Adaptive Funksysteme

Frank Tofahrn

Was auf uns zukommt und was das eigentlich ist

Nein, das ist nichts Versautes. Das ist etwas, mit dem wir uns so langsam anfreunden sollten, da es in absehbarer Zukunft für R/C-Anlagen oberhalb der Spielzeuganwendungen, also in der 100 mW-Klasse, obligatorisch werden wird. Die neue Version der EN 300 328 wird die Notwendigkeit der Adaptivität von Funksystemen im 2,4 GHz-Band regeln. Das Regelwerk, das dort enthalten ist, wird sehr komplex sein, da es eine Vielzahl grundsätzlich verschiedener Funksysteme unter einen Hut bringen muss. Nur zur Erinnerung: Fernsteuerungen sind NICHT die einzigen Nutzer des Bandes. Es gibt da noch über 20 andere Anwendungen, die diesen Frequenzbereich nutzen.

Was ist Adaptivität?

Adaptivität nennt man die Fähigkeit eines Funksystems, sich an die aktuelle Belegungssituation des Bandes anzupassen. Rücksichtnahme heißt hier das Zauberwort. Adaptivität soll erreichen, dass die Anzahl der Kollisionen zwischen verschiedenen Anwendungen so gering wie möglich gehalten wird, damit jeder einen gerechten Teil vom Kuchen des Frequenzbandes bekommt. Dazu muss jedes System einerseits Rücksicht auf die anderen Nutzer des Bandes nehmen, kann aber andererseits auch das gleiche Maß an Rücksichtnahme erwarten. In der Praxis bedeutet dies, dass ein System, welches allein auf weiter Flur agiert und sich am Ort des Betriebes das Band mit niemandem teilen muss, weil keiner in der Nähe ist, den ganzen Band-Kuchen alleine auffressen darf. Wenn sonst keiner etwas vom Kuchen haben will, warum nicht?
Sind allerdings Andere da, die auch ein Stück vom Kuchen haben wollen, muss möglichst gerecht geteilt werden. Schließlich soll jeder etwas vom Kuchen abbekommen. Wenn allerdings mehr Kuchenhabenwoller als Kuchenstücke da sind, müssen die Kuchenstücke eben zwangsläufig etwas kleiner ausfallen.

Was ist die Alternative?

Die Alternative heißt Rationierung. Dabei bekommt jeder einen festen Anteil des Kuchens zugewiesen. Bleibt Kuchen über, weil Andere ihren Anteil nicht abholen, geht der in die Mülltonne. Ist die Summe der Anteile, die per Rationierung zugewiesen werden, größer als der Kuchen, gibt es eine handfeste Schlägerei um die Resource Frequenzspektrumkuchen.

Wie bekommt man das jetzt unter einen Hut?
Beide Konzepte werden in verschiedenen Funkstandards gleichzeitig angewendet, so auch in der zukünftigen EN 300 328.
Um bei dem Kuchenmodell zu bleiben: Es gibt die Überlegung, dass es da die Genügsamen gibt, die eigentlich gar kein ganzes Stück Kuchen wollen, sondern nur ein paar Krümel. Da ja immer ein paar Krumen übrig bleiben, können diese Krümelhabenwoller sich diese ohne zu fragen nehmen. Aber eben nur ein paar Krümel.

Im aktuellen Entwurf des Funkstandards ist das berücksichtigt. Die Krümelhabenwoller dürfen sich sogar einen großen Krümel nehmen, aber nur selten, öfter nur einen kleinen Krümel. Das kann man beliebig lange treiben, da der fleißige Bäcker ja Nachschub liefert.

Es gibt im Standard das Konzept der Medium-Usage (MU-Factor). Der MU-Factor ist im Prinzip das Produkt aus der auf 100 mW normalisierten Sendeleistung (EIRP) und dem Verhältnis von Sendezeit zu Pausen zwischen den Sendungen (Duty-Cycle oder DC). Die Berechnung des DC und die aktualisierte Messung der EIRP ist etwas kompliziert und sei hier mal außen vor gelassen. Das würde den Rahmen sprengen.

Bleibt ein System unter einem MU-Faktor von 10%, gehört es zu den Krümelhabenwollern (aua, schon wieder Kuchen) und braucht keine Adaptivität anzuwenden. Das ist recht einfach zu praktizieren, hat aber seinen Preis. Selbst wenn noch große Stücke vom Kuchen übrig sein sollten, gibt’s trotzdem nur ein paar Krümel.
Liegt der MU-Faktor über 10%, gehört das System zu denjenigen, die ein ganzes Stück oder sogar den ganzen Kuchen beanspruchen können. Allerdings werden mit steigender Anzahl anwesender Kuchenhabenwoller die Stücke verständlicherweise immer kleiner. Es steht natürlich jedem frei, die eigenen Ansprüche zurückzuschrauben und sich bei den Krümelhabenwollern anzustellen, oder sogar mal auf eine Runde Kuchen ganz zu verzichten.

So, genug von Kuchen geredet. Jetzt wird’s technisch.

Die Implementation im Standard:
Es wird eine Unterscheidung zwischen adaptiven Systemen (Kuchenhabenwoller) und nicht adaptiven Systemen (Krümelhabenwoller) geben.

Nicht adaptive Systeme:
Nicht adaptive Systeme sind dabei auf einen MU-Faktor von 10% beschränkt. Es gibt weitere Anforderungen bezüglich der maximalen Dauer einer Sequenz von Sendungen und den minimalen Pausen zwischen den Sequenzen. Diese Systeme brauchen nicht zu prüfen, ob die aktuell genutzte Frequenz frei ist. Sie können ohne Prüfung einfach senden. Dabei ist die maximale Leistung von 100 mW EIRP durchaus möglich, jedoch darf das eben nur eher selten passieren. Ist die EIRP niedriger, steigt der mögliche DC proportional an.

Adaptive Systeme:
Systeme, die LBT (Listen Before Talk) nutzen, müssen VOR JEDER Sendung prüfen, ob die verwendete Frequenz frei ist. Systeme, die nur beim Einschalten prüfen, ob die Frequenz frei ist, spielen in dieser Liga nicht mit. Ergibt die Prüfung der Frequenz (vor JEDER Sendung), dass die Frequenz frei ist, darf für einen bestimmten Zeitraum ununterbrochen oder mit Unterbrechungen ohne erneute Prüfung gesendet werden. Nach Ablauf dieses Zeitraumes oder nach Wechsel der Frequenz muss wiederum geprüft werden, ob die Frequenz frei ist. Wird eine Frequenz als belegt erkannt, darf nur gemäß den Limits für nicht adaptive Systeme gesendet werden. Das ist der Identitätswechsel vom Kuchenhabenwoller zum Krümelhabenwoller.

Eine weitere Methode ist die, dass Systeme prüfen, ob auf einer Frequenz (ganz stark vereinfacht ausgedrückt) die Übertragung durch ein anderes System beeinflusst war. Wird hier erkannt, dass die Übertragung beeinflusst war, wird diese Frequenz für eine bestimmte Zeit nicht mehr genutzt.

Vor- und Nachteile:
Ohne die Wirksamkeit der beiden Verfahren zu bewerten, zielen beide auf eine Reduzierung von Kollisionen im Funkkanal ab.
Der Vorteil ist, dass derjenige, der eine Frequenz zuerst belegt, nicht wesentlich durch Sendungen eines anderen adaptiven Systems gestört wird, da dieses andere System (bei LBT) warten muss, bis die Frequenz frei wird, oder sich eine Sendung auf dieser Frequenz ganz verkneift.
Nachteilig ist die Erhöhung der Latenzzeit der Steuerung durch ausfallende Sendungen. Dabei ist es allerdings recht belanglos, ob eine Übertragung nicht funktioniert hat, weil das System nicht sendet, oder weil es durch andere Systeme gestört wurde. Wenn es zwei parallele Funkstrecken gibt, die beide gleichzeitig senden, und es geht für beide schief, ist das auch nicht das Gelbe vom Ei. Bei adaptiven Systemen überlebt im Normalfall zumindest einer.
Hier gilt die uralte Regel: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Die reale Situation:
Es wird in Zukunft eine Mischung von Systemen geben, die gemäß dem neuen Standard adaptiv sind oder sich den Limits für nicht adaptive Systeme unterwerfen. Parallel dazu wird es Altsysteme geben, die dieses neue Regelwerk nicht anwenden.
Es ist Sache der Anbieter, ihre Systeme so schnell wie möglich auf Techniken gemäß der neuen Norm umzustellen, um ein friedliches Nebeneinander der in Betrieb befindlichen Systeme zu gewährleisten. Das gilt für alle Anwender innerhalb des Anwendungsbereiches der EN 300 328, also nicht nur für R/C-Anlagen. Es ist nun mal leider so, dass Altsysteme nicht von heute auf morgen aus dem täglichen Betrieb verschwinden werden. Das wird ein langfristiger Prozess sein. Da aber am Einsatzort von R/C-Anlagen die Hauptkonkurrenten andere R/C-Anlagen sein werden, sollte hier der Schwerpunkt darauf gelegt werden, möglichst schnell auf Systeme, die den Anforderungen der neuen Version der Norm entsprechen, umzusteigen. Bei vielen Systemen sollte das per Firmwareupdate möglich sein. Es ist Aufgabe der R/C-Anbieter, solche Systeme bzw. Updates möglichst zeitnah verfügbar zu machen, um einen Umstieg für den User zu ermöglichen. Systeme, die in Zukunft nicht den Anforderungen der neuen Version der Norm entsprechen oder bei denen ein Update nicht möglich ist, sollten eher gemieden werden. Mit Ablauf der Version 1.7.1 werden die Regeln bezüglich der Notwendigkeit der Adaptivität eh obligatorisch. Dann müssen es alle haben.

Das bedeutet jetzt nicht, dass vorhandenes Equipment in die Tonne geworfen werden muss. Die in Betrieb befindlichen Systeme dürfen natürlich weiter betrieben werden. Falls es allerdings Angebote zum Update bestehender Systeme seitens der Hersteller gibt, macht es Sinn, diese auch wahrzunehmen. Ob neue Systeme zu ihren Vorgängern rückwärtskompatibel bleiben, wäre dann abzuwarten.

Sehen wir mal, was sich demnächst in dieser Richtung tut.
Holm- und Rippenbruch!
 

Kommentare

Und wer lehnt sich jetzt aus dem Fenster und sagt welche Systeme zukunftssicher(er) als die anderen sind? also welche Hersteller haben Ihre Hausaufgaben gemacht?

Zum einen ist es interessant zu wissen was sich tut und wie es mal sein soll, zum anderen trägt es aber leider auch eventuell wieder zu "Glaubenskriegen" und vor allem zur Verwirrung bzw Verunsicherung bei ob man auf das richtige Pferd ähm System gesetzt hat.

Beste Grüße

Wolfgang
 
Frank - vielen Dank.
In welchem zeitlichen Rahmen soll (wird) das ablaufen?
Das klingt so, als ob das noch völlig offen wäre.
Cheers
Walter
 
Mir kommt die selbe Frage in den Sinn, wie sie Wolfgang in seinem ersten Satz auch schon stellte --> mit welchem System setze ich aufs richtige/falsche Pferd.
Die nächste Frage betrifft den Zeithorizont. Zeitnah tönt gut, doch was heisst das hier (1 , 5 , 10, 20 Jahre)?
Weitere Frage: Soll ich mich jetzt darum kümmern oder gar mich verunsichern lassen, oder soll ich lustvoll weiterfliegen und erst dann mich damit befassen, wenn das alles konkret wird. Diese Version gefällt mir eigentlich spontan am besten.
Dennoch, Frank, besten Dank für deine Ausführungen.
Gruss
Kurt
 
Sehr interessanter Bericht!
Habe gerade meine Erlebnisse mit der Telemetriefähigkeit eines Anbieters hinter mir, da wurde einfach jetzt ein neues System eingeführt, obwohl früher schon mit Telemetrie geworben. Dieses neue System ist aber nicht sinnvoll kompatibel zum bisherigen.
War trotzdem am überlegen, obwohl 3 Sendemodule und diverse Empfänger im Einsatz, einen Austausch durchzuführen, werde jedoch jetzt diesen Austausch verschieben, bis Klarheit durch den Hersteller gegeben ist, ob diese neue Version dann auch mit Sicherheit - vertraglich und schriftlich - auf die neue EN geupdated werden kann.

Grüße

Werner
 
Hallo,
der zeitliche Rahmen, ab dem die Sache verbindlich wird, ist OHNE JEGLICHE GARANTIE!!! Mitte 2015. Bisher war zu dieser Terminschätzung aber noch jede Vorhersage falsch. Früher wird es allerdings kaum passieren können.
Gruss
Frank
 
Na super! Da steht man schon fast im Laden, um sich endlich für eines der vielen (natürlich untereinander inkompatiblen!) 2,4 GHz- Systeme zu entscheiden, damit man nicht einer der ewig Gestrigen bleibt, schon kommt pünktlich das nächste "Wenn und Aber", welches erneut alle zu tätigenden Investitionen innerhalb von 24 Monaten zur Elektronik- Altlast zu degradieren droht! :mad: Auf mich wirkt das Ganze 2,4 GHz- Gehampel immer noch bös' gesagt: "stümperhaft" und "unausgegoren", nur weil man aus Profitgründen unbedingt die Nähe zur Consumer- Elektronik krampfhaft halten will, anstatt wie bisher eine auf den Modellbau zugeschnittene Lösung mit überschaubarem Umfang zu entwickeln, die nicht im Halbjahresrythmus die Richtung wechseln muß!

Gruß Bernhard
 
Hallo,

kein Grund zur Aufregung. Es war schon lange klar (und auch schon öfters von Frank thematisiert) dass die nächste Version der EN300328 erweiterte Anforderungen bzgl. eines "Medium Access Protocols" stellen wird. Frank hat hier nur beschrieben das es wohl erste Konkretisierungen des neuen Standards geben wird. Damit können sich die Hersteller nun auf den neuen Standard einstellen und auch abschätzen ob ein reines Software-Update ihrer System reicht. Technisch hat man ja zwei Möglichkeiten: Man trimmt ein System darauf mit einem MU Faktor <10% auszukommen oder man implementiert LBT. Da die Datenmenge bei einer Fernsteuerung eher gering ist und die Datenwiederholrate von 20ms auch "bescheiden" ist, ist es nicht unwahrscheinlich das manche Systeme sowieso mit einem niedrigen MU Faktor auskommen.

Letztendlich muss man auch den positiven Aspekt sehen: Gerade wir RC Nutzer sind noch mehr als Andere Bandnutzer auf eine absolut zuverlässige, unterbrechungsfreie Verbindung angewiesen - d.h. wird profitieren auch von entsprechenden technischen Standards.

Gruß
Thomas
 
Moin,

in diesem Zusammenhang wäre es dann hilfreich zu wissen wieviele Daten sich unter den Randbedingungen 100 mW EIRP und 10 % MU übertragen lassen ?

Wird hier als Medium das gesamte, 80 MHz breite Band angenommen ?

Wenn ja brauchen wir uns um die 10 % wohl keine Gedanken machen.

Gruß

gecko
 
die meisten der derzeit verfügbaren Systeme sollten in die 10 % MU fallen, somit gibt es kein Problem. Die adaptiven Systeme sind dann sinnvoll, wenn mehr Daten übertragen werden sollen, z.B. bei Video-Übertragung. Die Datenmenge, die für Steuerung und die übliche Telemetrie notwendig ist, lässt sich locker bei weniger als 10 % MU übertragen.
Im übrigen gibt es auch 5 Jahre nach den ersten 2,4 GHz - Modellbau-Sendern keine bekannten, flächendeckend wirksamen Konfliktsituationen, weder untereinander noch mit anderen Anwendungen.
 
Da bin ich aber richtig froh das ich meinen 35MHz-Kanal noch nicht aufgegeben habe. Da bleibt mir immer noch ein Hintertürchen bis die Herren Regulanten sich einig sind und alle Hersteller die Vorgaben der Regulanten umgestezt haben dauert es bestimmt noch.
Wenn ich dann mein 2,4 GHz System wegschmeissen kann / soll (weil kein Firmware-Update möglich ist o.ä.) flieg ich halt wieder 35 MHz, da ist ja nichts mehr los :D

2,4 GHz !!!!!!mehr Sicherheit .... aber immer weniger Durchblick .....
 
Frank, vielen Dank für Deine fundierten Informationen.
Verständlich wenn aus dem Sicherheitsdenken von uns Modellfliegern sofort eine möglichst tadellos funktionierende Funkverbindung gefordert wird. Worum es weniger geht ist, welcher Hersteller seine Hausaufgaben macht. Denn es geht um eine einheitliche Strukturierung des 2,4 GHz-Bandes. Da wird es klare Anforderugen für eine Genehmigung geben, welche von den Herstellern schlicht einzuhalten sind.

Firmen, welche ihr Marketinghandwerk beherrschen, werden in ihrer Technikabteilung nachfragen, ob ihre aktuellen Systeme update-fähig sind und dies möglichst schnell bewerben. Dieses Verkaufsargument kann sich ein marktorientiertes Unternehmen unmöglich entgehen lassen. Stichwort: Zukunftsfähigkeit!

Wer aber glaubt in 5 Jahren ist das Schnee von gestern, der kennt die aktuellen Planungen nicht, wer künftig auf dem 2,4 GHz Bad unterwegs sein wird. Ein Beispiel werden wir selber sein, wenn wir mit dem Auto zum Flugplatz fahren. Jetzt werden die Weichen für die Zukunft in 2,4 GHz gestellt.
Umso wertiger ist der rechtzeitige Einsatz der zum Teil Beteiligten, wie Frank und Dieter, der Verbände und Hersteller zu sehen.
 
Moin,

und ich bleibe dabei das dieser Artikel nur für Verunsicherung sorgt. In den Kommentaren ist mal wieder untergegangen das es laut Frank einen Bestandsschutz für vorhandene Systeme geben soll. Das heißt was zum Zeitpunkt ds Kaufs erlaubt war darf weiterbetrieben werden.

Die Frage die sich da nur stellt ist die nach Zubehör und Ersatzteilen. Wär ja Klasse wenn ich jetzt 20 Modelle mit je 150 € Empfänger ausgestattet habe, die neue Norm verbindlich wird und ich dann kein zu den Empfänger kompatibles Sendemodul mehr kaufen kann...

Und dann bitte ich doch darum meine Frage nach den 10 % MU zu beantworten. Wenn ich das richtig interpretiere ist das adaptive Verhalten dann für und normtechnisch schlicht irrelevant. Aber es kommt uns insofern zugute das sich WLAN und Konsorten eher nach uns richten als stumpf das Band zuzumüllen.

Gruß

gecko
 
Naja,

mir ist es mittlerweile völlig wurscht, was sich die Affen da jetzt wieder aus der Birne drücken.

Ich fliege Fasst und meinem Sender war es bisher recht egal, ob er adaptiv arbeitet oder nicht. Ich habe bisher noch nie eine Störung erlebt, auch nicht bei sehr vielen eingeschalteten anderen Fasst Sendern (unser Verein ist eine Fasst Hochburg !)

Bestandsschutz ist zu erwarten und ich denke mal, dass sich meine FX-20 auch per Softwareupdate auf die neue Norm umstellen läßt. Wenn nicht, dann kaufe ich halt noch ein paar Empfänger und dann ist auch gut.

Den meisten dürften auch die vielzitierten WLAN Router und die Verträglichkeit zu denen egal sein. Mir auch, ich fliege auf einem Modellflugplatz und da gibt es keine WLAN Router. WLAN ANwendungen im KFZ Bereich dürften uns auch nicht jucken. Dieses Anwendungen sind meist auf sehr kleine Reichweiten begrenzt und dürften hoppende Systeme auch nicht stören.

Und ich denke mal, dass sich die Herren Spezialisten vielleicht in einem Jahr wieder was ganz Neues ausgedacht haben, frei nach dem Motto:
"Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern...."

Ich lasse mich durch diesen Schwachsinn nicht verunsichern !


Gruss
Hans-Willi
 
Moin,
Moin,
Und dann bitte ich doch darum meine Frage nach den 10 % MU zu beantworten. Wenn ich das richtig interpretiere ist das adaptive Verhalten dann für und normtechnisch schlicht irrelevant. Aber es kommt uns insofern zugute das sich WLAN und Konsorten eher nach uns richten als stumpf das Band zuzumüllen.

Gruß

gecko
sobald der MU-Faktor von 10% unterschritten ist, kann ein System nichtadaptiv arbeiten. Allerdings muss es dann die Anforderungen für nicht adaptive Systeme erfüllen. Das sind hauptsächlich Limits bezüglich der Sendezeiten, also der Sendedauer und den Pausen zwischen den Sendungen. Über 10% ist Adaptivität obligatorisch. Und zwar mit den Verfahren, die der Standard vorgibt.
 
Naja,

mir ist es mittlerweile völlig wurscht, was sich die Affen da jetzt wieder aus der Birne drücken.

Ich fliege Fasst und meinem Sender war es bisher recht egal, ob er adaptiv arbeitet oder nicht. Ich habe bisher noch nie eine Störung erlebt, auch nicht bei sehr vielen eingeschalteten anderen Fasst Sendern (unser Verein ist eine Fasst Hochburg !)

Bestandsschutz ist zu erwarten und ich denke mal, dass sich meine FX-20 auch per Softwareupdate auf die neue Norm umstellen läßt. Wenn nicht, dann kaufe ich halt noch ein paar Empfänger und dann ist auch gut.

Den meisten dürften auch die vielzitierten WLAN Router und die Verträglichkeit zu denen egal sein. Mir auch, ich fliege auf einem Modellflugplatz und da gibt es keine WLAN Router. WLAN ANwendungen im KFZ Bereich dürften uns auch nicht jucken. Dieses Anwendungen sind meist auf sehr kleine Reichweiten begrenzt und dürften hoppende Systeme auch nicht stören.

Und ich denke mal, dass sich die Herren Spezialisten vielleicht in einem Jahr wieder was ganz Neues ausgedacht haben, frei nach dem Motto:
"Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern...."

Ich lasse mich durch diesen Schwachsinn nicht verunsichern !


Gruss
Hans-Willi
Da ich zu den Affen gehöre, die sich da was aus der Birne drücken (man freut sich ja über jedes Lob), sag ich mal was dazu.
Dass es bei FASST wenig Probleme gibt, besonders wenn die konkurierenden Systeme auch FASST sind, ist nicht verwunderlich, da FASST im erweiterten Sinne jetzt schon adaptiv ist. Zumindest in Verbindung mit anderen FASST-Systemen.
Bestandsschutz für in Betrieb befindliche Systeme gibt es natürlich.
Wenn du glaubst, dass es bei am Platz auch in Zukunft keine Belegung des Bandes ausser durch deine Anlage geben wird, beglückwünsche ich zu deinem Optimismus. Alleine im Modellflug wird die Belegung durch R/C-Anlagen, Telemetrie, Bluetooth, On-Board Video usw. in Zukunft heftig ansteigen. Dazu kommt, dass heute alles und jedes mit 2.4 GHz ausgerüstet wird. Auch so Sachen wie Kaffeemaschinen, Skibindungen oder Stiefelwärmer. Hinzu kommt, das heute fast jeder 2.4 GHz Equipment in der Tasche hat (Handy, Smartphone) und mittlerweile wohl die Mehrzahl der Autos ebensfalls auf 2.4 GHz funken (Freisprecheinrichtungen, Navis). Wenn in Zukunft C2C oder C2I (Car to Car, Car to Infrastructure) in Mode kommt, wird es am Platz noch spassiger. Die funken dann richtig rum, auch auf 2.4 GHz (Bluetooth, WLAN, Zigbee).
Wenn im Band nicht JETZT Regeln für die Koexistenz der Systeme untereinander geschaffen werden, geht da in Zukunft nichts mehr, weil das Band total zugemüllt ist. Wer heute den Kopf in den Sand steckt, bereitet die Beerdigung von R/C auf 2.4 GHz in Zukunft vor.
Ausserdem werden Fernsteuerungen nicht nur am Platz in the Middle of Nowhere betrieben.
Über diesen Schwachsinn zerbrechen sich die Affen die Birne.
Just my 2 cents
 
Nee Frank !

Ich wollte Dich nicht persönlich angreifen, aber wenn ich diesen ganzen Schwachsinn sehe, komme ich ins Grübeln.

Das 35 MHZ System war über viele Jahre lang unverändert (Ok, kein Wunder, da konnte man auch nicht viel ändern), hatte aber den Vorteil, dass eine gewisse Investitionssicherheit gegeben war.

Das 2,4 GHZ System ist eine Offenbarung und die Innovation im Modellbau der letzten 30 Jahre - keine Frage...

Aber mit den Normen scheint das so eine Sache zu sein. So geisterte lange Zeit das Gerücht in den Foren herum, dass die Sender von Hersteller XY angeblich nicht den Normen entsprechen usw. Und noch viele Bespiele mehr.

Jetzt kommt die nächste Meldung (adaptive Systeme) und viele User sitzen vor ihrem Sender und hegen Zweifel, ob SIe keinen Fehlkauf getätigt haben oder sehen sich genötigt, sich mit Empfängern einzudecken, weil Sie nicht wissen, was kommt.

Es ist eine Sache, die Weichen für die Zukunft neu zu stellen - aber wenn das dazu führt, dass der Verbraucher verunsichert wird, ist das meiner Meinung nach problematisch.

Ich denke, dass es auch nur diese ganzen Spielzeuge betrifft, die in Wohngebieten genutzt werden. Leider werden wir mit denen über einen Kamm geschert.

Ich denke mal, die von Dir genannten Anwendungen, wie Handy, Kaffemaschinen sind eher short range Anwendungen, die jucken uns weniger. Car to Car, Car to Infrastructure wird kommen aber da ist noch etwas hin.Aber das ist ein Argument.

Dass Fasst da etwas intelligenter ist, als einige andere Sender war mir klar und ich denke mal, dass bei den Futaba Sendern mit Flash Update, die Nummer kein Problem sein wird, egal was da kommt.

Aber ich sehe jetzt schon wieder viele Modellbauer, die fragend vor ihrem Sender sitzen und nicht wissen, ob sie wieder mal aufs falsche Pferd gesetzt haben. Die, die aktuell einen Sender kaufen wollen, werden ein ähnliches Problem haben, denn die Hersteller werden sich bedeckt halten.

Klar gilt Bestandsschutz - aber das Problem mit den Empfängern, die man irgendwann mal nicht mehr bekommt, ist ein Argument.

Somit: Wenn ihr es richtig machen wollt, dann boxt endlich mal ein genormtes 2.4 System durch. Dann hört endlich dieses schwachsinnige System Wirr-Warr auf, wo nichts untereinander kompatibel ist. Setzt einen Standard auf die Beine und die Hersteller werden folgen, spätestens dann, wenn der Kunde dies als Bedingung für den Kauf macht.

Gruss
Hans-Willi
 
Moin,

ich insistiere noch mal - wieviel MU belegen denn die zur Zeit erhältlichen Anlagen ?

Wenn meii Hersteller mir sagt das ich 120 Anlagen gleichzeitig betreiben kann wird das wohl nicht allzuviel sein ...

Gruß

gecko
 

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