Ansaldo italienischer Doppeldecker

f4bscale

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Eine solch etwas aufwendige Helling ist allerdings nicht jedermanns Sache.

Deshalb habe ich bei meinem Modell einen anderen Weg gewählt. Ein paar Leisten parallel zu den vorderen Rumpfseiten am Rumpfvorderteil mit Zwingen befestigt. Am Heck eine Querleiste sorgt für Stabilität und dafür dass der Rumpf exakt zur Mittellinie ausgerichtet ist.

Ansaldo Rumpf hinten 2.jpg
Ansaldo Rumpf hinten 3.jpg


Dann werden die entsprechenden Quer- und Aussteifungsstege eingeklebt.

Ansaldo Rumpf hinten 4.jpg


Immer Stück für Stück mit Zwischenzeiten zum Aushärten des Klebers.

Wolfram
 

f4bscale

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Hier nun weitere Bilder vom hinteren oberen Rumpf.

Ansaldo Rumpf hinten 8.jpg
Ansaldo Rumpf hinten 9.jpg
Ansaldo Rumpf hinten 10.jpg
Ansaldo Rumpf hinten 11.jpg


Die Leiste über die Halbspanten sollte dem Ausrichten der Spanten dienen. In der Zeichnung der Spanten sind entsprechende Ausschnitte vorgesehen die Leiste stabilisiert damit den Rumpfrücken besser.

Ansaldo Rumpf hinten 12.jpg


Zusätzlich habe ich eine Kiefernleiste unter R6 eingefügt.

Ansaldo Rumpf hinten 13.jpg


Ansaldo Rumpf hinten 14.jpg


Beim Einkleben des Spants 5 achtet bitte darauf, dass sich das kleine Fenster für die Steuerstange an der rechten Rumpfseite befindet.

Ansaldo Rumpf hinten 16.jpg


Unterhalb des Gerätebretts bekommt der Rumpf noch ein paar Verstärkungsleisten.

So viel für Heute. Im Anhang sind noch die Zeichnungen für Spant 5 und die sich anschließenden Halbspanten des Rumpfrückens.

Wolfram
 

Anhänge

f4bscale

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Weiter geht es mit der Ausformung der Rumpfunterseite. Die Ansaldo hat hier eine starke Verengung der seitlichen Stringer dies erfordert eigentlich eine entsprechende Helling. Die Unterseite verläuft in gerader Linie, das erleichtert den weiteren Zusammenbau auf einem einfachen geraden Hellingbrett.
Die Zeichnung mit dem Verlauf der Stringer wird auf das Hellingbrett gelegt und in in Abständen mit Nägeln befestigt. Die Nägel dienen später zur Führung der Stringer in die richtige Position.

Ansaldo Rumpf hinten 18.jpg


Der Rumpf wird dann von der breiteren Seite aus in diese Nagelführung geschoben.
Vorsicht, bei möglicherweise schräg nach innen eingeschlagenen Nägeln kann das Gumpfgitter hängenbleiben. Da muss man die Nägel wieder etwas nach außen biegen.

Ansaldo Rumpf hinten 19.jpg


Ist der Rumpf bis zur richtigen Endposition geschoben,

Ansaldo Rumpf hinten 20.jpg


kann dieser durch Zwingen mit Hilfsleiste befestigt werden.

Ansaldo Rumpf hinten 21.jpg


Am Rumpfende muss darauf geachtet werden das dieses auch senkrecht steht. Notfalls auch entspechend Fixieren.

Ansaldo Rumpf hinten 24.jpg


Dann wird der Füllkeil aus Balsa eingeklebt.

Ansaldo Rumpf hinten 22.jpg


Anschließend können die restlichen Quer-und Diagonalstreben eingeklebt werden.

Sind alle eingeklebt und der Kleber gut ausgehärtet kann der Rumpf vom Brett genommen werden.

Ich konnte es nicht lassen, das Rumpfgitter mal zu wiegen.

Ansaldo Rumpf hinten 25.jpg


Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

Wolfram
 

f4bscale

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Ich habe noch ein paar Bilder zur Ergänzung des letzten Beitrags.
Das Bild zum Einbau des unteren Rumpfkeils ist nicht sehr aussagefähig. Ich hoffe auf dem neuen Bild ist die Position des Keils besser zu sehen.

unterer Rumpfkeil.jpg


Rumpf  Einschnürung.jpg


Ein wenig Baufortschritt gibt es auch. Die Röhrchen zur Fahrweksbefestigung sind inzwischen eingeharzt. Als Material könnt ihr auch Messingrohr verwenden.

Fahrwerksbefestigung 1.jpg
Fahrwerksbefestigung 2.jpg



Wolfram
 

f4bscale

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Weiter gehts mit der Ansaldo.
Ich bin gerade bei der Beplankung des oberen Rumpfes. Wegen der optischen Nähe zum Original verwende ich 0,4mm Birkensberrholz.
Begonnen habe ich mit dem geraden Heckteil.

Rumpfrücken 1.jpg


Für den nächsten Abschnitt sind erst einmal Papierschablonen anzufertigen. Ich wollte die Beplankung erst als ganzes Stück aufbringen. Aber schon beim Anfertigen der ersten Schablone gab es Schwierigkeiten. Das Papier schlug da doch ein wenig Falten.
Ich habe mich dann, nach nochmaligem Studium entsprechender Bilder vom Original entschlossen, die Beplankung in drei Teilen anzubringen.

Rumpfrücken 4.jpg


Die jeweiligen Kanten werden mit Schablonen angepasst und geschäftet. Das Schäften ist zwar nicht ganz so einfach aber nach ein wenig Übung ging es ganz gut. Das Schleifpapier wählt ihr etwas feiner. Probiert das Schäften vorher mal an ein paar Reststücken aus.

Rumpfrücken 5.jpg


Das Teil links im Bild, ist damit die Schäftung zu sehen ist, mit der Klebeseite nach oben gedreht.

Rumpfrücken 6.jpg
Rumpfrücken 7.jpg


Den Rand des Kabinenausschnitts habe ich mit Übermaß nur in etwa der späteren Form angepasst. Als Kleber verwende ich Holzleim, der beidseitig aufgetragen wird. Nach dem Trocknen des Klebers werden die Teile aufgebügelt. Kontaktkleber wäre sicher auch möglich gewesen.
Besonders muss darauf geachtet werden, dass kein Kleber auf später sichtbare Stellen kommt. Das gibt bei Beizen der Oberfläche hessliche Flecken. Diese lassen sich nur schwer entfernen.


Wolfram
 

f4bscale

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Danke für die Blumen.
Ich hoffe mein Bericht geht nicht nach hinten los. Er soll ja motivieren es auch mal mit einem (Semi)? Scale Modell zu versuchen. Ich versuche so wenig wie möglich irgentwelche speziellen Werkzeuge zu nutzen. Manche Techniken muss man einfach nur mal selbst ausprobiern. So schnell, wie bei der Ansaldo ging die Arbeit noch nie bei einem Modell.
Wenn Interesse an Frästeilen besteht, geben Rainer und ich gerne Hilfestellung.

Bei der Ansaldo arbeite ich auch nicht jeden Tag und wenn, dann mache ich nur kleine Arbeitsschritte.

Wolfram
 

f4bscale

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Weiter geht es mit der Beplankung vor der Kabine. Auch hierfür habe ich erst eine Papierschablone angefrtigt.
Hierbei ist es vorteilhaft, das 0,4mm dicke Sperrholz im feuchten Zustand vorzubiegen und über Nacht gut trocknen zu lassen.

Beplankung vorn oben 1.jpg


beachten muss man dabei, dass das Teil wirklich gut an die Spanten angedrückt wird.

Ist das Teil gut getrocknet kann es mit Ponalleim angeklebt werden.

Beplankung vorn oben 2.jpg


Ich habe für die Rundung der Kabine noch etwas Material zugegeben. Die endgültige Form bekommt der Kabinenrand nachdem das Teil festgeklebt ist.
Für das Scheifen der richtigen Randform habe ich mir einen Schleifdorn gefertigt. Schneller geht die Arbeit mit einem Dremel oder ähnlichen Werkzeug.

Kabine schleifen.jpg


Mit Hilfe von Schablonen gelingt das Anpassen der Rundungen recht gut.

Kabine 1.jpg


Auch ein passender Rundkörper leistet gute Dienste.

Kabine 2.jpg
Kabine 3.jpg
Kabine 4.jpg


Viele der letzten Arbeitsaufgaben habe ich nicht in meiner Werkstatt erledigt. Mein PC-Arbeitsplatz und ein kleiner Beistelltisch war dafür völlig ausreichend.
Der Vorteil des nicht zu großen Modells kommt mir dabei entgegen.
Wolfram
 
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f4bscale

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Die letzten Tage habe ich mich mit einigen Studien zur Kabine und der späteren Beplankung des Rumpfvorderteils beschäftigt. Die Rumpfbeplankung hatte ich erst mal verschoben.

Nun ist sie angebracht und ich kann die Arbeitsschritte beschreiben.

Zunächst habe ich aus Zeichenkarton eine Schablone angefertigt und die Rumpfseiten aus 0,4mm Sperrholz mit etwa 2mm Übermaß zugeschnitten.

Bis auf die Bohrungen für die Fahrwerksbefestigung sind alle Durchbrüche auf die Schablone übertragen. Auf den Beplankungsinnenseiten sind die Positionen der Stäbe des Rumpfgitters übertragen. Das erleichtert den späteren Kleberauftrag.

Beplankung 1.jpg



Beplankung 2.jpg
Beplankung 3.jpg


Beplankung 4.jpg


Auch auf das Rumpfgitter wird Kleber (Ponal Holzkleber) aufgetragen. Nach dem Trocknen des Klebers kann die erste Seitenbeplankung aufgebügelt werden. Dabei kommt es darauf an, dass wirklich alle Verbindungen angebügelt werden. Zur Kontrolle kann man das durch Abklopfen der Klebestellen mit einem Holzstab prüfen. Nicht genügend verbundene Stellen hört man sehr gut.
Ich habe zunächst die rechte Rumpfseite beplankt.
Nicht vergessen darf man den Einbau des Bowdenzugrohrs für die Steuerstange des Höhenruders. Ich habe das entsprechende Foto allerdings vergessen.

Beplankung 7.jpg
Beplankung 8.jpg


Ebenso nicht vergessen sollte man die Bohrungen für die spätere Fahrwerksbefestigung. Ich habe dazu einen 2mm Stahldraht angeschliffen und als Bohrer benutzt. Das Befestigungsrohr für das Fahrwerk dient dabei als Führung.

Beplankung 6.jpg


Zum Schluss ist nur noch die linke Rumpfseite aufzubügeln.

Die Neugier trieb mich dazu, den Rumpf mal auf die Waage zu legen.

Beplankung 9.jpg


Das kleine Aluteil ist ein Ergebnis der eingangs erwähnten Studien.

Wolfram
 
Klasse-Arbeit, Wolfram!

Von dieser Weißleim-Bügel-Methode lese ich jetzt schon zum wiederholten Male, es scheint also "was dran" zu sein...
Wie sorgst Du denn dafür, daß sich dabei das Rumpfgitter nicht verzieht?
Oder ist das inzwischen steif genug?

Ich schaue weiterhin gern zu.
Viele Grüße - Albrecht
 

f4bscale

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Wenn ich ehlich bin, habe ich mir um einen möglichen Verzug keine Gedanken gemacht. Das Rumpfgitter war schon ohne Beplankung recht steif. Nach Aufbringen der Beplankung am Rumfrücken und der Unterseite hatte ich schon das Gefühl man könnte den Rumpf auch als S... stock benutzen.
Ich kann allerdings nicht sagen, wie sich der Rumpf mit einem normalen Bügeleisen verhält. Ich verwende ja für solche Arbeiten mein kleines Spezial- bügeleisen. Da ist die Fläche über die der Wärmeeintrag erfolgt nur etwa 5 cm² groß.
Wichtig ist aber die abschließende Qualitätskontrolle durch Abklopfen.

Wolfram
 

f4bscale

User
Heute noch ein paar Bilder der weiteren Arbeiten am Rumpf.

Das Beschneiden der überstehenden Kanten muss sehr sorgfältig geschehen. Es sollte nur soviel Material abgeschnitten werden, dass das Sperrholz der obern und unteren Beplankungen nicht beschädigt wird. Der Feinschliff wird mit einem Schleifklotz erledigt.

Rumpfbeplankung 14.jpg


Rumpfbeplankung 10.jpg


Über die Steckungsrörchen habe ich noch 4mm Unterlegscheiben geklebt und die Innenseiten der Röhrchen angefast. Dadurch lassen sich die Tragflächen besser einstecken. Die oben im Bild befindlichen Schlitze sind die Durchführungen der Steuerlitzen.


Rumpfbeplankung 11.jpg


Die ovalen Durchbrüche im Rumpf sind für die späteren Befestigungsgummis gedacht.

Wolfram
 
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