ebenfluh stattfindet.
Das offizielle Schießtraining beginnt am 11. Okt. und geht bis zum 12. Oktober. Da mir bekannt war, dass sich die Veranstaltung über mehrere Tage erstreckt und dieses Jahr bereits am 10. Okt. für die Öffentlichkeit zugänglich sein würde, reiste ich schon am Montag, den 09. Okt. an.

Wie das auf militärischen Schießanlagen so ist, muss man sich an strenge Regeln halten, um nicht in die Schussbahn bzw. in den Gefahrenbereich zu geraten.
Wegen der Sperrgebiete ist die Fahrt zum Axalpdorf mit dem PKW an den Tagen untersagt. Insbesondere deshalb, um den Zubringerbussen, die auf der kleinen Bergstraße mächtig zu kämpfen haben, nicht in die Quere zu kommen. Außerdem sind die auf der Strecke eingerichteten Ausweichplätze genau für diese Fahrzeuge bemessen und da würden die PKWs von Zuschauern nur stören.




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..und natürlich sollte Wikipedia nicht fehlen.

Nun war ich glücklicher Weise schon gegen Mittag im Hotel in Meiringen, in dem ich bereits Ende Februar ein Zimmer gebucht hatte. - Ab April war rund um die Airbase kein Hotel mehr zu bekommen.

Jetzt stand ich vor der Frage, was tun, wenn gegen 14 Uhr eingecheckt ist, Klamotten und Verpflegung verstaut sind? Eine Ration hatte ich noch zur Hand, da ich gegen 5 Uhr in der Frühe, wenn die Hotelküche noch geschlossen ist, schon auf dem Weg zum Busshuttle sein musste.
Da habe ich mich entschlossen, schon mal mit der Kamera und anständig Adrenalin in den Adern zur Airbase zu fahren, um erste Jetluft zu schnuppern.

Ein paar Bildchen von der Vorderseite der Airbase, die ich auf die Schnelle eingefangen hatte, während ich schon Gespräche mit bekannten Fotografen aus der Szene und eingen Soldaten geführt habe. Man muss ja up to date sein! Leider hat sich das Wetter noch nicht von der allerbesten Seite gezeigt, was aber in die nächsten Tage noch besser werden sollte. Das würde allerdings den unschönen Nebeneffekt haben, dass die durch die hohe Luftfeuchtigkeit entstehende Sichtbarkeit der Wirbelschleppen, geringer bzw. gänzlich verschwinden würde.


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Nicht nur F/A-18 waren in der Luft, auch die EC-635 drehte so manche Runde!
J-5001 bis J-5026 sind F/A-18C (Einsitzer)
J-5231 bis J-5238 sind F/A-18D (Doppelsitzer)


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Dies ist die Straße, die die Start- und Landebahn kreuzt.
Die Fallschirmspringer trainierten auch noch mal, da sie gerne etwas in Petto haben.

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Der Anflug aus der Ferne.
Wie man sieht, kondensiert in Folge der hohen Luftfeuchtigkeit der Wasserdampf in den Wirbelschleppen. Doch es gibt einfach kein anständiges (scharfes) Bild, da die feuchte Luft auf diese Entfernung die Farbe und Schärfe nimmt.
- Also runter mit der Hornisse. :)

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Zurück zum Hotel, Chris ist im Anflug. Dann knobeln wir die Schlafplätze noch aus. Das Nachttraining ist mir bei dieser Witterung nicht ganz so wichtig wie ein gutes Nachtessen, man gönnt sich ja sonst nichts.


Tag 2: Dienstag, den 10.10.2017 - Blick aus dem Hotelfenster

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Wir beschließen, die Einladung auf die Airbase anzunehmen. Da für heute auf der Schießanlage laut Militärwetter leichter Nebel und Dunst gemeldet ist, können wir noch zwei Stunden liegen bleiben. So kommen wir zu einem netten Frühstück in der Kantine...ihr wisst Bescheid! - Man gönnt sich ... oder schont die alten Knochen!


Alla Hopp, die Hühner sind gesattelt, auf zum Frühstücken auf die Airbase.


Dort wird die Runway überquert, um ganz hinten am Waldrand zu parkieren.
Es folgt ein kleiner Fußmarsch bzw. Spaziergang bis kurz vor dem vorderen Ende und schon kündigen sich die ersten Jets am Himmel an.
Die Fliegerstaffel 11 kommt von ihrem frühen (fast nächtlichen) Einsatz von 8:00 Uhr zurück.

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Wie es der Zufall will, landen sie auch von dieser Seite rein.
Das ist daran erkennbar, dass der kleine Kontrollwagen (mobiler Mini-Tower) da oben steht und das Fangnetz am anderen Ende des Platzes aufgestellt ist, während es hier auf dem Boden liegt.

Was für ein Schilderwald, hoffentlich biegen die Jungs da nicht mal falsch ab!


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Solange diese Kühe nicht mal mit der Wimper zucken und die Vögel nicht mit Platzpatronen vertrieben werden müssen, solange darf sich meiner Meinung nach keiner über die zeitlich befristete Flugmusik mit dem Die Natur leidet-Argument beschweren. Gewitter sind ja auch etwas lauter.

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Jetzt aber ab in die Kantine, es ist frisch hier draußen,
dort ist der Kaffee heiß und das Frühstück wirklich klasse. Ihr wisst Bescheid...man gönnt...
Frisch gestärkt kann ich vom Dach der Kantine aus Bilder einfangen. Ein großes Dankeschön an Bruno.
Auf Bild 2 hinter der Superpuma sieht man auch gut das Fangnetz, wenn der Bremsweg eines Jets mal wieder etwas länger werden sollte.

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Standortwechsel, diesmal geht es zu Fuß über den Flugplatz, um alle fotografisch interessanten Punkte aufzusuchen, von denen ich annehme, dass sie gute Bilder ergeben.

Die Superpumas werden für den Großen Lift (VIP-Transport nach oben und unten) fertig gemacht.
Auch die PC-7 bekommt gleich mal gutes Licht für die Landung.
Während die standardmäßigen F/A-18-Flüge ungeniert im Zweistundentakt weiter gehen.
Immer wieder grüßen und winken die Piloten den Zuschauern und Fotografen zu.

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Ab in die Garage...die Grottenmolche warten schon mit dem Werkzeug in der Hand.

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Es geht jetzt mal ganz nach hinten, denn ich möchte zu gern mal einen Jet beim Start direkt von hinten knipsen. (Haja von Hinne isch au mol schee!) - genial wäre es, wenn der Nachbrenner die Luft zum Kochen bringt.

Öhem ... das war wohl nix!
Tja, weil die Luft jetzt wirklich kocht, ist der Jet nur hinter flirrend heißer
und dezent parfümierter Luft zu erahnen.
Wieder was dazu gelernt!

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Just in diesem Moment ballert eine F/A-18 etwa 1600 m über Grund über uns hinweg und wirft Flairs ab.
(Meiringen 595 m ü.M. / Axalp rund 2200 m ü.M.)

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Zwei Superpumas machen sich auf den Weg zum Brienzer See, um ihre Löschsäcke zu füllen.

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Die zwei PC-6 kommen von ihrem Absetzauftrag zurück.
Wie man erkennen kann, ist hier die Jugend auch nicht anders als bei uns, denn der letzte Springer vergaß, die Tür hinter sich zu schließen. Oder hatte der Pilot was Falsches gegessen und muss noch mal durchlüften?

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....und schon kommen die vier Hornissen der Fliegerstaffel 11 zurück.
Bild 4 "finde den Jet" mit 600 mm und APSC-Sensor aufgenommen.
Als ob er Anlauf zum Landen holt.

Ach ja, ähem...der Standort ist für kleine Bübelchen ohne Gehörschutz nicht zu empfehlen, denn der Schall drückt dort mächtig runter und zieht die Hosen regelrecht mit zu Boden.

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Auch die zwei fliegenden Feuerlöscher schweben wieder ein.

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Aber hier wird deutlich, dass der Standort stirnseitig nicht grundsätzlich so verkehrt ist, denn es hat was, wenn die Jets und Helikopter so genial posen und im Hintergrund schon die ersten Autos und Leute, die Piste überqueren.

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Dann könne mer ja wieder nach vorn zur Startbahnmitte laufen.
Dort, wo sich die Straße befindet, über die man auf andere Seite (wo das Auto steht) gelangt.


Hier donnert die Patrouille Suisse doch tatsächlich in 1600 m über unsere Köpfe hinweg und je nach Luftfeuchtigkeit und Höhe lassen sich die kleinen F5-Tiger relativ ausreichend bis befriedigend einfangen.
Gut ist zwar etwas anderes, aber ich denke, ich darf die Süßen so zeigen.

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Der erste Big Lift kommt von seiner Mission zurück,
rollt zum Tanken, um direkt danach erneut zu starten.
Schließlich wollen alle VIPs auch wieder runter.

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Es trauen sich sogar zwei Tiger aus der Höhle, um noch mal zu starten.
Dann komme ich doch noch zu meinen Bunsenbrenner-Bildern.
Komisch, gar nicht so kernig wie vorhin die Überflüge ohne Nachbrenner!

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Die PC-7 macht sich wieder auf den Weg, die Fotografen-Schar auf der Dachterrasse wird auch etwas dünner und ich banne noch ein paar Details der F5 und die Tafel mit den Geschwadern aufs Bild.


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So jetzt isch gnuag mit de Bildle! ;)

Ab in Richtung Auto, zum Hotel um Daten zu sichern und anschließend zum Italiener.
Nicht dass die Hotelküche schlecht wäre, aber deren bodenständige Schweizer Küche mit Käse etc. ist uns heute etwas zu deftig, da wir ja um 4h ,( .. ja um 4:00:00h) aufstehen wollen, weil der Berg (die Axalp) ruft.


Hier geht’s zum...

Teil 2
Teil 3
 

Kommentare

Danke schön, es freut mich wenn Euch die Bilder gefallen!
- man kann bis zu 3x auf diese klicken bis sie ihre komplette Größe haben.



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Danke fürs zeigen Andreas - der (Ober-) Hammer für mich: :)

http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=1884321&d=1513547649
... und:
http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=1884349&d=1513550501

Hast mit Sicherheit gute Beziehungen um direkt auf das Flugfeld und den Fliegern "so nahe"
zu kommen, denn ein Tele kann weder Zäune noch Menschenköpfe weg retuschieren! ;)


Gerd diese 2 Bilder müsstest du erst mal auf Alu, Dibond, Forex-Platte,
ggf noch hinter Glas in 120cm x 80cm sehen :D ;)
Wobei ich das mit den 3 Jets und das mit den 2 Helis bevorzuge.


Die Zäune sind ca 1,20m bis 1,40m hoch.
- in der schönen Schweiz ist das gaaanz Anders wie im verklemmten Deutschland. :p
und in Teil 3 erkläre ich das mit den 3 Jets, denn das war eine absolute Ausnahme !



Gruß
Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Andreas,

könnte man die F-18 Fotos in Originalgröße auf CD erhalten, nur für mein Archiv....?
Vielleicht zeichne ich nochmals eine, hab mich vor Jahrzehnten ja schon einmal mit diesem Flugzeugtyp beschäftigt.

Gruß
Hans-Jürgen
 
Hallo Andreas,
ich hab selten so perfekte Flug- und Flugzeug-Aufnahmen gesehen.
Darf ich fragen, mit welcher Fotoausrüstung das gemacht wurde?

Thomas
 
@-Daniel: "Danke schön,
Deine Schule :) ... aber bitte mach mich nicht verlegen!"


@-Thomas: "Danke schön.
Du musst mal Daniels Axalp Bilder sehen ! ;)
Nun ich habe hier meine 2 älteren gebrauchten Mädels eingesetzt.
Canon EOS 40D und die Canon EOS 7D
hierzu ein 17-55 f2,8 Canon, bzw. 150-600 Sigma Sport.
Alle Bilder frei Hand."


Gruß
Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:

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