History lässt grüßen!
von Gerald Coors.
Trainingsbetrieb. Zur damaligen Zeit befanden sich sowohl die Winker (Caller) und Pylonjudges an Pylon 2 und 3 als auch die Zeitnehmer noch im Kurs, gut zu erkennen an den Metallkäfigen. Da es im Wettbewerb zu Kollisionen von Modellen mit den Käfigen gekommen war, wurden als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme Netze über die Käfige gespannt.
Henry Bartle/USA mit Caller Lyle Larson im Training auf dem Weg zur Starstelle. Bei den Modellen handelt es sich um den STILETTO, eine modifizierte Mustang. Lyle Larson ist ein Urgestein der amerikanischen Pylonszene (er flog schon auf der WM1991 in Australien und war 2003 Pilot des amerikanischen Teams in der tschechischen Republik/Melnik) und immer noch aktiv. Durch seine regelmäßige Teilnahme an den Europacuprennen in den vergangenen Jahren ist er auch in der europäischen Szene sehr bekannt und beliebt.
STILETTO von Henry Bartle.
Weltmeister Dubb Jett schraubt an seinem BUMMER´s BULLIT. Mit diesem Modell errang er 1991 in Wangaratta/Australien den Titel.
Die
Ergebnisse dieser WM sind auch heute noch im Internet zu finden!
Jett-Motor im Modell von Dubb Jett.
Ready to race! Die Speed-Secrets werden mit einem schwarzen Sack über dem Antrieb getarnt.
BUMMER´s BULLIT eines kanadischen Teilnehmers. Die Flächengeometrie wurde an einer amerikanischen Hochschule berechnet und optimiert. Der von Dubb Jett auf der WM1991 mit diesem Modell und Supertigre X40 aufgestellte Fabelweltrekord (66,6 s) hielt bis 1995. (Weltrekorde können in der Klasse F3D nur auf Weltmeisterschaften aufgestellt werden.)
Blick ins deutsche Lager: Rolf Haag klettert unter dem Absperrband durch, daneben Günther Lindemann (Vater von Thomas). Manfred Pick schraubt an seinem Modell, am Tisch sitzen Thomas und Barbara Lindemann. Im Stuhl in der Ecke Günter Bonengel. Rechts neben dem Zelt einige interessierte Zuschauer aus Deutschland: Mit der weinroten Jacke Dietmar Morbitzer, verdeckt die bunteste Fleecejacke im Pylonzirkus (Dieter Bergmann).
Innovativer Modellständer des deutschen Teams zur platzsparenden Aufbewahrung von insgesamt neun Modellen. Vorne insgesamt sieben DAGOs von Jägermodell, ganz hinten eine TSUNAMI von Thomas Lindemann. Mit der von Bernd Jäger produzierten DAGO wurde eine neuer Weg eingeschlagen. Die Modelle wurden in gefrästen Formen gebaut. Im
Rückblick von Manfred Pick ist die Entwicklung des Modells beschrieben.
TSUNAMI des Belgiers Ivan Cappuyns mit amerikanischem Nelson-Motor. Heutzutage ist Ivan auf den Rennen des Q500-Eurocups als Caller für seinen Sohn Thibaut anzutreffen. Belgien verfügte Anfang der 90er Jahre über eine starke F3D-Mannschaft.
Der Schweizer Victor Cassutt.
FOLKERTS eines italienischen Piloten.
STILETTO des japanischen Piloten Chujo. Sowohl Bauausführung als auch Lackierung der japanischen Modelle suchen ihresgleichen.
“Schlachtfeld“ in der japanischen Box.
Obwohl OS auf dem Modell prangt, verrichtet ein amerikanischer "Gastarbeiter" seine Arbeit in der Schnauze. In den japanischen Modellen finden sich zahlreiche technische Spielereien wie Einziehfahrwerk, verstellbare Düsennadel und ein längenverstellbares Resorohr.
Blick ins japanische Lager. Im Vordergrund das Modell SHARK, eine Konstruktion der Malina-Brüder. Schön zu erkennen ist die elliptische Flächengeometrie.
Ein japanischer STILETTO mit OS-Motor und in den Rumpf integriertem Resonanzrohr
Detailaufnahme des OS-Motors mit verstellbarer Düsennadel. Der OS-Motor fand in Europa nur geringe Verbreitung, leistungsmäßig konnte er mit den amerikanischen Nelson-Triebwerken und den russischen IRs nicht ganz mithalten. Gut zu erkennen der schräge Verlauf des Resonanzrohrs im Rumpf.
Die Malina-Brüder, sitzend Pilot Milos, rechts daneben Caller Zdenek. Modell MISS R.J., Motor MVVS GRRT. Das erfolgreichste europäische Team aller Zeiten, Weltmeister in der Einzelwertung 1985 und 1997, Mannschaftsweltmeister 1997, 3. Platz mit dem Team 1995 und 2007. Auch heute noch als Teilnehmer auf den Europacups anzutreffen, lebende Pylonlegenden.
Detailaufnahme des MVVS-Motors im Modell der Malinas.
Das tschechische Pylonurgestein Frantisek Hovorka (Nr. 128, kniend). Ein sympathischer Sportsmann, seit 31 Jahren im Geschäft und mit der enormen Erfahrung aus unzähligen WM-Teilnahmen. Er war an allen Erfolgen des tschechischen Teams auf Weltmeisterschaften beteiligt. Die von ihm hergestellten Modelle erfreuen sich großer Beliebtheit bei den deutschen Piloten.
STILETTO von Richard Verano mit Nelson-Motor. Richard errang mit diesem Modell den Weltmeistertitel in Nötsch. Ein außergewöhnlicher Pilot, der stets nett und bescheiden ist.
Der Amerikaner Dave Shadel beim Motortestlauf zusammen mit seinem langjährigen Caller Jimmie Shinohara. Zusammen bildeten sie das erste Team des legendären Samurai Racing Teams zu dem später u.a. Piloten wie Richard Verano und Travis Flynn gehörten.
http://www.pspec.com/history2.asp Jimmie verstarb auf der WM 1997 in Sumperk/Tschechische Republik unter tragischen Umständen, nachdem er während eines Rennens einen Herzinfarkt erlitt.
Richard Verano im Gespräch mit dem jungen Robbert van den Bosch (Niederlande). Robbert bestritt 1993 seine erste Weltmeisterschaft nachdem er 1992 in F3D eingestiegen war. Auf der WM1995 in Muncie/USA war er bereits auf dem 4. Platz zu finden. Bisherige Krönung seiner sportlichen Laufbahn war der Vizeweltmeistertitel 2005 in Frankreich und der Titel mit der Mannschaft 2003 und 2005.
Daneben stehend der amerikanische Teammanager Wayne Yeager und Rolf Haag. Wayne war Team Manager in den Jahren 1991, 1993, 1997 und 2001 und im Alter von 76 Jahren Contest Director der WM2007 in Muncie.
Robbert holt sich Rat beim amtierenden Weltmeister Dubb Jett.
Robbert und Rob Metkemeijer. Rob baute 1993 den ersten MB-Pylonmotor und legte damit den Grundstein für den heute fast ausschließlich eingesetzten MB-Profi.
Sobald sich der morgendlichen Nebel gelichtet hatte wurde geflogen. Gut zu erkennen die nachträglich angebrachten Schutznetze über den Käfigen. Rechts ein Kranwagen des österreichischen Fernsehens von dem aus Filmaufnahmen gemacht wurden. Es wurde eine etwa 15-minütige Reportage über die F3D-WM produziert und im ORF gezeigt.
v.l.n.r.: Der australische Vizeweltmeister Ranjit Phelan, sein neuseeländischer Caller Trevor Hendersson und der Australier Barry Murphy. Trevor Hendersson war als Pilot auf der WM 2003 in Melnik und als Mitglied der Jury 2001 in Australien, 2005 in Frankreich und 2007 in den USA. Barry Murphy nahm als Pilot auch an den Weltmeisterschaften 2005 und 2007 teil und wurde 2007 Mannschaftsweltmeister in Muncie, Ranjit errang dort den 3. Platz.
Modell des Vizeweltmeisters Ranjit Phelan, eine MUSTANG. Der sympathische Australier arbeitete als Feuerwehrmann und nutzte die Zeit in der Wache um Modelle und Motoren zu bauen. Der eingesetzte RPM-Motor basiert auf dem Rossi-Motor und war bis 2003 absolut wettbewerbsfähig. Mittlerweile ist Ranjit auf MB-Profi umgestiegen.
In der Mitte der Australier Bruce de Chastel und seine Frau Linda.
Bruce stellt in Australien professionell Pylonmodelle her. Die von ihm produzierte EVOLUTION ist das erfolgreichste Modell aller Zeiten, damit wurden seit 2001 alle Einzeltitel auf Weltmeisterschaften gewonnen (3x Christopher Callow, 1x Randy Bridge). Bruce lebte für einige Jahre in den USA und startete 2003 auf der WM in Melnik für das amerikanische Team.
Der “Motoreningenieur“ des deutschen Teams, Ravil Ibragimov. Hersteller der legendären IR-Motoren.
Ergebnisliste nach 12 von 14 Durchgängen. Zu diesem Zeitpunkt hatte das deutsche Team eine Hand am Pokal...
Enttäuschung bei Thomas Lindemann nach dem Motorabsteller im letzten Durchgang der unglücklicherweise den Titel in der Mannschaftswertung kostete.
Thomas und das deutsche Team gingen gestärkt aus dieser “Krise“ hervor und holten den Titel auf der WM 1995 in Muncie/USA. Thomas schaffte dort als dritter den Sprung auf das Treppchen in der Einzelwertung, die beste Platzierung eines deutschen Piloten aller Zeiten.
Schon kurze Zeit später überwog im deutschen Lager jedoch die Freude über den 2. Platz in der Mannschaftswertung, die erste Podestplatzierung eines deutschen Teams auf einer Weltmeisterschaft!
V.l.n.r.: Pilot Manfred Pick, Pilot Thomas Lindemann, Callerin Barbara Lindemann, Caller Günter Bonengel, Team-Manager Rolf Haag, Pilot Bruno Stükerjürgen, Caller Heinz Merschbrock.
Die Ergebnisse aller Weltmeisterschaften finden sich auf der
Seite von Martin Hepperle.
Es folgen 35 Bilder zu je zwei Stück in einer Reihe, per Anklicken auf Seitenbreite zu vergrößern.
Bruno Stükerjürgen
F3D Pylon: 1982-1994 + 2008-2015
10 x DM Gold,
EM Gold 1993, Silber 1994 u Bronze,
WM Silber 1993 u. Bronze 2013,
Deutscher Rekord 2015