Alpina 4001 - Butterfly UND Störklappen?

Hallo Allerseits,

ich bin gerade dabei, mir eine Alpina 4001 elektro aufzubauen. Die Störklappen sind bei meiner Verison von Hause aus eingebaut, leider nebenbei gesagt, nicht genau gleich tief in die Fläche eingeklebt. Egal, ich habe die Störklappen jedenfalls angesteuert und stehe nun vor der Wahl, die Anlenkung der Wölbklappen zu gestalten - entweder in Richtung exaktes Stellen oder eine Auslegung für große Wege, um auch Butterfly zu ermöglichen.

Allerdings frage ich mich, ob das nicht des Guten zu viel ist und die Störklappen alleine reichen würden. Ich fliege eher in der Ebene und bin nicht gezwungen auf extrem kurzen/schmalen Plätzen landen zu müssen.

Und noch so ein Punkt. Die Tragflächen sind bereits bebügelt gewesen und die Klappen doch recht schwergängig. Beim Querruder geht es noch, aber für eine voll ins Butterfly auszufahrende Wölbklappe braucht man schon mehr Kraft, als es mir eigentlich lieb ist. Außer die Klappen von Hand Hin-und-Her zu arbeiten, fällt mir nichts ein, um die besser gängig zu bekommen.

Wie sind da Eure Erfahrung und wie habt Ihr das gelöst?

Vielen Dank!

Winrich
 
Hallo Winrich,

ich nutze kein Butterfly zusätzlich zu den Störklappen sondern fahre lediglich Thermik- ( +3 ) und Speedstellung ( -2 ). In der Speedstellung laufen die Wölbklappen zudem mit den Querrudern mit (ca. 40% ).

Jens
 

Hans Rupp

Vereinsmitglied
Hallo Winrich,

Störklappen+ Butterfly ist nicht notwendig.

Ich hatte bei meinem Vortex es so programmiert, dass auf der ertsen Hälfte des Wegs von K1 (Gasknüppel) die Wölbklappen um ca. 30° abgesenkt wurden und dann die Störklappen dazu ausgefahren wurden. Dann brauchst Du auch weniger Weg und kannst die Anlenkung spielfreier und mit mehr Haltekraft an der Klappe auslegen.

Die Querruder habe ich nicht nach oben gestellt, da ich die volle Querruderwirkung für Landung im Lee haben wollte.

Das reicht für punktgenaues Landen aus

Hans
 

fb0816

User
Hallo,
probiers doch mit etwas Silikonöl bei den Störklappen an den Lagerstellen oder locker die Schrauben etwas.
PS: Es geht nichts über Störklappen bei der Landung, das ist m.E. das BESTE zum erfolgreich und punktgenau runterzukommen; mehr brauchts nicht!
 

Jan

Moderator
Winrich schrieb:
...Allerdings frage ich mich, ob das nicht des Guten zu viel ist und die Störklappen alleine reichen würden. Ich fliege eher in der Ebene und bin nicht gezwungen auf extrem kurzen/schmalen Plätzen landen zu müssen.
Die Alpina ist kein 3 Meter Segler mit einem Gewicht um die 2,5 kg, sondern wiegt an die 5 kg. Sie hat deshalb eher die Flugeigenschaften eines Großseglers. Deshalb kann man die zusätzliche Bremse durch WK nach unten und QR leicht nach oben zusätzlich zu den StKl gut gebrauchen. Gerade die Querruder würde ich dabei unbedingt mitnehmen. Zwar hat Hans damit Recht, dass es erfreulich ist, wenn man volle Kontrolle um die Längsachse behält. Die Querruderfunktion bleibt aber bei den meisten modernen Fernsteuerungen auch beim Hochstellen weitgehend erhalten. Es gibt bei den meisten Sendern eine Funktion, bei der im Butterfly der Ausschlag des Ruders bei einem entsprechenden Querruderausschlag vermindert wird.
Die Kombi aus Butterfly und Störklappen ist nach meiner Erfahrung bei der Alpina und der ASH (wegen des etwas höheren Gewichts erst Recht) empfehlenswert! Du wirst es nicht bereuen. Auch nicht in der Ebene. Die Landegeschwindigkeit ist noch einmal deutlich geringer. Und das bedeutet auch in der Ebene immer vermindertes Risiko.

Winrich schrieb:
...Und noch so ein Punkt. Die Tragflächen sind bereits bebügelt gewesen und die Klappen doch recht schwergängig. Beim Querruder geht es noch, aber für eine voll ins Butterfly auszufahrende Wölbklappe braucht man schon mehr Kraft, als es mir eigentlich lieb ist. Außer die Klappen von Hand Hin-und-Her zu arbeiten, fällt mir nichts ein, um die besser gängig zu bekommen....Winrich
Folie in der Hohlkehle vorne (zur Fläche hin) aufschneiden, vorsichtig nach hinten klappen, den Ruder-Schlitz freilegen und bis zum Scharnierband VORSICHTIG Beplankungsmaterial entfernen. Benutz dazu ein stumpfes Messer oder einen Schraubenzieher. Das erfordert Sorgfalt und dauert. Immer wieder von Hand die Gängigkeit des Rudes überprüfen. So bald ein ca. 1 mm breiter Grat im Beplankungsmaterial über dem Scharnierband frei ist, geht es bereits deutlich besser.
Dann prüfen, ob das Ruder auf die Holz-Hohlkehle aufläuft und dort klemmt. Wenn es klemmt, dann wieder die Folie öffnen und vorsichtig mit einer Schleiflatte abtragen. Dabei das Ruder schützen, damit die Folie keinen Schaden nimmt.
Holz arbeitet. Wenn es in der Endkontrolle der Fertigung noch gut war, kann es "nacharbeiten".
Mit wenig Aufwand kriegst Du eine leicht laufende Wölbklappe.
 

Jan

Moderator
Dieter F. Heinlin schrieb:
Hallo,
probiers doch mit etwas Silikonöl bei den Störklappen an den Lagerstellen oder locker die Schrauben etwas.
...
Dieter, er meint die Wölbklappen. ;)
 

fb0816

User
Wirklich:) :eek: Schmetterling UND Störklappen
Dann würd ich knallhart mal den Hersteller fragen, was man da am besten machen kann, bis sie leichtgängig sind!
 

Hans Rupp

Vereinsmitglied
Die Landegeschwindigkeit ist noch einmal deutlich geringer. Und das bedeutet auch in der Ebene immer vermindertes Risiko.
Genau deshalb würde ich die Querruder nicht hochstellen!

Durch das Hochstellen der Querruder vermindert man den Auftrieb. Zum Langsamfliegen braucht man aber Auftrieb. D.h. ohne Hochstellen kann man langsamer fliegen als mit!

Störklappen vermindern den Auftrieb übrigens recht stark. Deshalb muss ich mich selbst korrigieren. Die Wölbklappen senken sich bei mir über den ganzen Knüppelweg auf ca. 30° ab. Ab der Hälfte kommen die Störklappen dazu. Trotz der Auftriebserhöhung durch die Wölbklappen führen die Störklappen zu einem leichten Durchsacken. Wenn ich nur in der Ebene fliegen würde, würde ich die Störklappen sogar etwas weniger stark ausfahren, um dies zu vermeiden. Am Hang ist es ab und an sogar erwünscht.

Weil Störklappen und Butterfly unnötig ist, hat Tangent bei Flächen mit Störklappen das nicht vorgesehen, sondern den Spalt etwas kleiner gelassen (jedenfalls bei meinem Vortex) und die Klappen waren oben angeschlagen. Bei den Ausführungen ohne Störklappen die ich kenne sind die Wölbklappen unten angeschlagen und gehen problemlos auf 80°.

Die Querruderfunktion bleibt bei meiner MC24 auch erhalten, aber je größer die verbleibenden Ausschläge sind, desto mehr Ruderwirksamkeit bleibt nunmal übrig.

Hans
 

Gast_12327

User gesperrt
Hallo Leute,

Bin hier ganz anderer Ansicht, wenn es die Möglichkeit gibt würde ich zum Bremsen alles ausfahren was da ist. Nachdem man die Wirkung über einen Knüppel dosieren kann ist das nicht wirklich ein Problem. Zuviel Bremswirkung hat noch keinem Segler geschadet. Auch wenn die Landebedingungen "weitläufig" sind ist es sicherer "kurz" zu Landen.

Meiner Ansicht nach ist auch die Steuerbarkeit bei hochgestellten QR unproblematisch, manche vergessen nur einfach (oder wissen nicht wie das geht) die Differenzierung zu deaktivieren (sind keine Leute die hier posten gemeint, hab das nur schon sehr oft bei uns am Platz gesehen).

Bei voller Bremse soll meiner Ansicht nach der Segler schon auch langsamer werden, aber vor allem sinken. Meiner Beobachtung nach liegt der Segler mit Butterfly (QR hoch) satter im Sinkflug (Schränkung deutlich erhöht) und ist resistenter gegen Böen.

@Winrich,
Wenn Du die WK "normal" anlenkst (also nicht am Servohebel differenzierst, Ausschlag WK 40-60Grad nach unten) reicht die Haltekraft (ausreichend dimensionierte Servos vorausgesetzt) völlig aus. Nicht vergessen im Speedflug die WK+QR in "Speedstellung" zu fahren (WK 2mm nach oben, QR 1mm nach oben).

viele Grüsse

Ferdl
 

loscho

User
Hallo,
dass die WK sehr schwergängig sind, hatte ich an meiner DG 600 (ohne SK)von Tangent auch. Das Modell war fertig bespannt; ich musste die Folie am Scharnier aufschneiden und das Scharnier mit deinem dünnen Sägeblatt nachschneiden. Jetzt bringe ich ordentliche WK-Ausschläge nach unten her. Leider habe ich durch die Schwergängigkeit der Ruder das Modell fast verloren, da beim ersten Landeanflug die WK ungleichmäßig ausfuhren. Das Modell geriet dadurch kurz über dem Boden doch arg in Schieflage. Das Problem bestand bei den QR ebenfalls, hier fiel es aber nicht auf, da die Ausschläge doch wesentlich kleiner sind. Die gleiche Beobachtung machten Kollegen bei einer ASG 29 und einer Alpina.

Gruß
Lothar
 

Hans Rupp

Vereinsmitglied
Hallo,

probiert es bitte selber aus. Programmiert einen Segler mit Querruder hochstellen und ohne. Dann fliegt folgende Landeanflüge:

- Nahezu senkrecht absteigen, abfangen und aufsetzen
- normal anfliegen mit Queranflug, Endanflug etc.

Ohne Hochstellen wird der Segler allenfalls unwesentlich (für mich unmerklich) schneller (jedenfalls mit Störklappen bzw. bei Butterfly Wölbklappen auf >80° gefahren), beim Ausschweben kann er aber langsamer geflogen werden.

Hans
 

Hans Rupp

Vereinsmitglied
Hallo Dieter,

vollkommen korrekt. Wobei eine Alpina ja einen hohen Rumpf hat und es da nicht so kritisch ist.

Störklappen sind entstanden, weil man Sturzflugbremsen haben will. D.h. mit ausgefahrenen Störklappen überschreitet ein Segelflugzeug seine V-max der Zulassung nicht. Daran sieht man, dass sie gut bremsen.

Wölbklappen dürfen bei den Originalen dagegen i.d.R. nur bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit überhaupt positiv gewölbt werden und könne auch agr nicht soweit ausgeschlagen werden wie bei den Modellen.

Gegen Störklappen spricht der zusätzlich Aufwand (Klappen + Servos) und die Störung der laminaren Strömung an den Klappenschlitzen.

Hans
 

fb0816

User
Schon klar,
ich seh es eben mit meinen Foto-
alpina-e.jpg
Augen, auch dieser E-Alpina wäre, hätt er "Störklappen" eingebaut und betätigt, sicher eher am Zielpunkt gelandet.
(3 Anflüge jedesmal zu hoch... am Ende war fast der Platz zu kurz!). Störklappen kann man auch schön passend abdecken!
 

gus916

User
Hallo allerseits,

auch ich fliege die Alpina und setze beim Landen die Störklappen und die Wölbklappen und habe bis jetzt noch nichts vermisst.

Meine Alpina wiegt 5,9kg und ist also nicht so ganz leicht,;) mir reicht es aber aus um den Vogel passend zu landen.

Ich werde aber mal die Querruder auch dazu nehmen um das ganze mal zu testen. Da ich die nächste Woche in der Rhön bin kann ich das ganz gut machen. Werde dann berichten wenn ich wieder da bin.

Das mit den schwergängigen Ruder hatte ich auch. Dort musste ich, wie auch bei meinem Nimbus aus gleichem Hause, nacharbeiten. Da ich mir einen Vortex gegönnt habe bin ich mal gespannt wie es bei dem aussieht leider ist er noch nicht da.

Nochwas, werde die Alpina (es ist die Carbon Master-Edition) verkaufen ink. Motor Kira, Servos, Empfänger und Lipo, falls jemand Interresse hat kann er sich ja bei mir melden über den Preis wird man sich schon einig.

Gruß

Guido
 

Ingo Seibert

Vereinsmitglied
Tag,

fliege zwar keine Alpina, aber eine Solution XL mit 4m und knapp 5 kg in der E-Version. Ich habe ebenfalls die Möglichkeit Butterfly und Störklappen gemeinsam zu verwenden. Nach einigem Rumprobieren an verschiedenen Lokalitäten lautet mein Votum ganz klar: Beides! Noch komfortabler lässt sich kaum auf den Punkt landen, auch auf kleinen Landeflächen. Butterfly ansich ist ja schon ganz nett, aber mit den Störklappen zusammen gelingen selbst auf Handtüchern wunderbar langsame Bei-Fuß-Landungen. Inzwischen habe ich mir den Landeklappen-Knüppel so eingestellt, dass auf der ersten Hälfte Butterfly ausfährt und ab der zweiten Hälfte die Landeklappen dazukommen. Ich fliege den Vogel jetzt seit 3 Jahren mit der Einstellung, in der Ebene als auch im Hochgebirge. Bei mir hat sich die Einstellung wirklich bewährt - und Spiel in den Anlenkungen ist ja nun eine Sache der Bausauführung ;)
 
Hallo,

Vielen Dank für die vielen Tips und Antworten!

@Dieter - ich hatte tatsächlich auch ein Problem mit den Störklappen. Nach dem Auseinandernehmen hat sich gezeigt, dass an diesen drei Kunststoffhebeln, an denen die Aluprofile befestigt sind, seitlich eine winzige "Nase" zu viel dran war - bei beiden Störklappen. An dieser Nase ist jedesmal das Anlenkungsgestänge hängen geblieben und hat so für eine sprunghafte Betätigung gesorgt.

Ich habe heute nochmal mit Tangent gesprochen. Schön, dass es tatsächlich noch Hersteller gibt, die man telefonisch erreichen und mit denen man sich unterhalten kann.

Tangent empfiehlt, wie wohl die meisten von Euch, beides anzusteuern: Butterfly und die Störklappen. Nachdem die Wölbklappen bei Butterfly "nur" 25mm (entspricht etwa 30Grad) nach unten gefahren werden sollen (plus Quer nach oben), muss die Alpina die unterstützende Bremswirkung durch Störklappen gut vertragen können.

Auf die Schwergängigkeit der Ruderklappen angesprochen, hat man mir folgenden Tip gegeben: An einer 3mm dicken Balsaleiste alle Kanten abrunden und damit die Folie im Ruderspalt etwas nachdrücken (in den Spalt hinein). Vorsichtig, sonst reisst die Folie ein. Das habe ich gleich ausprobiert und siehe da, es funktioniert. Sie werden damit zwar kein Wunder an Leichtgängigkeit, sind aber viel besser als zuvor zu betätigen.

Viele Gruesse, Winrich
 

Arndt

User
Hallo Zusammen,

eine kurze Frage an die Butterfly-Experten, es geht allerdings um den Kult von Tangent... Beim Setzen der Klappen nimmt der Flieger extrem die Nase nach oben. Die Tiefenruderkompensation habe ich inzwischen bei 70%! Kann man dem entgegenwirken (bzw. entschärfen), in dem die Querruder noch mehr nach oben fahren? Oder kann das entstehende Moment nur durch noch mehr Tiefe kompensiert werden?

Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe und schönen Gruß,

Arndt
 

Jan

Moderator
...genau das ist eigentlich der Punkt (bei der Alpina). Beim Setzen der Störklappen entsteht ein deutlich kopflastiges Moment. Mischt man Butterfly dazu, ist die TR Zumischung fast nicht mehr nötig. Das Modell fliegt ohne lästiges Aufbäumen und nimmt nur leicht die Nase runter.

Bei ausschließlich Störklappen wird das Modell recht kopflastig und erfordert HR Zumischung. Es neigt zum Durchsacken. Und es landet schneller. Und Geschwindigkeit ist beim Kontakt mit der Erde nie gut... ;)

Probiert das mit der Mischung von BF und Störklappen. Es lohnt sich.

Tja, Arndt, was ich Dir raten soll? (so ganz ohne Störklappen) ;) :)
Mehr TR Zumischung und gut einfliegen. Will heißen: Kurvenmischer setzen und genau ausprobieren, wieviel Zumischung Du bei welcher Knüppelstellung brauchst. Viel TR ist ok beim Kult. Hatte meiner auch...
 
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