Absima Neon Furry 1:12 - Erfahrungsbericht

Ich hab mir einen Neon Furry gegönnt und nach den ersten Fahrten bin ich auch sehr begeistert davon. Was mich etwas gewundert hat, ist dass es zu dem kleinen Kraftpaket noch keinen Thread gibt. Von daher darf hier jeder gerne seine Erfahrungen Teilen.

Fangen wir mal vorne an :): Das war der weniger erfreuliche Teil.... Anfrage wegen der Akkugröße beim Händler gestellt und kurz gesagt: Kundenfreundlich und hilfreich ist etwas anderes..... Dann den Absima direkt angeschrieben und eine eindeutig falsche Aussage zu ihrem eigenen Produkt bekommen...... Ich habs dann trotzdem riskiert und bestellt. Die Lieferung ging extrem schnell und reibungslos!

Anleitung.... wer liest die schon!? Ich überfliege die meistens ganz grob und nur wenn ich etwas suche dann schaue ich gezielt nach. Das ist bei der Anleitung eigentlich überflüssig, denn die Anleitung kann man so wie sie ist entsorgen.... Nein, stimmt nicht! Die Explosionszeichnung mit den Ersatzteilnummern könnte vielleicht nochmal hilfreich sein. Aber sonst steht eigentlich NICHTS hilfreiches drinnen. Angeblich kann man die Bodenfreiheit zwischen 20-30mm einstellen, wie wird aber nicht verraten. Es steht drinnen, dass man die Abschaltspannug beim ESC an den Akku anpassen soll, wie wird aber nicht verraten. Komplett unbrauchbar aus meiner Sicht. Leider gibt es zu dem ESC weder auf der Hompepage noch sonst irgendwo im Internet eine Anleitung die Aufschluss über die Programmierung gibt. Eine Programmierkarte gibt es zwar, aber für ein einziges Modell kaufe ich normal keine, sondern mache das einmalig mit dem Sender.

Die Pistolensteuerung: Klein, liegt aber gut in der Hand. Einstellmöglichkeiten beschränken sich auf das absolute Minimum, was ich sehr schade finde, aber für eine RTR Beigabe ist sie ganz ok.

Für alle die es auch interessiert: "normale" 3S 2200er LiPos passen auch rein. Aber Achtung, das ist schon eine recht knappe Geschichte. 22mm Höhe hat der mitgelieferte Akku. 23 max. 24mm gehen auch noch, aber mehr wird nichts mehr. Das war für mich eines der Kaufargumente, denn von den Akkus habe ich jede Menge von meinen Flugzeugen und die würde ich natürlich gerne auch im Neon Furry verwenden. Die Halterung für das Akku-Klettband kann um 2cm erweitert werden, womit auch etwas längere LiPos rein passen würden. Breite und Höhe ist leider fix vorgegeben und da kann man auch nicht wirklich was machen (außer Material abtragen). Ohne Werbung machen zu wollen die SLS Xtron 3S 2200er 30C passen saugend rein. Der Turnigy 3S 2200er 40c passt auch gerade noch rein. Wenn sich die LiPos etwas aufblähen wird das auch nichts mehr, nur als Hinweis! Auch ist das Akkukabel vom mitgelieferten Akku recht kurz im Vergleich zu den anderen.

Sonst ist der Aufbau sehr durchdacht und sauber gemacht. Die Anordnung der Komponenten ist auch stimmig, nur hätte ich mir gewünscht, dass der Ein-Aus-Schalter zu bedienen wäre ohne dafür die Karosserie abnehmen zu müssen.

Das Ding kommt fahrfertig, bis auf den Heckspoiler, der mit 2 Schrauben schnell angeschraubt ist. Ich habe alle Schrauben auf festen Sitz kontrolliert, passt aber alles aus meiner Sicht.

Ich bin jetzt einen vollen Akku damit gefahren auf Asphalt und Wiese. Das Ding hat selbst bei 50% so viel Power, dass man bei der Größe kaum mehr braucht. Für Geschwindigkeitsrekorde ist das eh das falsche Modell, weshlab ich das schnellere Ritzel wahrscheinlich nichtmal probieren werde. Auf Asphalt muss man schon sanft mit dem Gas umgehen und auch vorsichtig sein beim Lenken, da man es relativ leicht schaft ihn sich überschlagen zu lassen, wenn man zu schnell und zu stark lenkt. Die Reifen sind relativ weich und bei ambitionierter Fahrt auf Asphalt würde ich jetzt mal davon ausgehen, dass man die öfter wechseln muss. In der Wiese hat er so viel Grip mit den Reifen, dass es ihn bei aggressivem Bremsen nach vorne hin überschlägt...... Bin den Akku bis auf 3,6V (direkt nach dem Fahren gemessen) gefahren und hab dann knapp über 1000mAh nachgeladen. Von echten 2200mAh dürfte der Akku weit entfernt sein, aber er hält recht lange. Ich hab die Zeit nicht gestoppt, aber ich schätze mal, dass ich ca. 15 Minuten gefahren bin. Wenn ich da noch 1/4 zur Herstellerangabe von ca. 20 Minuten dazu rechne hätte ich vielleicht 1250-1300mAh nachgeladen.

Springen macht sehr viel Spaß, aber auf Grund der relativ kleinen Größe (die aber genau das ist was ich wollte) und der nicht ebenen Wiese ist gerades Anfahren eine Herausforderung! Er lässt sich in der Luft auch gut kontrollieren und steckt auch mal eine nicht so optimale Landung sehr gut weg. Ich bin da aber auch nicht der, der es übertreibt.

Im großen und ganzen bin ich sehr Happy über den Kauf, wenn man mal von den oben angeführten Startschwirigkeiten absieht.

Würde mich mal interessieren was ihr von dem Kleinen haltet. :)
 
Inzwischen ist der Kleine zum Familienauto mutiert! ;) Meine 3 Kinder (J6, M14, J16) haben auch Gefallen daran gefunden. Im Garten eine Strecke abgesteckt und Zeit gemessen. In Summe waren es 8 Akkuladungen und ca. 20 Minuten pro Akku. Das macht fast 3 Stunden Fahrspaß. Ich muss aber dazu sagen, dass die Leistung auf 25% am Sender beschränkt war, sonst wäre es unfair gegenüber dem Jüngsten gewesen. Und selbst mit 25% muss man durchaus etwas Gefühl im Gasfinger haben, da die Strecke so ausgelegt war, dass man sie nicht mit Dauervollgas durch fahren konnte.

Ich hab die Bodenfreiheit auf das Maximum erhöht, was gerade bei Sprüngen und dem nicht ganz frisch gemähten Garten gut war. Er tendiert jedoch leichter dazu sich seitlich zu überschlagen, was jetzt keine Überraschung ist, da der SP höher liegt. Ich bin auch kurz auf einem Schotterweg gefahren und auch da war die etwas erhöhte Bodenfreiheit nicht verkehrt. Für Vollgasfahrten ist das allerdings ziemlich kontraproduktiv, da wird er schon etwas "schwammig", selbst mit etwas höher vorgespannten Federn. Macht aber in der Wiese durchaus Sinn und erhöht den Schwirigkeitsgrad! ;)

Zum Akku noch kurz: Ich bin den original Akku und einen Turnigy bis zur Reglerabschaltung (3,3V pro Zelle) gefahren. In den Absima Akku sind dann 1655mAh rein gegangen und in den Turnigy konnte ich 2123mAh laden (jeweils mit 2,2A Ladestrom am gleichen Ladegerät). Ich glaube also eher, dass der Absima aus 1800mAh oder 2000mAh Zelle besteht. Bei der Fahrzeit merkt man das auch, wobei das ist reine Gefühlssache, da das schwer zu messen ist durch unterschiedliches Fahrverhalten usw. Gemessener Innenwiderstand ist 6,8 | 7,2 | 8,3 mOhm. (Nur als Vergleichswert, beim Trunigy hab ich 6,3 | 6,3 | 6,7 gemessen). Es düften nicht die hochwertigsten Zellen sein, aber wenn er ein paar Jahre hält finde ich das schon ok für den Preis des RTR Pakets. Für 25€ würde ich den Absima Akku aber nicht nachkaufen. Für den gleichen Preis bekommt man den SLS Xtron mit 30C mit dem ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Der 20C, der von der Leistung her deutlich reichen sollte kostet sogar weniger.
 
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