Anfänger - Modell Panik

Hallo,

Ich bin neu hier, und auch neu im Modellflug. Habe meinen neuen Flyer bereits mit Totalschaden gecrasht.
Wie ist es gekommen? Nunja...
Bin entgegen meinem üblichen Verhalten zu nem Händler gefahren und hab mich beraten lassen. Als Anfänger hat er mir zum "Hobbyzone Aerobird Extreme" geraten. Hab das Ding dann fertig zusammen gebaut, getrimmt, und losgeflogen. 3 Minuten lang wars wirklich toll...sehr schnelles Modell...war dann aber bald über ner Kuhwiese...also überreagiert und Knüppel voll nach rechts...knapp 6 Meter Höhe...und eine prächtige Spirale zum Boden gedreht...Einschlag mit voller Motorleistung...Modell tot...zumindest das Gehäuse. Spätestens ab diesem Moment wusste ich dass Fliegen wohl nicht so einfach ist.

Ich habe mich dann so wie ich es sonst auch tue ins Internet begeben und musst festellen dass Hobyzone dieses Modell nicht für Anfänger empfehlt. SUPER BERATUNG vom Händler also. Habe dann bei monkeytoys.de den "Hobbyzone Firebird Commander" bestellt. Warte nun auf die Lieferung.

Erst danach bin ich auf dieses Forum gestossen. Da ich jetzt Zweifel habe ob meine Bestellung richtig war, wäre ich dankbar für eure Meinung. Da ich niemanden kenne der mich einweisen kann...ist der "Hobbyzone Firebird Commander" fürs selbst erlernen geeignet??? Bin für jede Tipps offen!

Pascal.
 
Hallo,

also ehrlich gesagt denke ich, ist der unterschied zwischen dem Firebird Commander und Aerobird Xtreme gering...beides ist mehr oder weniger Spielzug und wird Dir weder große Freude noch schnellen Lernerfolg bringen.
Falls Du die Möglichkeit hast die Bestellung zu stornieren wurde ich das an Deiner Stelle machen.

Die wohl beste Möglichkeit das Fliegen zu erlernen ist der Easystar. In der Suche findest Du viele Beiträge über das Modell ;)

Grüße,

Florian
 
hi Pascal,
lass Dich nicht entmutigen!!!
Dein Modell ist den typischen Anfängertod gestorben... Bevor Du fliegst, bevor!!!, musst Du Dir einbläuen:
1. BEI DROHENDEM ABSTURZ GAS WEG
2. BEI "TRUDELN"/STEILSPIRALE NICHT HÖHE GEZOGEN HALTEN
Wahrscheinlich ist das nicht die Antwort, die Du erwartet hast, aber mit dem Steuerverhalten mit dem Dein bisheriger/ehemaliger Flieger abgestürzt ist, bekommt man eigentlich jedes Flugzeug tot. So in erster Näherung würde ich sagen, dass das Lernen gemeinsam mit einem Coach Dir so ca. 3-5 Modell-Totalschäden erspart.

Als Anfängermodell gut geeignet sind so Dinger wie Wingo: Extreme Hochdecker mit noch nach oben gebogenen Tragflächen. Und eher leicht.
Mit Lipo-Zellen und Brushless-Antrieb wäre das Fliegen lernen wahrscheinlich noch erheblich einfacher - aber brutal viel teurer, vor allem in Erwartung der "unsauberen" Landungen.
Ein weiteres Modell, mit dem mein Sohn astrein fliegen gelernt hat, ist der Bluebird von einem französischen Hersteller, der hierzulande aber kaum bekannt ist. Sieht aus wie die alten Speedy-Oldtimer, hat aber einen astreinen GFK-Rumpf (nicht so ein Schaum wie der Wingo) und saubere stabile Rippenflächen. Vielleicht weiss ein Mitleser eine Quelle.

Fliegen lernen kannst Du "im Prinzip" mit allem was fliegt. Vielleicht nicht gerade mit einem Warbird... Es kommt mehr darauf an, was Du erwartest. Die ersten Modelle sollten schon reparaturfreundlich sein.

Es kommen bestimmt noch Kommentare zur Eignung Deines zweiten Modells (das ich nicht gefloegn habe). Ich wollte Dich nur darauf hinweisen, dass zum Fliegen lernen das "richtige Modell" nicht so wichtig ist wie die meisten denken.

Mich fragen die Leute immer, welche Zahnpasta sie nehmen sollen. So ein Quatsch, wichtig ist, dass sie putzen. Also: Flieg!

Besser aber mit einem Coach an Deiner Seite.

Bertram
 
hi Bertram

hi Bertram

Also abbestellen wie vorher geraten wurde geht leider nicht. Ich denke schon dass du Recht hast mit dem Fliegen. Der Vorteil des Absturzes ist aber klar. Ich weiss nun 3 Dinge Mehr als vorher.
1) Möglichst schnell viel Höhe gewinnen
2) In Kriesensituationen Gas weg...bis Motor aus
3) Keine Komplettlenkschläge...und wenn weniger als 2 Sekunden

Ist doch schon was. Hier ein Auszug aus der Modellbeschreibung des bestellten Flugzeugs:

Hobbyzone hat das einzigartige Smart Trak System entwickelt. Dieses System überprüft ständig die Steuereingaben und korrigiert diese, falls sich eine kritische Situation abzeichnet. Damit gleicht das System den häufigsten Anfängerfehler aus - übermäßige Rudereingaben. Das Ergebnis des Smart Trak System ist die Reduzierung des Absturzrisikos auf ein Minimum und ein sauberes ruhiges Flugverhalten ohne die Gefahr von Spiralstürzen. Das System erlaubt es, wenn Sie Sicherheit und Erfahrung gesammelt haben, in den Expertenmodus zu schalten. Hier stellt Ihnen das System dann die vollen Ruderausschläge zur Verfügung, was zu deutlich erhöhten Flugleistungen.

Ich hoffe doch dass dies das Fliegen des Spielzeugs erleichtert.
Vielen Dank für deine ermutigenden Worte.

Pascal.
 
Hallo Pascal,

erstmal mein Beileid für den Crash. Ist immer ärgerlich ein Modell zu verlieren.

Dennoch rate ich Dir: NICHT AUFGEBEN - WEITERMACHEN! :D

Warum? Ganz einfach, wenn Du den Modellflug "richtig" erlernt hast, die ersten Crashs vergessen sind und Du Deinen Flieger entspannt oben behälst, ist der Spaßfaktor rießig! ;)

Modelle wie Firebird, Angel XL, ...usw. sind heutzutage die üblichen "Einstiegsdrogen". :D D.h. zum Üben nicht verkehrt. Wenn Du jedoch mal ein 2m od. 2,8m E-Segler geflogen hast bzw. mal einen in der Luft siehst, willste davon nicht mehr viel wissen.

Daher meine Tipps an Dich:

1. Sei beim Üben vorsichtig! Einfach auf eine große Wiese gehen und Fliegen kann auch viel Ärger erzeugen (Besitzer der Wiese fragen, ob man darf). Bei Ünfällen (Bsp.: Flug in ein Fenster od. "getroffene" Spaziergänger) haftet Deine Haftplichtversicherung nicht unbedingt. Erkundige Dich rechtzeitig nach speziellen Modellflugversicherungen (wenn Du noch nicht in einem Verein fliegst) und schließe eine solche ab.

2. Schau mal ob in Deiner Nähe ein Modellflugverein vorhanden ist.
Gehe hin und sprech die Leute einfach mal an. I.d.R. hilft man Dir gerne mit Ratschlägen zu Modellen u.Ä weiter. Modellflieger "fressen niemanden", im Gegenteil, man ist froh wenn Nachwuchs Interesse bekundet ;).

3. Anstatt wieder in solche "Fliegerchen" (klingt böse, ist aber nicht so gemeint :) ) zu investieren, prüfe inwieweit Du frühzeitig Dein Geld in eine vernünftige Erstausrüstung (Bsp: Sender 35Mhz / Akku´s / 2m 2-Achs Modell / Servos / Drehzahlregler / Elektromotor ...usw.) anlegst.

4. Fragen zum Bau und zur Einstellung (Schwerpunkt / EWD / Ruderausschläge...usw.) des Modells kannst Du hier posten. Wir helfen Dir gerne weiter, ABER auch hier empfiehlt sich der Kontakt zu einem Modellflugverein. So wäre zum Beispiel das Problem des Einfliegen (Erstflug eines neuen Modells) gelöst.

5. Nutz das RC-Network, speziell die Forensuche, und suche nach bereits geposteten Tipps bezüglich geeigneten Anfängermodellen (der Markt ist rießig und für einen Anfänger kaum zu überschauen).

So, mehr fällt mir i.M. nicht ein. ;)

LG
Olli

PS: Modellflug ist ein tolles Hobby! Leider nicht immer ganz billig :cool:
 
Hallo,
bei uns im Verein schulen wir fast nur mit dem TwinStar. Das ist ein gutmütiger Flieger, der viel verzeiht, sehr reparaturfreundlich ist (Vollstyropor), aber auch flott geflogen werden kann, wenn man denn soweit ist. Außerdem schulen wir Anfänger immer an einem Lehrer-Schüler-Anlage. Das spart viel Geld, Zeit und Frust. Dafür sind Vereine da!
Tu Dir den Gefallen und such den nächsten Verein auf und rede mal mit den Leuten. Fliegen auf der grünen Wiese ist sowieso nicht der Hit: was ist mit Versicherung, unkontrollierbaren Störungen, Plausch mit anderen Piloten?
Viel Erfolg
Gruß
Gottlieb
 
Verein

Verein

Hallo und Danke an alle für die bisherigen Antworten. Im Moment hab ich mal ne mail an einen Verein abgeschickt...bin nicht sicher ob die es auch mit Elektro haben...nur Verbrennungsmotoren auf Ihrer HP. Ist allerdings der einzige Verein im näheren Umfeld (+/- 20 km).

Ich muss nun wohl doch mit den beiden Modellen fliegen. Für den gecrashten gibts wohl ein leeres Ersatzgehäuse (+/- 30 Euro), nur halt zur Zeit nicht lieferbar. Ich glaube jedoch dass ich das alte auch wieder flugfähig bekomme. Vorne mit glasfaserverstärktem Tesa und Motorgehäuse hinten habe ich (oben ist ein Spalt von 4 mm und da fehlt das Plastik) mit einem Plastikteil verklebt. Werde da auch noch mal Tesa Rumwickeln. Die Elektonikplatine mit Servos (Klappen hinten nach unten geklappt) ist vorne an der Halterung ausgerissen un nach hinten weggeklappt. Habe eine Leitebahn mit Draht verlötet und eine Nylonschlaufe mit Heisskleber in 1mm Bohrung gesichert. Muss nun nur noch die Trimmung vornehmen. Von der Stabilität und Sicherheit bin ich überzeugt...nur ob der Motor nun noch 100% im gleichen Winkel steht wie vorher??? Werde es mit Trimmen versuchen. Sollte das nicht hinhauen bleibt mir halt nur zu warten und mit meinem Sohn und seinem Silverlite Mini-Dings aus Schaum zu fliegen :-)

Beste Grüsse.
Pascal
 
Anfänger im Glück

Anfänger im Glück

Hallo,

Der Hobbyzone Commander ist angekommen. Das Smart-Trak System funktioniert recht einfach. Bei einem vollen Ruderausschlag mit mehr als 1/3 Gas nimmt es das Ruder nach etwa 0,5 Sekunden um 50% zurück. Auch der Umstand dass es sich nur um ein 2 Kanal System handelt kommt dem Anfänger sicher entgegen.

Nun da ich wie immer zu ungeduldig war, habe ich das System getrimmt, die Akkus geladen, und los gings. Mein Band an der Antenne stand etwa auf 45 Grad (wohl schon etwas viel für Anfänger) Der erste Start war problemlos. Der Commander steigt gegen die Windrichtung mit Vollgas etwa in einem 35 Grad Winkel zügig auf. In doch schon grosser Höhe waren die Winde sehr heftig und beim Segeln war es schwierig die Kurve zu kriegen. Mit der Windrichtung stieg der Commander dann etwa im 20 Grad Winkel ab, dagegen nur etwa 5 Grad. Die erste befürchtete Landung sah gut aus, etwa 40 cm über dem Boden kurz Gas gegeben und sauber aufgesetzt.

Also nochmal...zweite Landung ziemlich hart...aber kein Absturtz...Einschlag des Propellors im Flügel...Fehler sofort danach klar: mit der Windrichtung gelandet.

Hatte kein Tape dabei, der Einschnitt war jedoch nur 1 cm lang, schräg und 3 mm breit. Also doch noch mal gestartet. Das Problem war ja nun erkannt, die Winde wechselten die Richtung ständig, also ständig das Band mit einem Auge beobachten, besonders bei Steigflug und Landung. Bin dann noch 3 Mal gestartet und gelandet (ziemlich sauber).

Der letzte Flug erwies sich als schwierig, Commander wurde ziemlich von der Luft weggetragen. Bei Sichtkontrolle des Bandes wurde dann klar dass es viel zu luftig war, das Band stand horizontal. Habe also nach der Landung abgebrochen.

Fazit: 5 Starts und Landungen, davon 1 harte Landung = sehr zufrieden. Schaden am Flugzeug minimal. Kann den Commander nur empfehen.

Tja zu den Vereinen...habe 2 per email kontaktiert...seit 4 Tagen keine Antwort. Was solls. Werde es mit dem Commander schon hinkriegen. Später kann man Smart-Trak abschalten, dann zu einem Z2 Flieger greifen und vieleicht sogar den Z3 Aerobird fliegen. Bin ja so HAPPY!!!
 
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