Eine Übersicht und Orientierung
von Lukas Jäger.
von Lukas Jäger.
"AkaModell" steht für akademische Modellfluggruppe, also Modellflug begleitend, im Anschluss oder mit Bezug zu einem Studium. Da stellt sich zunächst die Frage: Warum sollte man dies gerade studienbegleitend tun? Ganz rational betrachtet ist es die Sache mit dem Begreifen.
Während das Studium doch recht mathematisch und abstrakt ist, hilft es die vermittelten Grundlagen im Experimentellen zu erfahren. Wenn man z.B. einen Holm aufbaut und dessen Biegesteifigkeit gegenüber der Einzelkomponenten betrachtet oder auch die Torsionssteifigkeit von geschlossenen mit offenen Querschnittsprofilen vergleicht, ist das mehr als nur Zahlen und Gleichungen.
Dies geht nahtlos weiter, wenn moderne aerodynamische Auslegungen mit wenigen Prozent Profildicke auf verschiedene Bauweisen wie Sandwichflächen, Schalenflächen oder 3D-Druck treffen. Hier zeigt sich schnell, was in der Theorie baubar ist, aber in der Praxis nicht ausreichend Festigkeit und Steifigkeit aufweist.
Ein Klassiker ist es, verschiedene Laminataufbauten im Studium theoretisch erklärt zu bekommen, aber erst beim praktischen Ausprobieren mit Nitrilhandschuhen erlebt man am Ende die Wirkung asymmetrischer Laminate. Das ist auch der Vorteil gegenüber den studentischen Segelfluggruppen: Man kann mal was bauen, unkompliziert und schnell, wenn der Versuch nicht so klappt – man sitzt ja nicht drin…
Daneben hat eine AkaModell natürlich auch eine soziale Komponente: Wie jeder weiß, sind Modellflieger immer auch angenehme Zeitgenossen, so dass man beim gemeinsamen Ausüben des Hobbys, besonders am Anfang des Studiums, neue Leute kennenlernen oder sein bisheriges Hobby weiter betreiben kann.
Dieser Artikel soll eine kleine Übersicht über die AkaModell-Gruppen in Deutschland geben. Im Folgenden stellen sich die AkaModell-Gruppen aus Braunschweig, Hamburg, München, Stuttgart und Wildau vor.
Die Akamodell Braunschweig wurde ursprünglich als Unisportgruppe gegründet, um die Förderungsmöglichkeiten bei der Anreise zu Wettbewerben nutzen zu können. 1998 wuchs die Anzahl der Mitglieder stark an, als über den Unisport eine Hallenzeit gewonnen werden konnte. Der Übergang des Indoorfliegens von leichten saalflugähnlichen Konstruktionen zu leistungsorientiertem Kunstflug passte genau in diese Zeit und konnte durch Showeinlagen des Teams auf Modellflugmessen wie Sinsheim vorgestellt werden. Gleichzeitig sind die lokalen Institute in Gebäuden am Flughafen zentral zusammengelegt worden. Sie waren mit komfortablen und leerstehenden Kellern ausgestattet, so dass die AkaModell die erste Werkstatt bekam. Da Hangflug ein Thema war und ist – das Harzvorland hat schöne Hänge – war der Quickstep das erste Modell. Ein Hangflugmodell mit 2,1 m Spannweite, das mittlerweile seine Tauglichkeit im Luv und Lee regelmäßig nachweist. Es folgten die Elfriede als Indoor Pylon Modell und der Twerk als 1,2 m Brettnurflügel. Der Twerk ist der Klassiker der Gruppe geworden. Jeder hat mindestens ein Modell gebaut, die Gesamtzahl ist über 50 angewachsen. Das Modell ist ein fester Bestandteil der Hanstholm-Reisen und bei lokalen Hangflugtagen geworden. Im Sommer fliegen wir entweder an umliegenden Hängen oder in Hillerse auf einem Modellfluggelände. Hier finden auch regelmäßig unsere Flugwochenenden statt.
Zuletzt ist die Werkstatt in das Institut für Flugzeugbau und Leichtbau umgezogen. Wir haben dort mehrere Kellerräume als Arbeits- und Lagerräume zur Verfügung und können alle Bauweisen umsetzen. Die Keimzelle war der Faserverbundbau. Wir verfügen über mehrere Formensätze von Hang-, F3K- und F5J-Modellen. Im Nachbarraum werden andere Modelle in Holz, 3D-Druck oder CNC-Heißdrahtschneidetechnik gebaut und ausgerüstet. In Zusammenarbeit mit dem lokalen Fablab besteht die Möglichkeit des CNC-Laserschneidens. Unsere weiteren Klassiker sind die SIG-Wonder Nachkonstruktionen und verschiedene Aircombatmodelle. Wir treffen uns jeden Dienstag ab 17 Uhr in der Werkstatt und freuen uns über jeden, der mal vorbeischaut. Kontakt zur AkaModell Braunschweig.
Die AkaModell Hamburg besteht schon seit Oktober 2016. Adreesse: Neßpriel 5 in 21229 Hamburg/Finkenwerder, Raum U 010. Wir sind eine Gruppe von acht modellbauinteressierten Studenten, Lehrlingen und Angestellten. Die uns zur Verfügung stehenden Räume und Ausstattungen sind noch recht bescheiden, aber für sechs bis acht Personen gut geeignet. Wir haben eine Heißdraht-Schneidemaschine zum Herstellen von Flächenkernen und Rumpfsegmenten, einen 3D-Drucker, eine Grundausstattung an Werkzeug und auch die Möglichkeit, eine Fräse des im Hause befindlichen Instituts Flugzeug-Systemtechnik zu nutzen.
Ein Kunstflugmodell, mit dem Lehrer-Schüler-Betrieb möglich ist, steht zur Verfügung, so dass auch Anfänger einen Einstieg wagen können.
Für die Mutigeren und zum Aircombat-Fliegen stellen wir mit der Schneidemaschine Modelle her, die sehr robust, günstig, gut zu reparieren und gutmütig im Flugverhalten sind.
Ein aktuelles Projekt ist die Fortführung einer Bachelorarbeit über ein Box-Wing Flugzeug. Ein zukünftiges Vorhaben ist der Bau eines F3K-Modells aus uns zur Verfügung gestellten Formen in CFK- und GFK-Technik.
Alle die sich für den Flug-Modellbau interessieren und es einmal versuchen wollen sind willkommen. Es wird ihnen gerne geholfen, egal ob beim Bau von Multicoptern, Heißluftballonen, Raketen, Flugzeugen oder Nurflügel. Es macht schon sehr viel Spaß, die selbst entwickelten und gebauten Objekte in die Luft zu bringen. Kontakt: akamodell@tuhh.de
Die AkaModell München wurde 1999 an der Technischen Universität München gegründet, um Studierenden die Möglichkeit zu geben gemeinsam Flugmodelle zu bauen, zu konstruieren und zu fliegen. Anfangs fanden sich 18 Interessierte zusammen, die sich zwar ohne Werkstatt, dafür aber mit viel Motivation an die Auslegung von theoretischen Projekten machten. Nachdem im Januar 2001 von der Universität die ersten Räumlichkeiten als Werkstatt zur Verfügung gestellt wurden, machte sich die AkaModell München an die Konstruktion eines Indoor-Hallenflugzeugs, dem AM-3 Steckenpferd.
Nachdem die Gruppe im Hallenflug einen guten Start hatte, wagte sie sich an die Konstruktion eines F5D-Wettbewerbsmodells. Nach den ersten Teilnahmen an Wettbewerben in 2002 mit dem AM-4 Tokoloschi, folgte 2006 ein Höhepunkt mit einem Weltrekord für die schnellste Zeit in F5D und dem Gewinn der deutschen Meisterschaft in F5D mit der Weiterentwicklung AM-9 Batleth.
Neben den Wettbewerbsmodellen zählt die Teilnahme an studentischen Wettbewerben zu den festen Bestandteilen der Gruppe. So ist die AkaModell seit 2007 bei der Air Cargo-Challenge vertreten. Hier konnte sie fünfmal den zweiten und einmal den dritten Platz erreichen. In 2023 nahm sie zum ersten (und nicht zum letzten Mal) an der BMFA Payload Challenge in London teil. Hier erreichte sie den zweiten Platz.
Nachdem die Gruppe im Hallenflug einen guten Start hatte, wagte sie sich an die Konstruktion eines F5D-Wettbewerbsmodells. Nach den ersten Teilnahmen an Wettbewerben in 2002 mit dem AM-4 Tokoloschi, folgte 2006 ein Höhepunkt mit einem Weltrekord für die schnellste Zeit in F5D und dem Gewinn der deutschen Meisterschaft in F5D mit der Weiterentwicklung AM-9 Batleth.
Neben den Wettbewerbsmodellen zählt die Teilnahme an studentischen Wettbewerben zu den festen Bestandteilen der Gruppe. So ist die AkaModell seit 2007 bei der Air Cargo-Challenge vertreten. Hier konnte sie fünfmal den zweiten und einmal den dritten Platz erreichen. In 2023 nahm sie zum ersten (und nicht zum letzten Mal) an der BMFA Payload Challenge in London teil. Hier erreichte sie den zweiten Platz.
Die aktuellen Projekte der AkaModell München reichen von F3K bis zum Hangflugmodell. Daneben steht es ihren Mitgliedern immer frei, eigene Ideen und Projekte in der Werkstatt zu verwirklichen.
Mittlerweile ist die Werkstatt in größere Räumlichkeiten umgezogen, die mehr Platz für den Laminierbereich samt Temperofen bereitstellt. Hier arbeitet die Gruppe überwiegend mit kohlefaserverstärken Kunststoffen im Handlaminat. Der Holzwurm kommt aber auch nicht zu kurz, wie beim RES-Wettbewerbsmodell "FutuRES" zu sehen ist.
Daneben hat die Gruppe zwei CNC-Fräsen und eine CNC-Heißdrahtschneidemaschine im Einsatz.
Wie es sich für eine AkaModell gehört, wird im Sommer regelmäßig gemeinsam gegrillt und einmal im Jahr ein Fliegerlager organisiert, meistens am Gardasee oder an einem anderen Hangfluggebiet in den Alpen.
Neue Mitglieder sind jederzeit willkommen! Kontakt
Die AkaModell STUTTGART e.V. wurde 1978 von Studenten der Universität Stuttgart gegründet.
Unsere Mitglieder kommen aus vielen Studiengängen der Uni. Die Studenten und Studentinnen der Luft- und Raumfahrttechnik stellen dabei wie zu erwarten die größte Gruppe. Modellflug, das ist nicht Spielzeug, schon gar nicht an einer Universität. Was die Flugzeughersteller innerhalb vieler Jahre zusammenbauen, funktioniert bei uns im Kleinen deutlich schneller und effektiver. Die Erkenntnisse daraus sind allerdings fast die gleichen. In der Akamodell besteht die Möglichkeit der praktischen Anwendung der im Studium gewonnenen Erkenntnisse. Oder aber auch umgekehrt – wie z.B. bei Abschlussarbeiten – liefert der Modellbau in der Akamodell relevante Erkenntnisse für das Studium und die Universität. So bleibt die Akamodell immer auf dem neusten Stand der Technik und versteht sich auch als Medium der Forschung der Luft- und Raumfahrttechnik.
Der Akamodell Stuttgart steht eine große, nahezu voll ausgestattete Werkstatt auf dem Campus Vaihingen der Universität Stuttgart zur Verfügung. Die vereinseigenen Maschinen (dreiachs CNC-Fräse, Drehbank, Kreissäge, Bandsäge, Bohrmaschine, Schleifmaschinen, Vakuumpumpe, usw.) tragen zu respektablen Ergebnissen beim Bau bei. So entstehen immer neue Flugzeuge, überwiegend in moderner GFK- bzw. CFK- oder auch in konventioneller Bauweise.
Unterstützt wird das Bauen und Forschen von der jahrelangen Erfahrung, die sich die Mitglieder der Akamodell angeeignet haben. Mit dieser Erfahrung und modernsten Hilfsmittel wie z.B. Aerodynamik-Berechnungsprogrammen, CAD etc. können die Studenten und Studentinnen ihre Modelle auslegen und optimieren. Damit ergibt sich ein riesiger Erprobungsspielraum, in dem wir uns bewegen und unseren Ideen freien Lauf lassen können. So verwundert es nicht, dass einige Mitglieder der Akamodell an der Spitze von Wettbewerben mitfliegen.
Über die Jahre wurden in der Akamodell Stuttgart unzählige Flugzeuge neu entwickelt. Viele davon, insbesondere die Hochleistungsmodelle, existieren als Formensätze. Darunter die erfolgreiche "Katla", unser Modell für F3F und F3B, der "Swinger", ein beliebter 1,5 m Hangsegler, sowie weitere Composite-Flugzeuge für Wettbewerbe oder auch zum Spaßfliegen am Hang. Des Weiteren gibt es neben klassischen Balsa-Modellen auch viele positiv gebaute Modelle (d.h. XPS Kerne aus der CNC-Heißdraht-Schneide mit GFK-Beplankung), wobei sich diese insbesondere für Rapid-Prototyping eignet, da innerhalb kürzester Zeit Tragflächen in ausreichender Qualität gedruckt werden können.
Ergänzend zu den Privatprojekten nimmt die Akamodell Stuttgart seit 2007 regelmäßig an der Air Cargo-Challenge teil, bei der wir zuletzt im Sommer 2024 – zum vierten Mal – den ersten Platz belegen konnten. Unsere innovativen Konstruktionen überzeugen durch saubere Auslegung inklusive Profilentwurf und extreme Leichtbauweise.
Unsere Mitglieder kommen aus vielen Studiengängen der Uni. Die Studenten und Studentinnen der Luft- und Raumfahrttechnik stellen dabei wie zu erwarten die größte Gruppe. Modellflug, das ist nicht Spielzeug, schon gar nicht an einer Universität. Was die Flugzeughersteller innerhalb vieler Jahre zusammenbauen, funktioniert bei uns im Kleinen deutlich schneller und effektiver. Die Erkenntnisse daraus sind allerdings fast die gleichen. In der Akamodell besteht die Möglichkeit der praktischen Anwendung der im Studium gewonnenen Erkenntnisse. Oder aber auch umgekehrt – wie z.B. bei Abschlussarbeiten – liefert der Modellbau in der Akamodell relevante Erkenntnisse für das Studium und die Universität. So bleibt die Akamodell immer auf dem neusten Stand der Technik und versteht sich auch als Medium der Forschung der Luft- und Raumfahrttechnik.
Der Akamodell Stuttgart steht eine große, nahezu voll ausgestattete Werkstatt auf dem Campus Vaihingen der Universität Stuttgart zur Verfügung. Die vereinseigenen Maschinen (dreiachs CNC-Fräse, Drehbank, Kreissäge, Bandsäge, Bohrmaschine, Schleifmaschinen, Vakuumpumpe, usw.) tragen zu respektablen Ergebnissen beim Bau bei. So entstehen immer neue Flugzeuge, überwiegend in moderner GFK- bzw. CFK- oder auch in konventioneller Bauweise.
Unterstützt wird das Bauen und Forschen von der jahrelangen Erfahrung, die sich die Mitglieder der Akamodell angeeignet haben. Mit dieser Erfahrung und modernsten Hilfsmittel wie z.B. Aerodynamik-Berechnungsprogrammen, CAD etc. können die Studenten und Studentinnen ihre Modelle auslegen und optimieren. Damit ergibt sich ein riesiger Erprobungsspielraum, in dem wir uns bewegen und unseren Ideen freien Lauf lassen können. So verwundert es nicht, dass einige Mitglieder der Akamodell an der Spitze von Wettbewerben mitfliegen.
Über die Jahre wurden in der Akamodell Stuttgart unzählige Flugzeuge neu entwickelt. Viele davon, insbesondere die Hochleistungsmodelle, existieren als Formensätze. Darunter die erfolgreiche "Katla", unser Modell für F3F und F3B, der "Swinger", ein beliebter 1,5 m Hangsegler, sowie weitere Composite-Flugzeuge für Wettbewerbe oder auch zum Spaßfliegen am Hang. Des Weiteren gibt es neben klassischen Balsa-Modellen auch viele positiv gebaute Modelle (d.h. XPS Kerne aus der CNC-Heißdraht-Schneide mit GFK-Beplankung), wobei sich diese insbesondere für Rapid-Prototyping eignet, da innerhalb kürzester Zeit Tragflächen in ausreichender Qualität gedruckt werden können.
Ergänzend zu den Privatprojekten nimmt die Akamodell Stuttgart seit 2007 regelmäßig an der Air Cargo-Challenge teil, bei der wir zuletzt im Sommer 2024 – zum vierten Mal – den ersten Platz belegen konnten. Unsere innovativen Konstruktionen überzeugen durch saubere Auslegung inklusive Profilentwurf und extreme Leichtbauweise.
Im Sommer 2026 dürfen wir die nächste Air Cargo-Challenge austragen und freuen uns auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Sponsoren und Besucher! Kontakt
Hallo zusammen! Wir sind AkaModell, die Modellbaugruppe der Technischen Hochschule Wildau. Unser Verein wurde 2022 gegründet und besteht aus modellbaubegeisterten Studierenden verschiedener Fachrichtungen. Ob Luftfahrttechniker, Maschinenbauer oder Elektrotechnicker – bei uns ist jeder willkommen, der Interesse an präzisem Handwerk und kreativer Gestaltung hat.
Wir treffen uns ein- bis zweimal wöchentlich, um an eigenen Projekten zu arbeiten, uns weiterzubilden und über neue Techniken und Materialien auszutauschen. Neben klassischen Modellbautechniken setzen wir auf moderne Verfahren wie 3D-Druck und Lasercutting.
Falls ihr Fragen habt, meldet euch gerne! Wir freuen uns auf den Austausch und die Inspiration hier im Forum. Kontakt
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