Alten Lack von Holzmodell entfernen: Wie gehe ich am besten vor?

Hallo,
ich habe mir einen sehr alten Charter von Robbe mit 3,5ccm Webra erstanden. Schätze das er so aus den 70iger Jahren stammt.
Da der Lack nicht mehr sehr ansehnlich ist, ... an manchen Stellen nähe dem Motor ist er wellig und löst sich bald ab,
möchte ich ihn entfernen und neu lackieren damit er wieder im neuen Glanz erstrahlt 😉

Soll dann wieder ganz retro mit dem Verbrenner betrieben werden.

Wie erkenne ich um welchen Lack es sich handelt und wie kann ich ihn dann ablösen?

Oder soll ich ihn besser abschleifen? .. oder nur anschleifen

Ist auf etwas zu achten beim neu lackieren....Verträglichkeit mit alter Lackschicht?

Welcher Lack ist Methanolbenzin fest und wird heutzutage verwendet?

Wie ihr aus meinen Fragen erkennt bin ich kein Lackierprofi :D
 

kioto

User
Hallo, ein Bild wäre nicht schlecht und wie groß ist der Flieger? Ein kleines, leichtes Modell verträgt eine neue Spachtel- und Lackschicht nicht so gut.

In den 70gern gab es für den Normalfall eigentlich nur Nitrolacke und firnisbasierte Lacke, die mit Terpentin verdünnt wurden, aber nach dem Trocknen nur noch mechanisch oder mit Abbeizern entfernt werden konnten. Versuche erst mal mit Nitroverdünnung oder Aceton. Wenn sich die Lackschicht löst, dann war es Spann- oder Nitrolack. Den gab es auch Methanolfest "Spannfix Immun".
Aber egal, viele Möglichkeiten gibt es m.M. nach nicht. Mit Verdünnung sorgfältig von Schmutz und vor allen Dingen Öl reinigen, abschleifen, auf Nester mit Öl getränktem Balsa achten, mit Autospachtel Löcher füllen, größerer mit Balsa ausfüttern, mit Grundierlack aus der Sprühdose und danach mit Autolack behandeln. Ob sich 2k Lack lohnt? Vielleicht als letzte Schicht. Hängt vom Modell ab und wieviel du reinstecken willst.

Gruß Werner
 

WA41

User
Werner hat hier recht!mit Sorgfalt ausbessern, ganz neu machen ist hier ein sehr hoher Aufwand.
komplett abschleifen würde m. E.die Struktur schwächen, drüber lackieren zu schwer. Ist halt ein alter Flieger welcher Stolz eine gewisse Patina tragen kann....
Gruß
 

Femis

User
Hallo, ein Bild wäre nicht schlecht und wie groß ist der Flieger? Ein kleines, leichtes Modell verträgt eine neue Spachtel- und Lackschicht nicht so gut.

In den 70gern gab es für den Normalfall eigentlich nur Nitrolacke und firnisbasierte Lacke, die mit Terpentin verdünnt wurden, aber nach dem Trocknen nur noch mechanisch oder mit Abbeizern entfernt werden konnten. Versuche erst mal mit Nitroverdünnung oder Aceton. Wenn sich die Lackschicht löst, dann war es Spann- oder Nitrolack. Den gab es auch Methanolfest "Spannfix Immun".
Aber egal, viele Möglichkeiten gibt es m.M. nach nicht. Mit Verdünnung sorgfältig von Schmutz und vor allen Dingen Öl reinigen, abschleifen, auf Nester mit Öl getränktem Balsa achten, mit Autospachtel Löcher füllen, größerer mit Balsa ausfüttern, mit Grundierlack aus der Sprühdose und danach mit Autolack behandeln. Ob sich 2k Lack lohnt? Vielleicht als letzte Schicht. Hängt vom Modell ab und wieviel du reinstecken willst.

Gruß Werner
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo
Als letzte Schicht auf alle Fälle 2K Lack besonders wenn mit synthetische Öl geflogen wird.
Wird Rizinus verwendet sollte Kunstharzlack nach guter Trocknung ausreichend sein.

Gruß Bernd
 

Femis

User
Hallo in die Runde.
Habe durch den Beitrag wieder an meine alte Charter gedacht, gebaut Anfang der 70er
Ich habe sie Anfang der 80er ausgemustert.
Jetzt wieder auf dem Dachboden gefunden. Die ist in einen noch viel schlechten Zustand, als die auf euren Bildern. Bin jetzt angefixt und werde sie wieder aufbauen.
Tragflächen sind keine mehr vorhanden. Der Flieger wurde gnadenlos umgebaut und war Versuchs-Träger für Motoren von 3,5 bis 10ccm mit Reso. Es kamen auch Tragflächen mit Querruder und Kunstflugpfofil zum Einsatz. Eingesetzt auch als Schleppmaschine oder Huckepackflieger.
Eigentlich ein Super-Arbeitsperd. Besser als Taxi, Snoopy etc. Nur der Telemaster war noch vielseitiger und war noch besser zu fliegen. Der hatte ja auch Querruder und war um einiges grösser.
Werde euch mal ein paar Bilder vom Zustand vorher und nachher senden.
PS: der Rumpf lässt sich ganz einfach mit einem Bandschleifer von der Farbe befreien. Die Seitenwände waren aus Pappelsperrholz. Geht so am schnellsten.
Also dann bis später...
Gruß femis
 
Oben Unten