Anfängerfrage

Hallo liebe RC-Freunde,

erstmal ein liebes Hallo an die gesamte Runde *winke_winke* :p Bin recht frisch dabei und hab dementsprechend noch viele offene Fragen, auf die ich hoffentlich mit der Zeit Antworten finde. Ich entschuldige mich schon im Voraus für das "Löcher-in-den-Bauch-fragen", aber wer nicht fragt bleibt dumm :) andererseits bedanke ich mich schon mal ganz herzlich im Voraus für Eure Mühen und Verständnis.

So, nun ans Eingemachte: nach langem Hin- und Her habe ich es nun endlich geschafft und beschlossen in den Modellflug einzusteigen und bin auch schon sehr kräftig dabei. An Ausrüstung habe ich bisher zwei Robbe/Futaba FX-18 Sender und jeweils den Empfänger R147F B-Band, Lehrer-Schülerkabel (da ich das Hobby zusammen mit meinem Bruder betreibe), Motor-Aus-Schalter,Mischschalter,Multi-Switch,Prop-Modul,etc.. Aerofly Pro Deluxe mit allen derzeitigen Addons und natürlich das entsprechende Interface. Ich fliege nun schon einigen Wochen fast täglich mit dem AFDP, ich sage mal täglich mindestens 2-3h. Dabei habe ich natürlich so ziemlich die verschiedensten Modelle (auch viele nachträglich downgeloadete) und dessen sehr unterschiedliche Flugcharakteristiken (auch Helis fliege ich) ausprobiert. Parallel dazu eigne ich mir einiges an Theorie zu, dass ich im Netz so finde (bezüglich Modellfliegerei und alles was dazugehört). Ich persönlich würde meine Fortschritte und Fähigkeiten am Simulator schon sehr überdurchschnittlich betrachten, allerdings habe ich wirklich absolut keinen Bezugspunkt dazu, was wirklich gut oder sagen wir mal "bereit-fürs-richtige-Fliegen" bedeutet. Ich bin bisher noch nie real ein Modell geflogen. Am AFDP fliege ich so ziemlich jedes Modell (ob Propeller, Airbus, Jet oder Heli) problemlos und lege 18 von 20 Landeversuchen gezielt (sprich auf einer bestimmten Landebahn oder eben bestimmte Fläche) hin. Auch der Flug selbst fällt mir nicht schwer, ich fliege verschiedene Manöver (noch kein Kunstflug!) täglich und sehr oft, um mir all die Funktionen und Bewegungen ins Hirn 'einzubrennen' damit ich instinktiv steuere und nicht erst überlegen muss. Das klappt auch schon sehr gut, sprich ich kann den Rückenflug, Messerflug, saubere Rollen, etc...
-->Frage1:
wann weiss ich, ob ich wirklich reif bin ein Modell real zu fliegen? Gibt's da irgendwelche Punkte, die man auf jeden Fall beherrschen muss/sollte, bevor man sich an ein echtes Modell traut? Welche Grundvoraussetzungen sollte man "sehr gut" beherrschen?

Ich habe mir eigene Übungen zusammengestellt um meine Fähigkeiten zu steigern, bzw. zu überprüfen, wie z.B. Starten von Landebahn auf eine bestimmte Höhe, korrekte Schleife fliegen und Höhe dabei immer behalten, zum Landen ansetzen aber nicht landen, sondern ca. 1m über die Landebahn fliegen (direkt über die Landebahn nicht seitlich versetzt), dann wieder hochziehen und am anderen Ende 'ne Schleife fliegen, usw... und irgendwann sanft landen und das Modell bis zu mir vor die Füsse zum Stillstand bringen. Eine andere Übung, die ich derzeit mache ist, mit Halbgas zu landen, und zwar dass der Flieger die Landebahn abrollt mit Speed, ohne abzuheben. Dann am Ende durchstarten und immer wieder landen, ohne den Gasknüppel zu bewegen. Damit habe ich gelernt, sanft und feinfühlig mit dem Höhenruder umzugehen.
--> Frage 2:
Was gibt's denn sonst für Trainingsmöglichkeiten und vor allem: mit welchem Flieger sollte man das am besten üben?

Ich fliege am linken Steuerknüppel Gas/Seitenruder, am rechten Steuerknüppel Höhenruder/Querruder weil ich mit diesem Mode am besten klarkomme (keine Ahnung welche Mode das jetzt genau ist :rolleyes: ) Mittig auf meinem Sender habe ich zwei analoge Schieberegler: dem linken analogen Schieberegler habe ich die Funktion "Pitch" zugeordnet für die Helis, dem rechten analogen Schieberegler habe ich Wölbklappen/Schwenkflügel zugeordnet. Dann einen Kippschalter noch fürs Einziehfahrwerk und einen anderen mit 3 Stellungen für die Landeklappen. Soweit so gut, klappt auch alles wunderbar. Ich bin bis vor kurzem mit 100 Servoweg und 0 Expo geflogen. Testweise fliege ich jetzt aktuell mit 80er Servoweg und 25 Expo auf dem Höhen- und Querruder. Ist natürlich nicht mehr so empfindlich wie davor.
-->Frage 3:
Gibt es Richtwerte, die man unbedingt einhalten sollte beim Expo? Was ist ein gutes Mittelmaß und vor allem: sollte man nur bestimmte Ruder mit Expo belegen? oder kann ich auch dem Gas-Kanal Expo geben? Klingt aber nicht wirklich produktiv, oder? Ich habe wie gesagt dem Höhen- und Querruder derzeit 25 Expo gegeben. Aber wenn ich mein erstes richtige Modell real fliege, woher weiss ich beim ersten Mal, ob ich überhaupt meinen Sender so programmieren sollte, dass ich Expo drauflege oder nicht? Ich bins ja noch nie geflogen? :) also anfangs dann ohne Servowegbegrenzung und Expo fliegen oder wie genau?

Wie erläutert klappt's auf dem AFPD schon sehr gut, doch eine wichtige Frage stelle ich mir immer noch
-->Frage 4:
Sieht's in der Realität auch wirklich genauso aus? Kann ich mich darauf 'verlassen' dass ich real das Modell auch so gut fliegen und landen kann? Blöd formuliert, aber ich hoffe ihr wißt was ich meine.


Um es mir ein Handicap zu stellen, habe ich die Sendezuverlässigkeit beim AFPD auf 90% gestellt, und Windgeschwindigkeit von 2-3m/s eingestellt mit Turbulenz von ca. 1m/s und einer kleinen Thermik. Da ich absolut keine Ahnung habe, wie hoch die Windgeschwindigkeit draussen eigentlich so beträgt (bei ganz leichtem Wind, mittelstark, oder sehr starker Wind) würde mich interessieren
-->Frage 5:welche Werte (Wind,Turbulenz,Thermik) man in AFPD einstellen könnte, um sich etwas näher an die Realität antasten zu können, wenn mal plötzlich unerwartet eine Windböe auftritt usw.

Als Modelle habe ich (lange Geschichte :D ) folgende zur Auswahl:

- Multiplex Vicky mit Permax 600 Motor, 3:1 Getriebe 600P, Power V35 Fahrtregler von Graupner und 11*7 Luftschraube (Seitenruder,Höhenruder,Motor, KEIN Querruder)

- Pilatus B4 Segler, mit Querruder und Störklappen in separaten Servos mit Schleppkupplung.

- Katana mit G26 Benzinermotor, 1,80m Spannweite

-->Frage 6: Welchen sollte ich eurer Meinung nach als erstes fliegen, wenn ich soweit bin? Die MPX Vicky oder lieber den Segler? Ich bin nicht so der Segler-Fan ehrlich gesagt, aber wenn es Voraussetzung sein sollte, um so das perfekte Fliegen zu erlernen, werde ich mich natürlich erst mit dem Segler auseinandersetzen. Die Katan wird wohl erst für später interessant werden nehme ich an.


Das sind erstmal meine Fragen, die mir noch am Herzen lagen. Ich entschuldige mich nochmals für diesen langen Thread, hoffe aber trotzdem auf fachliche Antworten und die eine odere andere Hilfestellung mit euren Tips und Ratschlägen.

Besten Dank im Voraus und viele Grüsse,
Renegade.
 
Hallo, deine Vorbereitung ist ja absolut mustergültig, leider habe ich noch nie Simulator probiert, ich mag mehr das richtige Leben.
Nimm auf jedenfall erstmal die Vicky (8-10 Zellen oder alternativ 2-3 Lipo), damit kannst du wenig falsch machen.
Die B4 ist eher was für Könner.
Warum gehst du nicht mal mit Flieger aufs Jägerhaus, dort ist ein Verein, die fliegen im Bereich der Segelflieger Mittwochabends und am Wochenende.
Und wenn alle Stricke reissen: ich bin auch nicht weit.
Gruss Hans
 
Antwort zu Frage 2:

Schaue mal in Richtung Multiplex Easy Glider.(War mein erster)
Nach Easy Glider würde ich sagen wenn Du ihn zu 120% fliegen kannst der Easy Glider Dich so richtig Langweilt könntest Du ein Risiko eingehen und in Richtung B4 schauen...

Hast Du absolut angst einen absturz zu machen würde ich vielleicht einen Easy Star von Multiplex nehmen aber der hat keine QR......

PS:

Morgen schreibe ich vielleicht mehr (heute keine Zeit)lieber klein anfangen zb.Easy Star oder wenn "etwas" Mutig Easy Glider und über lange Zeit langsam Erfahrungen sammeln wie ein herber rückschlag (Totalschaden) und nie richtig ins Modellfliegen reinzukommen.
Ein absolut schönes Hobby..........

Der Easy Star ist später gut für´s FPV fliegen......Live-Einblendung eines Kamerabildes in einen VR-Helm ich würde aber sagen Easy Glider.

http://video.google.com/videoplay?docid=-2237947353453839215
 
Danke soweit.

@Hänschen: Ja, das werde ich auch in den kommenden Tagen wieder tun. Ich war übern Sommer öfters dort, da ich auch noch funke und von dort oben hat man eben die besten Verbindungen. Dabei habe ich fast täglich zwei gesehen, die sowohl Motorflugmodelle (Benziner) geflogen sind, auch mit F-Schlepp Segler hochgezogen, und auch Helis und zwar auch Kunstflug. Leider war ich damals noch nicht mit dem RC-Modellflug dabei, hatte nur von weitem zugeschaut :) war gestern ebenfalls dort mit der Hoffnung jemanden zu treffen, aber vergeblich keinen gesehen.

Ok, dann werde ich mich wohl mit der Vicky antasten. Das einzigst blöde daran was mich stört, dass die kein Querruder hat. Jetzt fliege ich im AFPD ständig paar Modelle OHNE Querruder, damit ich das auch trainiere. Konnte bisher leider das Modell "Multiplex Vicky" nich für den Aerofly Pro Deluxe finden, schade auch.

Bin für jeden weiteren Tip und Ratschlag sehr dankbar.
 
Hallo

Zu deinen Fragen:

Frage 1: Wenn du mit einem Sim-Modell, das in etwa deinem geplanten echten Modell gentspricht Start, Flug und saubere Punktlandung ohne überlegen, Schweissausbrüche, kritische Flugzustände oder sonstige Probleme hinbekommst sollte das von den Fähigkeiten her auch in echt klappen. Laut deinem Beschrieb bist du soweit :cool: .

Frage 2: Lehrer-Schüler mit einem erfahrenen Piloten als Lehrer oder Kamikaze mit einem unzerstörbaren EPP-Modell.

Frage 3: Nein, es gibt keine Richtwerte, ist je nach Modell und Pilot unterschiedlich. Meinen Shockflyer fliege ich mit 0% Expo auf allen Rudern, die AJ-Extra mit 20-60% Expo. Manche Piloten fliegen mit einem Modell mit 0%, anderen mit dem Gleichen Modell 100%, und beide kommen gut damit zurecht. Am besten einfach so einstellen wies dir am besten liegt.
Fliegst du mit zu wenig Expo, schaukelst du die Maschine durch Überreaktionen auf und fällst vom Himmel, fliegst du mit zuviel Expo, dann reagiert die Kiste verspätet und dann entsprechend heftig, ev. kannst du sie so nicht mehr aus einer heiklen Fluglage herausbugsieren. Zuviel Expo auf den HR ist auch beim Landen unangenehm, da man wegen der zu schwachen HR-Reaktion relativ wüst auf die Fahrbahn knallen kann...
Zuwenig Expo ist aber deutlich unangenehmer als zuviel, von dem her anfangs lieber etwas zuviel einstellen.

Frage 4: Die AFPD-Modelle fliegen recht realistisch, bis auf einen Punkt: Beim Strömungsabriss sacken bei mir fast alle Modelle (ausser dem "Milan" :confused: ) leicht durch oder nicken im Extremfall leicht über eine Fläche weg. In echt reissen nur Shockflyer und Anfängersegler so ab, bei allen anderen Modellen ist der Abriss heftiger und unangenehmer, das geht bis zum abschmieren mit 30m Höhenverrlust...
Die Turbulenz-Situation im AFPD kannst du vergessen, die ist grauenhaft schlecht programmiert. In Echt "greifen" die Turbulenzen viel schneller, sind meist auch viel schneller vorbei und haben nie so eine schön gleichmässige Wirkung wie im AFPD. Das Fliegen bei Turbulenzen in Echt ist aber gar nicht so extrem schwer wies scheint, wenn man das Fliegen bei Windstille blind beherrscht dann steuert man die Turbulenzen instinktiv richitg aus. Kommt noch dazu dass die Turbulenzen in Bodennähe in Echt abnehmen, wird das Modell in 10m höhe noch um +-3m angehoben/abgesenkt, sinds in 1m Höhe nur noch +-0.5m. Die AFPD-Turbulenzen laufen einfach stur mit ihren 2-5m/s bis zum Boden durch.

Frage 5: Stell gelegentlich Wind zwischen 2 und 5m/s ein, die Turbulenzen bringen nichts, die kannste knicken.

Frage 6: IM PRINZIP (Strömungsabriss mal ausgenommen..) könntest du nach dem AFPD-Training fast alles auf anhieb fliegen, AAAAAABER
- In Echt wirst du bei den ersten Flügen (auch wenns nur eine 300 Euro- Schaumwaffel ist) mächtig Schiss haben, die Hände zittern, der Kopf macht gelegentlich dicht, du kannst nicht ansatzweise das Potential ausschöpfen das du dir am Sim angeeignet hast. Diese Angst ist irgend so ein biologisch bedingter "Kurzschluss" zwischen den Ohren, eigentlich völlig schwachsinnig, aber sie ist da und du bist dagegen anfangs machtlos. Bis du mit dem ersten Modell wirklich vertraut bist und die Angst ganz weg ist dauerts einige Flugstunden, je kleiner und günstiger das Modell ist desdo schneller gehts.
- Strömungsabriss: Bei Shockflyern und Anfängerseglern kein Thema, bei allen anderen musst du verdammt aufpassen. Vom AFPD her hast du keinerlei Reflexe für den Strömungsabriss, ausserdem fehlt dir die Fähigkeit, den drohenden Abriss an den Modellreaktionen frühzeitig zu erkennen. Beim ersten Ebriss in echt (der kommt garantiert unerwartet, glaubs mir :D ) bekommst du dann Panik und weisst nicht weiter. Einige Flüge Lehrer-Schüler um sich ans Einhalten der Minimalgeschwindigkeit zu gewöhnen und einige Flugstunden "Abrisstraining" und du hast die Reaktionen intus und die Sache ist gegessen.
- Die Landebahnen sind in Echt ausnahmslos keiner als im AFPD. Auf einer riesigen Betonfläche auf einer bestimmten Markierung zu landen ist das eine, auf einer 2x10m-Bahn zu landen das andere. Bei der 2x10m-Bahn bekommst du anfangs wieder (eigentlich völlig unbegründet) Panik.
- In echt musst du ein Modell aufbauen, richtig einstellen, Akkus laden, ev. Verbrennermotoren richtig einstellen und an all die kleinen Details (Flächensicherungsschrauben...) denken, die für das Modell überlebenswichtig sind. Ein Einsteigerflieger oder Trainer ist generell einfacher und simpler aufgebaut, verlangt weniger Handgriffe, bietet weniger Fehlerquellen und wenns dann wegen einem Fehler doch mal knallt ist er besser zu reparieren bzw. günstiger zu ersetzen.

Von dem her: Wenn du ohne Hilfe einsteigst ein EPP-Modell (unverwüslich) oder einen Shockflyer (schnell zu reparieren), mit Hilfe von einem erfahrenen Piloten darfs auch ein Trainermodell sein.

Gruss Fabian

PS: Kannst sich auch mal auf meiner Webseite Austoben, ich hab da einiges für Einstieg und Flugtraining zusammengestellt.
PPS: Deine Vorbereitung bisher ist echt top, grosses Kompliment:)
 
Hallo und danke für deine recht ausführliche Beschreibung. Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann wird der Strömungsabriss in AFPD nicht so sehr simuliert, wie er in Wirklichkeit eigentlich ist. Das bedeutet dass es in echt viel stärker auftritt wie im Sim, richtig? Mir ist dabei folgendes aufgefallen: anfangs neigte ich dazu beim Landeanflug das Gas (fast) komplett rauszunehmen, um praktisch mit der restlichen Energie runterzusegeln. Das ging bei einigen Modell ganz gut, aber: sobald ich ein anderes Modell wählte gings daneben. Also ich hab den Strömungsabriss bei manchen Modell echt brutal merken können. Nach einigen Crashs hatte ich das Modell auch intus und wusste genau welche Mindestgeschwindigkeit der Flieger benötigte, um korrekt mit dem Höhenruder noch entgegensteuern zu können, so dass kein Strömungsabriss stattfinden konnte und die Maschine komplett absackte. Allerdings hab ich mir dabei folgende Gedanken gemacht: in der Wirklichkeit kann ich mir nicht vorher die Maschine zum Ausprobieren paar mal gegen den Boden klatschen, da hab ich ganz genau nur einmal die Möglichkeit die Mindesgeschwindigkeit zu ertasten. Schlägt mein Versuch fehl, ist das Modell hin :) daher trainierte ich ab diesem Moment daraufhin, dass ich jedes Modell mit Geschwindigkeit lande. Das heisst meine Gasknüppelstellung ist zwischen 0,25 und 0,5 (Mittelstellung) würde ich jetzt mal sagen. So kann ich der Gefahr des Strömungsabrisses deutlich eingrenzen. Natürlich ist das schwieriger, da ich gezielt landen muss und danach sofort vom Gas weg und nachbremsen muss. Aber ich dachte mir, lieber länger rollen, statt harte Landung und ich zerstör mir den Flieger :D ,

Super Tip mit der schwachen Turbulenz-Simulation, dann werd ich die mal komplett abschalten und nur mit Wind fliegen.

Das mit dem Expo werde ich ausprobieren. Ich bin nie über 30% gegangen, weil ich dachte das wäre schon zu viel, denn: korrigier ich anfangs leicht und merke, dass es mir zu wenig ist, neigt das Hirn vielleicht dazu stärker zu knüppeln, dann ist man aber schon sehr beim Expo drin und die Ausschläge werden plötzlich stärker und man neigt dazu zu überknüppeln. Das war mein Gedankendank, der mich dazu führte max. 30% Expo zu nutzen. Aber ich werd das mal ausprobieren, einfach neugierdehalber. Kann man sagen, auf welche Ruderfunktionen meist Expo gelegt wird?

Kann man dann einem Anfänger eher ein Elektroflieger empfehlen, oder einen mit Verbrennungsmotor? Ich schätze ich werde als erstes die Multiplex Vicky versuchen.

Deinen Link werde ich mir gleich mal reinziehen. Besten Dank auch an dieser Stelle.
 
PS: Ha ha, deine Seite habe ich schon in- und auswendig gelesen, allerdings schon vor einigen Tagen :) hab grad draufgeklickt, und sie kam mir doch sehr bekannt vor. Super Seite muss ich sagen, war eine meiner Favoriten. Hab 'ne Menge gelernt und viele meiner anfänglichen Fragen waren dort als erste beantwortet. TOP !!!!
 
:D


Ich hatte sowas vermutet, deine Flugübungen kamen mir teilweise recht bekannt vor :D. Vielen Dank für das Lob für meine Page :) .

Die Mindestgeschwindigkeit kann man (sofern man einen Lehrer nebendran hat der einem die Kiste anschliessend landet) in Echt bequem in Sicherheitshöhe erfliegen, auch komplette Landeanflüge gehen "da oben".

Ob Elektro oder Verbrenner, das hängt von mehreren Faktoren ab:
- Wenn du Flugzeit fressen willst brauchtst du für elektro dein dickes Portemonnaie (mehrere Akkus, ev. "Feldladestation"), beim Verbrenner kannst du einfach fliegen-tanken-fliegen-tanken-fliegen...
- Beim Elektro kann man sich bei der zusammenstellung des Setups verhauen, dafür kann man bei einem Funktionierenden Setup praktisch nichts mehr falsch machen (ausser mit fast leerem Akku starten :D ) Beim Verbrenner kommt die ganze einstellerei des Motors dazu, das ist gerade für einen Einsteiger alles andere als einfach.
- Beim Verbrenner bis 5kg musst du 1.5km Abstand zu Wohngebieten halten, bei Elektro bis 5kg gibt es keine derartige Einschränkung.

Gruss Fabian
 
Okidoki, ich bleibe erstmal bei den Elektromodellen,da wir hierfür schon die Akkus +Reserver und dem Ladegerät und einer extra KFZ-Batterie gekauft haben. Später mal wenn wir einige (reale) Flugstunden hinter uns haben, können wir uns immer noch an einen Verbrennermotor ranwagen.

Ich werde das gleich morgen mal üben mit dem Strömungsabriss oben in der Luft, allerdings erstmal in AFPD versteht sich.

Eine -vielleicht etwas doofe- Frage habe ich noch: wenn ich jetzt bei diesen kälteren Temperature fliege, muss man da irgendwas beachten wegen veränderter Lufttemperatur? Wirkt sich das irgendwie auf das Modell aus und wenn ja, wie?
 
Bei kälteren Temperaturen steigt die Luftdichte, dein Modell wird etwas langsamer fliegen. Der Effekt ist aber so klein dass du ihn vergessen kannst. Viel wichtiger:

- Kunststoff (auch Schaumteile und bespannfolie) wird bei kälte spröde, die Belastbarkeit sinkt. Das bedeutet nicht das dir dein modell gleich auseinanderfällt, es verträgt jedoch etwas weniger als bei wärmeren Temperaturen.
- Lipos arbeiten unter 20 Grad nicht mehr gescheit, die musst du ggf. in depron oder anderes Isoliermaterial einpacken, damit sie im Flug nicht auskühlen.


Gruss Fabian
 
Hallo nochmal, ich denke auf dem Jägerhaus findest du Unterstützung, nur fragen,das kostet nix.
Wie gesagt, wenn alle Stricke reissen melde dich, dann machen wir mal ne Runde Lehrer-Schüler (kostet auch nix) mit deiner Vicky. Damit der Flieger lange lebt, würde ich auf keinen Fall ohne Aufsicht probieren.
Gruss Hans
 
Hallo Renegade,

(ein richtiger Name wär auch nicht schlecht?

erstmal ein herzliches Willkommen im Club!
Und Respekt für Deine gründliche Herangehensweise. Versprich Dir aber nicht
zuviel von Simulatoren.

Ein schönes Fliegerle die Vicky... besonders als zweites Modell.

Fliegen lernst einfacher mit einem Easystar. Und auf Schnee kannst dann
auch Bodenstarts usw. machen. Da geht einfach nix kaputt. Und darauf
kommts am Anfang an. Viel üben!

Selber fliege ich seit 2 Jahren, würde mir aber auch heute noch nicht eine
B4 zutrauen. Und Katana... :rolleyes:
Soviel zu Deiner Auswahl. Ist aber kein Vorwurf, da man als Anfänger auf die
schönen oder schnittigen Modelle schaut. Liegen sie dann kaputt im Dreck
ändert sich das Anforderungprofil. ;)
 
Hallo Christian,

und danke für deine Empfehlung. Ich hab da noch 'ne wichtige Frage, da ich ja plane als erstes die Vicky einzufliegen. Diese besitzt leider keine Querruder, nur Seitenruder. In AFPD konnte ich leider bisher kein Modell finden, dass ebenfalls ein Motorflieger ist, aber kein Querruder hat. Ich nehme da z.Zt. verschiedene Modelle und fliege eben immer ohne Querruder. Dabei würden mich spezielle Manöver interessieren, die nur mit dem Seitenruder zu bewerkstelligen sind. Sprich: wenn der Flieger die Messerflugposition hat (linke Schräglage) dann bringe ich ihn wieder gerade, indem ich entweder:

Seitenruder nach links gebe, dadurch kippt er nach links weg und fliegt Richtung Boden (Nase nach unten). Dann HR ziehen und er fliegt wieder parallel zum Boden.

oder

Seitenruder nach rechts, bis die Nase direkt Richtung Himmel zeigt, dann drücke ich, bis er waagerecht steht. Diese Variante ist natürlich zu bevorzugen, da ich keine Höhe verlieren. Die obere ist etwas riskanter, benötigt sehr viel Höhe als Sicherheit.

Was gibt's denn sonst für Tricks die nur beim Seitenruderfliegen zu beachten sind?? Kann mir da jemand weiterhelfen?

Viele Grüsse,
Saki.
 
Also ich würde mir persönlich keinen Flieger ohne Querruder kaufen. Ich fliege fast nur mit Quer anstatt mit seite. Ich finde das persönlich viel einfacher. Klar beim Messerflug usw. muß ich natürlich auch mit Seite fliegen. Außerdem kann man mit beiden Rudern viel mehr machen. Easy Glider wär meine erste Wahl an deiner Stelle. Den müßtest Du auch schon alleine fliegen können wenn Du schon so viel geübt hast. Ich halte jetzt nicht so viel von Simulatoren weil ich die Realität besser finde.
 
Selbstverständlich ist Realität durch nichts zu ersetzen :) am Sim übe ich eben, damit ich überhaupt ein Gefühl entwickle. Und ich persönlich würde mir ebenfalls nie einen Flieger ohne QR kaufen, aber die Sache ist: mein Bruder hat ihn schon gekauft, und wir wollen mit dem erstmal einfliegen. Ich nutze das SR eigentlich auch nur für den Messerflug und um eine perfekte Rolle zu bewerkstelligen, sonst flieg ich ausschliesslich nur mit QR+HR. Anyway, danke für die Tips mit diesem EasyGlider.
 
Hallo,
An deiner Stelle würde ich mir einen Verein suchen in dem Lehrer Schülerfliegen angeboten wird. Wenn du das Modell des Vereins Landen kannst und keine Hilfe beim Flug brauchst solltest du dir einen Multiplex Twinstar 2 kaufen der hat Querruder 2 Motoren du kannst ihn mit 8 Zellen NICD NIMH oder 2Zellen Lipo fliegen. Ich habe auch einen Twinsta2r der bei Frost oder zu schlechtem Wetter für die schweren Modelle zum Einsatz kommt. In meinem Verein haben ca 20 Leute einen. Ich fliege den Twinstar2 mit 2s 4000mah. Mit denen Fliege ich 25 minuten mit einem Akkupack. Auf dem Platz muss man daher kaum nachladen, da man schon mit 50 minuten Flugzeit ankommt (2 Akkupacks). Mit dem Twinstar 2 kannst du Rollenkreis, Rolle, Rückenflug und was am meisten Spaß macht Tiefflug
machen. Durch das EPP Elapor ist der Flieger ideal zu reparieren wenn mal etwas Schrott geht.

Gruß
Jonas
 
hi Renegade.
Mir gehts im Augenblick ähnlich. Ich habe mir vor einiger Zeit eine FX-18 besorgt und fliege (mal mehr, mal weniger) am Sim (realflight 3.5)

Aber jetzt, wo ich deine Posts so lese wird mir ganz anders. Das ist nichts gegen dich, eher ein Schock, wie wenig ich im grunde doch "bewusst" mache.

Wenn ich mich an den Sim setze (meist am Wochenende weil viel zeit), erstmal Bier auf, dann Funke an (ich flieg mit Adapter und über Trainer Modul), "Sim-Modell" wählen, Realflight an. Dann such ich mir je nach Lust und Laune und manchmal auch Gemütszustand ein Modell aus (meistens ein Katana oder Edge ähnliches Fluggerät)
Dann wird probiert - Messerflug, Loopings, Rollen, Turns, Was-passiert-wenn Geschichten - aber nichts davon besonders "Bewusst" eher so...aus Spass an der Bewegung am Flugzeug. Dabei bringe ich aber dennoch (ich weiß doch was ihr denkt:D ) gut 80% aller gestarteten Modelle sauber wieder runter.

Jetzt frage ich mich: Übe ich einfach nur anders? Oder einfach nur Falsch?

Ganz offen: ich hab als ich den Thread entdeckt hab erstmal Panik bekommen.
Warum? Ich stehe kurz vor der vollendung meines ersten Modells (Skyhero II mit 7,5ccm³)
Ich habe zwar einen "Lehrer" - meinen alten Herrn, der mich auch zum Hobby gebracht hat, aber selbst momentan etwa 6 Bruch Modelle im Bastelraum hängen und stehen hat...

Hülfe
 
@jonas: diesen Twinstar hatte ich mir schonmal angeschaut, irgendwie hab ich den des Öfteren rausgelesen aus diversen Threads. Also ich überlege mir folgendes: ich bin zwar noch Anfänger, weil ich noch nie real geflogen bin. Aber am AFDP klappts wirklich sehr gut und mir wird schon langweilig beim Fliegen, vielmehr mache ich grad irre Stunts :) als nächstes werde ich mich jetzt mal dem Kunstflug widmen. Natürlich klingt das überstürzt, aber ich dachte mir so: gebe ich knapp 200,- € für den EasyGliderElektro aus, dann ist es bestimmt ein gutes Anfängermodell, aber vielleicht kann ich wirklich nicht besondere Figuren damit fliegen. Ich würde doch schon sehr gerne ein Fluggerät mit der passenden Power haben, um problemlos Rollen zu fliegen, Loopings, Rückenflug, Messerflug, etc... ich weiss jetzt nicht inwiefern der EasyGliderElectro oder EasyGliderUltra das kann, geht das mit dem? Dass es der TwinstarII kann hast du mir ja jetzt verraten, das ist schon mal sehr gut. Was würdest du mir zwischen diesen zwei Modell empfehlen? Eher EasyGliderElectro, EasyGliderUltra oder doch TwinstarII ?? Hab mir jetzt mal die Modelle für AFPD gezogen, und werde sie dort später ausprobieren weil ich gleich wieder los muss. Ich hoffe das ist dann ungefähr so wie in Realität. Denn dann könnte ich mich einfacher entscheiden für EasyGliderElectro, EasyGliderUltra oder TwinstarII. Also in AFPD sind meine Lieblingsmodelle ganz klar die "Ultimate", "Christian Eagle", "Cap", "Catana" und natürlich meine heissgeliebten Jets :) aber das kommt erst vieeel späääter :))) erstmal kleine Schritte machen, dann kann ich später immer noch rennen *g*

@Espareph: halb so wild. Bei mir ist's so, dass ich sehr oft und lange am Sim verbringe. Habe natürlich viel ausprobiert, lese mich aber auch sehr viel durch Theorie. Was ich dir wirklich wärmstens ans Herz legen kann, ist die Webseite von Fabian Günther. Du musst dir einfach mal Zeit nehmen und wirklich ALLES durchlesen (na gut, tiefergehende Technik und Windkanal muss nicht unbedingt sein :D aber les dir mal komplett den Abschnitt "Kunstflug" durch, und damit meine ich auch wirklich ALLES mit allen Unterlinks :) klingt verwirrend weil Kunstflug ja nix für 'nen Anfänger ist, aber darunter sind alle anderen wichtigen Sachen bzgl. Modellflug auch aufgelistet. Kleiner Verbesserungsvorschlag an Fabian am Rande: vielleicht solltest du die FAQ und diese allgemeinen Hinweise bzgl. des Flugs getrennt aufbauen, nicht unter der Rubrik Kunstflug. Anfangs habe ich das auch nicht gelesen, weil ich ja eher dachte, dass ein Anfänger nicht Kunstflug lesen soltle :) Also Esphareph, sieht zwar auf den ersten Blick viel aus zum Lesen, ist es aber nicht... du musst dir einfach mal Zeit nehmen und schrittweise am Sim dann selber ausprobieren. Aber um so besser man wird, um so spassiger wird das Ganze auch. Und Geduld muss man auf jeden Fall mitbringen. Ein kleiner Tip noch am Rande von mir: gewöhn dir beim Sim an, immer den Motor sofort runterzudrehen nach einem Crash, fliege niemals über dich selbst oder steuere auf dich zu, und fliege auch nicht über andere Zuschauer (falls es welche auf deiner Scenery geben sollte). Am Sim neigt man natürlich oft dazu verrückte Sachen zu machen. Ist aber eher kontraproduktiv am Anfang finde ich. Gewöhn dir deshalb von Anfang an gleich wichtige Regeln an, damit sich das auch von anfang an richtig in dein Unterbewußtsein einbrennt und dir später in der Realität das auch zugute kommt. Ist meine persönlich Meinung, lasse mich natürlich gerne des Besseren belehren. Das allerwichtigste: stell dir vor, du fliegst eine 500,- € Maschine und fliegst die in echt. Also erlaube dir keine coolen Flugmanöver, sondern flieg behutsam, konzentriert und versuche die Maschine auch heil runterzubringen ;)


@all: hab grad das Addon3 (Scale) installiert auf AFDP. Hat natürlich mit Modellflug nicht mehr viel zu tun, macht aber IRRE Spass. Das ganz andere Flugverhalten und diese trägen Steuerbewegungen sind natürlich alles andere als gewohnt :) wirklich empfehlenswert! macht echt Spass!!!
 
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