8g-Servo für 4,98 € von Conrad-Electronic unter der Lupe

Ingo Seibert

Vereinsmitglied
Hallo zusammen,

habe gestern meine Lieferung von 16 der 8g-Mini-Billigservos erhalten und die Teile natürlich gleich einer genaueren Inaugenscheinnahme unterzogen.

Technische Daten:
  • Gewichtsangabe 8g, meine Waage springt zwischen 7g und 8 g - Angabe scheint ok.
  • Maße: (LxBxH) 22,51 mm x 13,00 mm x 23,21 mm
  • Länge mit Befestigungslaschen: 32,47 mm
  • Höhe mit Abtriebsvielkeil: 26,03 mm
  • Länge des Anschlußkabels: 250 mm
  • Lochabstand d. Befestigungslöcher: 28 mm
  • Durchmeser d. Befestigungslöcher: 2 mm
  • Dreiteiliges Gehäuse
  • 9-stufiges Kunststoffgetriebe
  • Getriebe ausreichend gefettet
  • SMD-Elektronik, sauber verlötet, Kabel lang genug, aber nicht gegen Kurzschlüsse gesichert
Erste Eindrücke
  • Getriebespiel: Vorhanden, aber für den Preis voll in Ordnung
  • Stellkraft: Für kleinere Modelle oder Querruderantrieb geeignet. Aber das ist nur ein erster Eindruck!
  • Rückstellgenauigkeit: Alle 2 bis 3 Klicks der MC24-Trimmrasten erfolgt eine Positionsänderung. Genaueres später.
  • Das Getriebe ist ausreichend gefettet, das schaffen manche Markenhersteller nicht!
Des weiteren habe ich alle Servos einem kurzen Lauftest unterzogen. Die Teile muß man "paaren&matchen", denn es sind teilweise recht große Laufzeitunterschiede erkennbar. Test erfolgte an einem ACT DDS-10 Empfänger und Sender MC-12 auf einem Schaltkanal mit 150% beidseitigem Servoweg. Ein Servo sticht besonders hervor, es ist deutlich schneller als alle anderen.
Der Servomotor ist von der Sorte "mickrig", aber, nochmal, für das Geld voll ok! Die Servoelektronik ist zwar sauber aufgebaut, aber die Lötstellen liegen frei, dadurch kannim ungünstigsten Fall der Plus- oder Minusanschluß vom Empfänger direkt an die Potianschlüsse kommen. Sollte man vor dem Einsatz im Flugmodell also einen Tropfen Heißkleber draufmachen.
Und jetzt: Bilder
















Das letzte Bild zeigt zugleich den Lieferumfang.

Fazit

Supergünstiges, kleines Servo, welches entweder als Ersatzteilspender für eine abgefackelte Servoelektronik benutzt oder in kleineren Modellen eingesetzt werden kann. Ich werde zwei davon als Querruderservos in meiner Krick Klemm L 25D einbauen. Mal schauen, was sie im Flug so taugen.
Und wenn jetzt jemand fragt, wozu man 16 Stück davon braucht: Wird noch nicht verraten (ätsch Uli :-D), aber demnächst werde ich mal ein Bildchen einstellen ;)

[ 09. März 2005, 15:41: Beitrag editiert von: Ingo Seibert ]
 

Ingo Seibert

Vereinsmitglied
Und das kann man (unter anderem) damit machen. Auslöser war die Anschaffung des DDS-10 Empfängers von ACT.





Selbstgelöteter Nullmodemadapter, Palm m100 für 15€ von EBay, serielles Interface von ACT, alte Servos aus der Grabbelkiste. Soweit, so gut. Ist nur etwas abstrakt, wenn sich da 10 Servos vor einem hin und herbewegen. Sowas wie Memory für Modellbauer: "welches Servo müßte sich denn jetzt...?". Also mußt dem Abhilfe geschaffen werden, und da kamen die Conrad-Servos gerade recht. Ich habe dann in der Firma "flugs" zwei Dummys aus 5 mm Macrolon gefräst und da ne Ladung der Conrad-Servos eingesetzt. 10 Stück sind im Normalzustand drin, nochmal 4-6 können über eine Zusatzplatte, die senkrecht draufgeschraubt werden kann, angesteuert werden; für Zusatzfunktionen wie Kabinenhaube oder so´n Kram. Die zwei Servos unter dem Teil können entweder als z.B. Fahrwerksservos oder auch als Landeklappenservos benutzt werden, je nachdem, wie rum die Hebel draufgeschraubt werden.





Die Ruder bestehen ebenfalls aus Macrolon und sind einseitig 45° (bzw. 65° bei den Wölb-/ Landeklappen) angefräst. Scharnier ist glasklares Klebeband, Ruderhörner sind M2-Schrauben; und wie ich die Verbindung zwischen Schrauben und (Kunststoff-) Gabelköpfen gemacht habe, müßt ihr schon selbst rausfinden ;) . Ist spielfrei und hält jetzt schon ewig. Indoorflyer dürften jetzt allerdings nur müde lächeln...

Jetzt kann ich mit dem DDS hervorragend spielen :) . Die Ursprungsidee kam allerdings von kurt Wächter, ich hab das nur auf meine Bedürfnisse hin adaptiert.
 

MikeG

User
Hallo Ingo !

Tolle Idee - Respekt !

Und ich hab immer gedacht, nur mir ist der Probebetrieb mit einem Haufen vor mir herumliegender Servos zu hoch ;)

Viel Erfolg.

Michael GASSER
 

Armageddon

Vereinsmitglied
Hallo Ingo,

sieht cool aus das Teil aber ich habe den Sinn noch nicht ganz verstanden. Ist das jetzt nur ne Testplattform für den DDS10 oder ein Demoobjekt (z.b. für Messen), oder ...? Fliegen wird das Teil jawohl nicht, oder?

Gruß Kai
 

Ingo Seibert

Vereinsmitglied
Hallo Kai,

Fliegen? Nicht weit, höchstens tief :D . Du hast es richtig erkannt - der Dummy dient nur dazu, um in die Programmierung des DDS-10 oder Diversity-Verbundes einzusteigen. So sieht man direkt, ob eine aufgerufene Funktion auch den gewünschten Effekt erzielt.

Ich bin auch in diesem Punkt mit Kurt Wächter einer Meinung (und das ist selten eigentlich ;) ): Der DDS ist für mich eher Ergänzung vorhandener Möglichkeiten denn generelle Programmierung. Mit meinem Sender bin ich etliches schneller, was die Programmierung angeht. Für einen Wölbklappenflieger mit allen möglichen und unmöglichen Mischungen am Dummy habe ich mit der MC-24 keine 20 Minuten benötigt ;) .

Aber deine Idee ist auch nicht übel - will das Teil jemand mieten? Wird natürlich nicht billig :D
 
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