Akkuweiche (wieder einmal)

Hallo
suche eine Akkuweiche, die den Strom normalerweise nur aus einem Hauptakku zieht. Der Nebenakku sollte nur dann aktiviert werden, wenn der Hauptakku leer oder defekt ist. Es soll eindeutig nach der Landung zu ersehen sein, welcher Akku gerade entladen wird. Ach ja , das Teil sollte möglichst klein sein und 5-8 A verkraften.
Gibt`s sowas??
Danke
Ernie
 

Ingo Seibert

Vereinsmitglied
Hallo,

das Teil von Conrad hatte aber eine Relaisumschaltung, soweit ich mich erinnere?! Ob das auf Dauer so das Wahre ist? Für dauerhafte Erschütterungen wie z.B. in einem Verbrennermodell sind die Teile eigentlich nicht gebaut; meine Meinung. Ich habe ansonsten weder was schlechtes noch positives über derartige Weichen gehört; eigentlich habe ich von einem Einsatz dieser Teile überhaupt noch nix gesehen, gelesen oder gehört...
 

Harm

User
Du suchst also mehr eine Umschaltungselektronik. Ich denke zu wissen das Conrad so etwas als Baupakket zum zusammenlöten ins Programm hat oder hätte. In meinen Fundgrube müßte ich noch so ein uberührtes Baupakket liegen haben. Wenns dich interessiert kann ich mal nachsuchen und es dir vielleicht überlassen.
 
Die alte Akkuweiche von Simprop funktioniert so wie von dir gewünscht. Hab sowas noch rumliegen. Bei Interesse mail mich mal an.

Klaus
 

Thommy

User †
Hallo,
lass bloß die Finger von Relaislösungen. Zusammen mit PCM-Empfängern kann das böse enden.

Was mich noch interessieren würde, warum die Akkus getrennt entladen werden sollen.

Welche Vorteile soll so etwas gegenüber der gleichmäßigen Entladung beider Akkus haben ?

Gruß
Thommy
 

Eckehard

User
Hi,

lass bloß die Finger von Relaislösungen. Zusammen mit PCM-Empfängern kann das böse enden.
Hm, verstehe ich nicht. Warum, bitte erläutern.
Was mich noch interessieren würde, warum die Akkus getrennt entladen werden sollen.
Welche Vorteile soll so etwas gegenüber der gleichmäßigen Entladung beider Akkus haben ?
Vorteil:
Wenn auf den Reserve Akku umgeschaltet wird, stehen folgende Informationen zur Verfügung:
"Akku1 ist leer"
und
"Du fliegst auf Reserve, Hauptaccu bitte laden!"

Bei gleichmäßiger Entladung steht (da ja kein Rückkanal ala Vario vorhanden ist) nur die Info zur Verfügung, daß der Akku leer ist, aber das ist dann eh klar, weil der Flieger im Dreck liegt... ;)

IMHO geht nichts über eine gute Akkupflege, aber das ist jetzt wohl OT, sorry Ernie.....

Eckehard
 
Mechanische Kontakte (können) prellen.
Oder den Stromkreis auch so beim Umschalten unterbrechen. Oder auf Vibrationen (Motor!) reagieren.
Alles ist äusserst ungünstig für Microchips ("Power On Reset").
Schönes Beispiel ist das Ulta Duo Ladegerät. Wenn das nicht "zack" an die Autobatterie angeschlossen wird, "hängt es sich auf".
Dein System ist nur auf den ersten Blick sicherer.
Der Reserveakku wird praktisch nie gebraucht. Nur immer wieder geladen. Tut ihm nicht sonderlich gut. Wenn er nicht regelmässig überprüft wird, vor allem entladen, ist er im Notfall ev. "nicht da".
Aus diesem Grund hat auch Multiplex das Reserveakkusystem in der 3030 aufgegeben.
Gruss Jürgen
 

Thommy

User †
Hallo Eckehard,

das Umschalten hat der Prozessor der PCM- Empfänger gar nicht mögen, und führte zum Teil dazu, dass er nur noch am reset ausführen war -> Absturz.

Bei gleichen Akkukapazitäten liege ich auch noch nicht im Dreck, nur sind eben beide Akkus gleich leer/voll.

Im übrigen ist nach meiner Erfahrung Rückmeldung sicherer als noch so raffinierte Akkuweichen.

Beides zusammen ist natürlich optimal.

Gruß
Thommy
 

Eckehard

User
Hi,

das Umschalten hat der Prozessor der PCM- Empfänger gar nicht mögen, und führte zum Teil dazu, dass er nur noch am reset ausführen war -> Absturz.
Hm, das deutet auf einen schlecht implementierten en "PowerOnReset" hin....Generell ist das aber nicht bei allen PCM-Rx so, oder?

Bei gleichen Akkukapazitäten liege ich auch noch nicht im Dreck, nur sind eben beide Akkus gleich leer/voll.
Ja, klar, aber wenn beide leer sind, dann doch...

Bei der "angedachten Weiche mit Umsachaltung" würde eine Zusatndsanzeige bei einer Zwischenlandung (!) zeigen "Reserve betrieb, Hauptaccu laden!!!"
Aber IMHO ist das eh nicht sinnvoll.
Fazit:
Stimme Dir zu!

Im übrigen ist nach meiner Erfahrung Rückmeldung sicherer als noch so raffinierte Akkuweichen.

Beides zusammen ist natürlich optimal.
Das ist auch klar.... die Möglichkeiten, die Erfahrungen mal zu machenm, hätte ich auch gerne, aber Du sitzt ja quasi an der "Quelle" ;)

Eckehard
 

Thommy

User †
Hallo,
das Problem waren bei verschiedenen Akkuzuständen die zahlreichen Schaltvorgänge, denn das Teil von Conrad hat damals hin und her geschaltet.

Die Empfänger waren MC18/20, also eigentlich eher von der besseren Sorte.

Gruß
Thommy
 
das deutet auf einen schlecht implementierten en "PowerOnReset" hin
Offenbar bist du dir nicht im klaren, in welchen Zeitdimensionen heutige Elektronik arbeitet.
Nur schon in einer Microsekunde kann ein Relaiskontakt ein paar tausendmal prellen und enstprechend viele "POR" verursachen.
Ganz zu schweigen wenn in Nanosekunden gemessen wird...
Vergiss Elekromechanik (Relais) und moderne Elektronik!
Leiste dir lieber bei Tommy ein gescheites Vario das dich immer informiert!
Gruss Jürgen
 
eine gescheite Weiche hat schon Vorteile. Eine Spannungs- oder Kapazitätsanzeige bringt auch bei einer Zwischenlandung genug Übersicht. Dazu muß
nur der "Wert" des Modell´s groß genug sein.

Bei großen Modellen würde ich aus Prinzip 2 Akkus einsetzen und dazu noch die Servostromversorgung vom Empfänger trennen. Bei kleineren Modellen reicht mit Sicherheit eine Spannungsrückmeldung (entweder als Laufanzeige oder besser ein Vario mit Rückmeldung) neben einer einfachen Doppel-Schottky-Diode als Weiche aus.

Gruß, Andreas
 
Der plötzliche Zellentod wird von einer normalen Weiche ausgebügelt, dann übernimmt der eine Akku den Strom gesamt. Vor allem in Verbindung mit einem Kapazitätsmesser siehst Du das Problem sofort. Auch einen schleichend schlechter werdenden Akku erkennst Du damit, die entnommene Kapazität beider Akkus unterscheidet sich.
 
Hallo
erstmal Danke für die Beiträge. Vielleicht eine kurze Erläuterung ,warum ich diese Lösung haben möchte: Ich fliege seit 30 Jahren immer nur mit einem Empfängerakku. Mittlerweile auch ohne Schalter, direkt mit Goldsteckern verbunden. Auf Grund einiger unschöner und teurer Erlebnisse in letzter Zeit, möchte ich jetzt einen Reserveakku einbauen, der nur im Notfall für ca 30 min Strom liefert (fliege hauptsächlich E-Segler mit wenig Platz im Rumpf). Idealerweise wäre der Ersatzakku ein Lipo 2s mit ca. 700-1200 mAh, d.h. Gewicht unter 50 gr., in jedem kleinen Rumpf verstaubar und praktisch ohne Selbstentladung, also pflegeleicht. Pflegen möchte ich auch weiterhin nur den Hauptakku.
Zu den Vorschlägen: was mit Relais? Möchte ich eigentlich nicht, wieder rein mechanisches Bauteil.
Vario mit Spannungsrückmeldung: daran habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht gedacht. Hat was, löst aber nicht alle Probleme (plötzlicher Zellentod).
Laufanzeige: leider keine guten Erfahrungen mit gemacht, nach einer halben Stunde Flugzeit kann die Welt ganz anders aussehen.
Irgendwie scheine ich mit meiner Stromversorgungs-Philosophie ziemlich alleine da zu stehen. Vielleicht mach ich ja auch einen Gedankenfehler.
cu
Ernie
 

Armageddon

Vereinsmitglied
Tach allerseits,

die Umschaltelektronik von Conrad hat einigen Leuten an unserem Haushang auch Kopfzerbrechen bereitet. Das Relais ist meißt bei der ersten Landung durch die Erschütterung auf Reserbe gesprungen und dort geblieben. Nach kurzer zeit war dann der kleine Notakku leer und dann wars das. Ein Zurückschalten auf den Hauptakku, wie oben berichtet, war bei diesen Umschaltern nur durch erneutes aus und wieder einschalten möglich. Ich kann allerdings nicht ausschliessen, daß es von Conrad verschiedene Akkuumschalter gab/gibt.

Gruß Kai
 
Hallo

mit der Weiche von Conrad hab ich auch nur schlechte Erfahrungen gemacht. Das Umschalten der Relais hat eigentlich immer den Empfänger aus dem Tritt gebracht, abgesehen davon haben die Relaiskontakte schon durch die Vibrationen in der Schleppmaschine geschaltet. Hab das Teil vor ca. 10 Jahren mal probiert -> liegt seitdem beim Elektronik-müll.

Damals haben wir das Akkuproblem durch größere Akkus und durch penible Akkupflege (nach jedem Flugtag entladen usw. Kap-Messung, ...) erledigt.

Tja, bis letztes Jahr, als dann eine Zelle auf einmal intern einen Wackler hatte. Wenn man die Zelle geschüttelt hat, dann ist die Spannung zusammengebrochen ...

Von da an haben wir alle größeren Modelle auf die Akkuweiche von SM-Modelltechnik umgestellt.

Da sieht man auch, ob beide Akkus Saft liefern oder nur noch einer. Ein ganz großer Vorteil ist in meinen Augen, das man aber immer nur einen Akku laden (auch so richtig mit Dampf) muß.

Eine ausführliche Anleitung gibts bei Stephan Merz zum Download.

Christian
 
Hallo Elektroernie,

Du stehst mit Deiner Idee garnicht so alleine da. Auch ich favorisiere diese Idee des Notakkus gegenüber 2 gleichwertigen und gleichentladenen Akkus, die dann beide zur selben Sekunde leer sind.
Meine Idee ist : Hauptakku 5 Zellen ca. 2000 mAh, Notakku 4 Zellen ca. 500 mAh, vom Hauptakku mit einer Diode getrennt.
Die Diode verhindert den Stromfluss vom 5 Zeller zum 4 Zeller. Ein Stromfluss vom 4 Zeller zum 5 Zeller und dem Empfänger erfolgt erst, wenn der 5 Zeller leer ist. Die Diode frisst dann zwar ca. 0.4 Volt, wenn der 4 Zeller aber o.k. ist, reicht die Restspannung locker zum kurzfristigen Betreiben der Anlage aus.

Übers Piccolario ist dieser Spannungssprung vom 5 zum 4-Zeller eindeutig zu identifizieren und man weis sofort, dass die Landung demnächst angesagt ist.

Gruß Rüdiger
 
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