Amper messen?

Oli_L

Vereinsmitglied
N'abend Mario,

Peter hat leider recht.:rolleyes:

Wenn du aber tatsächlich Wechselströme bis zu 200A (Ampère bei 50Hz oder 60Hz) messen willst, dann musst du das Multimeter auf den ersten Messbereich V=... einstellen. Die Strom-Messzange übersetzt den wechselstromfluss in der umfassten Leitung in eine Gleichspannung von 1mV pro gemessenem A, so steht's auf der Zange geschrieben.

Viel Spaß beim Waschmaschinen nachmessen! ;) ;)

Oliver

PS: Bis zu 10 A Gleich- oder Wechselstrom kann das Multimeter für kurze Zeit (max. 15s) direkt messen, wenn du den Ampere - Eingang für die Messleitungen benutzt, das Multimeter in Reihe mit dem Verbraucher schaltest und den Knopf auf "A~=" stellst. Aber Vorsicht, nicht geeignet für Brushless-Drehzahlsteller, die verkraften u.U. lange Leitungen zwischen Akku und Regler nicht (Anleitung lesen...).
 

Otti

User
Hallo Mario,

für Antriebsmessungen sind die üblichen DMMs mit ihrem 10A Bereich i.d.R. nicht so gut bis ungeeignet, weil die Motoren (außer bei Shockies o.ä.) doch meist mehr Strom ziehen. Selbst wenn der Antrieb nur 8A zieht, ist der Spannungsabfall über den Shunt im Messgerät und fast noch mehr durch die Zuleitungen erheblich, was sich gerade bei kleinen Zellenzahlen deutlich bemerkbar macht. Hinzu kommt das schon von Oliver angesprochene Problem, daß manche Regler gar nicht gut mit langen Leitungen klarkommen und mitunter dauerhaft den Geist aufgeben!

Neben der Anschaffung von speziellen Messgeräten, die ein mehr oder weniger großes Loch in die Hobbykasse reißen, gibt es je nach Anforderungen auch einfache und vergleichsweise billige Möglichkeiten, den Strom mit einem einfachen Multimeter zu messen. Im Prinzip ist das immer ein sog. "Shunt", also ein Widerstand, über dem nach dem Ohmschen Gesetz Spannung abfällt, die dann mit dem Multimeter im Millivolt-Bereich gemessen wird. Wird der Shunt z.B. mit 1 Milliohm dimensioniert, dann entspricht 1 mV auf der Anzeige genau 1A Strom im Messkreis.
Der Vorteil eines solchen Shunts im zu messenden Stromkreis gegenüber dem Sunt im Messgerät: der Sunt ist direkt im Messkreis, ohne lange Zuleitungen, und der Widerstandswert kann viel kleiner sein (wir brauchen ja normalerweise nicht Ampere auf 2 Nachkomma-Stellen genau). Die Leitungen vom Shunt zum Messgerät sind dann von der Länge und Dicke her unkritisch, da der zu Messende Strom nicht mehr da durch fließt.
Der einfachste, aber auch (für Absolut-Messungen) ungenaueste Shunt ist die ohnehin schon vorhandene Leitung zwischen Akku und Regler. Hier im Abstand von ein paar cm einfach zwei Stecknadeln durchpieksen und das Messgerät mit Clipsen dort anschließen. Der Spannungsabfall im Kabel ist proportional zum Strom - das reicht manchmal schon, wenn man einfach mal feststellen will, wie groß der Unterschied im Strom bei verschiedenen Luftschrauben ist.
Genauer, aber immer noch billig, ist ein von der Länge und Kabelquerschnitt her abgestimmter Kabel-Shunt als Zwischenstecker zwischen Akku und Regler. Wenn die Länge ein paar cm nicht übersteigt, macht das auch den o.g. Reglern nichts aus. Zweckmäßigerweise wird das Kabel genau so lang gemacht, daß 1mV oder 10mV Spannungsabfall pro Ampere entstehen, wobei die 10mV/A eher für kleinere Antriebe um etwa max. 10-15 A geeignet sind.

Wenn's genau sein soll, gibt es auch Mess-Shunts zu kaufen, z.B.bei Conrad Artikel 126810 (10mOhm) oder 447315 (1mOhm).

Grüße,

Otti
 
WattsUP

WattsUP

Hallo Michael,

Diese Zangen wären zwar geeignet, aber doch ziemlich teuer. Warum holst Du Dir nicht einfach das Wattsup (gibt es von verschiedenen Herstellern , einfach mal googeln), das kostet um die 50 Euro und kann Dir noch die Eingangsleistung, die Spannung deines Akkus, und die mAh die schon verbraucht sind anzeigen.

Gruß

Peter
 
Oder du legst noch ein paar Euro drauf und kaufst dir einen Datenlogger mit PC-Schnittstelle. Ich kann den Micrologger von Eagle Tree Systems sehr empfehlen. Liegt preislich bei 70 Euro zzgl. Versand und funktioniert bei mir sehr zufriedenstellend. Es gibt zudem jede Menge Erweiterungen um alles mögliche (Temperatur, Geschwindigkeit, Höhe, Drehzahl usw.) auch im Flug aufzuzeichnen.

So kann auch der tatsächliche Strom im Flug ermittelt werden. Eine Investition die sich für jeden Elektro-Piloten lohnt. ;)
 

Gast_7088

User gesperrt
noch preiswerter und schneller ist es

noch preiswerter und schneller ist es

erstmal die BEDINUNGSNALEITUNG zu lesen....
das geht nicht nur schneller so stimmt dann auch i.d.R genau für dieses Messgerät.

:mad:

sptotal schrieb:
Oder du legst noch ein paar Euro drauf und kaufst dir einen Datenlogger mit PC-Schnittstelle. Ich kann den Micrologger von Eagle Tree ......
vielleicht weil am Platz immer etwas lästig ist mit nen Notebook rum zu eiern...

also Shunt ein packen
Kalibirermessung durch führen
das ganz in die Sender kiste und fertig...

einfach robust und jederzeit mal eben schnell einsetz bar..
 
Ich kann dir nen Datenlogger echt empfehlen. Strommessungen ohne Luftschraubenanströmung (=Standmessung) sind oft nicht besser als ne grobe Schätzung...

MfG
Holger
 
Hi

Hi

Ich meine es gibt für den Logger ein Display, dann kann der life Wert direkt, sofern man lesen kann, abgelesen werden.......

Alternativ: Watts up !

(isn Messgerät)
 

Gast_7088

User gesperrt
Hammondorgel schrieb:
Ich meine es gibt für den Logger ein Display, dann kann der life Wert direkt, sofern man lesen kann, abgelesen werden.......

Alternativ: Watts up !

(isn Messgerät)
also ich persönlich bevorzuge ein Mittelklasse Multimeter mit dem ich eigentlich alles für den Platzgebrauch messen kann. ( schnelle kontrolle von Strom über spannung frequenzen bis tempertaur)

für genaue Analysen gibt es dann entsprechend Spezialgerät ( logger etc)
oder aber Messungen im Labor ( ich habe halt die Möglichkeiten)
 
Kirche im Dorf lassen

Kirche im Dorf lassen

Hallo Gemeinde,

Ich finde ihr solltet mal Alle einen Gang runterschalten ! O.k. da hat sich einer, der sich mit der Materie nicht so recht auskennt, ein für seine Zwecke ,ungeeignetes Messgerät gekauft. Er kann oder (will ? )sich nicht ausführlich mit der Bedienungsanleitung auseinandersetzen. Auch o.k. es soll ja Bedienungsanleitungsmuffel geben.Wobei ich auf jeden Fall für das gründliche Lesen der Bedienungsanleitung bin ! Aber der arme Mario hat sich hilfesuchend an uns gewandt um unseren Rat zu bekommen. Diesen Rat sollte man ihm einfach geben und ihn in einfachen Worten über die Zusammenhänge aufklären , ohne ihn mit Theorie zu überfrachten ! Wohl bemerkt bin ich natürlich der Meinung, dass es ohne einen gewissen theoretischen Background nicht geht. vieleicht sagt uns der Mario einfach mal was er genau messen will, und um welche Größenordnung es ungefähr geht.

Gruß

Peter
 
landebahnpflug schrieb:
vielleicht weil am Platz immer etwas lästig ist mit nen Notebook rum zu eiern...
Für den Logger und sicher auch für andere gibt es ein LC-Display. Damit kannst du dann die vorher via PC zugewiesenen aktuelle Werte anzeigen lassen, soviele du brauchst. Also um schnell Strom, Spannung, Drehzahl usw. zu messen völlig ausreichend. ;)
 

Majo84

User
Hallo,
also in Sachen Elektronik kenn ich mich wirklich nicht so aus. Das Meßgerät welches ich mir gekauft habe war ein Sonderangebot.Und da da halt die Amperzange bei war dachte ich das diese auch für den Modellbau geeignet wäre,mir ging es aber hauptsächlich um das Meßgerät selbst.
Die Bedienungsanleitung hatte ich mir drei mal durchgelesen aber es kappte nicht.Jetzt weiß ich ja auch wieso!:)
Was mich jetzt halt interessieren würde wie ich am einfachsten Messen kann wieviel Strom ein Motor zieht?
Wenn ich das richtig verstanden habe ist die einfachste Möglichkeit ein Shunt zu benutzen oder?
Mfg Mario
 
Watts Up

Watts Up

Hallo Mario,

Also ich bin mit dem Watts UP, gibt es auch bei Jamara, sehr zufrieden. Es ist für die meisten Aufgaben im Elektroflug für Messungen auf dem Platz genau genug. Wenn Du genau wissen willst was sich im Flug so tut, ist natürlich ein Datenlogger (z.B. von SM Modellbau) interessant. Für diesen Logger gibt es ein Display mit dem man die wichtigsten Daten auslesen kann. Kostet allerdings so ca 130 € mit dem Display und dem entsprechenden Shunt.

Gruß

Peter
 
Zitat:
Wenn ich das richtig verstanden habe ist die einfachste Möglichkeit ein Shunt zu benutzen oder?
Wenn du nur im Stand messen willst, ist das völlig in Ordnung. Wenn du einen Shunt mit 1mOhm nimmst und diesen in den Stromkreis einschleift (also in Serie zwischen Regler und Akku), dann fällt für jedes Amp, das fließt 1mV Spannung ab. Die kannst du dann mit deinem Messgerät erfassen.
Das Ganze hab ich dir mal schematisch aufgekritzelt. Wenn du jetzt dein Messgerät z.B. auf 200mV Gleichspannung einstellt, kannst du den Strom direkt im Display ablesen. Wichtig ist die Belastbarkeit des Shunts.
Bei 10A fallen 10mV Spannung ab. Die Verlustleistung beträgt also 10A*0,01V = 0,1W. Einfach mal durchrechnen.
Ich würde ne Sicherheitsreserve von 50% einkalkulieren und nen IC-Kühlkörper auf den Shunt kleben. Dann kann nix mehr schief gehen.

MfG
Holger
 

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Majo84

User
Danke Holger und dem Rest,
jetzt habe ich es verstanden und werde es mit einem Shunt machen.
Will ja nur am Boden messen.
Mfg Mario
 
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