Antennenverlegung?

Baste

User
Servus

Ich hab mal eine theoretische Frage an euch...

Wie wäre es denn anstatt einer 90cm langen antenne 2 mal 45 cm zu installieren?

Wie schauts da mit den Empfang aus? Eventuell richtwirkungen beseitigt? Feldstärkeschwankungen ausgeglichen?

Vielleicht hats ja schon mal einer probiert?

Wer kennt sich da aus und kann mir evtl. sagen warum es geht oder eben nicht?

Freu mich schon auf die Antworten

Mfg Sebastian
 
Hallo,
lass die Antennenlänge bei etwa 1 m, auch wenn du eine Verzweigung verwendest. Wenn du verkürzt, kann die Verzweigung das nicht mehr ausgleichen.
Aber gründlich testen vor dem Fliegen.

Gruß
Eberhard
 

Baste

User
Also meinst du 2 x 90 cm antenne ginge evtl.?

Mal gucken ob schon mal jemand getestet hat obs was bringt.

Die Idee ist mir heute nur so in den Kopf gekommen....

Dachte ich mal fragen obs was nützt..

MFG Sebastian
 

Armageddon

Vereinsmitglied
Hallo Sebastian,

ich würde das an Deiner Stelle lassen. Es ist kaum vorhersagbar was passiert, wenn Du die Antenne als V oder Y aufbaust. Das hängt im wesentlichen vom Öffnungswinkel und auch vom Antennennahfeld ab. Wenns ganz blöd läuft, interferieren die beiden Teilwellen am Knotenpunkt destruktiv, d.h. sie löschen sich gegenseitig aus. Was dann passiert kann sich jeder selbst ausrechnen.
Ein ausgeprägtes Minimum in der Richtcharakteristik lässt sich durch ein L-förmig verlegtes Antennenkabel eliminieren. Eine weitere Möglichkeit bietet die neue Antennendiversity von ACT (bin gerade am Testen).

Wenn Du wirklich mit der Antenne herumexperimentieren willst, solltest Du in jedem Fall ein Reichweitetest aus allen Raumwinkeln, also ringsherum und auch oben und unten, durchführen.

@Eberhard: Schuster bleib bei Deinen Leisten :eek: !

Gruß Kai
 

Spunki

User
>>Wenns ganz blöd läuft, interferieren die beiden Teilwellen am Knotenpunkt destruktiv, d.h. sie löschen sich gegenseitig aus<<

Und wenns ganz gut läuft dann interferieren die beiden Teilwellen am Knotenpunkt konstruktiv, d.h. sie verstärken sich gegenseitig ;)

Grüße Spunki
 

Armageddon

Vereinsmitglied
Original erstellt von Spunki:
Und wenns ganz gut läuft dann interferieren die beiden Teilwellen am Knotenpunkt konstruktiv, d.h. sie verstärken sich gegenseitig ;)
Nunja, verstärken können Sie sich gegenseitig nicht, aber sie können sich addieren. Und dann hat man am Ende genausoviel, wie wenn man beide Antennenhälften hintereinanderschaltet ;) . Aber in der Praxis funktionierts bestimmt viel besser :D :D

Gruß Kai
 

Gast_2222

User gesperrt
Gut, wenn dem so ist, spekulier ich mal folgendermassen mit:

Die durch die Atmosphaere flitzenden elektromagnetischen (e-m) Wellen brauchen dieselbe wohl gar nicht, aber induzieren in der Antenne einen Wechselstrom, eine jede Welle mit ihrer Frequenz. Stroeme fliessen immer aufgrund von Spannungen. Die Wechselspannung wird an den Antennenenden maximal, der Strom in der Mitte, wo die Wechselspannung minimal ist (fuer Antennenlaengen kleiner halbe Wellenlaenge, was hier gegeben ist, 35Mhz macht so 11m Wellenlaenge).

Empfaenger suchen sich aus dem e-m Eintopf genau die Zutat aus, die ihm gefaellt und hier hoffentlich aus Eurem Sender stammt. Da die Empfaenger am Antennenende festgeknotet sind, sind sie also zum Abgreifen der induzierten Wechselspannung ausgelegt.

Baut man nun den Empfaenger in Antennenmitte, so gibts da nicht mehr viel Wechselspannung, aus der er sich sein Signal holt, weshalb ich einen solchen Umbau nicht empfehle.

Und wenn dem allen nicht so ist, lern ich bei guter Begruendung gerne dazu...

Ach, noch was: Interferenzen, wenn auftretend, holen den Flieger immer gleich erfolgreich vom Himmel, wie wenn man einen 2. Sender gleicher Frequenz einschaltet.

;) Wolfgang
 

Spunki

User
Weils gerade zum Thema passt: hätte als eingefleischter Dilettant in Sachen Elektronik hier eine Frage, und zwar an die professionellen Röhrengucker(Oszi) und Lötkolbenschwinger ( ;) ) unter Euch:

Antennendiversity liefert in nahezu allen Lagen ein zuverlässigeres Signal als die heute üblichen (Einfach-)Antennen! - ich denke dies ist unbestritten!

Es wär daher toll wenn wir alle "Diversity" nutzen könnten! .... nämlich bei sämtlichen anderen handelsüblichen Empfängern! - zb. idealerweise kombiniert mit den teuren und guten S(PCM)-Empfängern von Graupner/futaba aber auch MPX-IPD oder welcher Empfänger auch immer!

Inwieweit wär es nun möglich zuverlässig, kostengünstig und universell eine kleine "Black Box" zu entwickeln die nichts anderes tut als das 35MHz-Signal zweier (oder sogar dreier: X,Y,Z) Antennen gegeneinander zu bewerten, aufzubereiten um es dann zb. lose gekoppelt an einen ganz normalen Einzelempfänger weiterzureichen?

Mit einem PIC, Quarz, kleiner Platine und ein wenig HF-Technik bestimmt keine Herausforderung für Euch, oder?

Wo sind Probleme zu erwarten?

Besten Dank und Grüße

Spunki
 
Hallo Andreas,
da kommst mit ner geeigneten L Verlegung der normalen Antenne mit Verlängerung wohl ganz gut ohne Zusatzelektronik hin, Insofern stimme ich dem Kai auch voll zu.
Bei mir hat das mit ca. 70 cm Verlängerung 40% Reichweitengewinn gebracht.
Nur mit zwei Antennenästen das mal zu versuchen um Quasi Antennendiversity zu bekommen hat andererseits was verlockendes, nur intensives Testen ist da Obligatorisch, eben um ne destruktive Interferenz zu vermeiden. Ähm und in genau entgegengesetzter Richtung würd ich die beiden Teile auch nicht verlegen wollen, sondern möglichst irgend wie im 90 Grad Winkel, der Rest ist ein Versuch. Ich denk mal, bei intensivem Test warum nicht, Ich glaube eine Verschlechterung ist erkennbar also kanns dann nur besser werden. Erfahrung bringts alle mal.
Vieleicht probier ich das selber mal aus. Reizen tuts mich jedenfalls.

Gruß
Eberhard
 

Armageddon

Vereinsmitglied
Hallo Spunki,

zu Deiner Idee mit der Blackbox: Es reicht nicht einfach zwei Antennen in einer Blackbox zu verbinden, Du mußt die Signale auch wirklich demodulieren und miteinander vergleichen und Plausibilitätskontrollen durchführen um auch wirklich das Nutzsignal zu den Servos zu schicken. Und das läuft dann wieder quasi auf zwei vollständige Empfänger raus, wie es bspw. das ACT-DSL-System darstellt.

Klinke mich hier jetzt aber aus, denn eigtentlich ist zum Thema alles gesagt.

Gruß Kai
 

Spunki

User
@Eberhard

Ja mach mal diesbezüglich Versuche und berichte uns dann ... auch wenns nichts bringt! ... interessiert mich auch!

@Kai

Danke Kai, hmmm, da Du Dich jetzt hier ausklinkst ich aber noch Fragen dazu habe dann bitte die Meinungen der anderen HF-Experten ...

Folgendes:



Die "Black-Box" soll einfach nur entscheiden von welcher der 90° zueinander verlegten Antennen gerade das stärkere Signal kommt und diejenige dann galvanisch durchschalten ...

Die kleine "Vorschalt-Box" könnte wie folgt aussehen: zwei Steck-Anschlüsse für je ca. 90cm-Antennenlitze, E-Quarz-Stecksockel, Stromanschluß und Anschluß für die auf ca. 10cm gekürzte original-Empfängerantenne, zwei Kontroll-Leuchtdioden welche der beiden Antennen gerade durchgeschalten ist ...

Also im Prinzip würde sich nichts ändern, Antennenlänge insgesamt jeweils auch ca. 100cm, nur eben dass diejenige Antennenlitze galvanisch durchgeschalten wird die gerade dem Sender ihre "volle Breitseite" zeigt und somit maximale Signalstärke liefert ...

Wo ist der Wurm drinnen?, laut Kai geht das nicht, ich möchte aber verstehen warum?

Vielen Dank und Grüße

Spunki

PS: wenn ich mitfliegen könnte würde ich das mit einem einfachen Kippschalter testen ;)

[ 23. März 2005, 11:47: Beitrag editiert von: Spunki ]
 
Wo ist der Wurm drinnen?
Ganz einfach: schlussendlich hast du 3 Empfänger.
Denn hinter jeder Antenne muss ja eine Art Empfänger liegen. Schliesslich muss ja dein erwünschter Kanal beobachtet werden und nicht einfach die "Signalstärke". Ein Voltmeter reicht da nicht... ;)
Gruss Jürgen
 

Spunki

User
Danke Jürgen!

Ja Du hast recht, jede der beiden Antennen müsste so ne Art einfachen abgespeckten "Empfänger-Teil" haben der lediglich ermittelt wie stark das eingehende Signal auf "meiner" Frequenz (deswegen Steckquarz) reinkommt ...

Also im Prinzip ein einfaches "Feldstärkemessgerät" das genau auf einer Frequenz "horcht"

Ein PIC würde dann beide Signalpegel permanent bewerten und jeweils auf die "stärkere" Antennenlitze durchschalten ...

Ich versuche hier auf möglichst universelle Art die Vorteile zweier Antennen mit meinen PCM-Empfängern zu "verheiraten" ...

Trotzdem ist mir immer noch nicht klar wo nun das technisch "nicht machbare" darin liegt?

Wie könnte man sonst handelsübliche Graupner/futaba PCM-Empfänger vorerst mal nur auf reine Antennendiversity umrüsten?

Besten Dank

Grüße Spunki
 
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