Anlenkung Querruder bei altem Segler

AgeBee

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Hallo,
ich plane bei einem alten, noch nicht fertig gebauten Segler mit 3 m Spannweite (Hurrikan von Simprop, 80er Jahre) die Querruder in die Flächen einzubauen. Die Querruder sind 700 mm lang und haben eine Breite von 40 mm. Die Flächen bestehen komplett aus beplanktem Styropor.
Vom Hersteller geplant war der Einbau der Servos im Rumpf (siehe Bild Plan), die Anlenkung sollte über einen Hebel in der Tragfläche nahe der Wurzelrippe über ein Drahtseil erfolgen. Die Ausleitung des Kabels liegt in Höhe der Mitte der Tragfläche (siehe Bild Tragfläche).
Hierzu habe ich folgende Fragen:
Mit welcher Belastung muß ich bei den Servos in der Tragfläche rechnen wenn der gesamte Vogel ein ungefähres Gewicht von 2 kg hat ? Platz hätten da nämlich nur welche die von der Breite her kleiner als 15 mm wären (die würden dann nämlich komplett ‚verschwinden‘).
Vielen Dank für Euere Gedankengänge im voraus.
Gruß
Harald
 

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Das wird ja kein Speedsegler werden. Da ist der Anlenkungspunkt nicht so wichtig. Ich würde ihn bei 1/3 des QR plazieren (aus dem Bauch raus ;) )

Servo mit 25 - 30Ncm sollte gut reichen, HS-81 / HS-82MG sowas in der Art.

Gruß, Norbert
 
Hallo Harald,
als Servo kannst du jedes mit 13 mm Dicke nehmen, z.B HS-85-MG.

Aus Erfahrung gehe ich davon aus, daß der Flügel aus dieser Zeit keinen Holm hat! Zum Servoeinbau kann ich dir nur raten, daß du an der Vorder- und an der Hinterkante des Servoausschnittes den Flügel mit einem dünnen Sägeblatt einen mindestens 20 cm langen Schlitz durch den ganzen Flügel machst und darin einen 1 bis 1,5 mm Sperrholzstreifen einleimst. Maserung längs, denn das ist quasi ein Holmersatz. Lass den Streifen oben und unten überstehen und schleife nach dem Trocken bei. Ohne diese Verstärkung bricht dir der Flügel garantiert am Servoausschnitt über kurz oder lang durch. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung.

Du schreibst nicht ob bereits ein Bowdenzugrohr im Flügel liegt. Falls ja, dann geht das Servokabel dort nicht durch! Ich habe es bei mir mit einem Messingrohr ( 3 mm innen ) vorsichtig herausgebohrt. Messingrohr vorne anzacken und mit niederer Tourenzahl der Bohrmaschine langsam über das Bowdenzugrohr schieben.

Eine andere bewährte Methode ist es von der Wurzelrippe zum Sevoschacht eine V-förmigen Schlitz in die Beplankung zu schneiden. Im Styro einen Schlitz mit dem Lötkolben schmelzen und anschliessend das herausgetrennte Dreieck mit Harz wieder einsetzen. Den Kabelkanal kannst du vor dem Schliessen auch mit einem Ballermann-Trinkhalm auskleiden.
 
Hallo miteinander,
vielen Dank für Euere wertvollen Tips. Die werde ich alle berücksichtigen.
Ob es ein F3B-Flieger war kann ich Dir nicht sagen. Wenn ich die Bauanleitung doch noch finden sollte sag ich Dir Bescheid.
Gruß
Harald
 
Hallo,

der Hurrikan von Simprop war kein F3B -Flieger. Die Anleitung spricht von einem Allround-Segelflugmodell.
Rainer hat recht, der Flügel hat keinen Holm. Eine Verstärkung beim Einsatz von Flächenservos ist hier wirklich angebracht.
@Harald: HAst Du mal ausprobiert, ob im Bereich der Umlenkung an der Flächenwurzel ein Servo eingebaut werden kann?
Berichte bitte weiter von Deiner Umbauaktionen, u. U. wird mein Hurrikan dann auch wieder aktiviert.

Gruß
Frank
 
Hallo Frank,
den Servo an die Stelle anzubringen an der jetzt der in meinem Plan rot eingekreiste Umlenkhebel sitzt, habe ich auch schon gedacht. Dann liesse sich zumindest der Bowdenzug weiterverwenden und ich erspare mir das Verlegen der langen Servoleitungen.
Ich werde nochmal die Geometrie checken und sage Dir gerne Bescheid.
Wie fliegt denn das Ding so ?
Gruß, Harald
 
Hallo Harald,

die Flugeigenschaften würde ich mit gutmütig beschreiben. Bin den Hurrikan sehr gerne geflogen. Beim gemütlichen Hangfliegen und in der Thermik fühlt er sich wohl. Speedflug ist nicht so sein Ding- da biegen sich die Flächen schon gewaltig.

Gruß
Frank
 
Hallo Frank und Rainer,
der Einbau eines Servos in der Tragflächenmitte wie in meinem am 25.07.2009 geposteten Beitrag mit den wertvollen Anregungen von Rainer würde sicherlich gut funktionieren. Der große Nachteil hier ist die Verlegung der Servokabel; das hat Rainer auch schon erwähnt.
Die zweite Möglichkeit, den Servo nahe des Rumpfes in den bereits ausgehöhlten Schacht des Hebels zu setzen möchte ich anhand dem angehängten Bild erläutern. Hier erkennt man, daß der Servo, wenn der Hebel in Höhe des Bowdenzugs sitzen soll, oben und unten aus der Tragläche 'rausschauen' würde. Alternativ könnte ein flacher Servo oder Linearservo zum Einsatz kommen.
Gerne würde ich auch auf das schwere Drahtseil verzichten. Gibt's hier sinnvolle Alternativen ?
Gruß
Harald
 

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Anlenkung Querruder bei altem Segler

Hallo,
so, jetzt hab ich mich endlich dazu entschieden, die Servos nicht mitten in die Fläche sondern an den Aussparungen für die ursprünglich vorhandenen Hebel einzusetzen. Anbei ein Bild. Über die Servos kommt noch eine Folie.
Leider stehen die Servos etwas raus, mehr Platz war nicht ohne größere Umbauten. Und ein relativ starkes Servo mußte ich auch wählen. Hoffentlich ist er jetzt noch windschnittig und die Aerodynamik wird nicht allzu sehr gestört.
Ich werde demnächst vom den ersten Flügen berichten.
Gruß, AgeBee

http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=344829&stc=1&d=1253359602
 

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versteh nicht warum du es nicht so lasst ? ....... nen starken Zentralen Servo wie im Plan
und fertig ........so schaut das doch kake aus ..LOL :D

naj a es obliegt jeden einen Bremsfalschirm mit einzubauen !!
 
Hallo Gerhard,
Grund dafür ist, daß ich nach dem 'Anklemmen' der Tragflächen keine Lust auf das Einhängen der Gabelköpfe am Servo habe. Das ist immer so ein ewiges Gefuddel und ich krieg da zu viel Spiel rein.
Es sind nur wenige Millimeter, die da überstehen. Wenn's mir nicht taugt kann ich immer noch die Servos in die Fläche einbauen.
Gruß
AgeBee
 
so, jetzt hab ich mich endlich dazu entschieden, die Servos nicht mitten in die Fläche sondern an den Aussparungen für die ursprünglich vorhandenen Hebel einzusetzen. Anbei ein Bild. Über die Servos kommt noch eine Folie.

Tolle Idee, gerade weil es am Rumpf / Flaechenuebergang eh immer Verwirbelungen gibt.:(

Nun darfst du halt die Servos einstecken anstelle der Gabelkoepfe. :rolleyes:

Gruss
Thomas
 
AgeBee ......... Thomas bringst auf den Punkt ! eine scheinbar nicht optimale Lösung hast nun in zwei schlechte nun getauscht .......

Bravo
 
Hallo Gerhard und Thomas,
vielen Dank für Euere Kommentare.
Ich muß Euch Recht geben; meine Lösung ist nicht gut.
Daher werde ich entweder die Originallösung realisieren oder die Servos dann doch in der Flächenmitte einsetzen.
Gruß, Harald
 
Der große Nachteil hier ist die Verlegung der Servokabel; das hat Rainer auch schon erwähnt.
Gerne würde ich auch auf das schwere Drahtseil verzichten. Gibt's hier sinnvolle Alternativen ?

Ich hatte mal einen Roebers Shark, bei dem hatte ich das gleiche Problem. Drei Adern aus einem vieradrigen Telefonkabel gepult gehen wunderbar duch die Bowdenzughülle. Dann an der Wurzel eine Steckverbindung (grauer Multiplexstecker o.ä.) und ein Servo aussen (wie schon erwähnt, HS81-Klasse, ich nehm da immer Metallgetriebe weils mir zu blöd ist bei Karies das Servo wieder herauszufriemeln), alles verlöten und gut is.
In solchen Fällen verwende ich übrigens mit gutem Erfolg eine Eigenbau-Steckverbindung, original für Leiterplatten, von der ich die benötigte Anzahl Kontakte absäge. Gibt guten Kontakt und geht leicht auseinander wenn's im (Crash-)Fall mal sein muss.
Viel Erfolg
Lorenz
 
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