Analoge Servos an FASST

Jan

Moderator
Hi,

welche analogen Servos kann man NICHT an FASST (insbesondere am 6014er) Empfänger betreiben?

Ich habe bisher sichere Kenntnis von folgenden Grp-Servos:

4021
4421
4451
3341

Das Problem: Die Servos sind in der Mittellage ruhig. Lässt man aber den Knüppel aus der Mittellage ein wenig „schnalzen“, kommt es zu einem garstigen Brummton. Der Stromverbauch steigt massiv an und ich nehme an, dass nach kurzer Zeit das Servo abraucht. Wenn man den Knüppel aus der Mittellage bewegt und langsam wieder zur Mittellage zurückführt, hört das Brummen auf.
 
Analoge Servos an FASST

Folgende Graupner Servos gehören auch zu den "Unverträglichen"

C 4041
C 311 (älteres MG-Microservo)
 
1. Ist nicht gesagt, daß ALLE der genannten Servos diese Reaktion auf den Empfänger zeigen. Ich fliege mit etlichen 4421 an FASST 6014 (1. Serie) ohne jedes Problem.
2. In welchem Flugzustand läßt Du denn "den Knüppel aus der Mittellage ein wenig „schnalzen“"?? Also ich steuere die jeweilige Ruderstellung an, mit "schnalzen" habe ich eher weniger zu tun.
Soll heißen, bei ganz normalen Steuerbewegungen passiert eh nichts, was nicht sein sollte.
Gruß
Tilmann
 
Analoge Servos an FASST

Es hat definitiv keinen Sinn unverträgliche servos zu fliegen. Habe spaßeshalber einen Flug mit 15 min dauer mit 4041 und 311 gemacht, danach war das Kühlblech meiner powerbox sensor Stromversorgung feuerheiß, d.h es sind irre Ströme geflossen.
Die servos ziehen einen irren Strom wenn sie unruhig werden, und das nicht nur beim Schnalzen!
Also lieber Finger weg!
 
Viktor schrieb:
Könnte denn mal so richtig erklären woran das liegt und was mögliche Gegenmaßnahmen wären.

Das liegt an der höheren Framerate des FASST Systems, die Graupner Servos vertragen die hohe Ansteuerfrequenz nicht und kommen da nicht hinterher.
Das Problem hatten wir erst letztes Wochenende mit C4421. Da hilft leider nur ein Servowechsel.

PS: Ich nehme die ausgebauten Servos gern entgegen, bei Jeti ist die Framerate nämlich einstellbar.
 
gleiches Verhalten bei Hitec

gleiches Verhalten bei Hitec

Hallo zusammen,

wir haben ein ahnliches Verhalten mit Hitec 5955TG auf einem Futaba 6014HS. an dem Empfänger sind 7 dieser Servos angeschlossen und nach einem 10 min Flug fehlen in den eingebauten 3600mAh Akkus schon ca. 1000mAh.
Hat dieses Verhalten außer mir auch schon jemand beobachtet?

Gruß
Tobias
 
matt schrieb:
Das liegt an der höheren Framerate des FASST Systems, die Graupner Servos vertragen die hohe Ansteuerfrequenz nicht und kommen da nicht hinterher.
Das Problem hatten wir erst letztes Wochenende mit C4421. Da hilft leider nur ein Servowechsel.

PS: Ich nehme die ausgebauten Servos gern entgegen, bei Jeti ist die Framerate nämlich einstellbar.

Andreas, kannst du das vielleicht als Diagramm aufmalen? Ich wollte mit das M-Link kaufen und die MPX sollen das gleiche Problem wie FASST haben.
Es wäre auch wichtig zu wissen an welchen Hites Servos das Problem auftaucht. Das HS645 wird gerne in ähnlichen Anwendungen wie die o.g. Graupner eingebaut es wäre gut zu wissen ob´s auch betroffen ist.

Steht das mit den Framerates in den Technischen Daten drin, oder muss man es durch Try and Error am eigenen Leib erfahren? Ich finde das ganze Ding ziemlich unbefriedigend. Die 4xx1 Reihe von Graupner war eine verlässliche Größe in großen Seglern.

Viktor
 
Hitec

Hitec

Hallo,
Hitec HS 125 ?
Ich bin mir nicht sicher, am FASST keine Nullstellung und nur sehr grobe "Knüppelfolge", am konventionellen Empfänger alles ok
Stefan
 
Von nichts kommt nichts. Die hohe Übertragungsrate bringen eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit und Stellgenauigkeit mit sich. Leider kommen manche Servos nicht mit.

Ich habe leider noch keine List gefunden, in der aufgeführt ist, welche Servos das Problem haben und welche nicht.

Eine Ursache dafür mag sein, dass von den Servoherstellern manchmal sogar schon technische Änderungen vorgenommen wurden, die das Problem hervorrufen oder abstellen, ohne dass dies von außen erkennbar sei. In diesem Sinne äußerte sich jedenfalls ein sehr freundlicher Mitarbeiter der robbe-Hotline.

Ich habe die 4XXXServos nicht nur in Seglern, sondern auch in Motormaschinen eingesetzt. Das bedeutet für mich, dass ich eine ganze Reihe von sehr kostspieligen Servos gleichwertig ersetzen muss. Ich bin mäßig erfreut darüber...

@Stefan Siemens
Ob das HS 125 betroffen ist, weiß ich nicht. Das HS85 ist es jedenfalls nicht.

Das 351 von Grp. erfreulicherweise übrigens auch nicht. Und das ist ja wirklich unstreitig ein hervorragendes Servo...
 
Hallo,

vom Funktionsprinzip der Analogservos - Impulslängenvergleich mit dem Referenzimpuls entsprechend der Abtriebsstellung, Dehnung des Vergleichsergebnisses um einen Faktor entsprechend dem P - Anteil eines Proportionalreglers, Ausgabe auf die Motorendstufe - kann ich mir nicht vorstellen, daß es auch nur ein analoges Servo gibt, das unter allen Bedingungen und Belastungen mit deutlich erhöhter Impulsfolge wirklich korrekt arbeitet.

Es wäre in jedem Fall klug, die Impulsfolgezeit auf minimal etwa 15 ms zu begrenzen. Das ist ja nach dem Empfängerausgang noch möglich. Man erhält speziell sonst bei hoher Servobelastung keinesfalls schnelle Reaktionszeiten, sondern eher zufällige Ergebnisse. FASST steht übrigens für Futaba Spread Spectrum Technology und hat erstmal nichts mit schneller (fast) Übertragung zu tun. Das ist ein mitunter störender und leider nicht konfigurierbarer Nebeneffekt.

Gernot
 
Es gibt keinen Grund das Hersteller noch Analogservos verkaufen.

Die digitalen sind in der Herstellung keinen deut teurer. Die Investition in die "digital"technik hat auch schon jeder Hersteller hinter sich und die ist Abgeschrieben.

Ich hoffe das noch mehr Anlagen mit noch schnellerer Zykluszeit auf den Markt kommen, damit analoge Servos gezwungen werden auszusterben.

Es gibt doch sicher Zwischenglieder die zum Servo hin wieder brave 20ms Zykluszeit machen, damit alte Servos in den Modellen vergraben bleiben dürfen.

Das ist MEINE Meinung. Ich kaufe aus Prinzip und Vorausschauend keine Analogservos mehr.
 
Hallo,

Eure Aussagen ergänzen meine Annahmen.Gerade im Hubschrauberbetrieb frisst das FASST mit den Drehmoment-Starken Digital-Servos gierig viel Strom.
Das könnte ebenfalls ein Nebeneffekt der hohen Framerate sein weshalb auch extra bei den FASST-Empfängern für eine gute Kühlung zu sorgen ist.Denn dort wo viel Strom fließt wird auch Wärme erzeugt.Im übrigen bekomme ich dieses herbe "brummen" wie oben beschrieben auch hin wenn ich die Servos schnalzen lasse.Und das sind sehr hochauflösende S 9451 die Digital sind.
Es ist aber keinesfalls beunruhigend sondern passiert nur nach mehreren gezielt gewollten Versuchen .Die Servos laufen dabei an 5,9 V äußerst schnell.




Grüße Chris
 
Hallo Chris,
also dann passt bei deinem Heli irgend etwas mechanisch nicht.
Ich habe die 9451 im MP-XL V91 mit dem R6014 und keine höhere Stromaufnahme wie mit dem G3 Empfänger vorher, und auch kein Brummen wenn ich den Knüppel schnalzen lasse. Und das obwohl beim MFS Kopf die Servos deutlich Stärker belastet werden wie beim Normalen Paddelkopf.
Bei 10 min Flugzeit brauche ich 250 bis 300 mAh.
Gruß
Uli
 
Gernot Nitz schrieb:
...vom Funktionsprinzip der Analogservos - Impulslängenvergleich mit dem Referenzimpuls entsprechend der Abtriebsstellung, Dehnung des Vergleichsergebnisses um einen Faktor entsprechend dem P - Anteil eines Proportionalreglers, Ausgabe auf die Motorendstufe - kann ich mir nicht vorstellen, daß es auch nur ein analoges Servo gibt, das unter allen Bedingungen und Belastungen mit deutlich erhöhter Impulsfolge wirklich korrekt arbeitet.
Stimmt nur dann wenn der Puls für den Motor noch ansteht während ein neues Signal ankommt. Und das ist einfach eine Schaltungsauslegung. Zeitglied einfach verkürzen z.B.

Es gibt genügend (nur welche sind es genau) analog Servos die mit den 14 ms zurecht kommen. Robbe hat schon lange mit 16 ms (für den G3 meine ich sogar schon mit 14 ms) gearbeitet. Und entsprechende Servos - auch analoge verkauft.

Gernot Nitz schrieb:
...Es wäre in jedem Fall klug, die Impulsfolgezeit auf minimal etwa 15 ms zu begrenzen. Das ist ja nach dem Empfängerausgang noch möglich. Man erhält....Gernot
Stimmt auch leider nur bedingt denn die 16 ms der 607 Empfänger machen bereits am C 4041 Probleme. Graupner hat ja 22 ms und demzufolge ihre Serovs darauf "abgerichtet". Wenn Du hier 20 ms geschrieben hättest....;)

@ Holger: Es gibt leider noch keine Zwischenglieder zur Reduzierung der frametime (Ausnahme Jeti Duplex Empfänger). Ich wundere mich, dass die einschlägigen Powerbox / Schalter und Zubehör Hersteller diese Marktlücke noch nicht gefüllt haben. Für PIC oder Atmel Künstler ist es doch ein Klacks so kleine Module zu machen wie sie z.B. Simprop für diverse Anwendungen quasi als Verlängerungkabel anbietet.

Und dann sei auch noch konsequent und kauf nur noch Servos die mind. mit 2 LiFePo Zellen (noch besser 2 LiPo) ohne jedwede Einschränkung betrieben werden können. Wir alle müssen Druck über die Händler machen. :eek:
 
Hallo Chris,
Chris. schrieb:
Hallo,
... den FASST-Empfängern für eine gute Kühlung zu sorgen ist.Denn dort wo viel Strom fließt wird auch Wärme erzeugt.
Du bringst da was durcheinander, der Empfänger erhotzt sich in erster Näherung kein bißchen mehr, egal wieviele Servos Du da anschließt und wieviel Strom da fließt, denn auf dem Empfänger fällt zu den Servos hin kaum Spannung ab, als wird da auch keine Leistung verbraten.
Der eigenstromverbrauch ist das, was Empfänger erwärrmt. Das war bei den alten mit 70m A schon in den allermeisten Fällen unkritisch und ist es erst recht bei den neueren mit Stromsparsoftware und < 50 mA.

Chris. schrieb:
Im übrigen bekomme ich dieses herbe "brummen" wie oben beschrieben auch hin wenn ich die Servos schnalzen lasse.Und das sind sehr hochauflösende S 9451 die Digital sind.
Es ist aber keinesfalls beunruhigend sondern passiert nur nach mehreren gezielt gewollten Versuchen .Die Servos laufen dabei an 5,9 V äußerst schnell.
Grüße Chris

Da ist Brummen nicht gleich Brummen und die Graupner Analog ziehen in dem Fall fast den Blockierstrom. Am besten einfach mal nachmessen, dann sieht man den Unterschied sehr schnell.

Ich fliege meine FS 4000 mit C4041 und die brummen auch beim Anstecken,
einmal kurz den Knüppel bewegt und der Spuk ist vorbei.
Da ich ja die optimale Leistung aus meinem Modell holen möchte, gehören impulsartige Steuerbewegungen nicht zu meinem Repertoire.
Die Zeiten von Tipp-Tipp sind dann doch schon lange vorbei.

Also werden Knüppel nicht schnalzen läßt, der kann auch 4041 an Fasst betreiben ohne im Flug einen Unterschied zu merken. Noch nicht mal der Stromverbrauch stigt dabei über die natürliche Schwankung in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Flugbedingungen hinaus.

Ansonsten sehe ich es wie Holger, es gibt heute keinen einzien Grund mehr sich diese Digiservos anzutun, sie sind wirklich in jeder beziehung schlechter als die neuen Digitalen.
Ach ja, komm mir doch bitte keiner mit dem Märchen den höheren Stromverbrauchs, das kann man bei den modernen Servos einfach knicken. Ein analoges Servo das gleich viel leisten muß, ist vom Stromverbrauch her auch nicht niedriger. Auch das läßt sich natürlich einfach messen.
Schönen Abend noch.
Gruß
Thommy
 
Stromverbrauch

Stromverbrauch

Hallo,

ja da hat der Thommy völlig recht Stromverbrauch ist kein Thema. Bei meiner 6-Klappen FS4000 mit 5 Zellen fließen etwa 400mAh pro Stunde raus, bei 35 MHz SPCM, mit FASST vielleicht 30-50 mAh mehr, und das mit 8 dicken Digis, ganz egal ob rumgurken oder DS fliegen.

Die Graupner Servos wurden doch in zwei anderen Beiträgen schon ausführlich behandelt.

Grüße Joachim
 
Thommy schrieb:
Hallo Chris,

Du bringst da was durcheinander, der Empfänger erhotzt sich in erster Näherung kein bißchen mehr, egal wieviele Servos Du da anschließt und wieviel Strom da fließt, denn auf dem Empfänger fällt zu den Servos hin kaum Spannung ab, als wird da auch keine Leistung verbraten.
Der eigenstromverbrauch ist das, was Empfänger erwärrmt. Das war bei den alten mit 70m A schon in den allermeisten Fällen unkritisch und ist es erst recht bei den neueren mit Stromsparsoftware und < 50 mA.

Bei den meisten Sachen stimm ich dir zu aber ich meint auch nicht dass die Erwärmung durch die servos kommt.Es kommt durch die 2,4 Ghz-Technik und diese schreibt z.B. bei dem R617-Empfänger vor ihn keines Falls einzuwickeln bzw. nur auf 4 "Füßen" anzubringen sodass er optimal gekühlt wird.Letzteres klingt etwas übertrieben.
Das ist nunmal Fakt und ich weiß nicht ob es notwendig ist aber wenn der Hersteller es schreibt mach ich das so.


Grüße Chris
 
Hallo,

Chris. schrieb:
Bei den meisten Sachen stimm ich dir zu aber ich meint auch nicht dass die Erwärmung durch die servos kommt.Es kommt durch die 2,4 Ghz-Technik und diese schreibt z.B. bei dem R617-Empfänger vor ihn keines Falls einzuwickeln bzw. nur auf 4 "Füßen" anzubringen sodass er optimal gekühlt wird.

prinzipbedingt wird bei einem Übertragungungsverfahren wie es bei FASST eingesetzt wird eine höhere Rechenleistung benötigt als beim "alten" PCM/PPM. Daher müssen die eingesetzten Prozessoren höher getaktet sein, was größere Eigenerwärmung der Elektronik zur Folge hat.

Grüße,
Bastian
 
Kann jemand was zu Futaba 9151 an FASST sagen?

Hab da noch eins rumliegen und will es auf Gas in ner EF 2,8m YAK einsetzen. Beim Einstellen des Gasgestänges hatte ich mit einem sehr schwachen 4-Zeller immer wieder den Effekt, dass die Gasstelung nicht gehalten wurde, sondern nach ein paar Sekunden das Servo in eine andere Position ging!?!?

Mit nem geladenen 4-Zeller konnte ich den Effekt jedoch nicht mehr reproduzieren!?

P.S.
mir ist bewusst, dass das 9151 digital ist - der Effekt ist allerdings (fast) passend zu dem von Euch beschriebenen!?

Gruß Klaus
 
Ansicht hell / dunkel umschalten
Oben Unten