Airfoil Fitter & Airfoil Fitter Add-in für Fusion

Im Airfoil Fitter habe ich bei allen Profilen dieselbe Endleistendicke eingegeben. Das führt zu einer konstante Aufdickung. Je kleiner die Profilllänge, umso stärker ist die Profilverfälschung. Ich weiß nicht, ob das aerodynamisch Sinn macht, aber viele wollen das so. Vielleicht wäre eine Aufdickung prozentual zur Profillänge sinnvoller?
Screenshot 2026-05-21 065320.png


Das letzte Stückchen am Randbogen scheint mir dabei noch tricky.
Ja, die aufgedickte Endleiste macht etwas Schwierigkeiten, irgendwo muß sie ja aufhören. Ich habe das so gelöst:
Screenshot 2026-05-20 160211.pngScreenshot 2026-05-20 160231.png

Bei so einem Ellipsenflügel sollte man eigentlich nicht sehen, wo der Flügel aufhört und der" Randbogen" beginnt.
Screenshot 2026-05-21 065550.png

Gruß Ernst
 
Vor ein paar Tagen ist mal wieder ein Update für das Add-In online gegangen, ich komme aber leider erst jetzt dazu, diesen Post zu schreiben.

Ich habe in der letzten Zeit an einem neuen Error-Objective gebastelt, das die Genauigkeit noch einmal deutlich verbessert, hier z. B. ein MH30 mit 1m Profiltiefe:

MH30.png


Mit der alten Version lagen die Abweichungen hier noch im Zehntelbereich, aber natürlich sind die Verbesserungen nicht immer so dramatisch.
Das neue Objective geht allerdings nicht gerade zimperlich zu Werke und produziert des öfteren sehr wilde Konntrollpunktverläufe, ich habe deshalb länger mit einem Glättungsmechanismus gekämpft, um dieses Problem in den Griff zu kriegen, ohne die Genauigkeit zu sehr zu beeinträchtigen. Standardmäßig ist für die neue Glättung ein Wert von 0.001 gesetzt, in vielen Fällen kann das aber auf null reduziert und die Genauigkeit so noch einmal etwas verbessert werden, das muss man bei Bedarf ausprobieren.

Die Checkbox für Tangentialität an der Endleiste konnte entfallen, die Endleistenbehandlung erfolgt nun komplett automatisch.

Dafür ist eine Konfigurationsmöglichkeit für die initiale Anzahl der Kontrollpunkte hinzugekommen, die voreingestellten zehn Punkte sind nämlich in vielen Fällen unnötig, hier z. B. ein JS-XT-150 mit 1m Profiltiefe, fünf Kontrollpunkte reichen hier schon völlig aus:

JX-ST-150.png


Beim nachträglichen Einfügen von Kontrollpunkten wird deren Position zur größten Abweichung von den Eingangsdaten hin verlagert, deshalb entspricht ein Ergebnis, das von Anfang an mit 10 Punkten erzeugt wurde nicht einem Ergebnis, das z. B. mit fünf Startpunkten und fünf Einfügungen erzeugt wurde. Das Einfügen von Punkten kann so helfen, die Dichte der Kontrollpunkte in problematischen Bereichen zu erhöhen, dabei muss man aber sehr auf den Kurvenverlauf achten!
Grundsätzlich sind weniger Kontrollpunkte zu bevorzugen, da so der Verlauf der Kurve sauberer wird und die Komplexität von abgeleiteten Oberflächen und Körpern reduziert wird.

Die Nasenleiste ist jetzt standardmäßig kurvenstetig (G2), G1 ist aber noch als Fallback verfügbar.
G3 kann nach wie vor optional aktiviert werden, in manchen Fällen kann das helfen, Defekte im Kurvenverlauf an der Nasenleiste zu lindern.

Die neue Version ist auf jeden Fall wesentlich präziser, aber wie gesagt auch anfälliger für Oszillationen im Kurvenverlauf und absurde Kontrollpunktkonfigurationen, ich habe versucht das mit den Standardeinstellungen abzufangen, ohne die Genauigkeit zu stark zu beeinträchtigen, aber ich würde trotzdem unbedingt empfehlen, die Ergebnisse mit dem Kurvenkamm zu überprüfen.

Vielen Dank an dieser Stelle auch an Jochen, ich habe mir einiges im AirfoilEditor abgeschaut.
 
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