Anregung für Eure Modellfluggelände

So ein Pool muss her ;) !
Warum nicht? Aber ringsherum schön Bunt, mit Blümchen und so. Das mögen auch die zweibeinigen Bienen. 🥰

Und noch ein Tipp:
Bei heißen Bienen muss man immer aufpassen, sonst verbrennt man sich noch sein Würstchen. ;):D
 
Ich hoffe Claus, du wirst mir verzeihen das ich den Link hier rein stelle.
Hier ein kurzes, 4 Minuten langes Video von Modellfliegerkollegen, quasi noch warm, weil 2021 aufgenommen.

Nein, es sind darauf keine Bienen zu sehen, wohl aber Blümchen.

Namibia - Dry to Green - YouTube
 
Ich will mal einige der vorstehenden, weniger qualifizierten Beiträge zum Thema Grünstreifen ignorieren und darauf eingehen, wir in unserem Verein mit dem Thema umgehen.

Wir machen eigentlich fast Garnichts. Die Piste und der Parkplatz (zusammen ~ 1/3 unseres Flugplatzgeländes) werden bei Bedarf wöchentlich, der Rest nur 2 - 3 Mal im Jahr gemäht.

Und dieser „Rest“ von ca. 6000 m2 hat sich zu einer bunten Wiese entwickelt. Der aktuellen Stand (Mai 2021) ist auf unser Web-Seite (https://www.ig-lilienthal.de/) zu sehen: Hahnenfuß und Löwenzahn und dazwischen (auf dem Bild leider nicht zu sehen) Ehrenpreis, Rote Lichtnelken, Schaumkraut, Gundermann und vieles andere mehr - alles massenhaft.

Mit wenig Aufwand kann also ein „blühendes“ Ergebnis erreicht werden.

Was alles bei uns wächst haben wir übrigens seit Mitte 2020 dokumentiert (https://www.ig-lilienthal.de/index.php/infos/umwelt-und-natur). Wir wollen damit zeigen, dass Modellflug und Naturschutz kein Widerspruch sind - im Gegenteil. Auch unsere Erfahrungen und weitere Naturschutzthemen haben und werden wir an dieser Stelle dokumentieren.

Was wir noch nicht gemacht haben ist eine Abstimmung mit den einschlägigen Verbänden. Hinweise und Ratschläge zur richtigen Vorgehensweise und zu möglichen „vernünftigen“ Ansprechpartnern sind an dieser Stelle sehr willkommen.

Und noch was: kann man das Thema Naturschutz aus dem Umfeld von Cafe Klatsch herausnehmen (siehe auch mein einleitender Satz) und ein eigenes, größeres Thema daraus machen? Aus meiner Sicht verdient das Thema deutlich mehr Aufmerksamkeit und ist am aktuellen Ort nicht gut aufgehoben.

Gruß Heinz
 

Börny

User
...andere Leute haben eben andere Ansichten. Aus meiner Sicht hat das Thema mehr als genug Aufmerksamkeit! Es ist im Cafe genau richtig.

Vielleicht gibt es ja beim BUND ein passendes „Fachforum“.

So ein Pool, das wär was, da sollte man darüber reden...;) .
 
Mit unserem Platz sind wir mitten in einem FFH-Gebiet, zwar an zwei Seiten von Bundestraßen (2&4-spurig) in sicherer Entfernung eingekeilt, die das FFH-Gebiet eingrenzen, was uns wohl aber auch vor Jahren bei einer Neuanlage des Platzes den Hals gerettet hat, als hinnehmbares Übel. In der Aufstiegserlaubnis wurde damals eine Bioptoppflege festgeschrieben, zwei Nasswiesen angrenzend an den Platz von knapp einem Hektar, als Ausgleich für unsern Eingriff zu pflegen. Die Wiesen werden von einem Landwirt zweischürig gemäht, die Mahd behält er für seinen Aufwand und kann wohl auch einen Teil gut verkaufen, wir haben keine Arbeit mit, Auflagen erfüllt. Nach anfänglichen Versäumnissen hat uns das LA in klaren Worten unmissverständlich aufgezeigt, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen bei Nichteinhaltung so sind, die weitere Koordination mit dem zuständigen Landschafterhaltungsverband (LEV) war dann sehr kooperativ und problemlos. Hier hat geholfen, offen mit dem LEV zusammenzuarbeiten, der uns auch mit dem (Nebenerewerbs-Bio-Landwirt) zusammengebracht hat.
Mein Fazit aus den Gesprächen mit dem LEV: den Kontakt suchen, meine Erfahrung war postiv.

Nach wenig Interesse die letzten Jahre am Thema naturnahe Platzgestaltung (was nicht heißt, die Bahn soll zu Wiese werden, die ist gut gepflegt und kurz gemäht!) kommt aber zusehends Bewegung und Beteiligung auf. Klar, ignorantes Gewäsch muss man sich immer von wem anhören, aber der Nutzen wird mehr und mehr erkannt. Durch Anpflanzen von Sträuchern soll nun noch mehr Struktur, Farbe und Lebensraum in Randbereiche vom Platz gebracht werden. Für mich, der viel Zeit für die sonstige Platzpflege investiert heißt das auch, wo heimische Sträucher, kein/weniger Gras mähen notwendig. Gerade durch die regelmäßige Mahd kommen mehr und mehr schwächere Gräser nach, das ganze wuchernde grüne 'Gestrüpp' weicht mehr Blüten.

Kann jeden nur ermutigen, sich auch mal bei den Verbänden zu erkundigen, welche Förderungs- und unterstützende Maßnahmen so möglich sind.
Oder einfach mal ein paar qm für Wildblumen zu reservieren, Ecken und Randstreifen 2-3x im Jahr mähen, nicht zu mulchen sondern abräumen. Ist teils erstmal etwas Aufwand, meiner Erfahrung nach pendelt sich das in recht pflegeleicht ein statt ständig alles kurz und klein zu häckseln. Oder eine Benjeshecke anzulegen oder einen 'Tot'holzstapel einzurichten.
 
Zuletzt bearbeitet:
@superpattex: danke für die Hinweis mit dem LEV - werde dem nachgehen.

Eine Anmerkung zum Mähen: wir lassen ebenfalls durch eine Landwirt mähen, der das Heu dann für seine Pferde verwendet. Also auch keine Kosten und kein Aufwand.
 
ich finde wilde blühwiesen etc. in der direkten platzumgebung auch toll. hat auch vorteile bei außenlandungen, falls es mal nicht bis ganz an den platz reichen sollte.
aaaaber: was sagen die vogelschützer, wenn dort wiesenbrüter anfangen zu nisten, z.b. kiebitze? dann gibt es ruckzuck ein flugverbot/überflugverbot über die gesamte sommersaison. an sich schert sich der kiebitz nen sch....dreck um uns modellflieger, aber die vogelschützer sehen das komplett anders....
 

onki

User
Hallo,

ich hab jetzt auch mal bei uns einen Streifen am Parkplatz angelegt für diese Blümchen.
OK - unser Platz ist umgeben von Heuwiesen mit sehr hohem Grasbewuchs ab Juni/Juli.
Ich erhoffe mir aber eine etwas farbenfrohere Variante.

Mal abwarten ob das Zeug anwächst. Bin nicht gerade für einen grünen Daumen bekannt.

Gruß
Onki
 

onki

User
Wir haben aktuell eher Probleme mit den Mistviechern Krähen.
Die picken nach Engerlingen und ruinieren den Platz indem sie haufenweise 10cm große Grasteller rauspicken und umwerfen.

Ein Fest für jedes Fahrwerk bei Start und Landung.

Gruß
Onki
 

Wilf

User
... Im ersten Jahr hatten wir ihn mit einjährigen Blumensamen angesät, letztes Jahr dann einfach wachsen lassen. “Einjährig“ war den Blumen egal.
Mit dem "einjährigen" Samen habe ich mir folgende Bewandtnis zusammengereimt:

Bei den mehrjährigen Gräsen, Leguminosen und Kräutern treibt ein und dieselbe Pflanze nach dem Winter wieder aus. Die Einjährigen muss man blühen und bis zur Pollenreife gelangen lassen, damit sie sich selber wieder aussähen können.

Wenn man zu früh mäht, sind die Einjährigen im Folgejahr weg.
Deshalb gibt es auf häufig gemähten Wiesen nur Gras, wenige Blumen und wenig Insektenfutter. Das schlimmste, was man den Insekten antun kann, ist der Einsatz eines Mähroboters. Aber das ist eine andere Geschichte ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir haben aktuell eher Probleme mit den Mistviechern Krähen.
Da hilft kontinuierliches Walzen. Wir ziehen z.B. hinter unseren Rasen-Traktor immer eine 300 kg - Walze hinterher. Dadurch können die Egerlinge kaum überleben. Das vertreibt übrigens auch Wühlmäuse fast vollständig und verringert Maulwurfshügel deutlichst, da die kleinen schwarzen Racker verdichteten Boden nicht mögen.

Es kann sich aber auch um Dachse handeln. Das hatten wir mal vor ein paar Jahren. Gegenüber denen sind Krähen völlig harmlos. Am schlimmsten sind Wildschweine. Da darf die Piste dann neu geglättet und angesät werden. Aber auch in diesen Fällen scheint das Walzen nachhaltige, positive Wirkung zu haben. Dachse und Wildschweine hatten wir jetzt lange nicht mehr.

Gruß
Heinz
 

Relaxr

User
Die Pflanzen müssen ungemäht wachsen, durchblühen und Samen bilden dürfen, so kann sich über die Jahre eine authentische und autarke Wildwiese bilden. Wer hierbei nichts verfälschen will, überlässt die Wiese sich selbst - über die Nachbarwiesen wandern die Wildblumen ein. Man kann ggf. im Herbst, Spätherbst in der Umgebung die gewünschten Samen sammeln und auf der Zielwiese säen.

Gemäht wird dann nur noch ein mal möglichst spät im Jahr, nach den ersten Nachtfrösten.

Dennoch, jede Blumenwiese, auch aus dem Beutel ("Saatmischung Bienenfreund":D) hilft den Insekten und sieht schön aus.

Und das noch zu Hause, auch im kleinen Rahmen (Töpfe gehen auch) und es ist ordentlich geholfen. Die ganzen Viecher an den Blüten (vorwiegend kleine Wildbienen) sind auch interessant zu beobachten und zudem dankbare Macro-Photo Modelle. Hier kann jeder (!) eine sichtbar wirksame Massnahme machen und Spaß dran haben.

Bei uns in der Stadt werden bereits Flächen so besäht, auch Verkehrsinseln, um eben die Blütenauswahl mal zu verbessern. Bin gespannt, bei der Kälte keimt eher nichts.....denk ich mal. :cool:
 
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