Ampel auf Dauerrot - was tun?

Hans Schelshorn

Moderator
Teammitglied
Hallo zusammen,

mein heutiger Ausflug ins Frankenland hat schon recht seltsam begonnen. Nach einer doofen Umleitung in Grünwald wollte eine Ampel in Harlaching die Weiterfahrt ganz verhindern. Schon von Weitem habe ich gesehen, daß für meine Richtung Rot war und bereits ein Bus gewartet hat. Also langsam ausrollen lassen und hoffen, daß noch rechtzeitig Grün wird, kann ja nicht lange dauern. Wurde aber nicht Grün, also hinterm Bus stehengeblieben. Nach gefühlten zwei Minuten kamen mir langsam Zweifel am guten Willen der Ampel, und ich habe auf die Uhr geschaut. Nach weiteren vier Minuten stand die wachsende Warteschlange immer noch bei Rot. Da bin ich ausgestiegen und zum Busfahrer vorgegangen. Meine Vermutung, daß er die Ampel öfter sieht, war richtig. Er meinte, bei seiner letzten Tour vor einer Stunde schaltete sie noch normal, er könne sich das Dauerrot nicht erklären. Also habe ich vorgeschlagen, daß wir einfach fahren sollten, und der Bus ist weitergefahren und ich hinterher. Im Rückspiegel habe ich noch gesehen, daß die Ampel kapituliert hat und grün geworden ist.

Am Abend hat mich dann doch das schlechte Gewissen geplagt. Ein Recherche mit der Tante G. ergab aber, daß das Weiterfahren korrekt war: https://www.berlin.de/special/auto-...ampel-auf-dauerrotwie-lange-muss-man-war.html
Man muß nur mindestens fünf Minuten warten. ;)

Servus
Hans
 
Danke für den Hinweis.
Ich habe es schon öfter an Baustellenampeln erlebt, wo der Verkehr nur einspurig über den Baustellenbereich geführt wird.
Da ist es besonders blöd, denn die Abschnitte können ggfs. recht lang sein und damit sind es die Ampelphasen auch.
Das kann man aber oft nicht sehen und abschätzen.
Fährt man dennoch irgendwann los und begegnet dann dem Gegenverkehr, steht man recht blöd da. ;)
Da hilft also wirklich nur lange, sehr lange warten.
 
Im Rückspiegel habe ich noch gesehen, daß die Ampel kapituliert hat und grün geworden ist.
Klingt nach einer schlecht gemachten Ampelsteuerung mit Busbevorzugung. Da hat sich irgendwo ein Bus an- aber nicht abgemeldet (geschieht automatisch durch einen Sender) Jetzt hat die Steuerung verzweifelt darauf gewartet, dass der Bus endlich durch ist.
Nachdem der nächste dann bei Rot drüber ist, hat dessen Signal die Blockierung gelöst. Normalerweise sind da irgendwelche Time-Outs programmiert, die die Steuerung nach einer sinnvollen Wartezeit zurücksetzen.
 
Ein Recherche mit der Tante G. ergab aber, daß das Weiterfahren korrekt war: https://www.berlin.de/special/auto-...ampel-auf-dauerrotwie-lange-muss-man-war.html
Man muß nur mindestens fünf Minuten warten. ;)

Servus
Hans

Aufgemerkt, das gilt aber nur für eine Dauerrotampel an einer gut einsehbaren Kreuzung und nicht für eine Baustellenampel die den einspurigen Verkehr regelt(egal ob einsehbar oder nicht).

Da hilft also wirklich nur lange, sehr lange warten.

Stimmt, denn das erspart viel Ärger....;)
 
RR

RR

Ich hab auch gelegentlich das Problem das mein Carbon-Renner nicht von der Ampel Schleife erkannt wird. außer der Kette und ein paar Lagerschalen ist da nix mehr aus Stahl dran.

Spätestens wenn der querverkehr das zweite mal vor mir herzieht fahr ich dann danach drüber.
Naja, 5min ist bei ner Rennrad-Tour echt viel:D
 
...nicht für eine Baustellenampel die den einspurigen Verkehr regelt(egal ob einsehbar oder nicht).
Wirklich?

In Ermanglung an Ampeln für solche Zwecke (Straße einspurig), wird hier von hochqualifizierten Fachpersonal oft nur ein beidseitiges bedrucktes Schild umgedreht: >Stopp/Go<

Nur... und abgesehen davon das die Funkverbindung auch schlecht sein kann... passiert es schon mal und man bekommt ein >Go<, obwohl dann doch noch ein Schleicher auf der Strecke ist. :rolleyes:
Da muss man halt selbst aufpassen.

Und, ich hatte schon mal mitten im Busch so ein Stoppschild. Das hatten die offensichtlich einfach nur vergessen wieder mitzunehmen: Es stand rund 2 Jahre da! :D
 
Klingt nach einer schlecht gemachten Ampelsteuerung mit Busbevorzugung.
...

Da bin ich aber platt, Markus!
Deine Erklärung passt perfekt auf das, was vorgefallen ist, Danke!
Dann weiß ich ja beim nächsten Mal Bescheid und kann dem Busfahrer seine Maschinerie erklären. ;)

Diese Bevorzugung wird in München schon seit vielen Jahren eingesetzt. Kann Autofahrer nerven, z.B. die Tramlinie von Grünwald nach Giesing. die Strecke hat normalerweise eine gute grüne Welle. Mit parallel fahrender Tram wird das zur roten Welle, ohne Chance, an der Tram vorbeizukommen. Mann kann's aber auch genießen. Auf einem meiner Arbeitswege fuhr auch eine Buslinie. Hat der Bus vor mir gehalten, musste ich zwar ein paar Sekunden warten für das Ein- und Aussteigen der Passagiere. Dann kam aber eine grüne Welle über mehrere Ampeln ohne Anhalten bis zur Ausfallstraße. ;)

Servus
Hans
 
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